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Netzhautdegeneration/ hohe Kurzsichtigkeit/ Panik

o4lymp#eX hat die Diskussion gestartet


Meine Augenärztin hat vor einigen Tagen "schneckenförmige" Einkerbungen auf der Netzhaut beider Augen (einschl. Werten von -12 bzw. -13 dioptrien - vor sieben Jahren waren waren es noch -6 dpt.) festgestellt. Meine Fragen wären:

1. Wer kann mir in 061** Halle (Saale) einen Augenarzt/ eine Augenärztin empfehlen, der/ die mehr als fünf Minuten ihrer Zeit entbehren kann und nicht nur ihre - über die eigene Praxis vertriebenen - Kontaktlinsen verkaufen möchte? Lohnt sich evtl. ein Besuch in der Universitätsklinik? (Bin über die Debeka vers. Privatpatient)

2. Wie oft sollte ich zu einer augenärztlichen Untersuchung erscheinen, um gravierenden Netzhautschäden vorzubeugen bzw. welche Schäden können überhaupt entstehen und welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es ggf.?

3. Ich bin jetzt 30 J. alt, aus welchem Grund verschlechtern sich die Werte noch immer kontinuierlich? (Bis jetzt wurde mir von Augenärzten immer gesagt, es läge an meiner beruflichen Tätigkeit - Büro und Schreibtisch - was soll ich tun - mich entlassen lassen, nur noch aus dem Fenster sehen..?) Und außerdem muss es doch auch anatomische Ursachen haben... Was geschieht mit dem Auge bei ständiger Zunahme der Kurzsichtigkeit? Wird es immer länger?

Vielleicht hat jemand ein paar Ideen

Danke und viele Grüße von olympeX

Antworten
mXv-ca0rl


hallo du,

zu meiner Person:

ich bin 19 Jahre als, seid dem 4. Lebensjahr kurzssichtig, progressive Zunahme, -9 momentan.

zu 1.:

Da ich aus Rheinland Pfalz komme, kann ich dir keinen Augenarzt empfehlen - ich war jedoch wegen diverser Symptome bereit an der Universitätsklinik in Tübingen und habe mich dort etwa 20 Minuten mit einem recht betagten Professor unterhalten, der mir auf nahezu jede Frage präsize Antworten geben konnte - ich denke Augenärzte konnen soetwas leider nicht leisten, sie sind ausgebildet worden, um mit Ottonormalpatienten mit den üblichen Leiden, wie Katarakt, Glaukom ö.A. umgehen zu können, mehr leider nicht, soweit meine Erfahrung

zu 2.:

bei stetigem Längenwachstums des Augapfels (die gleiche Veränderung innerhalb eines kurzen Zeitraumes ist dabei gefährlicher als innerhalb eines langens) wird die Netzhaut immer weiter gedehnt, sodass in der Peripherie irgendwann Löcher entstehen könne, wie unbehandelt grösserwerden, bzw von der Glaskörperflüssigkeit unterspült werden, sodass sich eine Netzhautablösung anbahnt. (Lächerlich ist die Behauptung, bei Frühzeitiger Erkennung liesse sich das Problem komplett beheben, denn der Laser, sei er auch noch so dünn, vernichtet an den Stellen, wo er die Netzhaut anheftet, einzelne Sehzellen, die den meisten Leuten jedoch nicht auffallen, aber mir fällt auch der blinde Fleck täglich auf)

An deiner Stelle würde ich mindestens halbjährlich einen Augenarzt konsultieren.

Vorbeugungen gibt es keine.

zu 3.:

es gibt hinreichend viele Beispiele und plaudible Erklärungen sowie blosse Statistiken, die es jedem logisch denkenden Menschen anschaulich erscheinen lassen, dass Naharbeit eine Kurzsichtigkeit begünstigt, inwieweit, bleibt offen.

Sie kann sie auslösen, oder auch "nur" beschleunigen, oder eine stillgestandene wieder vorrantreiben, aber dennoch liegt die Hauptursache für Kurzsichtigkeit in den Genen.

Soviel dazu - anbei würde mich noch interessieren:

Hast du eine Glaskörpertrübung ?

mfg

carl

o)lIympexX


Hi,

vielen Dank erstmal, das war mehr an Fachwissen, als ich bisher von jedem Augenarzt gehört habe. Von einer Glaskörpertrübung ist mir nichts bekannt, kann die bei der normalen augenärzlichen Untersuchung festgestellt werden?

Mir ist in letzter Zeit allerdings aufgefallen, dass ich Farben mit dem rechten Auge dunkler sehe als mit dem linken (weiß erscheint z.B. in einem sehr hellen Grau - Augenarzt konnte aber nichts feststellen, das sei eben so...)

viele Grüße

mKv-bcarxl


Glaskörpertrübung bemerkst du selber, wenn du sie hast, du siehst Schleier, Netze .. eben nicht wie sonst - du hast es nicht ;-)

Die Sache mit dem Heller/Dunkler ist wieder ein typischer Fall von Inkompetenz und Unwissen der Augenärzte .. als ich 9 Jahre alt war, hab ich mir diese Gedanken gemacht und bin nach geraumer Zeit zu dem Schluss gekommen:

Wenn du eben genau diesen Sachverhalt austestet, schaust du mal mit dem einen, mal mit dem anderen Auge, sodass jeweils mal links, mal rechts das Auge dem licht ausgesetzt ist, und so das Rhodopsin der Netzhautzellen zerfällt, d.h. die lichtempfindlichkeit auf dem Auge nimmt ab, während das andere Auge in der Zeit geschont wird;

mach einfach folgendes Experiment:

sieh bei einem mehr oder minder bewölkten Tag (nicht in die sonne sehen) mit einem Auge in den Himmel und halt dir das andere zu.

nach 20 sekunden machst du diese Helligkeitstests an einer Wand oder sonstigem, der Unterschied sollte jetzt sehr signifikant sein, und zwar so, dass das Auge, mit dem du in den Himmel gesehen hast, deutlich "dunkler sieht", als das andere.

Nach einer gewissen Zeit hat sich das Rhodopsin regeneriert und das Auge ist erholt.

mfg

carl

soKy-


Hi

Ließ doch hier bitte mal meinen letzen Post. Der passt auch zu diesem Thema bestens. Vieleicht nützt es Dir ja was.

[[http://www.med1.de/Forum/Augen/202579/]]

Alles Gute

Patrick

TIortxuga


Ich kann Deine Panik so gut verstehen. Auch ich bin stark kurzsichtig, trage seit meinem 7. Lebensjahr eine Brille. Mit etwa 14 wurden bei Dpt-Werten von -7/-9 wurden die ersten kleinen Löcher in der Netzhaut entdeckt und gelasert. Seitdem wird die Netzhaut bei mir alle halbe Jahr kontrolliert und inzwischen mehrfach gelasert.

Damals hatte man mir noch Hoffnung gemacht, dass die zunehmende Kurzsichtigkeit nach der Pubertät zum Stillstand kommen könnte. Aber meine Werte verschlechterten sich kontinuierlich und verschlechtern sich auch weiterhin noch. Bei jedem Augenarztbesuch sind die Werte ein wenig schlechter. Inzwischen bin ich (40 J.) bei Werten von -16/-19 angelangt.

Vor kurzem bin ich von meinem Augenarzt an die Uni-Klinik überwiesen worden. Dort wurde ich eingehend untersucht. Es wurde eine beginnende Degeneration der Netzhaut diagnostiziert. Leider hat man mir keine Hoffnung gemacht. Man kann nichts dagegen tun. Bei mir ist es wohl erblich bedingt. Und tagtägliche anstrengende Computerarbeit ist wohl auch nicht gerade förderlich.

Noch einmal zum Laser: Ja, die Laser"schüsse" hinterlassen winzig kleine Narben (die Netzhaut wird ja sozusagen mit dem Hintergrund verschweißt), aber die Alternative ist, einen Netzhautabriß zu riskieren. Dann ist umgehend eine große OP notwendig, die nicht immer von Erfolg gekrönt ist. Also lieber regelmäßig kontrollieren und wenn notwendig, eben auch lasern lassen.

Augentraining kann ich auch nur empfehlen. Ich denke zwar nicht, dass es mich (trotz mach vollmundiger Versprechung) von meiner Kurzsichtigkeit befreien kann, aber es hilft die Augen zu entspannen und tut einfach gut. Außerdem lernt man, sich mit seinen Augen und seiner Sehfähigkeit auseinanderzusetzen. Und man stellt erfreut fest, was man auch trotz der starken Sehschwäche doch noch alles sehen kann.

Leider bleibt einem wohl kaum etwas übrig, als zu lernen, damit zu leben. Glücklicherweise gibt es heutzutage Mittel und Wege, auch so hohe Werte auszugleichen und mit einer Brille auf nahezu 100% Sehkraft zu kommen. Das kostet zwar eine Menge Geld (Spezialgläser), aber ist ein Stück Lebensqualität.

Alles Gute für Dich.

Tortuga

mXv-ca"rl


mich kosten meine gläser inzwischen auch über 300€ (zusammen) ..

bei mir wurde zum Glück aber noch (habe -9 beide Augen mit 19 Jahren) ein Stadium diagnostiziert, beidem an lasern noch nicht zu denken sei .. aber ich bin mir sicher, dass das irgendwann auch auf mich zukommen wird ..

Die Tatsache dass du allerdings schon 40 bist und es noch irgendwie geht obwohl es schon mit 14 grössere Komplikationen gab beruhigt mich jedoch

Eerneshtxus


Hallo Tortuga

Habe Deinen Beitrag gelesen. Da ich selber auch kurzsichtig war

-15 uns -17 Dioptrien, kann ich Deine Situation gut verstehen.

Bist Du verheiratet oder hast Du Kinder? Sind sie auch kurzsichtig.

Freue mich auf eine Antwort

Gruss Ernestus

W%olrfrainaerx48


@olympex

Hi,

ich kann deine Besorgnis verstehen. Mich wundert, dass deine Kurzsichtigkeit innerhalb relativ kurzer Zeit so stark gestiegen ist. Allerdings ist es bei mir ähnlich, obwohl nicht in dem Ausmaß. Ich bin 49 und seit Kindheit und Jugend stark kurzsichtig. Ich hielt lange bei knapp -8 dpt und trug lange Zeit Kontaktlinsen. Dann kam eine Altersweitsichtigkeit dazu, ich stieg wieder auf Brille um, mit dem Ergebnis, dass sich meine Augen weiter verschlechterten. Ich mußte immer näher zum Bildschirm rücken und für die Ferne trage ich nun Gläser mit -11 dpt. Gott sei Dank ist meine Netzhaut aber in Ordnung. Aber wenn die Kurzsichtigkeit weiter steigt? hat jemand Erfahrung in ähnlichem Alter mit steigender Kurzsichtigkeit?

A=n?o/nymax1


Also ich bin überrascht zu sehen, wie viele Leute auch über 30 noch einen weiteren Anstieg haben. Bei mir steigt die Kurzsichtikeit nämlich auch weiter, wenn auch sehr langsam und wobei ich zum Glück mit meinen ca 5 Dioptrien nur mittelmäßig kurzsichtig bin (mit 20 waren es allerdings noch ca 2,5 oder 3).

Nur bei mir tut wirklich jeder Augenarzt ganz überrascht, wenn meine Werte mal wieder gestiegen sind. Erklärungen haben sie natürlich keine. Außer eben dem allgemeinen Hinweis "Veranlagung" plus vielleicht verschlimmert durch ständige Nah-/ PC-Arbeit (was auch ich verdächtige).

Aber wie schon geschrieben wurde: Soll ich jetzt deswegen in Frühpension gehen und nur noch aus dem Fenster schauen ??? Denn auf regelmäßige Pausen, ausreichenden Abstand zum Bildschirm etc. achte ich eh schon.

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