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Zu eitel, die Brille zu tragen

fdrag8il sfpexeroxmancer


hallo sportlerin87,

danke für deine worte. mein wunsch ist es seit jeher, mich auch nach außen hin mit brille zu präsentieren, unter anderem aufgrund des doch zumindest in der regel erhöhten sehkomforts "g".

ich hoffe sehr, dies einmal in naher zukunft realisieren zu können.

gruß, fragil spex...

l+achXsmixley


Brillen können meiner Meinung nach richtig sexy aussehen - egal ob Mann oder Frau.

LBi[nsvi


hey toto-x!

ja, mir geht es genauso wie dir.

nur mit dem unterschied, dass ich vor 2-3 monten noch mitten in der "durchmogel-phase" in der schule war.

dann hab ich ja linsen bekommen (zum glück!).

aber es ist wirklich nicht schön sich so rauszumogeln. ich hatte jeden morgen angst in die schule zu gehen |-o

und das hab ich ganze 5! jahre mitgemacht. erst jetzt in der 12. klasse hab ich mich endlich für linsen entschieden.

wenn ich so zurück denke, gab es echt einige total peinliche situationen, wo ich zb von der tafel lesen sollte, aber die ganze zeit überhaupt nichts erkennen konnte.

ich weiss es einfach auch nicht mehr wie ich mich daraus gemogelt hab, aber meine klasse weiss immer noch nicht, dass ich brillenträger bin :-p

O;ck,ham


Spinner unter sich?

Ha und ich dachte schon ich wär' der einzig Verrückte gewesen. Bei mir hat die "durchmogel-phase" um die 8 Jahre gedauert. :-o

Im Nachhinein habe ich keine Ahnung warum ich solange gewartet habe. Völlig unverständlich. Aber damals war "Brille" (vorallem aber das Neutragen einer Brille & das Eingestehen der0 "Sehbehinderung" vor andern) für mich eine unmöglich - psychologisch. (Kontaktlinsen waren nicht so bekannt als Sehhilfe für Kinder.) Ich hab mich lieber halbblind in die Schule gequält, als einen Moment einen Gedanken daran zu verschwenden einen Brille zu tragen. *Wieso gibt es keine verrückt smiley?*

Ich schummelte mich aber immer irgendwie durch: Ich schrieb den Nachbarn ab, setzte mich extra weit vom Hellraumprojektor weg und brachte erfolgreich Ausreden "Ich muss zur Toilette.". Mit der Zeit schwänzte ich auch "hoch gefähliche" Stunden und auch um die schulischen Sehtest drückte ich mich.

Ich "entwickelte" gar eine spezielle "Sehtechnik", welche mich Hin&Wieder rettete: Arm aufstützen, Hand auf die Backe legen, so dass die Fingerspitzen direkt neben dem Auge liegen; dann die Haut Richtung Ohr leicht nach hintenziehen (wie wenn man ein Chinese mit Schlitzaugen nachahmen will.) (Kann man auch mit beiden Augen gleichzeitig machen.) Dadurch wird der zu lange Augapfel nach hinten gedrückt und so verschärft sich das Sehen. Probiert es mal aus. Mit etwas Übung erzielte ich damals relativ respektable Seh-Erfolge.

Nur hin und wieder (~ 7 Mal in der ganzen Zeit) gabs halt dann doch peinliche - für mich damals natürlich oberpeinlichste - "Ich kanns nicht lesen"-Situationen. Ich hatte jeweils das Gefühl die halbe Welt lach mich aus & tuschelt über mich. Aber ich änderte es nicht. Es ging nicht.

Irgendeinmal gab es dann eine Phase als der Franz-Lehrer während den ersten 15 Min. jede Stunde 4 x die Woche Grammatikübungen auf den Hellraumprojektor auflegte und willkürlich Schüler aufrief welche sie lösen mussten. Zudem war er ein Rottweiler bezüglich Absenzen. Nach etwa 2 Wochen - ich war noch nie aufgerufen worden - war ich es endlich soweit; mit den Nerven am Enden erlegte ich das Sauvieh [natürlich nicht den Lehrer ;-D , sondern den innern Schweindehund]. Innerhalb von 3 Tagen hatte ich Linsen - für welche ich nun nicht mehr zu jung war.

PS: meine Dioptrie-Werte lagen damals bei je - 5 !!

Im Nachhinein kann ich mich für die damalige Zeit in bezug auf dieses Verhalten nur als Psycho erklären. Heute trage ich Brille und bin stolz drauf.

mjiInTusx4


Ja, verrückt ... oder einfach nur unsicher-vermeidend?

Hi Ockham,

Ich bin auch so "verrückt", nein sogar noch kaputter.

Mit 12 Jahren hatte ich -1,25/-1,5.

Mit 16 über -2, mit 18 -3,5/-3.25.

Linsen gab es da noch nicht (zumindest nicht im nordöstlichen Ödland).

Meine Mogeltaktiken waren Deinen sehr ähnlich (ich hab allerdings meist eine Fingerspitze unters Auge gedrückt oder "nachdenklich" zwischen den vors Gesicht gehaltenen Fingern durchgelinst.

Eine Brille? Unvorstellbar!

Keiner hat´s gemerkt. Zweimal mußte ich etwas von der Tafel

vorlesen. Beide Male ist ein plötzliches Unwohlsein über mich gekommen.

Ich war damals extrem selbstunsicher, wähnte mich häßlich. Nicht auszudenken, wenn da noch eine Brille hinzugekommen wäre (damals gab es überwiegend nur häßliche Kassengestelle und Brillenträger wurden oft tatsächlich noch zu gehänselten Witzfiguren und in die Außenseiterrolle gedrängt).

Also habe ich mich trickreich durch Schul- und gar Armeezeit gemogelt, bei Sehtests betrogen und Schlimmeres gemacht.

Als ich dann nach der Armee zum Studium ging, stand fest:

Schluß mit dem pubertären Quatsch. Du brauchst die Brille( die mittlerweile -4,25/-4 hatte), Du willst diesen herrlich scharfen Blick und außerdem kennt Dich keiner!

Ich also mit Koffer und Studienzulassung in den Zug gestiegen, in Berlin die Brille rausgepult, aufgesetzt, dann doch das große Flattern bekommen, mich verflucht und die Brille wieder verschwinden lassen. Ich hab mich mit dem Ding geschämt und dann wegen meiner Feigheit. Scham spielte die Hauptrolle in meinem Leben.

Und dabei ist es dann auch geblieben.

Irgendwie hat sich das verfestigt, ist zu einer tiefeingegrabenen irrationalen Befürchtung geworden, zu einer Brillenphobie.

Selbst meine Frau habe ich erst nach 3 Jahren eingeweiht.

Sie fand´s niedlich.

Mittlerweile kokettiere ich mit dieser Macke(also mit der Phobie).

Früher glaubte ich immer, meine Kurzsichtigkeit und die Brille seien der Makel. Heute weiß ich, daß das Quatsch ist.

Aber erzähl das mal einem scheuen, unsicheren pubertierenden Bengel, der "dazugehören" will, genauso cool, natürlich und begehrenswert wie seine unbebrillten Freunde sein möchte.

Tja, und obwohl das also alles Unsinn ist und sich niemand dafür interessiert, ob man nun eine Brille hat oder nicht, bringe ich es als mittlerweile gestandener und sonst ganz vernünftiger Mann und Familienvater immer noch nicht über mich...

Solch Verhalten über einen längeren Zeitraum hinweg, dürfte regelmäßig Ausdruck einer selbstunsicher-vermeidenden (oder einer ähnlichen) Persönlichkeitsstörung sein. Sonst würde man diese ganzen Mühen und Qualen wohl nicht auf sich nehmen.

Gruß,

Minus4

f~ragil9 spebxeromfancxer


hallo ockham u. minus4,

danke für eure anschauliche schilderung, deren inhalt ich sowohl in diesen, insbesondere jedoch in anderen kontexten so sehr nachempfinden kann.

gruß, fragil spex..

S7ehstMern


@minus4

Und ich dachte schon nur Frauen seien so brillenscheu :-o :-o |-o |-o :-x 8-)

Fühlst du dich nur optisch durch die Brille verunstaltet oder haßt du die Schärfe des Seheindruckes?

Neugierige Grüße

A[dricanb 8F0


xxx-xxx

Komisch, dass die Menschen doch ihre Gebrechen gerne vertuschen. Einige tragen eine Perücke um die Glatze zu verbergen. Andere nur Kontaktlinsen, weil sie sich blos nicht als Brillenträger outen wollen. Dabei gibts doch super Brillengestelle. Die Krönung waren aber früher die Kassen Horn Gestelle....welch ein graus. Hattet Ihr auch mal so ein Ding? (Hat heute hohen Sammlerwert) Gruss Adrian :)*

sete8ph_8x7


Hi Ockham,

Ich bin auch so "verrückt", nein sogar noch kaputter.

Mit 12 Jahren hatte ich -1,25/-1,5.

Mit 16 über -2, mit 18 -3,5/-3.25.

Linsen gab es da noch nicht (zumindest nicht im nordöstlichen Ödland).

Meine Mogeltaktiken waren Deinen sehr ähnlich (ich hab allerdings meist eine Fingerspitze unters Auge gedrückt oder "nachdenklich" zwischen den vors Gesicht gehaltenen Fingern durchgelinst.

Eine Brille? Unvorstellbar!

Keiner hat´s gemerkt. Zweimal mußte ich etwas von der Tafel

vorlesen. Beide Male ist ein plötzliches Unwohlsein über mich gekommen.

Ich war damals extrem selbstunsicher, wähnte mich häßlich. Nicht auszudenken, wenn da noch eine Brille hinzugekommen wäre (damals gab es überwiegend nur häßliche Kassengestelle und Brillenträger wurden oft tatsächlich noch zu gehänselten Witzfiguren und in die Außenseiterrolle gedrängt).

Also habe ich mich trickreich durch Schul- und gar Armeezeit gemogelt, bei Sehtests betrogen und Schlimmeres gemacht.

Als ich dann nach der Armee zum Studium ging, stand fest:

Schluß mit dem pubertären Quatsch. Du brauchst die Brille (die mittlerweile -4,25/-4 hatte), Du willst diesen herrlich scharfen Blick und außerdem kennt Dich keiner!

Ich also mit Koffer und Studienzulassung in den Zug gestiegen, in Berlin die Brille rausgepult, aufgesetzt, dann doch das große Flattern bekommen, mich verflucht und die Brille wieder verschwinden lassen. Ich hab mich mit dem Ding geschämt und dann wegen meiner Feigheit. Scham spielte die Hauptrolle in meinem Leben.

Und dabei ist es dann auch geblieben.

Irgendwie hat sich das verfestigt, ist zu einer tiefeingegrabenen irrationalen Befürchtung geworden, zu einer Brillenphobie.

Selbst meine Frau habe ich erst nach 3 Jahren eingeweiht.

Sie fand´s niedlich.

Mittlerweile kokettiere ich mit dieser Macke (also mit der Phobie).

Früher glaubte ich immer, meine Kurzsichtigkeit und die Brille seien der Makel. Heute weiß ich, daß das Quatsch ist.

Aber erzähl das mal einem scheuen, unsicheren pubertierenden Bengel, der "dazugehören" will, genauso cool, natürlich und begehrenswert wie seine unbebrillten Freunde sein möchte.

Tja, und obwohl das also alles Unsinn ist und sich niemand dafür interessiert, ob man nun eine Brille hat oder nicht, bringe ich es als mittlerweile gestandener und sonst ganz vernünftiger Mann und Familienvater immer noch nicht über mich...

Solch Verhalten über einen längeren Zeitraum hinweg, dürfte regelmäßig Ausdruck einer selbstunsicher-vermeidenden (oder einer ähnlichen) Persönlichkeitsstörung sein. Sonst würde man diese ganzen Mühen und Qualen wohl nicht auf sich nehmen.

Gruß,

Minus4

ich bin nicht der einzige der diesen Schwachsinn gemacht hat ???

Ich hab auch so mit 12 meine erste Brille bekommen. Aufgesetzt hab ich sie auch höhstens wenn ich alleine Fern gesehen hab. Zum ersten Mal in der Schule hab ich ne Brille mit 17 1/2 getragen. Da hab ich halt angefangen den Führerschein zu machen und musste mich deshalb zwangsläufig dran gewöhnen eine Brille zu tragen.

Von der Tafel abschreiben oder gar vorzulesen war bei mir natürlich auch immer ein Drama. Trotzdem hat es nie jemand bemerkt. Aber im nachhinein glaub ich, dass meine Leistungen in der Schule dadurch ziemlich gelitten haben.

jAa$nQ_8x6


brilletragen unsinn?

hey liebe leute, ik bin neu hier, hab mal ne frage, die mir evtl ya sogar beantwortet werden könnte...

also ik hab nun seit anfang des jahres ne brille,

mit den werten L +1,0 und R +1,25 0,50 165°

trag ich sie länger, dh mehrere tage, kommt mir ohne alles etwas überfordernd vor, sehr hell und nicht überschaubar... wenn ich sie aber so wie jetzt gar nicht erst aufsetze, dann zeigt sich da überhaupt kein nachteil... ist das bei weitsichtigkeit normal? sind die werte sehr gering? oder wie kommt das? kenne es von andern brillenträgern eigentlich immer, dass das aufsetzen ihre erste tat des tages ist, da sie ansonsten kaum klarkommen...

greets der jan

shabLri/ni


@ jan68

hi du

Du musst dir vorstellen, bei Weitsichtigen arbeitet dein Muskel zuviel, das heisst er probiert stets immer die Sicht klar zustellen, was dann zu Kopfweh führen kann. Wenn du die Brille nicht anhast kennen deine Augen für den MOment nix anderes und es ist normal, sobald du die Brille an hast sagen deine Augen" hey halt, wir müssen nicht mehr soviel arbeiten, es geht auch ohne" was natürlich zu sehr angenehmen tragekomfort führt. Sobald du aber die Brille abziehst müssen deine Augen wieder enorm mehr arbeiten, was dann zu deinen geschilderten Folgen kommen kann.

Bin selbst auch leicht weitsichtig, beidseits seit ca. 8 Jahren +0.5 plus noch kleine Hornhautverkrümmung links.

Du hast auch leichte Werte, aber trotzdem merkst du einen extremem Unterschied mit und ohne Brille.

j0anB_86


ya na klar, es ist ja nicht unangenehm wenn ich sie trage, aber soo angenehm doch auch nicht, da ist ja kaum ein unterscheed...

siabri@nxi


Ich weiss ja nicht, wie es bei dir ist, aber ich merke einen enormen Unterschied mit und ohne Brille, hab warscheinlich relativ empfindliche Augen, bekomme inner kürzester Zeit starkes Kopfweh

j$anT_86


das ding ist ja, endweder man ist hübsch, jung oder begehrenswert, (in dem fall ist es egal ob man eine brille trägt oder nicht) oder aber man ist es nicht. und erst an diesem punkt wird die brille dann zum problem, komplex oder sonstwas.

einen hübschen menschen entstellt nichts, nichtmal eine brille. und wenn irgendjemand sich daher unwohl fühlen möchte, denn sollte er besser mal generell seine komplxe aufarbeiten, bevor er es auf so nebensächliche accessoires zu schieben versucht.

das ist meine meinung dazu :-)

JXul~ia?9x9


ich hab in der pubertät auch mal angst gehabt mit brille nie einen freund zu finden. Bei mir wars sowieso auch deshalb ein ziemlich absurder gedanke weil ich seit dem Kindergarten brillenträgerin bin und bisher deshalb noch nie probleme hatte oder wirklich gehänselt wurde. Und mich alle sowieso nur mit Brille kannten. Aber sag das mal einer 13 jährigen die Panik bekommt, weil sie Bilder von Mädels mit häßlichen Brillengestellen gesehen hat. Ich war aber auch ziemlich schnell wieder davon geheilt ohne Brille rumzulaufen, weil mir viel zu viele Pannen passiert sind und ich auf die Art fast noch zur Lachnummer geworden bin.

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