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Rasterbrille

AzntCiglone


@ Mentar

Hier hat summm darüber geschrieben:

[[http://www.med1.de/Forum/Augen/244617/1/]]

O3rthmoptiBstin


Liebe Antigone!

Es gibt mehrfache Studien, die eindeutig belegen, dass die Dioptrinzahl durch Sehtraining nicht verändert werden kann. Die Leute fühlen sich zwar besser (was ja auch wirklich super ist), aber die Dioptrinzahl ändert sich nicht. Man kann die Dioptrinzahl ja nicht nur subjektiv messen, sondern auch objektiv überprüfen.

Ich bin jemand , der gern Beweise vorzieht...

AVn[tixgone


@ Othoptistin

Laut dem Funktionaloptometristen meiner Tochter gibt es Studien, die beweisen, dass es geht. Ich werde ihm mal fragen, welche Studien das sind.

Ich bin jemand, der gern Beweise vorzieht

Ich auch ;-)

Und deshalb habe ich beschlossen, es selbst auszuprobieren. Und um die eine Dioptrie habe ich nun schon weniger.

Zumindest laut subjektiver Refraktion.

Eine objektive in Zykloplegie war Ende September, die im März wiederholt wird.

Und dann sehe ich ja, ob da auch eine Dioptrienabnahme messbar ist.......

Wenn es stimmt, was Kaplan schreibt, dass nämlich die objektiven Refraktionsergebnisse teilweise erst nach 9 Monaten weniger Dioptrien zeigen, wundert es mich nicht, dass Studien über 3-6 Monate keine Besserung zeigen. ;-)

Und wie schon gesagt, da ich die Studien nicht kenne und auch nicht weiß, wie ich da ran kommen kann, probiere ich es im Selbstversuch aus. ;-)

sbummmx22


mich würde es schon auch interessieren wie ich das gemacht habe ;-)

leider habe ich nocht keine plausible erklärung dafür gefunden.

hierbei müßte sich ja die augengröße selbst oder aber die form der linse verändert haben.

mein aa meinte ja " das muss man beobachten" und sagte ich solle in einem halben jahr wieder kommen. dieses halbe jahr ist jetzt fast verstrichen. schaumermal.

seit dieser zeit habe ich noch immer keine brille. ich glaube meine sehstärke ist nochmal um ein quäntchen besser geworden.

speziell nachts fällt mir auf das ich besser sehen kann als noch vor 6 monaten.

ich kann aber nicht wirklich sagen ob ich mich nicht nur daran gewöhnt habe.

N%ihi=lomixnus


@Orthoptistin

Bitte gib doch ein paar Links bzw. Literaturangaben zu den Studien an. Ich habe schon vor Monaten vergeblich versucht, hier Angaben zu wissenschaftlich hinreichenden Belegen dafür zu bekommen, warum Sehtraining nicht funktionieren kann.

Vor allem interessiert mich dabei, welche Art von Sehtraining über welchen Zeitraum durchgeführt wurde.

Denn bei allem kommen wir doch nicht um den Widerspruch rum, dass entgegen der Lehrmeinung immer wieder Fälle existieren, in den - jetzt bezogen auf die Kurzsichtigkeit - eine messbare Sehverbesserung zustande kommt. Hier im Forum nur zu nennen summm22 ohne und Antigone mit Sehtraining, von anderen mal abgesehen.

Unter diesen Umständen ist es nur zu verständlich, dass Leute immer wieder ihre Hoffnung daran setzen, mit Sehübungen ihre Sehstärke verbessern zu können. Und manchmal klappt es ja auch.

s`umJmm22


achja

ich habe auch eine zeitlang meinen blutdruck und puls, die schlafdauer und die allgemeinverfassung protokolliert.

das habe ich jedoch wieder abgebrochen.

der blutdruck und die allgemeinverfassung spielen bei mir scheinbar kaum eine rolle.

bei der schlafdauer ist es eben so, das ich deutlich schlechter sehe wenn ich sehr lange am stück (länger 12 Stunden?) schlafe.

bei zu wenig schlaf ist es mal so mal so.

Akntigrone


Studien

Vor allem interessiert mich dabei, welche Art von Sehtraining über welchen Zeitraum durchgeführt wurde.

In der DOZ vom August und September diesen Jahres wurden zwar Studien genannt, teilweise auch beschreiben, welche Art von Übungen gemacht wurden, aber es wurde im Artikel kein Zeitraum genannt.

Eine Studie dauerte 18 Monate, da waren aber keine Angaben über den exakten Ablauf des Sehtrainings (Lin und Ko, 1988 mit Grundschulkindern in Taiwan).

Chung et al. untersuchten die Auswirkungen einer Unterkorrektion bei Schulkindern über 2 Jahre lang.

In der unterkorrigierten Gruppe stieg die Myopie schneller, als in der Kontrollgruppe.

-> Sollte man bei Kindern also auf keinen Fall machen, da sie ein scharfes Bild benötigen.

Dann gibt es auch Untersuchungen ohne Kontrollgruppe, bei denen der Visus ohne Korrektion deutlich höher wurde.

(Übungen an 3-5 Tagen in der Woche, insgesamt 35 Sitzungen)

Hier also ein sehr kurzer Zeitraum.

Die Autoren (Bailliet, Clay und Blood (1982)), schreiben sinngemäß:

"Keine der Versuchsperson zeigte eine signifikante Veränderung der Refraktion (+/-0,5 dpt) durch das Training. Das zeigt, dass keine permanente Veränderungen der optischen Medien für die Veränderung der Sehschärfe verantwortlich gemacht werden können."

Bei Rosen, Schiffmann und Meyer (1984) wird nicht gesagt, über welchen Zeitraum die Studie lief, bei sich die Refraktionsfehler nicht änderten.

Auch Leung et al. fand eine Visussteigerung, aber keine Veränderung der Refraktion. Auch hier wieder keine Zeitangabe.

Die Meta-Analyse von Timo Klan habe ich nicht. Auch da wäre wieder interessant, über welchen Zeitraum die Studien liefen, bei denen als Fazit eine Besserung des Visus sc (ohne Korrektion) feststellbar war, die Refraktionswerte jedoch keine Änderung zeigten.

Und was, wenn DAS wirklich der "Fehler" in den diversen Studien ist, dass Refraktionswerte sich erst nach einiger Zeit messbar verändern?

lg

OkrthIoptistxin


Ich werde mich bzgl. der Studien (evtl. links dazu) schlau machen. Aber schon allein die Tatsache, dass Refraktionsfehler ein Baufehler des Auges sind (Kurzsichtigkeit = Auge zu groß und umgekehrt) sollten schon alleiniger Beweis sein, denn mann kann durch Entspannungsübungen das Auge weder zum Wachstum, noch zum schrumpfen anregen... Sollte dies wirklich möglich sein, würde die Refraktive Chirurgie (Laseroperationen bzgl. der Brille) nicht so gewaltig boomen...

Als Beweis zählt lediglich die Objektive Messung. Subj. Empfindungen sind immer möglich, aber kein Beweis... Außerdem muss vorher abgeklärt werden, ob die Dioptrinzahl der Brille auch objektiv wirklich stimmt, denn es kommt nicht selten vor, dass insbesondere Myopien (Kurzsichtigkeit) zu hoch auskorrigiert sind...

Sicher ist es möglich, dass der Visus ansteigt, wenn der Patient gezwungen wird ohne Brille zu sehen - aber die Dioptrinzahl ändert sich nicht und er wird niemals in der Lage sein einen vollen Visus zu haben. Was nützt es ihm schon, wenn die Sehschärfe ohne Brille von 0,4 auf 0,5 ansteigt, wenn er mit Brille 1,2 sehen kann (vereinfacht: 0,4 ist ugspr. 40% und 1,2 120%). Also was bringt ihm das letztlich? Kopfschmerzen ???

Werde auf jeden Fall die Studien hier einstellen, bzw. die links dazu, wenn ich die Infos habe!

AUnt/igoEnxe


Hallo Orthoptistin

Um eben nahezu auszuschliessen, dass ich überkorrigiert sein sollte (was ich selbst nicht glaubte, da meine allererste Brille schon -2,75 auf jedem Auge hatte), habe ich ja eine Autorefraktometermessung in Zykloplegie machen lassen.

Zur Zeit trage ich eine Brille, die ca. eine halbe Dioptrie schwächer ist, als die Ergebnisse der Messung. ;-)

Also derzeit -1,5 dpt sphärisch.

Zuhause sogar nur -1,0 dpt sphärisch.

Kannst du über mein Profil auf der Webseite nachlesen, wenn es dich genauer interessiert. Da werde ich dann auch immer wieder aktualisieren.

Apntigmonxe


noch etwas "erstaunliches"

Am PC trage ich oft die Brille mit nur -1,0 dpt.

Wenn ich dann raus gehe, sehe ich zuerst alles weiter weg unscharf. Nach 2-3 Minuten sehe ich dann aber draussen schon schärfer.

Kann man ja an Hausnummern und Strassenschildern merken - also keine Einbildung.

Das zeigt aber doch, dass die Augen sich auf Naharbeit einstellen (PC) und etwas Zeit brauchen können, um sich wieder auf Ferne einzustellen.

N6ihilDomixnus


@ Orthoptistin

Als Beweis zählt lediglich die Objektive Messung. Subj. Empfindungen sind immer möglich, aber kein Beweis...

Ich stimme dir zu.

Eine subjektive Empfindung, die einem ermöglicht, mit einer schwächeren Brille scharf zu sehen, ist aber auch dann nicht zu verachten, wenn das alles nur auf Einbildung beruht. Für den einzelnen zählt schließlich weniger, wodurch seine bessere Sehstärke zustande kommt, als dass sie überhaupt zustande kommt, also das Ergebnis.

Außerdem muss vorher abgeklärt werden, ob die Dioptrinzahl der Brille auch objektiv wirklich stimmt, denn es kommt nicht selten vor, dass insbesondere Myopien (Kurzsichtigkeit) zu hoch auskorrigiert sind...

Ja, das scheint wirklich ein Problem zu sein! Warum eigentlich?

Sowas ist mir auch mal passiert, aber weder der Optiker noch der Augenarzt haben mir geglaubt, dass ich mit der Brille nicht klar kam, weil sie zu stark war. Die fanden die Werte total in Ordnung. Erst bei der nächsten Optikerin, die sich richtig viel Zeit genommen hat, bekam ich eine Brille, die dann auf Anhieb richtig gut gepasst hat, bis sich meine Werte kurz darauf wieder veränderten.

Mber*onyxmy


Heißt "subjektiv" beim Sehtest nicht, dass ich über meine Wahrnehmung berichte, z.B. dass ich Ziffern oder Buchstaben von einer Tafel vorlese? Insofern hätten Ergebnisse schon ein gewisses Grad an Objektivität, denn dann ging es nicht um subjektive Empfindungen ("Mir kommt vor, ich sehe heute super"), sondern um etwas, das ein objektiv überprüfbar (ob die Dinge tatsächlich auf der Tafel stehen) wäre.

Für die Effizienz von Sehtraining wären mir solche subjektiven Tests schon ausreichend.

Die objektiven Test bezüglich irgendwelcher anatomischen, physiologischen Änderungen wären natürlich interessant, weil sie Hinweise auf die - mögliche - Einwirkung des Trainings geben könnten, z.B. ob sich wirklich etwas an der Länge des Augapfels geändert hat (was ich logisch ja nicht von vornherein ausschließen kann).

NziihilomVilnuxs


Was nützt es ihm schon, wenn die Sehschärfe ohne Brille von 0,4 auf 0,5 ansteigt,

Vielleicht findet ihr das albern, aber ich persönlich freue mich über jede kleine Verbesserung so ab und zu, auch wenn ich ohne Brille keinen vollen Visus bekommen kann.

Ich glaube, wenn man erst mal kurzsichtig genug geworden ist, weiß man das zu schätzen, weil es ja üblicherweise nur abwärts geht.

Und selbst wenn einem das egal sein sollte: Die Tatsache, dass die Brillengläser mit abnehmender Stärke billiger werden, ist aus ökonomischer Sicht doch sehr positiv.

A&ntig"one


subjektiv

Hallo Meronymy,

Wenn man subjektiv spontan beim Optiker (oder auch Augenarzt) ohne Sehhilfe auf einen besseren Visus kommt, ist es okay.

Aber ich denke auch, dass es zum Teil mit ein Training des "Erkennungssinnes" ist.

Das heisst, das Gehirn lernt, aus Unschärfe "mehr" rauszuholen.

Das kann ich, wenn ich länger auf eine Sehtafel sehe - dann werden die Buchstaben klarer.

Mit spontan meine ich: Auf den ersten schnellen Blick.

Und wenn man merkt, dass man Schwierigkeiten bei bestimmten ähnlichen Buchstaben hat, ist eben so, dass da eher der "Formerkennungssinn" mit reinspielt. Da wird es schwer, ein N von einem H zu unterscheiden, wenn man leicht unscharf sieht.

Oder ein O von einem Q.

Bei Zahlen sind es 3,5,6,8 und 9.

Sieht man hingegen alles klar und kommt mit der Zeit auf einen immer höheren Visus, reicht mir das persönlich auch. ;-)

OErtHhCop]tistxin


Also jetzt wird alles ziemlich kompliziert und fachlich:

1. Dass man am Computer mit einer geringeren Dioptrinzahl zurecht kommt liegt am verminderten Abstand, das ist normal

2. Naheinstellung (auch Akkommodation genannt) erfolgt über die Linse die sich in der Vorderkammer des Auges befindet. Bei Naharbeit krümmt sich diese. Diese altert sozusagen vom Tag unserer Geburt an und wird irgendwann ganz steif (was Ursache der sog. Altersichtigkeit ist.) Langes Arbeiten in der Nähe führt oft zu spontanem Unscharfsehen in der Ferne, da die Linse sich nicht so schnell wieder entspannt (mit zunehmendem Alter auffälliger). Das ganze hat aber nichts mit der Dioptrinzahl des Auges zu tun.

3. Die meisten Menschen fühlen sich mit etwas überkorrigierter Brille (Kurzsichtigkeit) wohler (also ein bisschen Akkommodation schon für die Ferne).

4. Bei der Brillenanpassung strengen sich viele unbewusst an, sie akkommodieren (Linse krümmen) ein bisschen und täuschen damit mehr Kurzsichtigkeit vor, als wirklich da ist. Wenn der Augenarzt es perfekt macht, überprüft er immer seine Werte auch in Cycloplegie (augentropfen, die die Akkommodation ausschalten). Leider lehnen die meisten Patienten diese Untersuchung ab, weil es unangenehm und aufwendig (dürfen an diesem Tag nicht mehr Autofahren) ist.

Dazu kommt, dass heutzutage oft an Geräten die Brille bestimmt wird, was auch die Akkommodation anregt.

Ich sehe sehr oft, dass die Brillen gut 1,5 dpt bzgl. der Kurzsichtigkeit überkorrigiert sind! Das ist schon eine Menge!!!

Also all diese Dinge sind völlig normal und kein Beweis für helfendes Sehtraining. Ich bin völlig der Überzeugung, dass Einbildung sehr, sehr wichtig ist! Daher lehne ich Sehtraining auf keinen Fall ab - nur ist das ganze nicht zu objektivieren!

Viele Heilmethoden sind eine Glaubensfrage - und wir wissen ja, der Gaube versetzt Berge!

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