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Globuli Verbot

P lot2!00


Die Beispiele mit Hummel, Maillard-Reaktion und Wolkenbildung passen allerdings nur bedingt. Denn hier wurde ja klar wissenschaftlich eine Tatsache beobachtet - Hummeln können fliegen, Spiegeleier kann man braten und Wolken bilden sich. Man konnte bzw. kann das aber noch nicht vollständig erklären. Anders ist es bei der Homöopathie - sie wirkt nicht, zumindest wenn man statistische Verfahren anwendet. Von 1000 Hummeln konnten wahrscheinlich 999 fliegen, Spiegeleier braten immer und Wolken bilden sich ja auch in riesigen Massen. Bei Homöopathie sind diese statistischen Belege nicht vorhanden, wie etliche Studien ja bewiesen haben. Hier fehlt also nicht nur Erklärung, sondern zunächst überhaupt ein statistisch signifikanter Effekt. Das ist ein klarer Unterschied.

a6yas-ha


Es ist übrigens durchaus so, dass die Wirkungsweise von "schulmedizinischen" Medikamenten auch nicht immer bekannt ist. Das steht einer Zulassung nicht entgegen, wenn der klare Nachweis einer Wirksamkeit (weit) über Placeboniveau durch aussagekräftige Studien belegt und eine gute Risikoabschätzung im Hinblick auf Nebenwirkungen möglich ist.

kwaulTli


Dieses Versprechen ist eine Irreführung in einem hochsensiblen Bereich, weil es um die Gesundheit und das Leben von Menschen geht, die unbedingt verboten gehört!

warum verbietet man dann nicht lieber Psychopharmaka, wo Menschen nach der Einnahme Flugzeuge abstürzen lassen, Amok laufen oder Selbstmord begehen?

[[https://www.welt.de/fernsehen/article113712547/Die-moerderischen-Nebenwirkungen-von-Glueckspillen.html]]

B%rolderxick


kaulli

Ja das ist nicht ganz nett formuliert, aber ja dennoch wahr.

Nichts wird wahr, wenn man es anpatzt und diffamiert.

Wenn die Gegner recht hätten, würden sie sachliche Argumente bringen.

Was für "Argumente"? Globuli wirken nicht. Wie sollte man sachlich begründen, dass sie nicht wirken?

B5rodexrick


kaulli

Selbst nach seinem Tod wurde auf Seiten wie scienceblogs, Psiram, GWUP noch nachgetreten:

"Auch wenn es heisst "de mortuis nihil nisi bene” – ich bin froh, dass er weg ist...."

Das ist aber gemein. Nur: wirken Globuli deswegen irgendwie anders??

S4ophiKe7x63


Ich verstehe die ganze diskussion nicht. Wem es hilft dann ist es gut und wer daran nichts nützliches sieht soll es einfach lassen!

Ich persönlich nehme auch globulis, beispielsweise bei Bauchschmerzen. Es hilft mir selbst wenn es nur eingebildet ist aber es hilft mir. Ich würde damit keine schwere Krankheit wie Krebs oder so heilen aber bei kleinen wehwehchen warum nicht?!

Meine krankenkasse muss auch nichts dafür bezahlen,das mache ich alles selbst weil mir es einfach wichtiger ist dass es mir gut geht. Auch wenn es für viele nur Zucker ist 8-(

B4ro0dgeNr-ick


luomaren

Ich merke, dass es hier eine Gruppe gibt, die sich nur auf wissenschaftliche gesicherte Erkenntnisse bei der Behandlung ihrer Krankheiten verlässt oder verlassen möchte.

"Möchte" natürlich.

Es gibt aber hier niemanden, der nicht in bestimmten Fällen auch ein Mittel ohne gesicherten Wirkungsnachweis probieren würde. Da hast du nicht richtig gelesen.

Eine andere Gruppe lässt sich nicht davon abbringen, dass es Sachen gibt, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen.

Auch nicht richtig gelesen. Niemand bezweifelt, dass es unzählige "Sachen" gibt, die sich noch nicht wissenschaftlich erklären lassen.

H.yperixon


kaulli

warum verbietet man dann nicht lieber Psychopharmaka, wo Menschen nach der Einnahme Flugzeuge abstürzen lassen, Amok laufen oder Selbstmord begehen?

So einfach ist das nicht. Um das zu verstehen, musst du dich mit der Wirkungsweise vertraut machen.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Antidepressivum]]

[[https://www.netdoktor.at/therapie/antidepressiva-8588]]

Bei Depressionen ist diese Balance zwischen den Neurotransmittern gestört, was in Symptomen wie gedrückter Stimmungslage, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen seinen Niederschlag findet.

Die Antidepressiva setzen dann hier an:

Insbesondere kommt es bei depressiven Menschen zu einer verminderten Aktivität jener Nervenzellen, die die Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin übertragen. Durch Medikamente zur Behandlung der Depression (Antidepressiva) wird die Konzentration dieser Neurotransmitter an den Synapsen erhöht

Es ist richtig das Antidepressiva die Gedanken und Selbstmordabsichten steigern können. Daher tritt ein therapeutischer Effekt erst nach ca 14 Tagen ein. AD müssen und sollten daher von einem Facharzt genau dosiert und der Verlauf kontrolliert werden.

Grundsätzlich verteufeln sollte man AD aber daher nicht.

G#ra)ógramxán


Wie ist das eigentlich mit Zucker? Zucker taucht ja nicht aus dem Nichts aus, sondern wird zum Beispiel aus Zuckerrüben erzeugt. Im Produktions-, Transport- und Verpackungsprozess müsste ja auch handelsüblicher Zucker mit diversen Informationen in Berührung kommen, oder nicht? Diese wären dann zwar wahrscheinlich sehr unglaublich hoch potenziert.. aber müsst handelsüblicher Zucker nicht auch jede Menge "Informationen" beinhalten? Und je höher potenziert, desto wirksamer, oder nicht?

BWr&odQerixck


Sophie763

Ich verstehe die ganze diskussion nicht.

Wenn du die Diskussion nicht verstehst, oder wenn sie dich nicht interessiert, warum beteiligst du dich dann?

B]rod;ercick


kaulli

aber das einzige Argument, dass ihr habt, ist rein subjektive Erfahrung.

und viele Studien..., aber das ignoriert ihr einfach.

Auf solche Studien sind wir doch eingegangen. Warum igorierst du das?

Du musst schon unsere Antworten lesen, wenn das eine zielführende Diskussion sein soll.

SFophDie76x3


Wenn mich diese Diskussion nicht interessiert hätte ich sicher nichts geschrieben!

Ich verstehe nur nicht wie man die Ansichten anderer nicht auch einfach mal akzeptieren kann.

Muss ja nicht jeder die gleiche Meinung haben aber globulis als völlig schlecht hinzustellen und verboten zu wollen ist doch auch keine wirkliche Lösung.

Wie heißt es so schön... Leben und leben lassen... Kann man sich doch freuen wenn es anderen hilft auch wenn man es selbst als nicht wirksam erachtet (bzw. Studien das belegen)

PblotA20x0


Muss ja nicht jeder die gleiche Meinung haben aber globulis als völlig schlecht hinzustellen und verboten zu wollen ist doch auch keine wirkliche Lösung.

Vielleicht hast du noch nicht die Zeit gefunden, unsere komplette Diskussion zu lesen. Denn an mehreren Stellen wird deutlich erwähnt, dass wir Globoli natürlich nicht verbieten wollen. Auf welcher Grundlage sollte ein Verbot von reinem Zucker auch fußen? Das Problem ist, dass Krankenkassen diesen Zucker oft bezahlen und das er in Apotheken noch nicht stark genug von richtigen, als wirksam bewiesenen, Arzneien getrennt ist, z.B. in Form eines sehr deutlichen Hinweises.

Gkraó\gramán


Muss ja nicht jeder die gleiche Meinung haben aber globulis als völlig schlecht hinzustellen und verboten zu wollen ist doch auch keine wirkliche Lösung.

Man muss Globuli ja nicht gleich ganz verbieten. Wäre halt schon super, wenn man die hochpotenzierten Kügelchen (= Potenzierungen in diesem Bereich überschreiten die chemischen und physikalischen Möglichkeiten) nur noch im Supermarkt beim Würfelzucker finden würde ;-D

MGons#ti


Globuli wirken nicht. Wie sollte man sachlich begründen, dass sie nicht wirken?

Broderick, das haben wir von Dir nun gefühlte 1000x gelesen, weitere Wiederholungen sind deshalb wirklich nicht erforderlich, wahrer werden sie dadurch auch nicht. ;-) Eine konstruktive Auseinandersetzung mit diesem Thema stelle ich mir eher so vor: [[http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2013/oeaez-4-25022013/homoeopathie-wirkungsnachweis-placebo-effekt.html]]

Mein eigener Hausarzt ist nicht nur blitzgescheit, sondern auch ein sehr guter Mediziner. Er arbeitet primär schulmedizinisch, aber eben nicht nur. Vor Jahren sagte er mir mal, dass er gerne Homöopathie als Zusatzausbildung studiert hätte, doch habe ihm für diese komplizierte Materie einfach die Zeit (und auch der nötige Ehrgeiz) gefehlt. Ohne extremen Aufwand und viel Erfahrung sei eine gute homöopathische Therapie keinesfalls machbar. Deshalb behandelt er auch nicht homöopathisch, jedenfalls weiß ich nichts davon. An ganzheitlichen Methoden wendet er vor allem die Akupunktur an.

Insofern wundert es mich nicht, dass es in Deutschland so viele Heilpraktiker gibt, die sich "Homöopath" schimpfen dürfen, nur weil sie ein paar Lehrgänge dazu hinter sich haben, aber einfach nur grottenschlecht sind. Wir wohnten bis vor knapp 20 Jahren in Berlin, wo es fast an jeder Ecke Heilpraktiker gibt. Bis auf einen einzigen, der aber überwiegend cranio-sakral arbeitete, waren alle, die ich aufgesucht hatte (es waren einige), einfach nur grottenschlecht. Somit kannst Du Dir vorstellen, dass meine eigenen Erfahrungen mit homöopathischen Therapien sehr unterschiedlich sind: Von 0 Wirkung über saublöde Erstverschlimmerungen bei mäßiger Wirkung bis hin zu Wirkungen, die mich vollkommen überzeugten (natürlich auch überraschten).

Meine Erfahrungen mit der Schulmedizin sind mitunter aber genauso desaströs. So verordnete mir z.B. eine hochgradig arrogante Chirurgin in der Uniklinik Innsbruck das mittlerweile vom Markt genommene Mittel "Vioxx", nachdem Tipidolor bei mir keinerlei Wirkung gezeigt hatte. Ich sagte ihr, dass ich das Mittel absolut nicht vertrage und es bei mir auch nicht wirke, außer negativ, worauf ich von ihr die patzige Antwort bekam, dass ich da aber die einzige sei und ich kein anderes Schmerzmittel bekäme. Ich hatte damals eine Peritonitis, die gewiss ziemlich schmerzhaft ist, doch bekam ich erst etwas anderes, nachdem ich mich bei der Stationsleitung beschwert hatte.

Ich schrieb schon, dass man über den Wirkmechanismus von Homöopathika noch nicht viel weiß. Ich habe Hochachtung vor Forschern, die dem auf den Grund gehen wollen. Seit einiger Zeit betreiben indische Wissenschaftler diesbezügliche Grundlagenforschungen --> [[http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=1101]] Eine dieser Studien habe ich gelesen und empfand sie als ausgesprochen nachdenkenswert. Leider finde ich den Bericht gerade nicht, könnte einen Link dazu aber sicher nachliefern, falls Interesse besteht. Einer meiner Neffen ist als Molekularbiologie mit den Themen Homöopathie und Nanotechnologie beschäftigt. Er sagte mir erst kürzlich, dass von einem "Nichts" selbst in homöopathischen Hochpotenzen keine Rede sein könne. Diese Aussage entspricht den Ergebnissen der indischen Forschungen. Mein Neffe ist sich auch sehr sicher, dass schon in naher Zukunft einige Grundlagen-Lehrbücher in den Naturwissenschaften neu geschrieben werden müssen.

Insofern ist für mich der von Dir ständig wiederholte Satz vollkommen bedeutungslos. Dass die Homöopathie wirkt, vorausgesetzt, sie erfolgt strikt nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip, weiß ich von mir selbst, meinem Mann und unseren Tieren. Ich weiß auch, dass individuelle Erfahrungen bei den strikten Gegnern nur hämische Bemerkungen auslösen. Ist mir zunächst aber wurscht. Nichtsdestotrotz interessiere ich mich als Wissenschaftlerin durchaus dafür, WARUM korrekt ausgeführte homöopathische Therapien wirken. Es MUSS einen Grund geben, und der hat nichts mit Placebo-Effekt zu tun, auch wenn ich diesem große Bedeutung beimesse, unabhängig davon, ob schulmedizinisch oder ganzheitlich therapiert wird. Denn auch dieser Effekt ist noch nicht ausreichend erforscht.

So, und nun darfst Du weiter auf mir rumhacken. ;-)

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