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Katarakt OP - Akkomodative Linse 1CU

CAonsstance hat die Diskussion gestartet


*:) Hallo Ihrs,

bin ganz neu hier.

wahrscheinlich bedingt durch eine vor 11 Jahre operierte epiretinale Gliose (Membranbildung auf der Netzhaut) wurde jetzt auf dem operierten rechten Auge grauer Star diagnostiziert. Ich bin dafür verhältnismässig jung (42). Ich soll in der Augenklinik Lohr operiert werden. Da ich auf diesem Auge ausser einer Kurzsichtigkeit von -6 Dioptrien auch noch eine sehr starke Hornhautverkrümmung habe, wird man mir sicher empfehlen eine torische Linse einsetzen zu lassen (was immer das heißt). Mein Untersuchungstermin ist am 7.7. Nun habe ich über die relativ neue akkomodative Linse 1CU im Internet gelesen. Hat jemand diese Linse implantiert bekommen und kann mir einen Erfahrungsbericht geben ?

LG

Constance

Antworten
M=argxa


Hallo Constance,

Netzhaut-OPs ziehen nach einiger Zeit den Grauen Star nach sich.

ich habe zum Glück nur die einfachen Linsen, habe aber über die Luxuslinsen in anderen Augenforen schon häufiger gelesen, daß es damit Probleme gibt, weil die Technik noch nicht perfekt ist.

Frag doch mal Frau Dr. Liekfeld, Oberärztin an der Berliner Charité:

[[http://www.onmeda.de/foren/index.html?s=l&fid=8]]

CQonsdtancxe


Hallo Marga

vielen Dank für Deine Info. Habe an Frau Dr. Liekfeld geschrieben.

Hat mir damals keiner erzählt, dass man nach der OP irgendwann grauen Star bekommt...........naja, jetzt kann ich auch nix mehr dran ändern.

Diese Linse würde mich schon sehr interessieren. Ich bin berufstätig als Sekretärin und der jetzige Status meines Auges stellt eine echte Behinderung dar. Ich wäre heilfroh über so eine Linse mit der ich ohne Brille wieder sehen kann. Wenn natürlich die Nachteile so gravierend sind.................na mal sehen, was Fr. Dr. Liekfeld antwortet.

Nochmals Danke

LG

constance

M-argxa


Hallo Constance,

es kann manchmal ein bißchen dauern, bis Frau Dr. Liekfeld antwortet, ihr Hauptjob in der Augenklinik fordert sie natürlich enorm, aber ich halte ihre Antworten für sehr kompetent.

Schönes Wochenende!

k.atix99


Hallo Constance,

ich bin wie du 42 Jahre alt und habe vor 2 Jahren eine graue-Star-OP hinter mich gebracht. Der Eingriff selbst ist harmlos vergleichbar mit einem Zahnarzttermin. Da das Auge nach dem Eingriff nicht mehr zoomen oder auch accomodieren kann, braucht man auf jeden Fall eine Gleitsichtbrille. Ich hatte vorher ca. -13 dioptrin und kann mich jetzt , verblieben sind -2 dioptrin, auch ganz gut ohne Brille orientieren. Auf null dioptrin wird die OP nicht gemacht sonst kann man in der Nähe zu schlecht sehen.

Eine torische Linse bedeutet nur, dass sie Hornhautverkrümmungen ausgleicht. So etwas hatte ich vor der OP als Kontaktlinse.

Weswegen ich dich eigentlich kontakte ist in eigener Sache: bei mir ist jetzt (genau umgekehrt wie bei dir) eine epiterale Gliose als Folge der Star-OP diagnostiziert worden!! Ich sehe seit einiger Zeit verschwommen und es wird immer schlimmer. Ich soll evtl. operiert werden in der Augenklinik Hannover und hab wahnsinnge Angst vor der OP und weiteren Koplikationen, die auf sehr haüfig vorkommen sollen. Ich hab schon in Gedanken mein Haus und Auto verkauft. Ich muss noch zwei Kleinkinder großziehen und hab große Zukunftsangst. Die graue Star-OP hat mir schon gereicht.

Ich hoffe du kannst mich etwas beruhigen und ich bitte dich unbedingt, dich zu melden. Ich denke wir können uns gegeseitig austauschen.

Dass du die epiterale Gliose-OP vor 11 Jahren hinter dich gebracht hast beruhigt mich ein ganz klein wenig.

Liebe Grüße

Kati

CKo,nstanxce


Hallo Kati *:)

sorry, ich habe längere Zeit nicht hereingeschaut hier.

Tja, was soll ich dazu sagen ? Ist die Diagnose für ein Auge oder für beide Augen ?

Im Endeffekt bleibt Dir wohl keine Wahl. Mir blieb jedenfalls keine, denn ich sah damals von einem auf den anderen Tag durch dieses Auge nur noch einen grauen Wolkenschleier.

Ich habe mich damals einfach operieren lassen ohne groß nachzudenken und es ist wohl alles gut gegangen bei mir. Die OP dauerte damals sehr lange (ich glaube 2,5 h) natürlich mit Vollnarkose. Es ist ein schwieriger Eingriff, wobei er heute, dank der fortgeschrittenen Technik sicher weniger kompliziert sein dürfte. Aber ich würde mir einen Operateur meines Vertrauens suchen und den Eingriff durchführen lassen. Risiken gibts immer, aber, wie gesagt, eigentlich hast Du doch auch keine andere Wahl, oder ?? Und meine Sehkraft auf dem Auge war nach der OP immerhin 50 % statt 0. Es ist jedoch von der OP eine starke Hornhautverkrümmung zurückgeblieben.

Vielleicht ist es die falsche Einstellung aber sie war jedenfalls damals sehr beruhigend für mich: Ich habe einfach Vertrauen gehabt, und mich in die Hände der Ärzte begeben und gar nicht so viel darüber nachgedacht, was alles passieren könnte

Ich hoffe, dass ich Dich damit ein bißchen beruhigen konnte.

Einzelheiten über die OP kenne ich nicht, ich habe mich damals nicht informiert.

Ist schon komisch, bei mir zuerst die EG und jetzt grauer Star und bei Dir umgekehrt. Haben die eine Idee, woher der Star kam ?

Ich bekomme jetzt übrigens komplett "neue Augen": Das Star-Auge bekommt eine torische Linse, die alles bis auf -1 ausgleicht und das gesunde Auge wird auf 0 Dioptrien gelasert. Danach brauche ich höchstens irgendwann eine Lesebrille. Das macht mich wirklich glücklich, weil diese Kurzsichtigkeit (links -5,75 Dioptr.) und rechts -3,5 + Hornhautverkrümmung Zyl. 6,5) eine wirkliche Behinderung für mich darstellt. Ich kann ja ohne die Brille wahrhaftig nix sehen, muss sie ja sofort aufsetzen, wenn ich morgens die Augen aufschlage.....kein Sport, kein Garnix ohne die Sehhilfe..........und das fällt jetzt bald weg. Am 31.8. und 1.9. sind die OPs. Ich lasse sie in Lohr am Main machen obwohl ich in Frankfurt wohne. Diese Klinik dort ist wirklich 1A, würde ich sagen da gehe ich auch fast ohne Angst hin.

Ich würde mich freuen, wenn Du wieder schreibst und mir berichtest, was Du jetzt bzgl. der OP machen wirst.

Erstmal drücke ich Dir auf jeden Fall die Daumen !

LG

Constance

nharkkos


Liebe Plastikaugenfreunde,

ich kann nur bestätigen, dass Plastiklinsen die Sehfähigkeit vollständig wiederherstellen können. Ich habe mich trotz meines Astigmatismus für normale Linsen aus Kalifornien entschieden. Eine Gleitsichtbrille muss ich ohnehin tragen, da kommt es nicht darauf an, ob die auch noch mit dieser Korrektur versehen sind. Am PC habe ich eine Lesehalbbrille.

Operation je Auge ca. 20 Minuten (geschätzt nach den Frequenzen des Blutdruckmessgerätes) bei Lokalanaesthesie ambulant in einer Belegklinik meines Augenarztes, der wöchentlich bis zu 10 Staroperationen ausführt.

Ich habe bisher über ihn keine Klagen vernommen. Er wurde mir von 2 Augenärzten empfohlen, obwohl wir rundum (Wuppertal, Düsseldorf, Köln) Universitätskliniken haben.

KCIKI1


Hallo,

habe diese Beiträge verschlungen. Stehe kurz vor der OP und habe immer noch tierisch Angst ob ich mich richtig entschieden habe...?

Bin auch stark kurzsichtig (-12,0 und -11,5) verbunden mit einer "satten" Hornhautverkrümmung und habe 30 Jahre Kontaktlinsentragen hinter mir - die mir immer fast ein beschwerdefreies Leben ermöglicht haben....von jetzt auf gleich ist das nicht mehr möglich.

Da ich mit der Brille total sehbehindert bin und nicht mal Autofahren darf (und natürlich noch ein Kleinkind im Hause habe) - wurde mir dringend eine OP ans Herz gelegt.

Zudem ist meine Hornhaut auch noch stark vernarbt wegen der 30 Jahre Kontaktlinsentragen, Korrektur durch Laser nicht möglich.....

Kann mir jemand erzählen ob und wie es bei ihm funktioniert hat und was es für Probleme nachher gab ??? ???

Hoffe auf Antwort!!!!!!!!!!!:-/

T[ortxuga


Hallo Kiki,

ich hatte die Star-OP vor etwa einem Jahr. Bin eigentlich auch viel zu jung dafür (Anfang 40), aber bei einer starken Kurzsichtigkeit (vor der OP recht -18/links -16 – zusätzlich auf beiden Augen Hornhautverkrümmung) und zusätzlich einer täglichen Einnahme von Cortison wg. Asthma kann das schon mal vorkommen.

Mein Arzt hat mir von der Multifokal-Linse (wie Constance sie angesprochen hat) abgeraten. Ich habe also "normale" Linsen bekommen. Nach der OP bin ich nun bei rechts -0,75 und links -1,5 gelandet. Damit kann ich mich auch ohne Brille gut orientieren und gehe oft und gern auch mal ohne Brille durch die Welt (was vor der OP unmöglich war).

Ansonsten habe ich eine Gleitsichtbrille, mit der ich sehr gut zurecht komme. Zum Autofahren stört mich die Gleitsichtbrille eher, da habe ich eine reine Fernbrille.

Die OP verlief sehr gut, wurde bei mir allerdings in Vollnarkose gemacht. Das Auge war am Tag der OP noch verklebt. Am nächsten Tag wurde der Verband entfernt und den Moment, wo ich das erste Mal ohne Brille etwas sehen konnte, werde ich nie vergessen. Das zweite Auge wurde im Abstand von 2 Wochen operiert. Die endgültige Brille wurde etwa 6 Wochen nach der ersten OP angepasst.

Ich hatte keine Schmerzen, ein leichtes Brennen war alles. Jetzt nach einem Jahr hat sich auf einem Auge ein sogn. Nachstar entwickelt. Das ist nichts ungewöhnliches, mein Arzt hat das auch so erwartet. Je jünger der Patient ist, desto aktiver ist der Zellstoffwechsel und die Zellen in der verbliebenen Linsenkapsel können sich trüben. Das wird nach dem Urlaub mit Laser beseitigt – kein Problem.

Falls Du noch etwas wissen willst, versuche ich gern zu helfen.

Liebe Grüße

Tortuga

E|d&elh!olde


Hallo Tortuga

Warum hat dein Arzt von einer Multifokallinse abgeraten?

Ich muß demnächst auch meine Augen machen lassen (angeborene Linsentrübung).

Nachher würde ich schon gerne ohne Brille, höchstens mit einer Lesebrille, auskommen können.

ROut


Mir steht die OP des rechten Auges wegen des grauen Stars noch bevor.

Das linke ist vor 1 1/2 Jahren bereits operiert worden. Die OP des rechten Auges, der Termin stand damals bereits fest, habe ich abgesagt. Ich hatte bzw. habe noch heute auf diesem Auge oftmals einen starken Druck, kann morgens schlecht die Zeitung lesen, weil ich dauernd zwinkern muss. Mehrmals beim Augenarzt gewesen, konnte nichts feststellen außer einem trockenen Auge. Sagt, soll endlich das andere auch operieren lassen. Ich vereinbarte einen Termin. Vorher werde ich noch einen anderen Augenarzt konsultieren, Zweitmeinung einholen. Da ich auf dem platten Lande wohne, ist es nicht so einfach zu einem anderen Augenarzt zu gehen.

Messungen des operierten Auges ergaben, dass ich damit 100% sehe, keine Brille mehr für die Weite brauche. Lesebrillen habe ich inzwischen 4 Stück. Bei Fielmann fertigen lassen für teilweise 15€, kommt auf die Gestelle an. Trotzdem bin ich dauernd auf der Suche. Meine Gleitsichtbrille, die vor der OP morgens aufsetze und abends wieder ab, war praktischer.

Von den Multifokal Linsen wurde mir auch abgeraten, nicht nur vom Arzt. In einer Fernsehsendung wurde davon gesprochen, dass die noch nicht ausgereift seien, einigen Patienten wieder entfernt werden mussten, es zu starken Blendwirkungen kommen kann. Also ein Risiko. Die Kassen bezahlen die auch nicht.

Gruß

T5oWrtuEga


@ Edelholde

Mein Augenarzt ist Spezialist für Grauen Star und hat mir von Multifokal-Linsen abgeraten, weil immer noch die Bildqualität insgesamt schlechter ist, als bei einfachen Linsen. Das Kontrastsehen und das Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen ist auch immer noch schlechter. Außerdem kann es bei Multifokal-Linsen zu erheblichen Blendeffekten kommen. Die Multifokal-Linsen gibt es wohl inzwischen seit etwa 10 Jahren und natürlich sind sie in den letzten Jahren auch deutlich verbessert worden. Dennoch sind die Patienten, die auf

Multifokal-Linsen bestanden haben, oft nicht wirklich 100% damit zufrieden. Er hat auch schon Patienten gehabt, die damit gar nicht klar kamen und sie wieder haben entfernen lassen. Das geht zwar, ist aber natürlich eine zweite OP.

Die Hersteller versprechen viel, um die erheblich teureren Linsen zu verkaufen, aber ob es dann hinterher wirklich so toll ist, lässt sich eben nicht wirklich vorhersagen. Es gibt übrigens auch viele Patienten mit Multifokal-Linsen, die trotzdem noch eine Brille brauchen. Die Multifokal-Linsen muss man selbst zahlen, sie sind meines Wissens sehr teuer.

Ich habe mich daher für die bewährte Methode entschieden und bin super zufrieden. Der Arzt wird versuchen, die Werte mit der künstlichen Linse nahe Null zu bringen. Allerdings kann niemand garantieren, dass es wirklich nachher bei Null landet. Viele kommen nach der OP mit einer Lesebrille aus. Ich brauche eine in der Ferne und eine für die Nähe und habe daher z.B. zum Arbeiten eine Gleitsichtbrille. Die wiegt gerade mal 10g und ist damit eine Erleichterung/Verbesserung um gefühlte 1000% - denn vorher war meine Brille durch die hohen Werte so schwer, dass ich schon richtig "Löcher" auf dem Nasenrücken hatte.

Gruß

Tortuga

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