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Worum geht es bei "Bioresonanz"?

LkohvHus


Broderick

Man kann nur die Existenz von Irgendwas beweisen. Aber nicht die Nichtexistenz.

Ich kann ja auch die Existenz der berühmten Rosa Einhörner nicht einfach so behaupten, und dann von anderen erwarten, dass sie das Gegenteil bewiesen.

Hach, Erkenntnistheorie, mein Steckenpferd :-) .

Ich nehme mal als Beispiel Baldrian. Und eine Oma, die dem Enkel erklärt, dass die Traumfeen ihre Häuser aus Baldrian bauen, weshalb man prima schlafen kann, wenn man ein paar Tropfen davon genommen hat.

Da ist einmal die empirische Evidenz als Beweis der Existenz der schlaffördernden Wirkung von Baldrian. Es ist schon ein Unterschied, ob man die Existenz eines rosa Einhorns einfach so behauptet oder mit der überraschenden Feststellung aufwartet, man habe eines gesehen. In ersterem Falle fühle ich mich nicht berufen, zu beweisen, dass es ein solches nicht gibt. In letzterem Fall hat aber der Behauptende getan, was getan werden muss und ich bin am Zug zu beweisen, dass, was immer er gesehen hat, jedenfalls kein rosa Einhorn war.

Das ist die eine Seite. Die andere ist die der Erklärung. Ein Pharmakologe würde die Wirkung von Baldrian völlig anders begründen als die Oma. Da die Oma sicher noch keine Traumfee gesehen hat, muss er auch nicht erst mal beweisen, dass es keine Traumfeen gibt. Für den Enkel kann ich mir allerdings vorstellen, dass die Geschichte von der Traumfee die Wirkung von Baldrian ganz gut unterstützt. Das wäre dann eine placeboartige Wirkung. Vielleicht würden mit Hilfe der Geschichte von Oma zwei Tropfen Wasser "aus dem Brunnen der Traumfee" ebenfalls die gewünschte Wirkung beim Enkel entfalten.

So, damit wären vier Metaphern für die Diskussion hier geprägt: Was ist Baldrian, was ein Traumbrunnen? Was ist Feenerklärung und was pharmakologische Erklärung?

L8ovyHus


Es sei denn, die grüne Blattfarbe wird durch z.B. intensives Rot überdeckt (Rotbuche).

Was der Förster natürlich weiß und deshalb nicht auf eine Krankheit schließt ;-D .

L%ovfHus


Monsti, @ alle

Jetzt ist Adventskaffeetrinken bei uns angesagt. Zwei der drei Kinder sind extra gekommen.

Ich lasse hier ein paar Plätzchen für alle liegen, eine Kanne mit Tee und Kaffee und wer will kann sich auch einen Glühwein nehmen.

Ich mache später hier weiter *:) .

M+onasti


Danke für die Kekserl! Viel Spaß mit der Familie!

Bkrodexrick


@LovHus

Krankheiten sollen anhand eines gestörten Frequenzmusters diagnostiziert, und durch Auslöschung dieses Frequenzmusters therapiert werden.

Ok, der erste Halbsatz ist im Grunde das, was ich eben geschrieben habe. Ähnliches passiert bei Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen, nur dass man da Dinge "sieht" die das Auge nicht sehen würde.

Den zweiten Teilsatz verstehe ich nicht, bzw. ich kann ihn mir in ganz verschiedene, sowohl blödsinnige als auch sinnige Weisen verständlich machen.

Jedenfalls habe ich keine Ahnung, wie die Auslöschung eines Frequenzmusters vonstatten geht

Ich auch nicht. Und auch sonst niemand.

BNro`deri ck


@LovHus

Entsprechend der eben beschriebenen guten Praxis gibt es nichts zu schreiben, wenn es nichts gibt.

Und wie soll man dir deine Fragen beantworten, ohne zu schreiben??

M`onseti


Alles, somit auch jede Körperzelle und jeder Zellkern besitzen ein eigenes Energie-/Kraftfeld. Wenigstens das weiß man mittlerweile. Fühlbar ist es für viele Menschen allerdings nicht oder nur in Extremsituationen.

Allein das Phänomen der Wetterfühligkeit/Wetterempfindlichkeit zeigt, dass unser Dasein nicht von unserer Umgebung getrennt werden kann. Nun betrifft diese aber nicht jeden. Ich hingegen reagiere besonders auf das Fallen des Luftdrucks extrem. Ca. 2-3 Stunden vor einem Wettersturz (Gewitter, Sturm, Schneefall) bemerke ich an mir regelmäßig deutliche Symptome: Relativ frische Narben werden knallrot und schmerzen, alte OP-Narben und Knochenbrüche machen sich schmerzhaft bemerkbar. Das Eintreffen eines, bei uns i.d.R. plötzlichen Föhnzusammenbruchs kann ich deshalb genauso fast auf die Minute genau vorhersagen wie das Einsetzen stärkeren Schneefalls.

Auffällig ist auch, dass ein ehemaliger Klient meines Mannes, ein junger Mann mit mentaler Retardierung, Körperbehinderung und schwerer Epilepsie vor jedem (!) Wettersturz einen großen epileptischen Anfall erleidet. Man kann direkt die Uhr danach stellen.

Ebenso suchen Insekten und Vögel schon lange vor dem Eintreffen einer Front Schutz in Bodennähe oder in Gehölzen. Dass Insekten und Vögel vor einem Druckabfall nahe am Boden fliegen, weiß jeder, der auf dem Land lebt.

Und ja, es handelt sich hier um biophysikalische und biochemische Prozesse, die aber doch nur dann auftreten können, wenn es Abhängigkeiten gibt, hier also zwischen atmosphärischen Phänomenen und Organismus.

Es gibt unzählige weitere Beispiele, die für die Existenz derartiger Abhängigkeiten herangezogen werden könnten.

Mein Großvater mütterlicherseits z.B. war neben seinem eigentlichen Beruf als Sattlermeister auch Rutengänger. Er war mittels Rute in der Lage, auf 50 cm genau die Tiefe einer Wasserader zu bestimmen, und dies bis in ca. 40 m Tiefe - je nach Gestein. Ich war bei seiner Auftragsausübung oft dabei und konnte somit mit eigenen Augen sehen, dass er sich nie irrte. Einmal war er bei einem Auftraggeber, der unterhalb eines Weinbergs einen Brunnen errichten wollte. Mein Großvater streckte lediglich seine Hände aus und sagte: Hier zu bohren, lohnt sich nicht, sagte es, nahm mich bei der Hand und ging.

Auch ich kann mit der Rute umgehen, zwar sensibel reagierend, aber bei weitem nicht so gezielt wie mein Opa. Die Rute ist ja lediglich ein unkompliziertes Instrument, um die körperlichen Reaktionen auf Energie-/Kraftfelder deutlicher zu machen. Man könnte auch ein Pendel oder einen Biotensor verwenden.

Auch hier geht es um biophysikalische und biochemische Vorgänge, die aber schon so geringfügig sind, dass die meisten Menschen entsprechende "Verstärker" benötigen. Manche reagieren selbst mit Hilfe solcher Verstärker nicht.

Das sehe ich ähnlich wie die Musikalität oder die bildnerische Begabung, die bei den Menschen ja sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Der eine hat's einfach, ohne es je gelernt zu haben, ein anderer hat diesbezüglich null Begabung und wird auch mit Hilfe von Schulungen kaum etwas erreichen können. Genauso unterschiedlich sind die "Antennen" der Menschen sehr unterschiedlich.

Bei der Bioresonanz geht es um das Erfassen und Auswerten dieser minimalen Energie-/Kraftfelder. Ziel weiterer Forschungen sollte also sein, dass die BR noch sensibler reagiert. Dass sie das kann, ist nur eine Frage der Zeit. Ebenso fehlt es aufgrund der erst ca. 40-jährigen Erfahrung an ausreichendem Datenmaterial. Deshalb steckt die BR tatsächlich noch in den Kinderschuhen, auch wenn Broderick etwas anderes behauptet.

Leonardo da Vinci hatte bereits im 15. Jahrhundert Fluggeräte gezeichnet, die große Ähnlichkeit mit den heutigen Helikoptern besaßen. Das heißt aber noch lange nicht, dass er die Hubschrauber erfunden bzw. die Funktion eines solchen Fluggeräts exakt beschrieben hat. Seine Ideen wurden damals auch nicht weiter verfolgt, sehr wahrscheinlich, weil man sie für vollkommen absurd und ihn für einen Spinner hielt. Für mich sind seine damaligen Ideen genial. Das Gros der Menschheit hat sich seitdem natürlich nicht verändert. Alles, was neu und nicht eindeutig erklärbar ist, wird sehr flott in die Kategorie Esoterik verschoben. Wir werden uns schon in naher Zukunft wundern, was alles möglich ist. Dessen bin ich mir sicher.

So, ich hoffe, mein Beitrag löst nicht nur leere Worthülsen à la "kompletter Schwachsinn" aus, sondern eine Auseinandersetzung und konstruktive Diskussion.

L*ovHuxs


Broderick

Und wie soll man dir deine Fragen beantworten, ohne zu schreiben??

Wenn die Bedingung um nichts zu schreiben erfüllt ist, ist die erschöpfende Antwort: Da ist nichts.

Ich korrigiere also:

Entsprechend der eben beschriebenen guten Praxis gibt es, wenn es nichts gibt, nichts weiter zu schreiben als: "Da ist nichts."

Welchen Sinn hätte es, mehr zu schreiben? Diejenigen, die sich sicher sind, dass da doch was ist, überzeugen, dass sie sich irren? Hat das schon mal funktioniert? Alles, was man schreibt, sollte sich sinnvollerweise auf etwas beziehen, was da sein könnte. Und das sollte man sich auch noch wertvoll genug vorstellen können, dass man die Zeit es herauszuarbeiten hineinsteckt. Das ist zumindest mein Vorgehen in diesem Faden.

L(ovHWus


Monsti

Die BR-Ausleitung hatte bei mir wirklich phänomenal und sehr prompt gewirkt, bei den anderen PatientInnen offensichtlich ebenfalls.

Ja, das hattest du im Erfahrungsfaden beschrieben. Für mich ist das "Baldrian". Sprich, da ist etwas und nicht nichts gewesen. Ob sich Mandeln entzünden oder friedlich bleiben ist ja durchaus erheblich.

Natürlich sind sie [Frequenzmuster einer Störung] bekannt und werden auch gezielt angewendet.

Ob diese Erklärung für das obige Etwas schon eine biophysikalische Analogie zur pharmakologischen Erklärung der Baldrian-Wirkung ist, oder doch noch näher an einer "Traumfee-Erklärung" liegt, weiß ich nicht zu sagen.

Ich würde von einer biophysikalischen Erklärung erwarten, dass sie sagt, welche Zustände von welchen aktiven Molekülen in welchen Regelkreisen angeregt werden und was das biologisch (durchaus gerne systemisch-ganzheitlich) bedeutet. Deine Erklärung muss ich nochmal genauer lesen. Aber wenn sie in die Richtung geht: Dem Körper wird eine gute Energie geboten und der sucht sich ganzheitlich das raus, was er braucht und repariert sich damit irgendwie selbst. Dann klingt das in meinen Ohren nach Traumfee-Erklärung.

Ich hätte den Anspruch, die biophysikalischen Zusammenhänge einer BRT genauso verstehen zu wollen, wie Magnetresonanz- oder Kernspintomographen. Die Erkärung "wie Reiki, nur mit einem elektrischen Gerät" finde ich unbefriedigend.

LVovHVus


Monsti

Alles, somit auch jede Körperzelle und jeder Zellkern besitzen ein eigenes Energie-/Kraftfeld. Wenigstens das weiß man mittlerweile. Fühlbar ist es für viele Menschen allerdings nicht oder nur in Extremsituationen.

Das ist schon fühlbar, es fühlt sich genauso an, wie sich die Welt eben anfühlt :-) .

Wenn ich mit den Fingern die Tasten meines Laptops drücke, dann ist fast alles, was ich fühle, Effekt dieses Kraftfeldes. Ein kleines bisschen kommt noch die Gravitation hinzu, also die Kraft, dass die Dinge herunterfallen. Materie ist nichts als viele winzig kleine Atomkerne von denen für die Gravitation die Masse relevant ist, und für alles andere die positive elektrische Ladung der Protonen. Erst im Fall von radioaktiven Elementen spielen noch die Kernkräfte eine Rolle, die ansonsten nur dafür sorgen, dass die Atomkerne stabil sind. Die positive Ladung der Atomkerne wird durch noch viel winzigere Elektronen neutralisiert, die den anderen Pol des elektromagnetischen Feldes ausmachen. Exakt kann die Physik die Situation für ein Wasserstoffatom berechnen, also ein Proton mit einem Elektron herum. Und dann geht alles in Näherungsrechnungen weiter, damit befasst sich die Molekülphysik: wie die Elektronen in Orbitalen um die Kerne verschmiert sind, welche Schwingungsmuster durch Wechselwirkung mit Photonen angeregt werden können. Auf dieser Grundlage lassen sich dann auch chemische Reaktionen auf ihre physikalische Grundlagen zurückführen. Richtig komplex wird es halt, wenn lebendige Strukturen betrachtet werden.

Natürlich fühlen wir nicht, wenn eine Zelle ein Protein synthetisiert oder sich eine Zelle teilt und was dazu alles nötig ist. Aber alles was wir fühlen ist - neben der Schwerkraft - elektromagnetisches Feld. Wir SIND - wie alles andere auch - elektromagnetisches Feld.

Es gibt unzählige weitere Beispiele, die für die Existenz derartiger Abhängigkeiten herangezogen werden könnten.

Die einfachste: Wir brauchen Luft zum Atmen 8-) . Ich denke aber, dass thermodynamische Einflüsse am Thema Bioresonanz vorbeigehen. Hier geht um Wechselwirkungen mit elektromagnetischen Feldern, nicht mit Druck- oder Temperaturschwankungen.

Er war mittels Rute in der Lage, auf 50 cm genau die Tiefe einer Wasserader zu bestimmen, und dies bis in ca. 40 m Tiefe - je nach Gestein.

Auch hier bin ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich eine Fähigkeit ist, etwas Reales zu messen. Es ist ja unbestritten, dass noch niemand in der Lage war, das beim Nachweis einer solchen Fähigkeit fällige Preisgeld abzuholen. Das macht mich stutzig.

Bei der Bioresonanz geht es um das Erfassen und Auswerten dieser minimalen Energie-/Kraftfelder. Ziel weiterer Forschungen sollte also sein, dass die BR noch sensibler reagiert. Dass sie das kann, ist nur eine Frage der Zeit. Ebenso fehlt es aufgrund der erst ca. 40-jährigen Erfahrung an ausreichendem Datenmaterial. Deshalb steckt die BR tatsächlich noch in den Kinderschuhen

Hm. 40 Jahre sind eine sehr lange Zeit für Forschung mit den heutigen Möglichkeiten. Wann kamen die ersten Computertomographen in die großen Universitätskliniken? Seit wann hat sie jedes Kreiskrankenhaus? Wie grob waren einst die Bilder, wie präzise sind sie heute. Wie lange dauerte es, das Genom zu entschlüsseln, wie rasant arbeiten heute Sequenzierer. Wir reden vom Fortschritt von Jahren, nicht von Jahrzehnten. Ich würde also sagen, dass Bioresonanz noch nicht die nötige Resonanz in der Forschung gefunden hat. Ich kann also jeden verstehen, dass das als Alarmsignal auffasst - denn wenn sich dort wissenschaftliche Lorbeeren holen lassen, würde sich die Meute der angehenden Doktoren darauf stürzen.

Natürlich, wenn Broderick recht hat und jeder nähere Blick in Wohlgefallen auflöst, was man zu sehen hoffte, dann wäre das eine Erklärung, warum hier die Forschung nicht die gleichen rasanten Fortschritte macht, wie in anderen Bereichen. Ich glaube aber, dass das nicht der einzige Grund für die Verzögerung ist. Ich schrieb es schon: Die schiere Komplexität der chemischen Prozesse, wenn man auf den ganzen Menschen schaut, ist atemberaubend.

Wir werden uns schon in naher Zukunft wundern, was alles möglich ist. Dessen bin ich mir sicher.

Ich hatte schon angedeutet: Nicht mehr lange und es ist die künstliche Intelligenz, die die Aufgabe übernimmt, Komplexität aufzudröseln. Schach, nun auch Go spielt die entsprechende Software bereits besser, als es irgendein Mensch kann. Vielleicht braucht es eine Maschine, um den Menschen in seiner umfassenden Funktionsweise zu erfassen. Hoffen wir, dass diese Maschine dann auch etwas mit dem Begriff "Heilung" anfangen kann ;-D .

B9ro`derixck


LovHus

** Broderick

Und wie soll man dir deine Fragen beantworten, ohne zu schreiben??

Wenn die Bedingung um nichts zu schreiben erfüllt ist, ist die erschöpfende Antwort: Da ist nichts.

Ich korrigiere also:

Entsprechend der eben beschriebenen guten Praxis gibt es, wenn es nichts gibt, nichts weiter zu schreiben als: "Da ist nichts."

Welchen Sinn hätte es, mehr zu schreiben?

Z.B. den, dir deine Frage zu beantworten. Die lautete ja nicht: "Ist da was?" Sondern u.a. was die "Intention" der BRT sei. Darauf habe ich geantwortet.

Es kommt nur selten vor, dass jemand eine Frage stellt, eine Beantwortung aber grundsätzlich für überflüssig erklärt. Da wäre dann doch eher die Frage überflüssig.

Dann macht es natürlich auch noch Sinn, irgendwelche falschen Behauptungen richtigzustellen.

Welchen Sinn hätte es, mehr zu schreiben? Diejenigen, die sich sicher sind, dass da doch was ist, überzeugen, dass sie sich irren? Hat das schon mal funktioniert?

Ich habe durchaus schon erlebt, dass Menschen ihre Meinung ändern.

Hältst du Menschen, die an Wirkung von BRT glauben, für grundsätzlich unbelehrbar?

Selbst wenn dem so wäre, es gibt ja dann auch noch diejenigen Mitleser, die noch keine Meinung dazu haben, und sich tatsächlich informieren wollen. Was ja der eigentliche Zweck eines medizinischen Forums ist.

LnovHuxs


Broderick

Es kommt nur selten vor, dass jemand eine Frage stellt, eine Beantwortung aber grundsätzlich für überflüssig erklärt. Da wäre dann doch eher die Frage überflüssig.

War wohl schon ein wenig spät ;-D .

Ich habe die Beantwortung nicht grundsätzlich für überflüssig erklärt, sondern nur für einen sehr bestimmten Fall. Und selbst das habe ich dann auf deinen Einwand hin korrigiert.

Nehmen wir an, ich frage nach den Eigenschaften eines Einhorns. Es entspinnt sich eine Diskussion darüber, unter welchen Umständen man das Fell als rosa bezeichnen kann. Ich habe zwar noch nie ein Einhorn gesehen, aber jene, die bereits das Vergnügen hatten, geben gerne Auskunft.

Nun kommt jemand dazu, der gar nichts über Einhörner weiß. Er hat auch eine sehr plausible Erklärung dafür: Es gibt keine Einhörner. Was könnte er zum Thema beitragen außer genau diese Aussage: "Es gibt sie nicht. Da ist nichts."? Sicher hält er diesen Beitrag zum Thema für außerordentlich relevant. Und wenn er Recht hat, ist er das auch. Aber der Beitrag ist mit der Feststellung der Nichtexistenz eben auch vollständig - es gibt nichts, was dem noch hinzugefügt werden müsste oder könnte.

Z.B. den, dir deine Frage zu beantworten. Die lautete ja nicht: "Ist da was?" Sondern u.a. was die "Intention" der BRT sei. Darauf habe ich geantwortet.

Da muss ich mir deine Antworten nochmal im Überblick durchlesen. Ich meine schon, dass du hauptsächlich geantwortet hast: Da ist nichts. Samt einer Kabbelei mit Monsti dazu. Eigentlich hatte ich danach gefragt, was Bioresonanz ist. Oder besser, ich habe einen Raum eröffnet, indem wir uns überlegen können, was sinnvollerweise Bioresonanz sein und dann auch bewirken könnte. Die Intention habe ich nicht erfragt, sondern vorangestellt: Es geht um Diagnose und Therapie. Ich habe auch bestätigt, dass es die Intention der Abzocke geben kann, aber die interessiert mich hier nicht. Natürlich, wenn die Antwort stimmt: "Da ist nichts", dann wäre jeder EURO abgezockt, bei dem etwas versprochen wird, aber nichts geliefert, nur ist das natürlich trivial, das bedarf keiner extra Erwähnung, aber klar, kann man noch nachschieben.

Dann macht es natürlich auch noch Sinn, irgendwelche falschen Behauptungen richtigzustellen.

Oft, vielleicht meistens, aber nicht immer - die Oma-Erklärung ist für den Enkel prima, ein Pharmazeutenvortrag fehl am Platz. Und wenn, dann ist große Sorgfalt geboten: Was genau wurde behauptet? In wiefern ist es falsch? Was ist dagegen richtig? Wie ist die Richtigkeit begründet? Der Aufwand für diese Sorgfalt ist nicht in jedem Fall gerechtfertigt - das war der Punkt in meiner Würdigung der Gefühle der Ablehnung. Und von daher auch der Vorschlag der "guten Praxis", seine Zeit in die Themen zu stecken, denen man positiv etwas abgewinnen kann.

Ich habe durchaus schon erlebt, dass Menschen ihre Meinung ändern.

Hältst du Menschen, die an Wirkung von BRT glauben, für grundsätzlich unbelehrbar?

Menschen können ihre Meinung ändern. Passiert nicht häufig und nie reicht es, sie darauf hinzuweisen, dass ihre Meinung Unsinn ist. Aber wenn man mit der oben beschriebenen Sorgfalt miteinander ins Gespräch kommt, ist es möglich. Praktisch immer gehen dann beide Gesprächspartner mit einer geänderten Meinung nach Hause, einfach weil sich im Gespräch herausgestellt hat, dass die Dinge nicht so gelagert sind, wie man sie sich zu Gesprächsbeginn vorgestellt hat. Ist auch gut so, denn sonst bräuchte man nicht miteinander zu reden.

Ein ganz wichtiger Faktor ist, auf wie stabilen Füßen die Meinung steht. Empirische Evidenz sind mit die stabilsten Füße, die es gibt. Daran zerschellt jede theoretische Argumentation. Aristoteles hatte gute Gründe, warum die Himmelsbahnen Kreise sind. Kepler hat genau hingesehen, er wusste, was er gesehen hat: Ellipsen. Wer an die Wirkung von BRT nur glaubt, ist sicher leichter belehrbar, als wer die Wirkung an sich selbst erfahren hat. Hätte Aristoteles dem Kepler gesagt: "Kann gar nicht sein.", wäre er abgeblitzt. Klar kann Aristoteles Kepler unbelehrbar finden, aber natürlich hätte Kepler gewusst, dass es umgekehrt ist. Er hätte Aristoteles seine Daten gezeigt und wenn Aristoteles sagt: "Muss ich mir nicht ansehen, ich weiß, was ich weiß - die Vernunft ist ewig, die Augen zeigen wandelbare Bilder.", dann würde Kepler mit den Achseln zucken und man ginge in der Überzeugung gegenseitiger Unbelehrbarkeit auseinander. Viel sinnvoller ist es, die empirische Evidenz ernst zu nehmen und sich zu fragen, wie die Ergebnisse zustande kommen. Im Fall von Kepler hat das Newton erfolgreich gemacht und das Gravitationsgesetz gefunden, das die Keplerschen Beobachtungen perfekt erklärt.

Selbst wenn dem so wäre, es gibt ja dann auch noch diejenigen Mitleser, die noch keine Meinung dazu haben, und sich tatsächlich informieren wollen. Was ja der eigentliche Zweck eines medizinischen Forums ist.

In einem Forum geht es um den Austausch derer, die miteinander kommunizieren. Es gibt keinen versteckten Auftrag, dass dieser Austausch informativ oder gar wahr ist. Ein paar grobe Leitplanken sind in den Forumsregeln hinterlegt. Wenn diese verletzt werden, ist es sinnvoller die Moderation um Bereinigung zu bitten, als im Faden als vorauseilender Retter armer, unschuldiger, zukünftiger Mitleser aufzutreten. Deshalb schrieb ich, dass die Vorstellung, man könne Schuld auf sich laden, indem man nicht allen Unsinn, der einem unterkommt, als solchen markiert, nicht richtig sein kann.

Mdonstxi


Danke, LovHus!

Ein ganz wichtiger Faktor ist, auf wie stabilen Füßen die Meinung steht. Empirische Evidenz sind mit die stabilsten Füße, die es gibt. Daran zerschellt jede theoretische Argumentation. [...] Viel sinnvoller ist es, die empirische Evidenz ernst zu nehmen und sich zu fragen, wie die Ergebnisse zustande kommen.

Das halte ich in einer Diskussion für das Allerwichtigste. Ansonsten ist es keine Diskussion. Nicht ohne Grund geht es in den meisten Foren um einen Erfahrungsaustausch, somit auch in medizinischen Foren und der dort besprochenen Therapien, die im übrigen primär Erfahrungen mit schulmedizinische Therapien betreffen.

L]ovhHus


Z.B. den, dir deine Frage zu beantworten. Die lautete ja nicht: "Ist da was?" Sondern u.a. was die "Intention" der BRT sei. Darauf habe ich geantwortet.

Da muss ich mir deine Antworten nochmal im Überblick durchlesen. Ich meine schon, dass du hauptsächlich geantwortet hast: Da ist nichts. Samt einer Kabbelei mit Monsti dazu.

Habe nochmal nachgelesen. Ich denke, der zentrale Satz über die Intention war: "Krankheiten sollen anhand eines gestörten Frequenzmusters diagnostiziert, und durch Auslöschung dieses Frequenzmusters therapiert werden." Und dann ging es darum, dass es einen solchen Wirkzusammenhang nicht gibt, allerdings ohne weitere Begründung, nur einer Begründung gegenüber Monsti, warum sich eine Begründung erübrigt. Ich habe das - mit einer etwas anderen Begründung - bestätigt. Das sollte aber nicht heißen, dass du nicht weiter schreiben sollst. Das hier z.B. geht genau in die Richtung, die ich mit dem Faden meine:

Aber in einem Punkt hast du Recht: Da hier tatsächlicher Strom fließt der irgendwas bewirken könnte, bestünde insoweit zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass man damit therapeutisch etwas bewirken könnte.

Und neben dieser theoretischen Möglichkeit gibt es praktische Erfahrungen über Wirkungen. Und mir ist daran gelegen, die beiden zusammenzubringen.

gRal0axyVs


Wie Bioresonanzgeräte messen oder wie sie ihre Wirkung entfalten wird von den Herstellern nicht erklärt. Ähnlich wie die Scientologen die Funktionsweise ihres E-Meters geheim halten. Für jeden medizinisch oder wissenschaftlich geschulten Menschen sollten spätestens hier die Alarmglocken schrillen. Es gibt kein Funktionsprinzip dahinter, keine annähernde Erklärung wie gemessen wird und was das Gerät aussendet. Studien kommen auch zu dem Schluss, dass die Therapie mit solchen Geräten keinen Effekt zeigt der üder den Placebo-Effekt hinausgeht, ebenso konnten Krankheiten damit nicht eindeutig identifiziert werden. Fehlende Informationen über das Funktionsprinzip + fehlende nachweisliche Wirkung = keine wissenschaftliche Grundlage

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