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Schielen/ Schiel-OP

B ernxdU hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich bin 26 jahre alt und hab wirklich ein psychisches problem mit dem schielen. niemanden kann ich richtig in die augen schauen und bei frauen geht das schon gar nicht, es sei denn ich kenne sie schon länger, aber selbst dann komme ich mir noch super blöd dabei vor. gehänselt wurde ich so gut wie nie und eigentlich bin ich auch ein gutaussehender junger mann, wenn eben das schielen nicht wäre. das wertet mich dermaßen ab, dass mein entschluss nun endgültig feststeht und ich mich demnächst um eine schiel-op bemühen werde.

da die augenärzte auch oftmals nich so die ahnung haben und erst recht nicht wissen, wie sich so eine operation anfühlt und wie es danach so ist, wäre es wie gesagt nett, wenn ihr mir da ein bissel drüber erzählen könntet.

das schielen trat bei mir ca. mit dem 4 lebensjahr auf und wurde auch gleich nach entdecken behandelt, zuerst mit abkleben und später dann mit der brille.

gebracht hat es aber nicht so viel. 3d sehen kann ich nicht und das schielen ist in der regel auch sehr doll. mein rechtes auge schielt nach innnen und leicht nach oben.

die genauen winkel kenne ich nicht. ohne brile sind es aber sicher 30°. mit brille ist es dann schon schwächer, aber immer nich deutlich zu seehn, finde ich.

zudem bin ich weitsichtig(links +1,5, rechts +2,0), wie ja die meisten mit einer winkelfehlsichtigkeit. und das allerschlimmste ist, dass ich zu allem übel noch eine seltene erbkrankheit(juvenile makula-degeneration) habe. durch diese erkrankung habe ich auf beiden augen nur noch einen sehr geringen visus(10-15%).

früher schielte ich nur auf dem einen auge, jedoch seit dem ausbruch der netzhauterkrankung, mit 17 jahren schielt, nun auch das zweite auge leicht nach innen, da sich auf dem zentrum meiner netzhaut eine narbe befindet und ich somit gezwungen bin, leicht an der normalen sehachse vorbeizuschauen. sehen werde ich wohl nie weider richtig kömmen, damit hab ich mich abgefunden.

diese 2te geschichte kann man leider nicht beheben, aber das schielen des ursprünglich schielenden auges schon, hoffentlich.

bisher habe ich die op immer vor mir hergeschoben, weil auch schiss, vor den risiken(doppelbilder, entzündungen etc.) hatte.

aber heutzutage ist so eine schieloperation aber, laut meinen infos, ein risikoarme op und es gibt auch neue erfolgversprechende techniken. wie erwähnt, meiné entscheidung steht, den so kann es echt nich weitergehen.

meine fragen an euch lauten nun:

- wie hoch sind die erfolgsaussichten, dass das auge anschließend

geradeaus guckt, zumindest halbwegs und wovon ist dies abhängig?

- unter welchen voraussetzungen wird die op von der krankenkasse bezahlt? wird sie überhaupt bezahlt( bin bei der aok)?

- welche schmerzen oder andere probleme gibt/gab es nach der op?

- wie lange dauert der heilungsprozess?

- sind narben etc. vom eingriff auf der bindehaut sichtbar?

- wieviel kostet so eine op, für den fall, dass sie nicht von der kasse bezahlt wird?

- welche ärzte bzw. kliniken könnt ihr empfehlen(ich wohne bei berlin) ?

ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein wenig weiterhelfen könntest, respektive eure erfahreungen/sichtweisen zu diesem thema posten würdet.

danke schonmal im voraus.

gruß bernd

Antworten
FSilb,erxsish


tach.-...

...hallo bernd

is natürlich schwer zu sagen in wieweit ne op optisch "erfolgreich" wär...mich wunderts nur dass du bisher keine wirklichen probleme mit dem sehen hattest...

hatte vor über nem jahr ne schielop (mit fast 19)...

denk aber ma dass bei dir min. 2 muskeln versetzt werden müssten (wegen dem schielen nach innen und oben)...bei mir wars nur ein muskel...müsstest dich halt in bestimmten kliniken erkundigen...war damals in münchen (augenklinik) und muss sagen...es war "Oke"...die schmerzen waren ertäglich (ausser die spritze unterhalb des auges) und sonst...kannst zwischen ner vollnarkose oder der örtlichenbetäubung wählen, die is meiner meinung nach sinnvoller...belastet den körper ned so arg usw...

ach, weisst was, schreib mir einfach ne private nachricht, dann kann i dir da mehr drüber sagn

lg

jfona8x89


Ich bin 18 Jahre alt und schiele mit dem linken auge nach innen. Als ich noch klein war hatte ich zwei Schielop´s, die aber beide null gebracht haben. Muss dazu sagen, dass , meine Eltern auch nie wirklich darauf geachtet haben, ob ich meine Brille trage oder eins von dieses Pflastern auf dem Auge kleben habe. Da ich halt noch sehr klein war, wusste ich natürlich nicht, was das für auswirkungen auf mein restliches Leben haben würde. Ich war ein sehr schüchternes und zurückhaltendes Mädchen, auch wenn man das Schielen kaum gesehen hatte, wenn ich meine Brille trug. Aber kalr ist, dass auch Brllenträger nicht unbedingt verschont bleiben. Seid ich 14 bin, trage ich nun Kontaktlinsen( die von Focus Progressives). Vorher habe ich beim Augenarzt 1000-de von anderen Kontaktlinsen ausprobiert, doche keine linse schaffte es dsa schielen zu reduzieren- bis wir dann die von focus progressives ausprobiert haben. Die sind einfach super. Das Schielen ist so gut wie weg. Ich habe lediglich noch einen leichten Silberblick, der jedoch gegen abend, wenn ich müde bin oder in verqualmten räumen sitze, stärker wird. Ich bin auf jeden fall selbstbewusster und wirke glaube ich auch ganz anders auf meine Mitmenschen=). Trotzdem wäre es schon schön , auch ohne kontaktlinsen nicht zu schielen. Nun weiß ich aber nicht, ob da eine op überhaupt helfen würde. wenn die ersten 2 im kindesalter schon nichts gebracht haben, wie soll das dann jetzt funktionierenfunktionieren!! Oder gibt es vllt neue Methoden Und auch würde mich interessieren, ob die Op etwas kosten würde? und wenn ja, wie viel?! Ich hoffe der ein oder andere kann mit weiterhelfen. und an alle die mit mir leiden: Gebt bitte nie auf und lasst euch nicht runterkriegen!

OTrthopt_istxin


Hallo BerndU!

So wie es beschreibst ist es in deinem Fall doch komplexer. Prinzipiell ist eine Schiel-OP ein kleiner Eingriff, in der Regel ambulant und nur sehr gering schmerzhaft. Die Erfolgsaussichten sind sehr gut, ob das ganze stabil bleibt kann man nicht voraussagen. In deinem Fall ist das Risiko etwas höher, dass das Schielen wieder kommen könnte.

In deinem speziellen Fall wird es aber etwas komplexer. Um genauere Aussagen treffen zu können wäre noch ganz wichtig, ob die Maculadegeneration auf beiden Augen ist, oder nur auf einem und wie die Sehschärfe auf beiden Augen ist. Musst du auf beiden Augen exzentrisch fixieren, oder nur mit einem?

Der Schielwinkel wird nie (!!!) ohne Brille beurteilt. Man operiert nur den Winkel der mit Brille vorhanden ist. Dann ist in deinem Fall die Frage, ob der Schielwinkel mit Brille ein echter ist oder zusätzlich kosmetisch verändert wird durch die exzentrische Fixation. Diese zusätzliche Veränderung kann man leider auch nicht operieren. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich diese exzentrische Stelle verändert und damit auch der kosmetische Eindruck des Schielens.

Bei manchen Netzhauterkrankungen ist es besser, wenn man keine Schiel-Operation durchführt, da man durch die OP den Zustand der Netzhaut verschlechtern könnte.

In deinem speziellen Fall gibt es nur eine Lösung: unbedingt in einer spezialisierten Augenklinik vorstellen, die alle Aspekte abklärt! Die OP an sich ist dann wirklich eine Kleinigkeit und absolut einfach.

Deine Fragen:

- rein bezügl. des Schielens sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Aber wie gesagt, kann man schlecht sagen ob das Auge hinterher gerade schaut weil ich nicht sehen kann inwieweit das ganze beeinflußt wird durch die exzentrische Fixation

- die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen ohne weiteres - braucht man auch gar nicht nachfragen, bei den privaten kommt es auf die Vereinbarungen an

- man bekommt für eine Nacht einen Verband aufs operierte Auge. Richtige schmerzen hat man eigentlich nicht. Das Auge zieht, wenn man weit nach links oder rechts schaut auch manchmal etwas mehr. Das Auge ist stark rot und tränt. Man bekommt für eine Woche Tropfen und Salbe, danach nichts mehr. 6 Wochen keine öffentlichen Bäder oder Saunen. Die Rötung kann bis zu 3 Wochen dauern. Das Auge ist für einige Zeit leichter reizbar (Wind, Wetter)

- normalerweise sind Narben nur sichtbar wenn man ganz genau hinschaut oder mit der Lupe, manchmal kann man sie auch so sehen

Leider kenne ich mich im Berliner raum nicht gut aus um eine Empfehlung auszusprechen. Es muss in deinem Fall aber unbedingt jemand sein, der sich auch mit der Netzhaut auskennt und viel Erfahrung mit Schiel-OP hat. Frag deinen Augenarzt, der weiß, wo er dich gut hinschicken kann - am besten eine Uniklinik oder ähnliches. Es ist für dich wirklich wichtig, dass man sich gut auskennt!!!

Bei weiteren Rückfragen bitte unter weltbeste.sahneschnitte@hotmail.de, da ich nicht regelm. hier reinschaue

Liebe Grüße

Odrtho6ptis!txin


Ach, ja, das Doppelbildrisiko kann in deinem Fall etwas erhöht sein, aufgrund der exzentrischen Fixation. Das kann man aber im Vorfeld gut abklären

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