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Ptosis (Lidschwäche) und die Folgen,

Vmald>arno hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hatte als Kind eine angeborene Lidschwäche. Mit 9 Jahren wurde ich operiert, wobei der Arzt anscheinend etwas falsch gemacht hat (ich blutete außerdem sehr stark). Seit dem wachsen bei mir die Wimpern ins Auge und scheuern so auf der Hornhaut. Mehrere Versuche im Alter von ca. 11-12 Jahren in der Uniklinik Bonn, dies zu beheben, schlugen fehl. 1 mal wurde Schleimhaut aus dem anderen Auge verpflanzt, beim 2. mal aus dem Mund ins kranke Auge. Alles ohne Erfolg. Auch elektrisches Veröden half nichts.

So ziehe ich mir nun seit ca. 30 Jahren die Wimpern selber. Nur wenn ich sie überhaupt nicht zu fassen bekomme, gehe ich zum Augenarzt. Ab und zu trieft mein Auge morgens sehr stark. Das liegt daran, dass das Auge nachts nicht ganz schließt und somit "Zug" bekommt.

Mittlerweile stehe ich alle 5-7 Tage vor dem Spiegel und versuche, die "richtigen" Wimpern zu ziehen. Oft ohne Erfolg, da es meist die kleinsten, am wenigsten sichtbarsten, sind, die scheuern.

Hat jemand ähnliche Probleme wie ich oder kennt sich jemand mit dieser Thematik aus? Welche operativen Möglichkeiten gibt es heute? Ich will nicht als alter Mann mit zittrigen Händen immer noch vor dem Spiegel stehen und zupfen..also helft mir ;-)

Danke schon mal..

lg

Antworten
T]ina-Shabinxe


Hallo Valdarno,

von der Problematik bin ich indirekt auch betroffen, da meine vierjährige Tochter eine angeborene Lidschwäche hat.

Das sind ja richtig schlimme Nachwirkungen einer Operation! Bei meiner Recherche im Netz habe ich öfter gefunden, dass es gar nicht so selten vorkommt, dass das Auge (inbesondere nachts) nicht mehr richtig schließen kann.

Zu deinem Problem mit den Wimpern fällt mir ein, dass man in der plastisch-ästhetischen Chirurgie mittlerweile "unerwünschte" Haare mit Laser dauerhaft entfernen lassen kann, z.B. bei zu buschigen Augenbrauen, "Damenbart" oder ähnlichem. Vielleicht kann man das ja auch bei den Wimpern machen lassen? Erkundige dich doch mal bei den Hautarztpraxen, die diese Laserbehandlungen zur Haarentfernung vornehmen.

Du hast auch geschrieben, dass dein Auge nachts nicht mehr ganz schließt. Ist das immer so oder nur manchmal? Und hast du tagsüber dadurch Einschränkungen, z.B. trockene Augen?

Wie ist eigentlich bei dir der "sonstige Erfolg" der Operation zu beurteilen, d.h. wurde die Lidschwäche dadurch dauerhaft behoben oder hat sich das Lid inzwischen wieder abgesenkt?

Ich bin an einem Austausch mit dir sehr intesessiert.

V*aldaxrno


Hallo,

also ob das Lid jede Nacht nicht ganz geschlossen ist, weiß ich nicht, ich kanns ja nicht sehen ;-). Aber meine Frau sagt, dass man es öfter sieht, z.B. auch mal bei einem Nickerchen im Zug oder Bus, wobei ich aus Scham da möglichst nicht einschlafen möchte, aber manchmal pasierts halt doch. Die Entzündungen hängen aber meiner Meinung nach hauptsächlich mit den fehlgeschlagenen Versuchen, die Wimpern zu entfernen, zusammen.

Du solltest dir nicht zu viel Sorgen um eine OP machen, denn mein "Fall" liegt über 30 Jahre zurück und dürfte die große Ausnahme sein. Mein Arzt war damals relativ alt und hatte kurz nach meiner OP einen Schlaganfall...

Wie stark hängt denn das Lid bei deiner Tochter? Sind beide Augen betroffen? Bedenken solltest du auch, ob deine Tochter wegen der Lidschwäche später viell. gehänselt werden könnte.. Hast du dich schon mal anch den OP-Methoden erkundigt?

Danke auch für deinen Tip mit den Hautärzten, werde ich mal nachfragen bzw. nachforschen.

Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören(egal ob hier oder als priv. Nachricht)

LG

TQin+a-SNabine


Hallo,

bei meiner Tochter ist nur das rechte Auge betroffen, das linke ist normal groß. Das Lid hängt meist knapp oberhalb der Pupille. Allerdings schwankt es stark je nach Tagesform. Wenn sie müde ist, ist das Auge viel kleiner, wenn sie aufmerksam ist, ist es besser. Manchmal ist es so gut, dass der Unterschied kaum auffällt. Das ist aber nur minutenweise so.

Wegen der OP habe ich eine (wie ich meine gute) Adresse vor Ort. Außerdem hat der Augenarzt noch einen Spezialisten erwähnt, der ca. 1 1/2 Stunden entfernt gelegen ist.

Manchmal überlegen wir, ob die OP jetzt sinnvoll ist (uns wurde gesagt, mit 4 Jahren sollte man es machen). Vielleicht würde es sich ja von allein noch bessern.

Du hast ja geschrieben, dass deine OP mit 9 Jahren stattgefunden hat, also recht spät. Was mich sehr interessieren würde ist, ob du in der Schulzeit unter Hänseleien zu leiden hattest. Das sind nämlich die Hauptbedenken, die wir haben.

Würdest du die OP nochmal machen lassen (mit den heutigen Methoden, und bei einem namhaften Spezialisten)?

Hast du eigentlich eine Fehlsichtigkeit auf dem betroffenen Auge entwickelt oder hatte die Lidschwäche da keinen Einfluss gehabt? Viele Fragen..., aber ich habe da im Moment großen Informationsbedarf. Ich freue mich auf deine Antwort.

V.aldaJrnxo


Also gehänselt wurde ich meines Wissens nicht besonders häufig, damal war Karl dall noch nicht so bekannt ;-), nee im Ernst, also daran erinnere ich mich nicht mehr so richtig, müsste ich meine Mutter mal fragen. In meinem Heimatort gab es aber ein etwa gleichaltriges Mädchen, das auch eine Lidschwäche hatte. Nach meiner misslungenen OP hat sie bzw. ihre Eltern dann alles so gelassen aus Angst. Die Folgen sieht man heute: das eine Auge hängt doch sehr, es sieht nicht sehr schön aus...

Ich würde die OP auf jeden Fall machen lassen aus heutiger Sicht, natürlich ohne die Komplikationen. Warum es erst mit 9 gemacht wurde, weiß ich heute nicht mehr, ich kann aber meine Mutter dazu mal befragen, viell. weiß sie noch mehr.

Ich bin auf dem linken (Ptosis-)Auge weit- und dem anderen kurzsichtig. Ich glaube aber nicht, dass das etwas mit der Ptosis zu tun hatte.

Tlina-SDabine


Wenn du dich nicht an Hänseleien erinnern kannst, werden sie ja nicht so schlimm gewesen sein! Immerhin etwas! Wir machen uns deswegen schon Gedanken. Es kommt sehr oft vor, dass ich von völlig Fremden auf das Augenlid meiner Tochter angesprochen werde. Gerade Kinder fragen danach, aber meist aus reiner Neugier. Ich habe Bedenken, dass sie gehänselt werden könnte, z.B. in der Grundschulzeit - Kinder sind ja oft sehr grausam in diesem Alter.

Ich finde es interessant, dass du - obwohl du diese unangenehmen Nachwirkungen hast - die OP befürworten würdest. Heißt das, dass bei dir die eigentliche Lidschwäche nicht mehr zu sehen ist?

Was ich mich auch frage ist, ob der andauernde Druck des herabhängenden Lides auf das Auge nicht eine Hornhautverkrümmung hervorrufen kann. Scheint mir zumindest logisch. Weißt du etwas darüber?

V`alzd9arno


Also ein bisschen sieht man es schon noch, aber die Brille verdeckt es etwas.

Wenn ihr bzw. sie jetzt schon darauf angesprochen wird, dann solltet ihr viell. wirklich die OP riskieren und am besten vor der Schulzeit, auch schon wegen der Fehlzeiten. Zum Glück hat sich die Lidschwäche nicht auf unsere Tochter vererbt, da hatte ich schon Sorge. Dafür der Herzfehler meiner Frau, aber das ist ein anderes Thema, hat sich auch hoffentlich verwachsen..

Zu dem Druck und der evtl. Verkrümmung kann ich leider nichts sagen, da fehlen mir die Kenntnisse.

Wenn ihr einen guten Spezialisten habt für die OP, könnt ihr mir ja mal die Klinik nennen, viell. können die mir da ja auch helfen. Damals war ich in der Uniklinik Bonn.

V4aldarxno


Also die Lidschwäche ist schon noch zu sehen, allerdings verdeckt sie die Brille einigermaßen. Wenn eure Tochter aber schon darauf angesprochen wird, sollltet ihr viell. doch die OP riskieren. Und dann am bsten so früh wie möglich, vor der Einschulung, schon wegen der möglichen Felhlzeiten. Zum Glück hat sich die Lidschwäche nicht auf unsere Tochter vererbt, dafür allerdings der Herzfehler meiner Frau, aber das hat sich hoffentlich schon verwachsen...

Falls ihr dann einen guten Spezialisten gefunden habt, könnt ihr mir ja mal die Adresse nennen, viell. können die mir da auch helfen. damalswar ich in der Bonner Uni-Augenklinik.

T;inLa-Saxbine


Hallo,

wegen der Frage, woher meine Tochter die Lidschwäche hat, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Seit Karl Dall weiß man ja, was eine Lidschwäche ist :-) , aber in unserer Familie ist noch keine aufgetreten. Ich denke mal, es ist nicht alles erblich. So sind z.B. meine Eltern normalsichtig (wenn man mal von der Alterssichtigkeit absieht, die ja eine normale Alterserscheinung ist), wohingegen ich selbst stark kurzsichtig bin und auch sonst in unserer Familie keine Fälle starker Kurzsichtigkeit auftraten. Wahrscheinlich ist es bei der Lidschwäche auch so: irgendwann trifft es halt irgendwen und keiner weiß warum.

Wegen unserer Adressen: Ich weiß ja nicht, wo du wohnst und ob es für dich von der Entfernung her in Frage kommt. Die eine Adresse ist die Augenklinik Kiel Bellevue, die sehr bekannt ist für Routineoperationen (wie z.B. grauer Star, Lasik, und eben auch Lidchirurgie). Der andere Experte sitzt in Hamburg.

Jedenfalls werde ich demnächst wieder einen Augenarzttermin mit meiner Tochter wahrnehmen und die Frage der OP erörtern. Ich denke auch, vor der Schulzeit wäre ein guter Zeitpunkt, z.B. in den Kindergartenferien.

V/aldZarxno


Ups, mein Beitrag 2mal? Hatte mich schon geärgert, dass es nix wurde mit dem Posting, so musste ich alles doppelt schreiben, na ja..

Wir wohnen ziemlich in der Mitte Deutschlands, bei Göttingen, ihr demnach im Norden. Bis Hamburg sind es ca. 3 Stunden Autofahrt, würde also noch gehen. Viell. gibts ja auch in der Göttinger Uniklinik einen guten Arzt.

Ist für euch wahrscheinlich das Beste, es jetzt bald machen zu lassen. Geht das ambulant mittlerweile oder ist dafür ein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich?

Tbina-ESabixne


Hallo,

prinzipiell geht das ambulant. Bei so kleinen Kindern macht man es aber mit Vollnarkose. Ich weiß nicht, ob man dann am gleichen Tag noch nach Hause kann. Wie war das bei dir, ambulant oder stationär? Und hast du die OP als schlimm empfunden damals?

Wenn wir wieder beim Augenarzt sind, werde ich nach dem Namen des Hamburger Experten fragen (Namen hatte ich damals noch nicht aufgeschrieben, weil es noch nicht relevant war) und dir mitteilen. Von Göttingen bis Hamburg ist es ja eigentlich nicht so weit, als dass es für dich nicht in Frage kommen würde, da mal hinzufahren.

V.aldyarxno


stimmt, so weit ist es nicht bis HH. Wohnt ihr da in der Nähe?

Wie ich die OP damals empfunden habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, da müsste ich noch mal Mami fragen ;-). Am WE werde ich sie mal befragen und euch dann näheres erzählen.

LG

T<ina-ISabixne


Hallo,

direkt in der Nähe von Hamburg zwar nicht, aber auch nicht wirklich weit weg: in der Nähe von Kiel.

Habe heute übrigens den Augenarzttermin für meine Tochter abgemacht. Mal sehen, was dabei herauskommt.

c9onnyx-


Hallo Tina,

auch bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.

Ich werde demnächst 37 Jahre und bin mit einer sehr starken Ptosis, beidseitig, auf die Welt gekommen.

Meine erste OP hatte ich im alter von knapp einem Jahr. Im laufe der Jahre folgten noch einige, die letzte mit knapp 19 Jahren (da ich mich vorher noch im Wachstum befand). Bei mir waren es deshalb so viele, da damals die Medizin und die Methoden noch nicht 100% waren und meine Mutter Gott sei Dank darauf geachtet hat, dass auch aus ästhetischen Gründen das Beste versucht wird. Was wirklich gerade bei Mädchen/Frauen sehr wichtig ist.

Gott sei dank, hatte ich keine Problem mit eingewachsenen Wimpern oder ähnliches. Allerdings habe ich auch keinen 100% Lidschluß.

Sämtliche OP´s wurden in der Augen-Universitätsklinik München durchgeführt. Ich kann dir die Klink wirklich empfehlen. Das Ergebnis ist sehr sehr gut geworden. Außerdem darfst du nicht vergessen, dass die Medizin heute viel weiter ist und sicher auch die Methoden noch ausgereifter.

Ich möchte nicht verschweigen, dass ich als Kind, gerade nach einem Umzug, als ich aus dem behüteten Umfeld raus kam, starke Probleme mit Hänseleien hatte und sehr darunter gelitten habe.

Aber aus mir ist trotz meiner Augen eine selbstbewusste und attraktive (Männer sagen sogar schöne) Frau geworden.

Ich kann dir nur den Rat geben, informiere dich bezüglich einer sehr guten Klinik und lass deine Tochter operieren.

Schöne Grüße

Conny

Toina-.Sabixne


Hallo Conny,

danke für dein Posting! Schön zu lesen, dass bei dir die OP's erfolgreich gewesen sind.

Warum waren es denn mehrere OP's gewesen - weil die Lidschwäche bei dir so stark ausgeprägt war? Und hast du die Operationen als sehr schlimm empfunden? Ich könnte mir vorstellen, wenn man selbst entscheidet, ob man es machen lässt oder nicht, geht man auch ganz anders damit um.

Da du schreibst, dass deine Augen nicht mehr zu 100 % schließen, würde mich sehr interessieren, ob das in irgendeiner Form eine Belastung für dich ist. Zum Beispiel, ob du davon trockene Augen hast? Falls du Kontaktlinsen trägst: ist das problemlos möglich nach so einer OP, gerade wenn das Auge nicht ganz zu geht?

Hast die Lidschwäche deine Sehfähigkeit beeinflusst oder hat sie keine Auswirkungen darauf gehabt?

Die Sache mit den Hänseleien scheint ja wirklich sehr unterschiedlich zu sein. Ist wahrscheinlich auch von Schule zu Schule verschieden. Bei meiner damaligen Grundschulklasse war es ganz schlimm. Wahrscheinlich mache ich mir deswegen auch so viele Gedanken darüber, weil ich mitbekommen habe, wie einige Mitschüler wegen der unterschiedlichsten Dinge ausgelacht wurden.

Wir haben uns eigentlich zu 90 % bereits für die OP entschieden. Die Hauptfrage ist noch, wo wir es machen lassen. Am 12. Dezember haben wir einen Termin beim Augenarzt, dann werden wir weiter sehen.

Liebe Grüße

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