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Schmerzen und Sehstörungen - Keratokonus?

Mwimix3 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin 24 Jahre alt und hoffe hier ein paar Infos zu bekommen. Eine Brille trage ich seit ich 5 Jahre alt war, kann mich also gar nicht mehr erinnern wie es ohne war... War zuerst Weitsichtig, was nach ein paar Jahren erstaunlich plötzlich in eine Kurzsichtigkeit umgekippt ist. Habe bis vor 2/3 Jahren weiche Kontaktlinsen gehabt, die ich dann aber nicht mehr vertragen konnte (u.a. trockene Augen). Etwas zur selben Zeit kamen schleichend Schmerzen und mehr und mehr Sehstörungen dazu und eine plötzliche Zunahme des Astigmatismus (von 1,5 auf 3 Dp in 2 Jahren, 0,75 in den letzten 4 Monaten). Neben Schmerzen an den Augen sehe ich z.B. Sterne von Scheinwerfern, Ampeln, etc. (anfags nur kleine, jetzt schon viel größer als das Auto selbst), Verzerrte Gegenstände, doppelte Konturen und Schatten an Gegenständen und Buchstaben, irgendwie immer etwas verschwommen - wie durch Wasser, Schnee vor Augen, und bin generell sehr Lichtempfindlich. Außerdem sehe ich je nach Licht merklich besser oder schlechter.

Autofahren kann ich schon seit Monaten nicht mehr, schon gar nicht nachts, und Lesen oder Bildschirmarbeit geht nur noch kurz.

War dann jetzt in einer Augenklinik, in der bei gründlichen Untersuchungen eine Netzhauterkrankung ausgeschlossen werden konnte. Schildrüse und Blutdruck sind ebenfalls nicht die Ursachen. Bei einem zweiten Termin in der Klinik wurden dann noch genauere Untersuchungen der Hornhaut gemacht. Der Arzt vermutet einen Keratokonus, und geht davon aus, dass sich die Dioptrien und auch die Sehprobleme noch weiter verschlechtern werden. Zur endgültigen Diagnose muss man aber noch länger beobachten und Vergleichsbilder machen. Er war auch der Meinung, dass Kontaktlinsen (vorausgesetzt ich darf überhaupt wieder welche tragen) nur kurzzeitig und auch nur teilweise helfen würden.

Bin leider sehr ungeduldig... Daher würde mich interessieren, ob jemand eine Ahnung hat, wann ich davon ausgehen kann, dass es kein KK ist? Oder welche Urachen das ganze noch haben könnte, worauf die Ärzte vielleicht gar nicht kommen? (PS die Pille ist es auch nicht).

Hat schon jemand mit ähnlichen Problemen (mit oder ohne KK) mit Kontaktlinsen Erfolge erzielt? Der Arzt und auch mein Optiker waren skeptisch und immerhin sind Linsen ja nicht billig...

Thanks for your help... Bis bald

Mimi3

Antworten
a4rxris


Bin Leidensgenosse... :-)

Hallo Mimi,

ich habe seit gut 3-4 Jahren KK auf beiden Augen und so wie es sich bei Dir anhört, hast Du wohl gute Chancen auch KK zu haben. Was die Diagnose angeht, kann ich Deine Schilderungen sehr gut nachvollziehen. Bei mir hat auch erst der 2. Augenarzt den KK festgestellt.

Optiker die sich damit auskennen gibt es nach meinen Erfahrungen auch nicht besonders viele. Ich war grad heute bei einem Optiker, der mich wie ich meine optimal beraten konnte und bei dem ich jetzt entsprechende Kontaktlinsen angefertigt bekomme. Ich habe allerdings auch bestimmt 10 Optiker in der Umgebung angerufen, bis ich einen fand, der sich das zutraute. Die anderen haben aus freien Stücken gesagt, dass sie in diesem Bereich schlichtweg zu wenig Erfahrung besitzen. Ich habe in meiner Umgebung keinen Augenarzt gefunden, bei dem ich mich mit meinem KK gut aufgehoben gefühlt habe und bin daher bisher immer bis nach Dresden gereist. Dort gibt es in der Uniklinik eine "Praxis", in der Spezialisten für KK arbeiten. Das wäre natürlich nicht nötig, wenn ein vertrauenswürdiger AArzt in der Gegend wohnen würde..

Eine Empfehlung von mir für Dich wäre auch das Forum [[http://www.forum.keralens.de]] (wenn ich das hier niederschreiben darf). Dort tauschen sich speziell KK-Patienten untereinander aus und mir hat es sehr geholfen, mit dieser Krankheit klarzukommen und mich nicht ganz so allein zu fühlen :-) Das alles natürlich nur, wenn Du denn wirklich KK hast.

Wenn Du möchtest schreibe ich Dir gerne nochmal, wenn ich meine Kontaktlinsen habe. Zu diesem Thema wollte ich noch sagen, dass ich schon 1000 verscheidene Meinungen gehört habe - von gut bis schlecht. Der letzte Stand ist jetzt, dass sowohl Arzt in der Uniklinik wie auch mein Optiker unabhängig von einander gesagt haben, dass harte Kontaktlinsen die einzige Möglichkeit seien, mit dem KK noch (halbwegs) anständig sehen zu können. Eine anerkannte OP-Methode gibt es, abgesehen von einer nicht immer notwendigen Hornhauttransplantation, nach meinem Wissen nicht. Prof. Kohlhaas von der Uniklinik in Dresden hat allerdings ein Verfahren entwickelt, den KK im aktuellen Stadium "einzufrieren". Dies ist allerdings noch nicht anerkannt und wird daher von den gesetzl. Kassen nicht bezahlt. Kostet aktuell pro Auge rund 500,- Euro plus Anreise und Aufenthalt in Dresden.. Langzeitergebnisse sind auch noch nicht bekannt, da es diese Methode eben erst seit 8 oder 9 Jahren gibt (bitte nicht festnageln wie lange genau ;-) ) Im oben genannten Forum findest Du auch Postings von Leuten, die sich schon in Dresden behandeln ließen - was ich übrigens auch anstrebe.

So, dass soll erstmal reichen! Ich hoffe ich konnte Dir etwas helfen :-)

Gruß

Gunnar

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