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Reklamation beim Arzt: falsche Brillengläser

Tmortuxga hat die Diskussion gestartet


Wer hat Erfahrungen mit Reklamationen beim Arzt:

Mein Augenarzt hat mir falsche Brillengläser verordnet.

Nicht nur, dass sich meine Kurzsichtigkeit innerhalb eines Jahres dramatisch verändert hat (mehr als 2 Diopt. schlechter).

Nun habe ich seit einer Woche die neuen Gläser und ich kann nicht gucken. Außerdem habe ich Kopfschmerzen und mir ist schwindelig. Am Samstag war ich beim Optiker und der hat alles durchgemessen.

Ergebnis: Die Gläser wurden gemäßt der Verordnung vom Arzt korrekt angefertigt. Aber beim Sehtest hat der Optiker ganz andere Werte ermittelt.

Da ich hyper-mega kurzsichtig bin, habe ich Spezialgläser, die 300 Euro pro Glas kosten. Und was nun? Ich kann es mir beim besten Willen nicht leisten, 600 Euro in die Tonne zu drücken und nocheinmal 600 Euro für neue Gläser zu bezahlen.

Heute abend bin ich bei meinem Augenarzt. Drückt mal die Daumen, dass der seinen Fehler einsieht und hoffentlich eine Versicherung hat, die mir die falschen Gläser bezahlt. Bin echt völlig von der Rolle.

Hat jemand eine Ahnung, wie das rechtlich aussieht?

Liebe Grüße

Tortuga

Antworten
spupe'rbo yx1


Mitschuld des Optikers!

Bei mir macht der Optiker trotz Brillenverordnung immer noch mal eine eigene Messung. Oft war ein Unterschied zwischen der Brillenverordnung des Arztes und der Messung des Optikers. Dann setzte er beide in diese Messbrille ein und ich konnte immer vergleichen und entscheiden.

Der Optiker hat meiner Meinung nach Mitschuld.

Ciao

superboy1

qnueenfwegexr


Hi,

Dein Augenarzt hat für solche Fälle eine Haftpflichtversicherung. Er wird sich mit dem Optiker in Verbindung setzen und der Schaden wird reguliert. Normalerweise hat der Kunde keinen Nachteil durch die fehlerhafte Anfertigung der Brille (ausser dem Ärger natürlich).

b5im(bes


wenn er es denn zugibt. diese sorte von aerzten ist selten geworden. bei mir hat das noch kein arzt gemacht.

richtig ist: rechtlich hat der optiker dann mitschuld, wenn er sich nicht unterschreiben lässt, dass unbedingt nur die aerztliche verordnung(die heutzutage rechtlich keine verordnung oder urkunde mehr ist, sondern eine empfehlung) auszuführen ist.

manche optiker haben immer noch nicht kapiert, dass so eine "verordnung" kein gesetzesblatt ist sondern hoechstens am nabel des Vertrages zwischen den krankenkasse und der kassenaerztlichen vereinigung hängt.(wenn sich der optiker daran nicht hält, hat das ähnliche auswirkungen wie wenn man sich nicht an die richtgeschwindigkeit auf den autobahnen hält und dabei erwischt wird) sie nutzen damit die unwissenheit des brillenträgers aus.

der arzt hätte dir auch ne schöne bachblütentherapie aufschreiben können. auch ne schöne empfehlung.

andererseits ist es ein werkslieferungsvertrag auf den sich der optiker berufen wird. wenn im werkslieferungsvertrag steht (auch mündlich), dass du bei ihm ne kombizange oder ne hupe oder ne brille(egal was)nach deinen vorstellungen kaufen willst, damit du besser lebst, so verkäuft er dir das. er ist auch kaufmann vor dem gericht.

kurzum: wenn sich beide stur stellen, hast du als kunde schlechte karten.

für die zukunft:

beim optiker immer nachprüfen lassen, oder besser nur den optiker die brille verordnen lassen. dann ist die rechtslage eindeutig. wenn dann etwas passiert, muss der optiker dafür gerade stehen und das weiss er auch.

beim augenarzt immer die gesundheit der augen kontrollieren lassen.

gesundheit und brille haben nix miteinander zu tun, oder bist du krank wenn du die richtig korrigierende brille absetzt?

auch ein stark kurzsichtiges auges hat meistens einen gesundheitlich guten zustand. du siehst nur schlecht aber nicht krank.

gruss

C`ontaMctlinse?n-Prxofi


Leider wird mal wieder einiges durcheinander gebracht.

Urteil des OLG Oldenburg (aus dem Gedächtniss)

1. Ein Rezept muss "befolgt" werden solange keine zwingenden Gründe dagegen sprechen.

2. Das Anbieten einer "Kontrolle" des Arztrezeptes durch den Optiker kann als Verunglimpfung des AA gewertet und kostenpflichtig abgemahnt werden.

3. Auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden kann der AO eine zweite Brillenglasbestimmung durchführen (kostenpflichtig ! )

4. Der AA hat zwar eine Haftpflichtversicherung, aber sehr oft "darf" der AO die neuen Gläser kostenlos zu liefern (wir wollen doch Freunde bleiben !!!)

5. Was also könnt Ihr in Zukunft tun:

Der Arzt ist der einzige Ansprechpartner für die Gesundheit eurer Augen.

Der Optiker kann sich mehr Zeit für die Brillenglasbestimmung nehmen und erreicht dadurch eine höhere Verträglichkeitsquote.

sPuperXboxy1


Brille beim Optiker ist besser!

Ich würde mich nie auf die Messungen meines Augenarztes verlassen. Geh da eigentlich nur hin, um meine Netzhaut untersuchen zu lassen. Dann misst er da rum, vielleicht 10 Minuten, kommt fast immer zu falschen Werten, weil ich ja getropft bin, und gibt mir ein Rezept.

Dann warte ich einen Tag, bis die Wirkung der Tropfen aufgehört hat (Rat meines Optikers!) und dann macht er eine eigene Messung. Die war immer genau bis jetzt und hat immer viel viel länger gedauert. Ich hab auch noch nie extra was dafür bezahlt. Die Brille und die Kontaktlinsen sind zwar teurer als in den Optikerketten, aber wichtig ist doch, dass ich super sehen kann. Ich hab keine Lust, mich wochenlang mit Reklamationen rumzuschlagen!

Gruß

superboy1

bSimb4ess


die brille ist raus aus den händen der krankenkasse. (zu 96%).

sie ist keine medizinische leistung mehr. wo keine medizinische leistung mehr vorhanden ist, da kann er ein tolles gedicht aufs rezept schreiben. der kann auf sein rezept draufschreiben was er will.

gruss bimbes

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