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Rasterbrille

saehsxtar


@orthoptistin

Sehtraining hilft fast immer.

Leider gibt es jede Menge Scharlatane, die diese hervorragende Methode für ihre Geschäfte missbrauchen.

Annoncen wie "Sehtraining für Kranke" gehören in diese Kategorie.

A(ntig"one


Ja, hier geht einiges durcheinander

1. Dass man am Computer mit einer geringeren Dioptrinzahl zurecht kommt liegt am verminderten Abstand, das ist normal

Darum ging es nicht.

Langes Arbeiten in der Nähe führt oft zu spontanem Unscharfsehen in der Ferne, da die Linse sich nicht so schnell wieder entspannt (mit zunehmendem Alter auffälliger). Das ganze hat aber nichts mit der Dioptrinzahl des Auges zu tun.

Ich erlebe es täglich mit dieser zu schwachen Brille:

Wenn ich sie aufsetze, sehe ich in der ersten kurzen Zeit natürlich unscharf. ABER: Es wird nach einer halben bis einer Minute schärfer - und zwar definitiv.

Und das ist es auch, was mir jetzt extrem auffällt, wenn ich vom PC aufstehe und nach draussen gehe. Es wird nach kurzer Zeit in der Entfernung schärfer.

Früher mit vollkorrigierenden Linsen hatte ich das nicht.

Und nicht die Linse selbst hat damit zu tun (oder nur bedingt), sondern die Ziliarmuskeln und die Zonulafasern.

Und wenn jetzt die Ziliarmuskeln einige Zeit brauchen, um sich wieder auf die Entfernung einlassen zu können, heisst, sie brauchen einige Zeit um sich zu entspannen, so dass die Zonulafasern gespannt sind und die Linse abflacht, damit man in die Ferne sehen kann. Warum soll es dann nicht theoretisch auch sein können, dass es bei Kurzsichtigen so ist, dass die Ziliarmuskel immer eine gewisse "Restspannung" haben?

%-|

Was die Akkomodation bei Brillenglasbestimmungen angeht, stimme ich dir voll zu.

Ich selbst empfinde als äusserst "anders" durch die Linsen des Phoropters zu sehen, als durch "richtige" Brillengläser.

Ich empfinde das Sehen am Phoropter als anstrengender.

Bei Myopen wird normalerweise keine Messung in Zykloplegie durchgeführt. Mein Augenarzt fragte mich etwas erstaunt, wozu ich diese Messung machen wolle.

Bei Kindern mit Hyperopie macht es hingegen mehr Sinn.

Und wer gut refraktionieren kann, braucht bei Myopen auch normalerweise keine Zykloplegie.

Ich sehe sehr oft, dass die Brillen gut 1,5 dpt bzgl. der Kurzsichtigkeit überkorrigiert sind! Das ist schon eine Menge!!!

Das ist sehr traurig.

Und ich kann mir vorstellen, dass man damit nur noch mehr Kurzsichtigkeit provoziert.

Ich persönlich sehe einen Beweis für erfolgreiches Sehtraining auch erst dann als Beweis an, wenn sich die Werte in objektiven Messungen unter Zykloplegie verringern - oder man eben spontan einen deutlich besseren Visus ohne Korrektion erreicht.

s:ehmst*ar


Nervengift + Phoropter zur Refraktion >>>

Beine unter den Arm nehmen und schnell davon laufen

Ogrthgoptistxin


Also das ist jetzt aber richtig "unwissend". Nervengift + Phoropter...

Wenn man es richtig macht und nicht faul ist gehört das "Nervengift" zur korrekten Untersuchung bei jedem Patienten, der noch in der Lage ist zu akkommodieren. Alles andere ist Bequemlichkeit auch wenn es in der Tat in den meisten Praxen so üblich ist! Und so lange jemand keine Probleme hat geht es ja auch gut...

Leider können die wenigsten richtig gut Refraktionieren und vor allen Dingen hat man in den meisten AA-Praxen max. 10 Minuten pro Patient! Wer in der Zeit eine perfekte Refraktion hinkriegen will muss schon Zaubern können!!! Und ich kenne nur wenige Augenärzte, die mehr verwenden als Rot-Grün-Abgleich (beim "Standardpatient").

Und warum sollte eine überkorrigierte Brille das Auge zum Wachstum anregen - deine Füße wachsen doch auch nicht, wenn du zu große Schuhe trägst.

Man kann dieses Thema sicher nicht oberflächlich diskutieren und um fachlich so tief zu gehen ist dieses Forum sicher nicht gut geeignet. Was "Sehstar" mit o. geschriebener Aussage eindeutig bewiesen hat.

@ Antigone:

wenn du Lust hast tiefer zu gehen schreib mir einfach eine Mail (weltbeste.sahneschnitte@hotmail.de)

s%uMmmmT22


Leider lehnen die meisten Patienten diese Untersuchung ab, weil es unangenehm und aufwendig (dürfen an diesem Tag nicht mehr Autofahren) ist.

hmmm.....

wollte das "eintropfen" bei mir durchführen lassen. der aa meinte aber das er das nur macht wenn man probleme hat. verbesserungen zählen halt nicht als problem.

und zum akkomodieren bei sehtest.

durch akkommodation kann ein sehtest eigentlich nicht beeinflußt werden. ein kurzsichtiger sieht in der ferne nicht mehr. akkommodieren hin oder her.

anders natürlich im nahbereich. da kann ein kurzsichtiger durch akkommodation mehr sehen weil er das objekt näher an sein auge führen kann als normale.

anders natürlich ist es wenn jemand aus einem undeutlichen fleck einen richtigen buchstaben "schätzen" kann, und andere eben nicht.

da wird wohl tatsächlich das gehirn beim einen mehr draus machen.

demnach wären hierzu subjektive messungen die einzig richtigen um eine passende korrektur zu ermitteln. eben fürs auge und für die weiterverarbeitung im gehirn.

wo liegt hier mein denkfehler ?

sgehstxar


Leider können die wenigsten richtig gut Refraktionieren

Das ist leider uneingeschränkt richtig.

gehört das "Nervengift" zur korrekten Untersuchung bei jedem Patienten

Kann dein Chef nicht "nebeln" ?

vor allen Dingen hat man in den meisten AA-Praxen max. 10 Minuten pro Patient!

Nebeln dauert länger, deshalb ist Atropin die Standartanwendung.

Und der Binokularabgleich ist sowieso überflüssig ?

AKnt^i[goxne


Akkomodieren

und zum akkomodieren bei sehtest.

durch akkommodation kann ein sehtest eigentlich nicht beeinflußt werden.

Doch, zumindest am Autorefraktometer.

Ich kann das sehr gut und man kann sehen, wie das Gerät in der Dioptrienangabe schwankt, während ich reinsehe.

Den Test habe ich mal gemacht. Je nachdem, wie ich "angespannt" oder "entspannt" gesehen habe (OHNE die Augen zusammenzukneifen), hat es um eine halbe Dioptrie geschwankt.

Gut, ist nicht viel, aber in einer Brille merke ich eine halbe Dioptrie zuviel sehr unangenehm.

Und auch ein Optiker bei F hat es geschafft, mich insgesamt (mit Zylinder) in eine Dreivierteldioptrie zuviel Minus zu treiben.

War keine Absicht von ihm, denke ich mal, aber wenn ich die Gläser mit seinen Werten genommen hätte, hätte ich Kopfschmerzen bekommen. :-(

Einmal war ich bei meinem Optiker, weil ich nicht glauben konnte, dass ich "so gut" mit den neuen schwächeren Linsen sah.

Auf Anhieb bei ihm binokular einen Visus von 0,8 auf der Sehtafel. Dann wurde die Zeile mit 0,9 klar. Er meinte nur: Jetzt zoomen Ihre Augen aber.

Und dann konnte ich auch die Zeile mit dem Visus 1,0 lesen.

Das Auge ist eben KEINE starre optische Kamera. ;-)

Aqntig*one


noch mal Akkomodieren

Mir fiel das letztens beim Augenarzt extrem auf:

Da ist ein Haus im Autorefraktometer, auf das man sehen soll. Und obwohl das Bild so erscheint, als wäre das Haus weit weg in den Bergen (man soll ja auch auf Ferne einstellen), fand ich das so "unnatürlich" und hatte das Gefühl, auf ein Bild von einem Haus dicht vor meinen Augen zu schauen.

Ein Gefühl von Ferne hatte ich überhaupt nicht dabei. Meine Augen vielleicht auch nicht? %-|

OjrtthoptYisxtin


Hallo Summ,

falsch! Mann kann sogar ganz gewaltig akkommodieren, egal ob kurz- oder Weitsichtig und dies auch für die Ferne. Und Kurzsichtige brauchen ohne Brille in der Nähe weniger, oder gar nicht akkommodieren, weil sie dort ihren Fernpunkt haben (siehe Optik...).

Jemand, der z. B. 3 dpt Kurzsichtig ist braucht gar nicht akkommodieren, denn er sieht in ca. 33 cm scharf (ungefähre Lesehaltung, will er näher ran, dann kommt erst die Akkommodation) und alles was weiter weg ist wird unscharf (jemand mit 10 dpt hat seinen Fernpunkt in 10 cm). Gibst du ihm eine Fernbrille mit ca. 4 dpt, wird er trotzdem in der Ferne scharf sehen, weil er 1 dpt (vorausgesetzt er ist jung genug) wegakkommodieren kann. Und nicht jeder leidet dann unter Kopfschmerzen oder anderen asthenopischen Beschwerden...

Der Augenarzt/Optiker wird sich langsam mit der Dioptrinzahl nach oben arbeiten. Und jetzt sind wir wieder am Punkt: viele fühlen sich mit leicht überkorrigierter Brille wohler (sprich mit ein bisschen Akkommodation schon in der Ferne), manche strengen sich so an um die optimale Brille zu bekommen, dass sie regelrecht "verkrampfen" (keine Chance mit der Nebelmethode oder binokularem Abgleich) und akkommodieren + die Geräte und vieles mehr...

Also alles ist komplex - was sich ja erst richtig bemerkbar macht, wenn man Probleme hat....

Ich Refraktioniere selbst und kann daher aus eigener Erfahrung sagen, dass sowohl Nebelmethode als auch Binokularabgleich nicht vor Überkorrektur schützen, genausowenig wie Rot/Grün... Viele enden bei geringer Rotdominanz, da erst hier ein voller Visus erreicht wird, obwohl das für Überkorrektur spricht. Womit wir wieder beim Thema der Sujektivität wären... Was ja auch gut so ist...

Ich habe das Glück, dass ich immer nur die "schwierigen" Patienten bekomme und mir dann so viel Zeit zum Refraktionieren lassen darf wie ich will. Sehr angenehm für mich, denn meist gehen die Patienten zufriedener raus als sie kamen. Aber wer hat den heutzutage noch den Luxus der Zeit. Viele Patienten werden dann als "Spinner", "Psycherl" oder "Hypochonder" abgetan, weil Sie z. B. achsenabweichungen des Astigmatismus von weniger als 5° von ihrem Wert als störend empfinden (Was ja innerhalb der Toleranzgrenze des Optikers liegt...).

Leider ist ja Cycloplegie nicht die Standartandwendung... (übrigens wird Atropin nur seltenst verwendet, gängige Mittel sind Cyclolat und Mydriatikum...). Außerdem scheuen viele den Konflikt: subjektive Refraktion so, objektive Refraktion so - was dem Patienten geben ???

Wenn ich das so durchlese klingt das alles völlig wirr und durcheinander. Ich hoffe es ist wenigstens einigermaßen verständlich.

Für mich ist das Wichtigste: egal ob genau passend oder etwas über/unterkorigiert. Der Patient muss zufrieden sein und entsprechend aufgeklärt werden. Mann muss ihm sagen, dass seine Brille zu stark/schwach ist! Und er muss wissen, was es für Konsequenzen für ihn haben könnte. Und wenn er sich mit 1 dpt Überkorrektur am besten fühlt und keine Beschwerden hat und das auch weiß(!!!) können alle Beteiligten zufrieden sein. Aber das setzt eine absolut gründliche und komplette Untersuchung voraus :)^

A^ntixgone


grübel

Viele enden bei geringer Rotdominanz, da erst hier ein voller Visus erreicht wird, obwohl das für Überkorrektur spricht.

Beim Hyperopen - aber doch nicht beim Myopen. ???

slenhstzar


Ich Refraktioniere selbst und kann daher aus eigener Erfahrung sagen, dass sowohl Nebelmethode als auch Binokularabgleich nicht vor Überkorrektur schützen,

Oha, seit wann dürfen Orthoptisten denn refraktionieren ?

Der Gesetzgeber ist da doch ganz eindeutig.

AO-Meister oder gleichwertige Ausbildung und AA dürfen, Hilfskräfte bestenfalls unter Aufsicht

und erst recht keine schwierigen Fälle :(v

weil Sie z. B. achsenabweichungen des Astigmatismus von weniger als 5° von ihrem Wert als störend empfinden

RAL und DIN-Normen sind wohl auch nur vom hörensagen bekannt

wenn er sich mit 1 dpt Überkorrektur am besten fühlt

Wie wird das dokumentiert - und was passiert wenn der arme Patient mit diesem Müll nachts einen Unfall baut :(v

Dann hat wiedermal sicherlich der Optiker die Schuld.

SUMME:

1) Zuerst kräftig Atropin

2) Refraktion durch Hilfspersonal

3) Werte: eventuell 1dpt zu hoch (Visusabfall gibt es ja nicht)

s%ummFm22


falsch!

was genau war denn an meinem text falsch ???

natürlich kann man akkommodieren. auch in die ferne. das macht man auch ständig obwohl man kurzsichtig ist.

und das man das nicht kann habe ich auch nicht geschrieben.

nur ist es eben für einen kurzsichtigen unmöglich ab einer gewissen ferne so zu akkommodieren das es scharf wird.

hierfür ist der brennpunkt hinter der linse ausschlaggebend, den man eben nicht so stark beeinflussen kann das man nicht mehr, oder auch nur weniger kurzsichtig ist.

demnach müssten leute die dazu fähig sind und nur geringe werte aufweisen auch ohne brille absolut scharf sehen können.

weitsichtigkeit - gleicher text nur eben andersrum.

alterssichtigkeit - außen vor. das wär dann akko schwäche.

wenn ich blödsinn schreibe --> ich lerne, und dachte wieder mal etwas zu wissen.

Sqmallgixrl


es ging eigentlich um rasterbrillen... :-)

edritcd85x7


Ich schreib jetzt auch bald ein Buch. "Mein Kampf" aka "Mein Akkomodationskrampf". Nicht dass ich Anhaenger von Sehtraining in boeses Licht stellen will. Will nur den Grabenkampf aufheitern. :-)

ATntigDojne


eric

Dann hätte ich gerne ein Exemplar mit persönlicher Widmung @:)

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