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Erweiterte Pupillen - seltsames Phänomen

ODldzNob@odxy hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe vor kurzem ein seltsames Problem mit meinen Augen gehabt. Ich bin nachts ins Bett gegangen und wollte noch etwas lesen und Musik hören. Dabei bin ich wohl eingeschlafen... und zwar ganz blöd, so dass ich wohl mit meinem Gesicht auf meiner Hand gelegen haben muss! ca. eine Stunde später bin ich wieder aufgewacht. Und dann der Schock: ich konnte kaum noch sehen. Licht und Farben waren OK aber ich konnte keine Formen mehr erkennen alles war verschwommen. Wenn ich sehr nahe an einen Gegenstand ran bin konnte ganz gut sehen. Bin dann vor den Spiegel gegangen und habe gesehn, dass 1. meine Augen gerötet waren, 2. dass die Haut um die Augen gerötet war und v.a. 3. die Pupillen stark vergrößert waren. Außerdem fand ich, dass die Augen relativ trocken waren. Nach ca. 1,5 Stunden konnte ich eigentlich wieder ganz normal sehen und auch Schriften auf die Entfernung hin wieder lesen. Meine Pupillen waren aber immer noch recht groß. Am nächsten morgen bin ich dann sofort zum Augenarzt. Der hat sich die Augen genau angesehn und hat gemeint, die Pupillen wären noch so groß, dass er garnicht diese Tropfen zur Pupillenvergrößerung benutzen müsse um gut ins Auge reinsehen zu können. Er war ratlos und fragte mich natürlich ob ich Medikamente oder Drogen genommen hätte, was ich verneinte. Er schickte mich zum Neurologen. Bevor ich zum Neurologen bin, bin ich noch zu meinem Hausarzt (Allgemeinmediziner & Homöopath), der konnte sich das auch kaum erklären. Auch er testete mit einem kleinem Lämpchen nochmal meine Augen und stellte fest, dass die Pupillen etwas träge reagierten jedoch aber wohl nicht mehr so außergewöhnlich groß seien wie ich vorher beschrieben hatte. Der Neurologe stellte dann nach noch ein paar Sehtests fest, dass die Pupillen fast wieder Normalgröße erreicht hatten aber sich kaum verkleinerten wenn ich auf Gegenstände direkt vor meiner Nase schielen musste. Er machte dann ein paar Tests an meinem Hals mit einem Ultraschallgerät oder einem Mikrofon und fuhr verschiedene Nerven und Blutbahnen ab damit (glaube ich). Er konnte nichts feststellen. Demnächst muss ich nochmal für ein Paar weitere Tests hin (Hirnströme o.ä. glaube ich). Alle drei Ärzte versicherten mir, dass das vorübergeht und verglichen es z.b. mit dem Kreislauf: wenn man schläft und aufsteht dann muss sich der Kreislauf erst daran gewöhnen dass man wieder wach ist und unter Umständen würde das manchmal nicht so gut klappen. Wenn das Auge von Schlaf auf Wach bzw. dunkel/hell schalten muss, wäre das so etwas ähnliches und da hättes es bei mir eben ausgesetzt. Jedoch konnte sich das Phänomen keiner der 3 Ärzte so wirklich erklären. Kennt einer von euch dieses Problem?

Antworten
Icgel23f018x5


Hallo OldNobody,

ich habe exakt das geliche problem wie du. Hast du etwas rausgefunden wo ran das liegen kann oder wie mann das weg bekommt?

Würde mich sehr freuen wenn du mir Antwortest.

LG

Igel230185

cQ.g^atxta


Hi @ all !

Was Du beschreibst, ist ein Akkommodationskrampf. Wenn der Muskel im Auge, der die Linse in ihrer Form verändert je nachdem ob wir in die Nähe oder in die Ferne schauen (Ziliarmuskel) sher stark gestresst ist, kann er verkrampfen, dann sind die Augen gereizt, die Pupillen erweitert und Gegenstände können nur noch sehr nah vor dem Auge scharf abgebildet werden. Meistens liegt das an einer Überanspruchung des Muskels: wenn eine Weitsichtigkeit mit in die Wiege gelegt worden ist, von der man nichts weiss, muss der Muskel ständig durch Hochleistungssport diesen Brechfehler ausgleichen, das kostet Körner, dann kann es insbesondere nach Lesesituationen plötzlich zu so einem Krampf kommen.

Da sollten dann Atropinhaltige Augentropfen (machen die Pupille maximal weit!) zu einer völligen Beruhigung des Muskels eingesetzt werden. Der Krampf geht nach ein paar Tagen völlig zurück, aber man sollte natürlich den Brechfehler messen und eine entsprechende Korrektur anpassen.

Liebe Grüße *:)

OXrth>optis'tin


Bei einem Akkommodationskrampf wären die Pupillen eng, nicht weit!!! - Passt also eher nicht. Dass du in der Nähe besser gesehen hast als in der Ferne würde aber wieder dazu passen... Irgendwie ist das ganze also absolut unstimmig...

Auch, dass die Pupillennaheinstellungsreaktion nicht funktioniert, aber die Lichtreaktion wieder in Takt ist, ist ungewöhnlich...

Ich würde nicht locker lassen bis die was gefunden haben - auch würde ich mich auf Drogen und Vergiftungen untersuchen lassen (soweit mgl.). Trompetenbaum hast du nicht, oder? (Wobei, der würde nur die weiten Pupillen erklären, nicht aber den Rest...)

Sehr seltsam...

c;.gattxa


Hi Orthoptistin!*:)

Hast natürlich Recht: Pupille wäre eher eng beim Spasmus! Dazu passt dann aber nicht der Rest der Symptomatik. Gegen eine pseudoreflektorische Pupillenstarre spricht eigentlich die Beidseitigkeit, das wäre ungewöhnlich zumindest. Habe aber Akkommodationskrämpfe gesehen, die mit einer konsekutiven Pupillendilatation nach Krampf aufgelaufen sind, offensichtlich provoziert der Spasmus manchmal eine überschießende Gegenreaktion. Wäre doch ungewöhnlich, dass Lenok eine Intoxikation als Ursache hat, ohne dass er etwas davon weiss ...

Bin gespannt, was die weitere Diagnostik bringt!

Liebe Grüße :-D

OVrth+optcistxin


Intoxikationen können ja auch am Arbeitsplatz entstehen, wenn man mit bestimmten Substanzen arbeitet...

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