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Rasterbrille

Noi3hilo\minuus


@ summm22

was genau war denn an meinem text falsch

natürlich kann man akkommodieren. auch in die ferne. das macht man auch ständig obwohl man kurzsichtig ist.

und das man das nicht kann habe ich auch nicht geschrieben.

Der Fehler liegt darin, dass du Akkomodation mit einer Anpassung sowohl in die Weite als auch in die Nähe gleichsetzt. Tatsächlich handelt es sich aber nur um die Naheinstellung. Wenn also ein Kurzsichtiger eine Überkorrektur hat, muss er in jeder Entfernung akkomodieren (also seine Augen auf Nähe einstellen), während er das bei optimaler Korrektur beim Blick in die Ferne nicht tun muss.

Du musst also die Akkomodation quasi vom Fernpunkt zurückrechnen (so als würdest du deinen Fernpunkt näher ran holen).

Bei einem Sehtest muss der Kurzsichtige, um die optimale Stärke zu bekommen, seine Akkomodation völlig ausschalten, um keinen zu nahen Fernpunkt vorzutäuschen, und das ist schwierig.

Wie die Orthoptistin beschrieben hat: Es ist für die meisten Kurzsichigen kein Problem, mit zu starken Gläsern scharf zu sehen, sofern die Akkomodation funktioniert (das hast du die ganze Zeit gemacht, als du zu starke Linsen trugst!). Mit der Zeit kann das aber anstrengend werden.

Über den Fernpunkt hinaus zu akkomodieren hingegen ist nicht möglich, daher können Kurzsichtige eben nicht durch Akkomodation in der Ferne scharf sehen.

N\ihil5ominxus


es ging eigentlich um rasterbrillen...

Macht halt Spaß.

Ich schreib jetzt auch bald ein Buch. "Mein Kampf" aka "Mein Akkomodationskrampf". Nicht dass ich Anhaenger von Sehtraining in boeses Licht stellen will. Will nur den Grabenkampf aufheitern.

Solange das sachlich passiert, ist es doch sehr interessant, finde ich.

N<ihilMominxus


@ sehstar

Oha, seit wann dürfen Orthoptisten denn refraktionieren ?

Der Gesetzgeber ist da doch ganz eindeutig.

AO-Meister oder gleichwertige Ausbildung und AA dürfen, Hilfskräfte bestenfalls unter Aufsicht

und erst recht keine schwierigen Fälle

Eine Orthoptistin ist keine Hilfskraft.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Orthoptik]]

s1ummmx22


Tatsächlich handelt es sich aber nur um die Naheinstellung.

heißt das das man ohne akkommodation in der ferne, also im besten fall bis "unendlich", optimal sehen kann ?

sprich: ist akkommodation nur dazu da nähere objekte als eben unendlich scharf zu sehen ?

und wenn: inwiefern kann man das beweisen ?

sieht eine person ohne sehfehler nach eintropfen in der ferne optimal ???

s:ehstxar


@nihilominus

Die Orthoptistin ist eine weisungsgebundene Mitarbeiterin des AA. Klingt jetzt vielleicht besser als Hilfskraft - die rechtliche Position bleibt natürlich bestehen.

Arzthelferin nennt sich ja auch seit kurzem "Medizinische Fachangestellte"

Nach 5 Jahren Berufs+ Praxiszugehörigkeit haben beide Berufsgruppen ja automatisch den Titel

"Dr. med hc" erworben und gebärden sich dementsprechend.

N=ihidlomiLnus


wundert mich

Die Refraktion für meine erste Brille (als ich ein Kind war) hat auch eine Orthoptistin (in einer Sehschule) gemacht. Die Sehschule war in irgendeiner Weise einer Augenarztpraxis angegliedert.

Ich hatte bisher angenommen, dass das Refraktionieren zur Ausbildung gehört.

Kann denn so eine Orthoptistin effektiv arbeiten, wenn sie das nicht selbst machen darf?

@ Orthoptistin:

Bitte sag doch du mal was dazu.

N7ihi8l6omi_nuxs


[[http://www.orthoptistinnen.de/berufsbild.htm]]

Anscheinend gibt es vereinzelt auch freiberufliche Orthoptistinnen. Kann also nicht allein auf weisungsgebundene Aufgaben beschränkt sein.

N#ihiwlom8inus


@ summm22

heißt das das man ohne akkommodation in der ferne, also im besten fall bis "unendlich", optimal sehen kann ?

sprich: ist akkommodation nur dazu da nähere objekte als eben unendlich scharf zu sehen ?

Theoretisch müsste das wohl so sein. "Unendlich" wird durch die Auflösung begrenzt (und durch den Horizont).

Npihil*omBinxus


außer natürlich ..

... wenn die Person weitsichtig ist. Dann muss sie auch in der Ferne akkomodieren, weil sonst ihr Brennpunkt hinter der Netzhaut liegt (eben so wie bei einem Kurzsichtigen mit einer Überkorrektur).

Ich halt jetzt erstmal die Klappe.

sNeNhstaxr


@nihilominus

Freiberufliche Tätigkeit bedeutet:

Die Orthoptistin arbeitet als Selbständige für verschiedene Augenarztpraxen. In etwa die gleiche Situation, wie eine Buchhalterin die für verschiedene Firmen arbeitet, bei denen keine Ganztagesbuchhaltung nötig ist.

Die Verantwortung in Sinne des Gesetzes trägt aber ausschließlich der Arzt.

N}ihilfo)minuxs


@ smalgirl - Rasterbrille

Ich habe gerade mal meine Rasterbrille rausgekramt, die ich vor ein paar Jahren gekauft hatte (natürlich mit dem obligatorischen Buch, das einem verspricht, damit seine volle Sehfähigkeit wiederherzustellen).

Für mich war das Sehergebnis damit immer zu dunkel. Außerdem kriegt man da halt kein wirklich zusammenhängendes Gesamtbild hin.

Der Sinn der Rasterbrille soll u.a. darin bestehen, dass Leute, die sich angewöhnt haben, zu starren und ihre Augen nicht richtig zu bewegen (wird von Verfechtern des Sehtrainings als schlechte Sehgewohnheit und Mit-Grund für Fehlsichtigkeiten angesehen), diese Gewohnheit damit bekämpfen können. Das kann ich nachvollziehen. Wenn ich einfach gerade durchgucke und meine Augen möglichst still halte, habe ich das Gitter so ungünstig in der Mitte meines Ausblicks, dass meine Augen unwillkürlich zum nächstbesten Loch zum Druckgucken springen.

Außerdem ist es natürlich interessant, dass alles wirklich schärfer aussieht (also bei mir aber eher so ein bisschen doppelt und dreifach).

Kauf dir doch einfach mal eine - kostet ja nicht die Welt - und probier mal. Dass die nicht zum Dauerbetrieb geeignet ist, haben die Teilnehmer hier ja beschrieben.

Ist wohl aber eher als Unterstüzung beim Sehtraining geeignet und nicht als einzige Methode (oder kennt jemand so einen Fall?).

An die Orthoptistin und andere weiter oben:

Warum führt die Rasterbrille bei zu langem Gebrauch zu Verschlechterungen des peripheren und/oder räumlichen Sehens?

NEihi=lom<inuxs


Druckgucken

Durchgucken.

M8entaxr


@Nihilominus

Na ganz einfach: Stell dir mal vor du schaust stundenlang am Tag durch zwei Löcher hindurch und das über Monate hinweg... Da wird der Input von dem was um die Löcher herum ist mit der Zeit einfach ignoriert. Ich finde das eigentlich ziemlich offensichtlich... Das ist übrigens auch bei normalen Brillengläsern der Fall. Alles was sich außerhalb des Brillenrandes befindet wird kaum wahrgenommen. Ich würde da einen von mehreren Zusammenhängen zwischen Sehhilfe und ständiger Sehverschlechterung sehen. Viele hier im Forum berichten, dass ihre Sehverschlechterung erst mit dem Tragen von Hartlinsen aufgehört hat oder sehr viel langsamer geworden ist. Das liegt meiner Meinung daran, dass Hartlinsen als einzige Sehhilfe die Peripherie des Auges nicht einschränken. Ich würde mein Augentraining deshalb eher dahingehend ausrichten, mehr für das periphere und etwas weniger für das zentrale Sehen zu tun.

So nebenbei: Es gibt Maler auf Zypern die ihr ganzes Leben lang 20 cm von den Figürchen entfernt sitzen die sie bemalen. Diese Leute haben ein hervorragendes zentrales Sehvermögen aber in der Breite sehen sie gar nichts. Das geht meist mit hoher Kurzsichtigkeit einher. Von daher würde ich Rasterbrillen nicht als unterstützend sondern eher als gefährlich für das Sehtraining einstufen. Statt eine Fehlinvestition mit einer Rasterbrille zu machen sollte man lieber eine Stunde am Tag nach draußen gehen und einfach in die Ferne schauen. Das hat den gegenteiligen Effekt und hilft mir zumindest sehr viel mehr.

Hoffe ich hab das einigermaßen verständlich rübergebracht...

O?rthoaptistxin


Zum Thema Refraktionieren von Orthoptistinnen:

1. wenn der AA die Refraktion einer Orthoptistin absegnet ist das völlig legitim

2. Wer sagt dir, dass ich nur Orthoptistin bin ???

OKr`thoZpti:stxin


Eine Orthoptistin ist immer weisungsgebunden, egal ob sie angestellt oder Freiberufler ist. Fakt ist, dass Refraktionieren durchaus zur Ausbildung einer Orthoptistin gehört, wie auch die Anpassung vergrößernder Sehhilfen.

Sie darf aber kein Rezept ausstellen. Das muss immer der AA tun.

Die Augenärzte die mit einer Orthoptistin (Sehschule) arbeiten, überlassen es in der Regel der Orthoptistin die Kinder zu untersuchen. Sie macht dann ihren orthoptischen (was das Schielen betrifft) Befund, Visus (wenn schon möglich) und sehr oft auch die Refraktion, die bei Kindern sehr häufig nur in Form der objektiven Refraktion stattfindet, da sie noch zu klein sind für einen subjektiven Abgleich.

Die subjektive Refraktion bei Erwachsenen erfolgt oft im Zusammenhang mit der Anpassung einer Prismenbrille oder auch bei Patienten bei denen zusätzlich ein Schielen vorliegt, dass durch die Brille beeinflußt wird.

Das war nur eine Kurzdarstellung des Berufsbildes.

Deutlich vereinfacht gesagt: Für das räumliche Sehen benötigt man nicht nur den Zentralen Sehbereich, sonder viel mehr auch das periphere Sehen. Je kleiner also das Gesichtsfeld wird, desto schwieriger wird es auch für das Gehirn beide Seheindrücke zu einem Bild zu verschmelzen und zu einem Tiefeneindruck zu verarbeiten.

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