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Akupunktur, Tcm, Ganzheitsmedizin, Schröpfen ect

INlNlyT66 hat die Diskussion gestartet


Da es hier auch schon einen Thread über Alternativmedizin gibt wie auch Bioresonanz, würden mich weitere Themen interessieren zum Austauschen.

Da ich u.a unter heftiger Migräne leide, und nun kurzzeitig Triptane eingeworfen habe ( Teufelszeug ]:D )

möchte ich dies mit Akupunktur in den Griff bekommen.

Mich interessieren aber auch die Themen TCM ( können auch gerne Rezepte hier austauschen), Schröpfen uvm.

Akupunktur habe ich vor einigen Jahren ( ich glaube 3 Jahre ) ist es her, das ich eine ISG-Blockade hatte und die Akupunktur gut geholfen hat.

Freue mich über einen regen Austausch, aber bitte keine Schreibereien von wegen alles Blödsinn , Humbug

*:) *:) *:) @:) @:) @:) @:) *:) @:) @:) @:) *:) ;-) ;-)

Antworten
I]llyx66


TCM

Die TCM versteht Krankheit als Folge einer Störung des Gleichgewichts von Yin und Yang, jenen Urkräften, die im gesamten Kosmos wirken. Heute ist die Bedeutung der Traditionellen Chinesischen Medizin auch für die westliche Medizin unumstritten. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nicht das Maß aller Dinge, sondern Teil der ihn umgebenden Natur und des Kosmos. Er besteht wie alles im Universum aus der Ursubstanz "Qi".

Diese Energie steuert alle Vorgänge des Lebens und durchfließt den Menschen in zwölf Haupt- und acht Nebenkanälen, den sogenannten Meridianen. Den zwölf Hauptmeridianen werden jeweils sechs Yin- und sechs Yang-Organe zugeordnet. Die TCM geht davon aus, dass sich alles im Gleichgewicht befindet. Erst wenn dieses Gleichgewicht ins Wanken gerät, wird der Mensch krank. Jedes außer Kontrolle geratene Gefühl, wie Zorn, Freude, Schwermut, Kummer, Trauer, Angst und Furcht kann Krankheiten hervorrufen. Genauso wie die sechs Umweltfaktoren Wind, Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Trockenheit und Sommerhitze. Die TCM zielt jedenfalls darauf ab, das Gleichgewicht nach Möglichkeit zu erhalten und Harmonie zwischen Yin und Yang wieder herzustellen.

Die Akupunktur ist eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin, bei der eine therapeutische Wirkung durch Nadelstiche an bestimmten Punkten des Körpers erzielt werden soll.

Ziel der Akupunktur ist es, die Prozesse innerhalb der Leitbahnen positiv zu beeinflussen. Dies geschieht mit Hilfe der Nadeln, die an bestimmten Stellen, den sogenannten Akupunkturpunkten, gesetzt werden. Im Chinesischen werden diese Punkte «Tore» genannt. Insgesamt gibt es im menschlichen Körper mehr als 2'000 solche «Tore». Die Traditionelle Chinesischen Medizin arbeitet mit 361 Akupunkturpunkten.

Die Schröpftherapie: einfach, aber wirkungsvoll

Als Schröpfen bezeichnet man jenes Naturheilverfahren, bei dem zur Therapie Schröpfköpfe verwendet werden. Schröpfen zählt zu den traditionellen Heilmethoden, bei denen zwar keine Medikamente eingesetzt werden müssen, die aber trotzdem eine wirksame Waffe der Naturheilmedizin im Kampf gegen viele Beschwerden oder Störungen sind.

Bei folgenden Beschwerden kann Schröpfen Linderung bringen:

Erkältung

Verdauungsprobleme

rheumatische Erkrankungen

Entzündung der Harnwege, Zyklusstörungen

Grippe, Asthma bronchiale, Bronchialkatharr

Halsschmerzen

Migräne und Kopfschmerzen

Kreislaufstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen

Celullitis

Schröpfen richtig angewendet ist unschädlich und löst auch keine ungünstigen Nebenwirkungen aus. Die Erfolge sind beeindruckend und zeigen sich rasch, denn der Körper reagiert auf das Schröpfen am richtigen Ort innerhalb von Stunden.

BienitIaxB.


Ich bin gelegentlich in TCM Behandlung. Ein chinesisches Ehepaar, beides Ärzte. Sie haben hier den Heilpraktiker gemacht, weil sie das ganze Medizinexamen nicht noch einmal machen wollten. Sie haben zusammen eine Naturheilpraxis. Eine Behandlung dauert immer so ca. 2 Stunden.

Beginnt mit Zungendiagnose, Pulsdiagnose. Dann kommt Schröpfen, auch so eine Streichmassage, dann kommt Akupunktur, dann noch einmal eine Art Massage. Abschließend noch Dauernadeln ins Ohr. Kosten: 60 € pro Behandlung.

Mir geht es nach so einer "Kur" immer ganz gut.

sJo;phxica


Liebe BenitaB,

habe dir eine Frage per PN gesendet und freue mich über eine Antwort, gern per PN.

Herzlichen Dank sophica.

M@o_nstxi


Ich kann nur etwas zur Akupunktur/Akupressur und ein wenig zur Osteopathie schreiben, was ich allerdings schon an anderer Stelle getan habe. Ich wiederhole mich deshalb:

Eines Tages machte sich bei mir innerhalb sehr kurzer Zeit eine sehr schmerzhafte Nackensteifigkeit bemerkbar. An jenem Tag hatte ich wegen einer anderen Sache eh am späteren Nachmittag einen Termin beim Hausarzt. Der sagte zu meinem Nackenproblem: "Ich kann Dir jetzt ein paar Spritzen setzen. Die helfen ziemlich sicher. Wenn Du aber Zeit hast, würde ich Dir lieber mittels Akupunktur helfen." Ich hatte Zeit. Er setzte mir drei Nadeln, eine auf dem linken Handrücken, eine an dessen Seite und eine am Ohr. Die Behandlung dauerte ca. 30 min., zwischen den anderen Patienten kam er und drehte an den Nadeln, was ich ausgesprochen unangenehm fand. Am Abend waren die Beschwerden schon deutlich besser und am nächsten Morgen komplett verschwunden. Ich war begeistert, markierte mir die Stechpunkte per Textmarker und fotografierte sie. Jedes Mal wenn sich bei mir das Rheuma wieder im Nacken austobt, nutze ich mit Erfolg die Akupressur - an jenen Orten, an denen mein Doc die Nadeln gesetzt hatte. Im Bedarfsfalls finde ich die richtigen Punkte längst ohne Zuhilfenahme meiner Aufnahmen. Die Punkte sind im Fall einer Entzündung nämlich besonders schmerzempfindlich. Dank der Akupressur wurde ich meine häufige und sehr schmerzhafte Nackensteifigkeit immer mit Hilfe der Akupressur los - ohne Schmerzmittel und damit auch ohne jede Nebenwirkung.

Ein anderes Thema ist mein schwerer Verwachsungsbauch, der mir ca. 6 Monate nach einer großen Adhäsiolyse aufgrund eines Ileus massive Probleme machte. Damals (2005) war ich bei einem TCM-Arzt, der bei mir die Laser-Akupunktur durchführte. Es kam tatsächlich zu einer deutlichen Schmerzlinderung. Während der Behandlung machte mein Gedärm raumfüllenden Radau. Kaum kam er auf bestimmte Stellen (ohne Berührung!), reagierte mein Dünndarm. Ging er wieder weg, war der Darm wieder ruhig. Er grinste immer nur und meinte, ich wäre ein perfektes Beispiel für den Hörsaal, um ignorante Mediziner zum Nachdenken zu bringen (sinngemäß).

Leider machten sich einige Wochen später Subileuszustände bemerkbar. Der Arzt sagte, er könne mir jetzt nicht mehr helfen und riet mir, mich in eine osteopathische Therapie zu begeben. Dieser Tipp war Gold wert, denn die Subileuszustände konnten auf Dauer gestoppt werden. Anfangs fand die Therapie alle zwei Wochen statt, inzwischen genügt es, wenn ich meine Osteopathin 1-2x jährlich aufsucht. Mir hat die osteopathische Therapie ganz klar weitere OPs erspart.

Sowohl die Akupunktur, insbesondere die Laserakupunktur und die Osteopathie gehören zu den alternativmedizinischen Therapien.

I&lly6D6


Vll mag ja wer über die Homoöpathie berichten, was dies genau ist und wie dies funktioniert.

Ich habe Schüssler-Salze daheim und hatte auch mal Globulis, aber bewirkt hat leider nichts davon, vll weiß Jemand einen Rat oder Tipp, wenn das unter der Homoöpathie ist.

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EAlkeO


Heute ist die Bedeutung der Traditionellen Chinesischen Medizin auch für die westliche Medizin unumstritten

Mit "westlicher Medizin" ist wohl wissenschaftliche Medizin gemeint und die wird übrigens auch im Osten (also z.B. in China) betrieben.

Das die TCM in der wissenschaftlichen Medizin "unumstritten" ist dann doch weit von der Realität entfernt:

Hier mal das Fazit, zum dem die Stiftung Warentest kommt in

"Die andere Medizin" Alternative Heilmethoden für Sie bewertet

kommt:

Die Wirksamkeit der TCM ist außer für Kopfschmerzen für keine andere Erkrankung belegt. Die Risiken sind erheblich. Den diagnostischen Techniken der TCM konnte keine Zuverlässigkeit bestätigt werden. Eine Nutzen-Risiko-Abwägung fällt bei Kopfschmerzen aufgrund des schwachen Wirksamkeitsnachweises und der bestehenden Risiken eher negativ, für alle anderen Erkrankungen negativ aus. TCM ist zur Behandlung von Kopfschmerzen wenig geeignet, zur Diagnose oder Therapie bei allen anderen Erkrankungen nicht geeignet

Also wenn das "unumstritten" ist....

l?onaulxao


es gibt auch eine andere seite, z.b. hat 2015 Youyou Tu den medizinobelpreis erhalten

[[https://medonline.at/2015/medizinnobelpreis-2015/]]

für ein medikament gegen malaria, das sie aus einer pflanze extrahiert hat, die in der traditionellen chinesischen medizin verwendet wird. sie selbst hat dazu gesagt: Das von ihr und ihrem Team entdeckte Mittel zur Behandlung von Malaria ist "ein Geschenk der traditionellen chinesischen Medizin an die Menschen der Welt"

als ein beispiel. ein anderes wäre die technik der "stuhltransplantation", die ursprünglich aus der tcm kommt und mittlerweile auch in der westlichen medizin beachtung findet, erforscht und auch schon angewendet wird: [[https://www.profil.at/wissenschaft/stuhltransplantation-grazer-uni-klinik-erfolge-5573860]]

die technik selbst klingt zwar für mich irgendwie gruselig aber es zeigt, daß unter forschenden im medizinischen bereich offensichtlich nicht alles, was aus der traditionellen chinesischen medizin kommt, von vornherein als "kann nicht wirken" und "humbug" abgetan wird, sonst würde man wohl kaum forschungsgelder dafür aufwenden bzw. patienten damit behandeln. die grazer uniklinik wird ja wohl hoffentlich nicht von dir verdächtigt, mit unseriösen methoden zu hantieren, um sich mittels scharlatanerie an patienten zu bereichern und diese im zuge dessen vielleicht sogar noch zu gefährden.

K=ulturschfaffvendexr


Der Mensch als Gattung ist durch die natürlichen Gegebenheiten des Planeten Erde entstanden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass alle existenziellen Voraussrtzungen für seine Entwicklung und Arterhaltung zumindest bestanden haben. Dies gilt gleichsam für alle Spezies, die diesen Planeten bevölkern.

Pharmazeutisch/chemisch hergestellte Medikamente gibt es noch nicht so lange, vielleicht hat es in Europa mit Paracelsus begonnen. Davor konnten nur versucht werden, Krankheiten mit Pflanzen und Stoffen aus der Natur zu heilen. Hier ordne ich auch die TCM ein. Wäre dieser Ansatz untauglich und der Einsatz moderner Medikamente unverzichtbar, so gäbe es die Menschheit heute nicht. Zweifelsohne leben die Menschen im Durchschnitt heute länger (ich schätze, 30 - 40 Jahre), woran die moderne Medizin, aber auchdie besseren Lebensverhältnisse ihren Anteil haben dürften.

Leider wird oft vergessen, dass auch die moderne Pharmazeutik auf das Wissen der Naturheilkunde zurückgreift. Birkenrinde enthält z.B. einen Wirkstoff, der dem Aspirin ähnlich ist. Pharmakonzerne forschen bei indigenen Völkern nach medizinisch wirksamen Stoffen der Heilpflanzen, die diese verwenden. Auch Tiere tun das. Vor einiger Zeit kam ein Doku-Bericht über Primaten, die bei Magenverstimmungen eine bestimmte Pflanze zu sich nahmen, und zwar ausschließlich dann.

Ich denke, was hierzulande als TCM bezeichnet wird, ist nur ein Bruchteil des chinesischen Wissens. Manchmal kommen Dokus über chinesische Apotheken, das müssen abertausende Pflanzen sein. Schwer vostellbar, dass die alle von Stiftung Warentest überprüft wurden.

Ein Bekannter von mir hat sich in D (ist mehr als 20 Jahre her) zum TCM-Heilpraktiker ausbilden lassen und auch eine Prüfung abgelegt. Medikamente werden da meines Wissens (bei besserem Wissen bitte korrigieren) gar nicht verschrieben oder gegeben. Es gibt da z.B. zigarrenartige Kräuterwickel, Moxo (oder so ähnlich) genannt, die zum Räuchern verwendet werden. Akupunktur machte er wohl auch und eine spezielle Massageform.

*:)

lbonRa-lxao


@ kulturschaffender

zigarrenartige Kräuterwickel, Moxo (oder so ähnlich) genannt, die zum Räuchern verwendet werden.

du meinst bestimmt die moxa- behandlung oder moxibustion: [[https://de.wikipedia.org/wiki/Moxibustion]]

die kräuterwickel werden nicht nur geräuchert, sondern nahe am körper auf bestimmte punkte gehalten. es sind im prinzip die selben punkte wie bei der akkupunktur oder akkupressur, nur daß eben mit wärme behandelt wird. :-)

räuchern selbst wurde/wird ja auch als desinfektion eingesetzt. bzw. die mittel, die man räuchert- kräuter, rinden, weihrauch und andere baumharze- haben auch wiederum andere anwendungsformen.

[[http://www.oemccv.at/3065_DE-News-Duft_und_Desinfektion:_Weihrauch.htm]]

daß diese intensiven gerüche parasiten und anderes schädliches zeug fernhalten ist glaub ich naheliegend (mumien wurden ja auch damit haltbar gemacht). eine krankenschwester hat mir erzählt, daß es bei ihnen im krankenhaus üblich war, zimmer nicht nur mittels putzen zu desinfizieren, sondern auch auszuräuchern, wenn darin jemand gestorben war. mit einführung der brandmelder in jedem zimmer wurde das allerdings unmöglich.

IolAly766


Etwas zur Akupunktur bzw Elektroakupunktur ;-)

Sehr spannend und zielführend meine Erfahrung

Heute habe ich das erste mal eine Elektroakupunktur bekommen.

Habe bis dato immer die Akupunktur mit Nadeln bekommen.

Das ist spannend.

Die Therapeutin ist am rechten Ohr entlang gefahren und ich sollte ihr sagen, wann es schmerzt und wann ich nichts spüre.

Das ging eine Zeitlang so, das ich nichts gespürt habe, aber dann kam sie an die richtigen Stellen( also die Entzündungen, da dachte ich, sie sticht mitten durch.

Das ist dann der Reizpunkt des Schmerzes gewesen bzw .die Reizpunkte.twas ztur

EdlkexO


Der Mensch als Gattung ist durch die natürlichen Gegebenheiten des Planeten Erde entstanden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass alle existenziellen Voraussrtzungen für seine Entwicklung und Arterhaltung zumindest bestanden haben. Dies gilt gleichsam für alle Spezies, die diesen Planeten bevölkern.

Allerdings sind im Lauf der Erdgeschichte insgesamt mehr Spezies ausgestorben als es Stand heute gibt.

Die "Natur" oder "Mutter Erde" hat also kaum oder gar kein Interesse an der Erhaltung von Arten - wer mit den Bedingung klar kommt bleibt erhalten - und wer nicht der stirbt eben aus.

Pharmazeutisch/chemisch hergestellte Medikamente gibt es noch nicht so lange, vielleicht hat es in Europa mit Paracelsus begonnen.

Wenn die ollen Chinesen vor 5000 Jahren mit Hilfe von heißem Wasser bestimmte Stoffe aus einer Pflanze extrahierten ist das auch ein chemischer Vorgang der in der Natur so nicht stattfindet.

Davon abgesehen:

Nur weil ein bestimmtes Verfahren noch "jung" ist heißt das ja nicht das es nicht funktioniert.

Flugzeuge gibt es noch keine 150 Jahre - und einen Airbus A380 noch keine 20 Jahre. Das ändert aber nichts daran das letzterer sehr gut fliegt.

Umgekehrt kann ein Verfahren auch sehr alt sein (Tieropfer, Hexenverbrennung zwecks Seuchenbekämpfung) und dennoch nicht funktionieren

Davor konnten nur versucht werden, Krankheiten mit Pflanzen und Stoffen aus der Natur zu heilen. Hier ordne ich auch die TCM ein.

Nicht vergessen sollte man auch diverse Tierarten welche in der TCM Verwendung finden (z.B. Nashornpulver, Tigerpenis und Galle von Bären) auch wenn das vielleicht nicht ganz so in das romantische Bild der heilen Natur passen. Immerhin ist inwischen die TCM eine der Hauptgründe dafür, dass Tiger vom aussterben bedroht sind - wobei sich allerdings glücklicherweise inzwischen auch unter Chinesen herumgesprochen hat das Vi agr a und Co bessere Alternativen sind.

Wäre dieser Ansatz untauglich und der Einsatz moderner Medikamente unverzichtbar, so gäbe es die Menschheit heute nicht.

Das ist schlicht falsch - diverse Tierarten insbesondere auch Säugetierarten haben auch überlebt - ganz ohne Verwendung von Heilpflanzen.

Warum soll da ausgerechnet das Säugetier "Mensch" eine Ausnahme machen?

Richtig ist allerdings das man ohne Medizin eine deutlich höhere Reproduktionsrate braucht um als Art zu überleben.

Würden weibliche Ratten durchschnittlich im Lauf ihres Lebens nur 3 Ratten gebären dann wären die Ratten als Art längst ausgestorben.

Hätten Frauen vor 1000 Jahren durchschnittlich nur 3 Kinder gebärt wären die Menschheit auch längst ausgestorben

Zweifelsohne leben die Menschen im Durchschnitt heute länger (ich schätze, 30 - 40 Jahre), woran die moderne Medizin, aber auchdie besseren Lebensverhältnisse ihren Anteil haben dürften.

Natürlich spielen die Lebensverhältnisse eine gewisse Rolle. Wer nicht ausreichend zu essen hat oder "im Müll" lebt hat natürlich schlechtere Karten alt zu werden.

Ob man sich aber nun ein teueres Smartphone oder eine Fernreise leisten kann - oder täglich ein Glas Champagner spielt für die Lebenserwartung wohl direkt keine Rolle mehr.

Und auch bei der Hygiene ist irgendwann mal ein Punkt erreicht wo "noch mehr" nichts mehr bringt (sondern vielleicht sogar kontraproduktiv ist weil der Mensch eigentlich aus Sicht der Evolution nicht gerade darauf optimiert ist in einer keimfreien Umgebung zu leben)

Ich denke man das in Deutschland spätestens 1965 die Ernährung und Hygiene und sonstigen Lebensumstände aus medizinischer Sicht bereits optimal waren.

Seitdem mag sich vielleicht das ein oder andere noch im Detail verbessert haben - aber umgekehrt iauch einiges verschlechtert (Trend zu Fast-Food, immer weniger körperliche Bewegung, Mütter bekommen Kinder zunehmend in höherem Alter etc.)

Trotzdem ist auch nach 1965 die durchschnittliche Lebenserwartung von Neugeborenen kontinuierlich gestiegen.

Leider wird oft vergessen, dass auch die moderne Pharmazeutik auf das Wissen der Naturheilkunde zurückgreift. Birkenrinde enthält z.B. einen Wirkstoff, der dem Aspirin ähnlich ist.

Und leider wird dabei auch oft vergessen zu erwähnen das Aspirin weit verträglicher als Birkenrinde ist - welche eben auch viele andere Substanzen enthält die alles andere als nützlich für den Menschen sind.

Mal ganz davon abgesehen, dass eine halbwegs genaue Dosierung bei Naturheilmitteln ziemlich schwierig ist weil die Konzentrationen bestimmter Stoffe je nach Standort und Wetter stark variieren kann.

Pharmakonzerne forschen bei indigenen Völkern nach medizinisch wirksamen Stoffen der Heilpflanzen, die diese verwenden.

Da spricht ja auch nichts dagegen solange man ab und zu fündig wird. Allerdings kommt längst nicht jedes Medikament auf diese Weise zustande. Penicillin ist z.B. auf ganz andere Weise entdeckt worden.

Auch Tiere tun das. Vor einiger Zeit kam ein Doku-Bericht über Primaten, die bei Magenverstimmungen eine bestimmte Pflanze zu sich nahmen, und zwar ausschließlich dann.

"Forschen" würde ich das jetzt nicht nennen. Wobei interessant wäre ob dieses Verhalten angeboren ist oder erlernt wird.

Ich denke, was hierzulande als TCM bezeichnet wird, ist nur ein Bruchteil des chinesischen Wissens.

Das was heute als TCM bezeichnet wird ist eine abgespeckte Version der "chinesischen Medizin" die während der Zeit Mao Tse Tungs entwickelt wurde. Weggelassen hat man dabei die abstrusesten Ansätze - übernommen das was zumindest plausibel erschien.

Die historische chinesische Medizin ist in ihren Ursprüngen eine Art Dämonenglaube - Krankheiten werden darin durch böse Geister verursacht, Später kamen auch verstorbene Angehörige in den Verdacht Verursacher von Krankheiten zu sein.

Manchmal kommen Dokus über chinesische Apotheken, das müssen abertausende Pflanzen sein. Schwer vostellbar, dass die alle von Stiftung Warentest überprüft wurden.

Die Stiftung Warentest dürfte wohl keine einzige dieser Pflanzen selbst überprüft haben - aber dafür die Studienlage zu den jeweiligen Pflanzen und ihren Wirkungen.

Und davon gibt es eine ganze Menge.

Ein Bekannter von mir hat sich in D (ist mehr als 20 Jahre her) zum TCM-Heilpraktiker ausbilden lassen und auch eine Prüfung abgelegt. Medikamente werden da meines Wissens (bei besserem Wissen bitte korrigieren) gar nicht verschrieben oder gegeben.

Das ist dann wohl die europäische/westliche Variante der chinesischen Medizin.

Der eigentliche Grund dürfte wohl eher der sein, dass für Medikamente (auch für pflanzliche) in der EU bestimmte Richtlinien gelten. So müssen z.B. die Wirkstoffgehalte in bekannten und engen Bereichen liegen damit ein Medikament "massentauglich" wird.

(Im Einzelfall darf ein Apotheker so etwas produzieren - aber sobald er eine bestimmte Produktionsmenge überschreitet muß er sich auch an diese Regelungen halten).

Das was aus China als "TCM-Medizin" importiert werden könnte erfüllt aber oft diese Anforderungen nicht

[[https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm5_43_2004]]

Und deswegen ist es für "westliche" TCM-Therapeuten einfacher wenn sie sich auf Akupunktur und Co beschränken.

In China hingegen ist eine TCM ohne Medikamente wohl undenkbar - und Akupunktur spielt eher eine untergeordnete Rolle.

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