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Globuli Verbot

Lxiver7po!ol


Das Mittel ist nicht vom Markt genommen, es gab keinen Rückruf oder so etwas. Es ist einfach in seltsamer Einigkeit überall "zur Zeit nicht lieferbar".

Das ist aber bei Medikamenten immer mal wieder der Fall und hängt in den meistens Fällen mit einer Liefer-/Versorgungsenpass eines Inhaltsstoffes zusammen.

Pneumokokkenimpfstoff war im letzten Winter auch lange nicht lieferbar. Aktuell gibt z.B. auch Schwierigkeiten bei der Lieferung von Remifentanil.

B*elaofonte


Das ist aber bei Medikamenten immer mal wieder der Fall und hängt in den meistens Fällen mit einer Liefer-/Versorgungsenpass eines Inhaltsstoffes zusammen.

Das erklärt nicht, warum es in Österreich verfügbar ist und es mir eine dortige Online-Apotheke nicht nach Deutschland lieferte. Österreich ist doch EU-Land.

Jedenfalls lasse ich mich überraschen, ob das Mittel irgendwann wieder am Markt erscheint :-D

J]essSlyrtther,in


Das erklärt nicht, warum es in Österreich verfügbar ist und es mir eine dortige Online-Apotheke nicht nach Deutschland lieferte. Österreich ist doch EU-Land.

Oh, da hatte ich etwas gelesen. Frag mich nicht wo oder wann, müsste ich morgen mal nachgucken. Da gabs die Diskussion, dass man Medikamente nicht mehr so aus dem Ausland bestellen darf. Vorallem DocMorris hatte sich tierisch aufgeregt, da die wohl aus BeNeLux liefern und deshalb so günstig sind. Ob das jetzt in Kraft getreten ist weiß ich jetzt wirklich nicht.

bilujetiYger


Aber viele in der Branche sind eben nicht so. Es wird unfassbar viel Scharlatanerei getrieben, Geld gescheffelt und Leuten falsche Hoffnungen gemacht.

Naja, aber schwarze Schafe gibt es überall, gerade auch bei den Schulmedizinern. Ärzte, die z.B. falsche Hoffnungen machen und den Patienten in dem Glauben lassen, die palliative Chemo würde ihn gesund machen. Oder viel, viel schlimmer: Ärzte, die z.B. Patientenakten manipulieren um ihre Patienten auf der Transplantationsliste vorrücken zu lassen. Der Schaden, der allein aus dem daraus entstandenen Vertrauensverlust resultiert, ist ja noch gar nicht abschätzbar. Ärzte, die unnötigerweise operieren (man schaue sich die Statistiken z.B. zu Hüft-, Knie- oder Wirbelsäulen-OPs an) oder über Jahre hinweg Medikamente wie Tavor verschreiben... wenn man dann noch alle dazurechnet, die jährlich an Krankenhausinfektionen sterben, weil Ärzte oder Pfleger mit der Hygiene geschlampt haben, dann würde ich mich trauen zu wetten, dass wesentlich mehr Menschen durch die Schulmedizin zu Tode kommen als durch alternative Heilmethoden. Denn die meisten wenden diese eben nur zusätzlich an, die wenigsten lehnen die Schulmedizin komplett ab.

Bmrodexrick


danae87

mal sollte lieber daran arbeiten und versuchen die Leute wieder zu überzeugen, statt einfach die legalen Alternativen zu eliminieren.

Das ist doch Unsinn. Es gibt nicht diese zwei Optionen zwischen denen man wählen müsste.

Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

Man kann das Gesundheitssystem beliebig verbessern und trotzdem und gleichzeitig die Patienten vor Betrug schützen.

Alternativen werden sowieso nicht eliminiert. Wurde jetzt schon oft genug erklärt.

Es steht jedem weiterhin frei sich alternativ mit Zuckerkügelchen oder geschütteltem Wasser zu behandeln.

Borod5erick


bluetiger

...dass wesentlich mehr Menschen durch die Schulmedizin zu Tode kommen als durch alternative Heilmethoden.

Durch Ikebana kommen noch viel weniger Menschen zu Tode.

Gehst du deswegen mit einer Blinddarmentzündung lieber zum Floristen als zum Chirurgen?

Weil mehr Menschen auf dem Operationstisch sterben als in der Gärtnerei??

b/luetihgexr


Durch Ikebana kommen noch viel weniger Menschen zu Tode.

Gehst du deswegen mit einer Blinddarmentzündung lieber zum Floristen als zum Chirurgen?

Weil mehr Menschen auf dem Operationstisch sterben als in der Gärtnerei??

1. bin ich kein Gegner der Schulmedizin, absolut nicht. Aber für mich rechtfertigt die Tatsache, dass es Scharlatane und Betrüger gibt (und zwar auf beiden Seiten!), nicht das komplette System infrage zu stellen.

2. denke ich, es gibt einen kleinen Prozentsatz an Menschen, die die Schulmedizin einfach komplett ablehnen. Die wird man weder mit Argumenten noch Verboten erreichen können.

3. würde ich mir wünschen, dass Alternativmedizin als Komplementärmedizin akzeptiert wird. Ich glaube, es gibt eine riesige Menge an Leuten, die einfach massiv verunsichert sind und ich glaube, dass man diese Leute eher erreicht, wenn man sie ernst nimmt, als wenn man einfach alles verbietet, was nicht in die eigene Weltanschauung passt. Wenn dem Krebs-Patienten die Globuli (auf einer psychischen Ebene, einfach weil er daran glaubt) helfen - zusätzlich zu Chemo / OP / Bestrahlung, nicht stattdessen! - , ist das nicht eine tolle Sache? Auch die Schulmedizin weiß doch heutzutage schon längst, welche Rolle die Psyche gerade bei schweren Erkrankungen spielt, also warum sollte man sich das nicht zunutze machen?

Wenn Patienten offen mit ihrem Arzt darüber reden könnten, ohne Angst haben zu müssen ausgelacht zu werden oder wie ein Trottel behandelt zu werden, dann könnte man sie vielleicht auch eher von den richtig gefährlichen Wunderheilern fernhalten. Dann könnte man sie zu Heilpraktikern / Alternativmedizinern schicken, die verantwortungsvoll damit umgehen und im Idealfall sogarin Kontakt mit dem behandelnden Arzt stehen. Dann nimmt der Patient halt neben der Chemo in Absprache mit dem Arzt noch Globuli oder Bachblüten - allemal besser, als er futtert nebenbei Aprikosenkerne oder trinkt irgendwelche Heiltees (wo keiner weiß, was drin ist oder die verunreinigt sind) und keiner weiß davon, weil er sich nicht traut es zu erzählen.

Fsizzl=ybpuzxzly


@ bluetiger

Wenn Patienten offen mit ihrem Arzt darüber reden könnten, ohne Angst haben zu müssen ausgelacht zu werden oder wie ein Trottel behandelt zu werden, dann könnte man sie vielleicht auch eher von den richtig gefährlichen Wunderheilern fernhalten. Dann könnte man sie zu Heilpraktikern / Alternativmedizinern schicken, die verantwortungsvoll damit umgehen und im Idealfall sogarin Kontakt mit dem behandelnden Arzt stehen.

Genau das ist heute noch ein Knackpunkt, die fehlende Zusammenarbeit. In der Vergangenheit habe ich mit vielen Ärzten darüber gesprochen, weil sie mit ihrem Latein am Ende waren. Reaktionen gab es unterschiedliche, nur keine Nachfragen wenn es mir besser ging und sogar anhand des Blutbildes nachweisbar war. Da hiess es dann, ja machen sie weiter so, wenn es ihnen damit gut geht.

In den letzten 10 Jahren habe ich allerding bemerkt und auch die Erfahrung gemacht, dass bei einigen Ärzten ein Umdenken stattgefunden hat. Es war sehr mühsam diese Ärzte zu finden und erfordert bei einigen eine Fahrzeit von insgesamt 4 Std. Das ist es mir aber wert.

Das es Menschen gibt die anderen alles verkaufen und dabei nur der Verdienst im Vordergrund steht, gibt es in allen Bereichen. Und das es Menschen gibt die alles dafür geben würden und mitunter blindlings ohne Überprüfung vertrauen, kann viele Gründe haben. Für viele ist es der letzte Strohhalm an den sie sich klammern, manche haben schon einen sehr sehr langen Leidensweg hinter sich. Schmerzen, der Verlust von immer mehr werdender Lebensqualität - was nicht nur zu körperlichen Einschränkungen führt sondern im Laufe der Zeit auch die Psyche beeinflusst - lassen sich dann eben nicht mehr aufhalten wenn es ihnen besser geht. Und wenn es sich "nur" um ein Placebo oder es sich um die hier spöttisch angemerkten "Zuckerkügelchen" handeln sollte, so kann es doch den Gegner der Alternativmedizin egal sein. Oder nicht? Niemand wird doch gezwungen, diese Möglichkeiten für sich in Betracht zu ziehen.

Und von mir noch ein Hinweis über eine gestrige Information. Ich lasse mich seit Jahren auch privat behandeln, die Kosten gehen auf meine Rechnung. Hierzu gehört auch eine Fußreflexzonenmassage. Die Behandlerin hat eine fundierte und langjährige Aus- und Weiterbildungbildung als Ergo Therapeutin und ist jetzt ausschließlich privat tätig. Bei einem Vortrag - sie bildet sich selbst weiter - begann ein Arzt seinen Vortrag mit einer Entschuldigung. Entschuldigung deshalb, weil er im Rahmen seiner Faczienforschung den Zusammenhang und deren Verbesserung über die Fussreflexzonenbehandlung erkannt hat. So wird auch dieser Berufsstand mal "geadelt". Und auch die KK haben erkannt, das vorbeugende Maßnahmen die Kosten für Untersuchungen und Medikamte gesenkt haben.

Und morgen werde ich diesen Arzt kontaktieren, weil ich hier für mich eine weitere Möglichkeit zur Erhaltung meiner noch vorhandenen Lebensqualität sehe. Und wenn er mir zu "Zuckerkügelchen" raten würde, würde ich auch das Ausprobieren. Vorausgesetzt er hat dieses Wissen oder arbeitet mit guten Heilpraktikern usw. zusammen. Natürlich auf eigene Kosten, denn meine KK übernimmt das nicht.

oMnodi#sexp


Als besonders problematisch empfinde ich, dass 51 Prozent der Patienten laut Umfrage glauben, schon mal mit Globuli eine Besserung erreicht zu haben. Mit Betonung auf "Glauben". Wenn ein Arzt Globuli verordnet, denn er zeigt damit, dass er die Beschwerden des Patienten nicht ernst nimmt. Denn man kann nur ein Nichts mit Nichts vertreiben.

Berichtet ihm der Patient dann auch noch von einer Besserung dank Globuli, dann weiß der Arzt und jeder andere Arztauch, dass der Patient wirklich nichts hatte.

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein Heilpraktiker versehentlich erst eine lebensbedrohliche, aber in Wahrheit gar nicht vorhandene Krankheit diagnostiziert hat, um diese dann mit Globuli auf wundersame Weise zu heilen. (Hier im Forum war von einem mit Globuli geheilten Darmverschluss die Rede, in Wahrheit wohl nur eine von selbst vergehende Obstipation.)

o%nodisvep


.denn er zeigt damit,

= soll heißen: dann zeigt er damit

Bwrod*erick


onodisep

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass ein Heilpraktiker versehentlich erst eine lebensbedrohliche, aber in Wahrheit gar nicht vorhandene Krankheit diagnostiziert hat, um diese dann mit Globuli auf wundersame Weise zu heilen.

Heilpraktiker verfügen halt nicht nur über fantastische Therapiemethoden, sondern über ebenso fantastische Diagnoseverfahren. Oft schon erkennbar an an Begriffen wie "Bio" oder irgendwas mit "Energie".

Man diagnostiziert mit Hokuspokus, und man therapiert mit Hokuspokus. Das ergänzt sich wunderbar.

Eine gängige und einträgliche Geschaftsidee.

Der Patient zahlt gerne, weil er sich ernstgenommen fühlt.

b=lucsaNpa6rmt


Was soll den jetzt dieses Heilpraktiker-Bashing, bitte?

Ja, manche Leute sind leicht zu beeinflussen und manche Leute geraten an Scharlatane. Aber deswegen muss man doch man doch Berufsstand dermaßen verunglimpfen?

Mir haben alternative Heilmethoden schon viel geholfen und die gibt es nunmal in den seltensten Fällen beim Arzt.

Cjomraxn


Können wir mal bei Globuli bleiben und das ganze Heilpraktiker-Feld mal außer Acht lassen?

Richtig ist, dass keine unmittelbare biochemische Wirkung der Globuli nachgewiesen werden konnte (gegensätzliche Meinungen akzeptiere ich, wenn wenigstens eine wissenschaftliche Primärquelle dazu zitiert wird). D.h. "offiziell" ist keine Wirkung bestätigt. Dies macht es schwer, mit einer Wirkung zu werben und ist eigentlich ein Verstoß gegen die Produkttransparenz.

In der Folge bedeutet das, dass eigentlich keine Globuli verboten werden dürften. Sondern lediglich das Werben mit einer zugesicherten Eigenschaft. Die Globuli-Szene dürfte sich daran nicht stören, da sie sich ohnehin auf anderem Weg informiert.

Ebenfalls bedeutet das, dass der offiziell wirkungslose Stoff natürlich frei verkauft werden darf. Wer unbedingt Globuli schlucken will, kann sich ja für 10 Euro welche kaufen - so teuer sind sie ja nicht, da sie aus trivialen Zutaten bestehen. Ein Verbot braucht man wirklich nicht.

Ich vergleiche das mit der Hypnose. Auch hier ist keine wissenschaftliche Erklärung gelungen, warum Worte sogar organische Veränderungen hervorrufen können. Aber Hypnose erzielt stellenweise phänomenale Erfolge (ich habe selbst viele Jahre Erfahrung darin). Niemand darf mit zugesicherten Eigenschaften bei der Hypnose werben, das wäre auch unseriös. Dennoch kann sie helfen und sie ist nicht verboten. Aber auch diese muss man aus eigener Tasche bezahlen - sogar ungleich teurer.

lBuomaxren


Ich habe das umgekehrte Problem mit schulmedizinischen Medikamenten. Ich habe seit 8 Jahren eine chronische Erkrankung. Nach etwa 2 Jahren hatten wir alle möglichen und wegen der Nebenwirkungen nicht völlig abstrusen Medikamente durch, bei denen übrigens wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie wirken. Bei mir waren sie allesamt wirkungslos und hatten zum Teil auch noch üble Nebenwirkungen. Ich habe mich dann auch irgendwann mit alternativen Heilmethoden auseinandergesetzt.

Ich habe jetzt etwas auf schulmedizinischem Weg gefunden, was mir Linderung verschaffen könnte. Aber wenn ich das selbst zu Hause umsetzen möchte, lande ich auch eher bei freiverkäuflichen Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, die ich selbst zahlen muss.

wSinwGinxwin


Verbieten sollte man Globulis nicht. Die haben sich nun schon so derart lange auf dem Markt gehalten, habe sich bei den Krankenkassen durchgesetzt, dass sie erstattet wurden und viele viele Fans gewonnen, die sie einnehmen und sagen, dass sie helfen.

Das alleine zählt. Da sollte man keine zusätzlichen Beweise brauchen. Und wenn man sich das Gesetz der Globulis, wie sie funktionieren, mal durchliest, dann scheint es nicht schier unmöglich zu sein, dass diese Kügelchen helfen können.

Diese Globulis tragen nur noch Informationen eines Wirkstoffes, nicht mehr den Wirkstoff selbst.

Wie auch immer, ich finde, man sollte sie nicht verbieten, sollte ehr Scharlatane, die Unsummen mit den Mittelchen verdienen und sie gar nicht richtig anbringen können, verbieten.

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