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Schieloperation bei Erwachsenen noch möglich?

O|rthQoptxistin


Erstens ist es keine Hetze gegen Polatestende Augenärzte oder Optiker! Und um mal ganz ehrlich zu sein, wenn man das Internet durchstöbert findet man eher die Hetze in die andere Richtung, oder ???

Ich habe lediglich gesagt, dass dies mit Vorsicht zu genießen ist - das ist noch lange keine Verleumdung!

Das Problem besteht immer dann, wenn man nur mit einem einzigen Test die Prismen anpasst, denn die Sensorik ist so aufgebaut, dass man sich an Prismen auch anpasst durch Ausgleichsinnervationen. Auch Leute, die keine Abweichung haben: klebt man ihnen Stufenweise Prismen (egal ob vertikal oder horizontal) vor, kann man diese steigern (kann man gut im Selbstversuch an sich ausprobieren). Und das ist dann kein Wert mehr einer sensorischen Abweichung, sondern eine durch Prismen induzierte Anpassung des Systems.

Wenn wirklich ein Strab. sursoadductorius vorliegt, was wahrscheinlich ist, ist ein beschwerdefreies Sehen über Prismen eigentlich nicht zu erreichen, da diese Schielform in allen Blickrichtungen verschiedene Abweichungen hat und es in der Regel nicht ausreicht nur die Höhe zu korrigieren. Wichtig bei diesem Krankheitsbild ist dann, dass man unbedingt an den schrägen Augenmuskeln operiert, da nur diese die unterschiedlichen Schielwinkel dann auch "auffangen". Wird an den geraden Augenmuskeln operiert ändert sich wenig am V-Phänomen und am viel größeren Höhenschielen in Adduktion (wenn das Auge an der Nase steht). Das bedeutet, das Schielwinkel übrig bleiben und dann wieder Probleme auftreten werden.

Ich gehe davon aus, dass bereits der untere schräge Augenmuskel am linken Auge voroperiert ist. Entweder sollte man diesen - wenn noch möglich weiter zurücklagern oder am oberen schrägen eine Faltung durchführen.

Egal wie! Ich wünsche viel, viel Glück bei der OP und das die Beschwerden verschwinden - denn das ist doch das einzige was zählt, oder!!!

HeöheAnsch=ielxer


@Orthoptistin:Die erste Brille mit Prismen bekam ich im Oktober 2005 von einem staat. anerkannten Optometrist in Berlin.

Bei der Ausmessung mit dem Polatest hatte ich grösste Schwierigkeiten binokular zu sehen. Manchmal dauerte es fast 10 Min.bis ich beide Bilder stereo Sehen konnte.Obwohl ich nicht

an einer Amplyobie leide(rechts 1.25 Diop./links 1.5 Diop.),hatte ich fast ein bischen verlernt mit beiden Augen gleichzeitig zu Sehen.

Mit dieser Verordnung bzw. Brillenglasbestimmung ging es dann

ein knappes halbes Jahr gut.

Plötzlich tauchten aber wieder Beschwerden auf.

Ich hatte jetzt das Gefühl das aus dem Strabismus convergenz rechts eine Strab. divergenz wurde(nicht zu jeder Zeit,nur sporadisch).

Ich ging in der CH zu Dr.med. U.S (dieser hat mich auch an Uwe Wulff überwiesen),dieser meinte das in der Höhe noch was nachgekommen sei und das wir mit Prismen die Augen auch noch nach innen korrigieren müssten.

Uwe Wulff ist dann bei seiner ersten Untersuchung fast auf identische Werte gekommen,wollte aber das wir noch ein bischen zuwarten.(offizielle Version ist das keine Termine mehr frei seien

bis Juni).

Findest Du die geschriebene Geschichte seriös!!!Oder was würdest Du noch anders machen an meiner Stelle?

Ich weis das ich mit der Operation Risiken eingehe,im schlimmsten Fall verliere ich bei einem zu tiefen Schnitt in die Skelera das Augenlicht.

Aber meine Augenbeschwerden sind so gravierend das ich schlussendlich das Risiko auf mich nehme und hoffe das alles gut

kommt.

Ich habe jetzt schon grossen "bammel".

Hoffentlich geht es gut!!!

Grüsse aus der Schweiz

O.rthoPpti#stxin


Wenn das richtige operiert wird ist es sicher die einzige Hilfe! Und das bei der OP was passiert ist wirklich unwahrscheinlich.

Was keiner garantieren kann - weder der Optometrist noch der Orthoptist - ist, dass die Beschwerden 100 %-ig weg sein werden. Was vielleicht noch eine wichtige Untersuchung wäre ist die Unterbrechung der beidäugigen Zusammenarbeit für längere Zeit (3 Tage). Bei dieser Untersuchung klebt man für 3 Tage das schielende Auge zu (ohne Unterbrechung - auch Nachts!). Während der Zeit beobachtet man dann, ob die Beschwerden besser werden oder sogar verschwinden (selbstvertändich muss man außer auch lassen, dass das Sehen "komisch" ist, das Pflaster stört und man ein kleineres GF hat). Man darf so nicht an Maschinen arbeiten und auch nicht Autofahren. Oft kommt bei dieser Untersuchung dann auch der maximale Schielwinkel raus.

Wurde das mal gemacht?

Eine Amblyopie ist nur selten der Grund für nicht vorhandenes Stereosehen. Die Frage ist, ob dein Gehirn überhaupt in der Lage ist störungsfreies Stereosehen aufzubauen.

Man muss ganz klar betonen, dass es Menschen gibt, bei denen man 20 mal operieren könnte und sie kein Stereosehen erreichen und/oder beschwerdefrei werden.

Aber wenn man es nicht versucht, wird man es nie erfahren! Und so stark wie du deine Beschwerden beschreibst, scheint es doch der beste Weg - die OP!

Weißt du was operiert werden soll?

M?onox^id' Relo[adexd


Herr Wulff ist in sofern mit Vorsicht zu genießen, weil er mit Prismen das Schielen oft in die Höhe treibt (mehr als wirklich da ist...).

Ich habe lediglich gesagt, dass dies mit Vorsicht zu genießen ist - das ist noch lange keine Verleumdung!

Und was würden Sie denken, wenn lesen müssten: Vorsicht, die Orthoptistin ... (setzen Sie hier Ihren Namen ein) treibt Ihr Schielen in die Höhe!

Das Problem besteht immer dann, wenn man nur mit einem einzigen Test die Prismen anpasst, denn die Sensorik ist so aufgebaut, dass man sich an Prismen auch anpasst durch Ausgleichsinnervationen. Auch Leute, die keine Abweichung haben: klebt man ihnen Stufenweise Prismen (egal ob vertikal oder horizontal) vor, kann man diese steigern (kann man gut im Selbstversuch an sich ausprobieren). Und das ist dann kein Wert mehr einer sensorischen Abweichung, sondern eine durch Prismen induzierte Anpassung des Systems.

Hm... der Polatest besteht durchaus aus mehreren Tests.

In meinem Fall ist es ja auch zu so einer Steigerung gekommen, insgesamt >45pdpt BA nach Polatest, nachdem vorangegangene orthoptistische Untersuchungen nichts außer einer "minimalen Nahexophorie" finden konnten. Aber kann man daraus Rückschlüsse auf so einen Prismenadaptationsprozess ziehen? Mir geht es nämlich so gut wie zuletzt vor sieben Jahren!

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, welche verschiedenen Tests in der (konventionellen) Orthoptik verwendet werden, um obige von Ihnen geschilderte Problematik zu vermeiden?

O3rtho7ptOistin


45 pdpt Basis außen entsprechen ja einem Schielwinkel von über 20° und zwar in eine Innenschielstellung!

Gemessen wurde aber eine Außenschielstellung!

Wie ging das denn weiter. 45 pdpt kann man ja schlecht als Prismenbrille tragen... Wurde dann die Eso operiert ??? Bestanden dann bei so starken Prismen wenn Sie die Brille abgesetzt haben Doppelbilder? Haben Sie normales oder subnormales Binokularsehen?

Wurde Ihre Brille in Cycloplegie (Tropfen) gemessen?

Auch wir Orthoptistinnen arbeiten durchaus mit dem Polatest, dann mit dem ADT (sicher unser Haupttest) und verschiedenen anderen Untersuchungsgeräten/-tests wie z. B. Worth-Test, Schober-Test, Phasendifferenzhaploskop (meist nur an Kliniken) und dem Synoptophor.

MEono xid -Relo|aded


Orthoptistinnen arbeiten mit dem Polatest? Das überrascht mich, da ich in den Praxen, die ich im Laufe meiner 'Karriere' aufsuchte, nie einen zu Gesicht bekam. :-/

Die "minimale Nahexophorie" wurde mir übrigens von einer Augenklinik bescheinigt, die ansonsten nichts zu beanstanden hatte, mich folglich nach Hause schickte und mir angesichts meiner asthenopischen Probleme nichts Besseres als autogenes Training empfehlen konnte. Davon unabhängige Untersuchungen blieben ebenso erfolglos, so dass ich mich in meiner Not der MKH zuwandte. Mit dem Polatest wurde die Nahexophorie bestätigt und in der Ferne zusätzlich eine Esophorie, deren versuchsweise Korrektion binnen weniger Wochen eine Vergrößerung derselben von 7pdpt auf ungefähr 30pdpt mit sich brachte. Nach einem halben Jahr wurden etwa 37pdpt operiert, heute (13 Monate nach der OP) trage ich noch etwas mehr als 8pdpt BA in meiner Brille. Mein Beschwerdebild hat sich unter dem Eindruck der Prismenbrillen zögerlich und mit mehreren Einbrüchen letztendlich deutlich gebessert - was freilich eine Geschichte für sich ist.

Die sphärischen Werte der Brille wurden tatsächlich mit Cycloplegie ermittelt (-8dpt bzw. -9dpt), ich besaß immer ein normales Binokularsehen (mit Brille, versteht sich!). Bei den stärkeren Prismenbrillen (>20pdpt BA) sah ich tatsächlich doppelt, wenn ich diese abnahm - ich schätze, dies ist unter solchen Umständen auch nicht anders zu erwarten. Darüber hinaus habe ich bis heute bei Müdigkeit in der Nähe gelegentlich Doppelbilder, die Wahrscheinlichkeit dafür hat aber abgenommen.

Wie mein Beispiel zeigt, können die mit dem Polatest ermittelten Werte durchaus beträchtlich von jenen Werten abweichen, die mit den konventionellen Tests gemessen werden. Mich würde Ihre Einschätzung interessieren, wie häufig solche wohl auftreten!

O_rth;opti"stGin


Wie häufig was auftritt? Die unterschiedlichen Werte? - Ich denke die treten häufig auf!

Schon allein die Tatsache, dass beschwerdefreie Normalprobanten fast alle am Polatest auffällig sind beweist - zumindest für mich (!) - dass man den Polatest nicht als alleinige Grundlage der Messergebnisse nehmen darf. Denn wenn fast jeder auffällig ist, wie kann ich dann sagen, was krankhaft ist ???

Interessant wäre zu wissen, was jetzt bei den "konventionellen Tests" rauskommt, ob jetzt das vorher gemessene Außenschielen größer ist...

Denn wenn man ehrlich ist, ist ja schon bedenklich, dass auch am Polatest für die Nähe eine Exophorie bestätigt wurde - das bedeutet ja, dass man für die Nähe jetzt ein Außenschielen bewußt anoperiert hat und das dies insbesondere dann, wenn die Konvergenz im Alter nachlässt mit Sicherheit wieder Beschwerden macht (wieder asthenopische Beschwerden oder dauerhafte Doppelbilder - sind ja jetzt zum Teil auch schon da...)! Operiert man das dann einfach wieder zurück, oder wie wurden Sie bzgl. dieser Situation aufgeklärt?

H~öhe*nschieoler


Augenmuskeloperation

@Orthoptistin:Ist das richtig das eine Amplyobie nicht der Grund

für kein vorhandenes Stereosehen sein kann?Ich habe neulich nur gelesen das für Plenk Strabismus die Folge von Amplyobie gewesen sein soll.Stimmt ev.diese These nicht?

Bei einer Okklusion eines Auge verschwindet ja auch der Strabismus nicht(Hippokrates).Der Visus wird aber auch kaum besser!Daher scheint deine Aussage erklärbar.

Bei mir wahrscheinlich nur rectus medialis zurückoperiert.

Der Operationsbericht von der ersten Schielop. von 1976 ist leider nicht mehr vorhanden und der damalige Chirurg bereits verstorben.

Deswegen können wir nur nach den Fotos aus damaliger Zeit Rückschlüsse ziehen.Beim rechten Auge war eine extreme Esotropie

vorhanden.Auf den Bildern scheint auch eine Hypertropie bzw. Strabismus vertikalis vergelegen zu sein.(rechts tiefer als links)

Ich denke nicht das sie sich damals bereits an die rectus superior und rectus Inferior rangewagt haben.Werden eigentlich heute die

M obliquus superior und M.obliquus inferior auch operiert?

Ich habe schon auch den Eindruck das manchmal beim nachlassen der Fusionkraft die Heterotropie(man.Stra.) grösser wird.Vor allem bei Müdigkeit und Stress ist eine dekopensation vorhanden(das Höhenschielen ist nicht mehr gross vorhanden und stört dann nicht mehr heftig)!Wen ich dann wirklich sehr gut physisch drauf bin wird es eindeutig zu einer Heterophorie(lat.Stra.).Aber dann leide ich an Strabismus vertikalis!Und auch dann sind die Beschwerden teils da und hindern mich.Ich merke bei wenig Ruhe(Schlaf) eindeutig das die Konvergenzinnervation bzw. Konvergenzausfall zuwenig lang dauerte und sich der Muskeltonus des Antagonist rectus lateralis noch nicht "regeniert" hat.

Das ich an einen diskreten Sursoadductorius leide ,haben sie

mir auch schon in der Schweiz gesagt.Aber ob der wirklich verschwindet wen man nur rectus medialis operiert?

Dr.Wulff hat dies wahrscheinlich mit dem Hessschirm(Koordimetrie)

auch festgestellt!Ausserdem soll ich bei mir auch eine anormale Netzhautkorrespondenz vorliegen(im Panumbereich,aber nicht auf der Fovea).Ich selbst habe aber das Gefühl das ich ein sehr starkes Führungsauge habe und oft monolaterales Sehen.

An dem wird sich aber vermutlich kaum was ändern.Oder?

Hauptsache ist das diese wirklich grossen Schmerzen verschwinden .

Bei mir haben sie auf die asthenopischen Beschwerden auch nur

mit psychsomatischen Argumentationen reagiert.

Ich weis aber das die seelische Grundstimmung für den Augenmuskeltonus sehr wichtig ist und probiere jetzt auch nicht mehr so oft an meine Augen zu denken.Das ist aber leichter gesagt als getan.

Ich hoffe das die Op.wirklich gut kommt und für mich eine

Verbesserung meiner Lebensqulität mit sich bringt.

Grüsse an Euch

Oortho'ptinstxin


Ja und nein - eine Amblyopie muss nicht der Grund für nicht vorhandenes Stereosehen sein, kann aber.

Dass Strabismus die Folge einer Amblyopie oder anderweitig schlechten Sehschärfe ist (Linsentrübung, Unfall, Verletzung) ist sogar häufig, aber das heißt nicht, dass kein Stereosehen mehr da ist, denn wenn man den Patienten mit diesem Strabismus operiert, hat er auch wieder Stereosehen. Womit wir wieder beim Thema wären, dass man entweder Stereosehen hat, oder nicht...

Was mir aus der ganzen Beschreibung nicht so ganz klar ist, ist ob wirklich "Fusion" vorliegt, oder der Schielwinkel einfach nur schwankt, was auch völlig normal ist.

Ein Strabismus sursoadductorius verschwindet sicher nicht, wenn man den rect. medialis operiert. Selbstverständlich werden heutzutage die obliquii noch operiert...

Man spricht übrigens nicht von wirklicher Fusion, wenn ständig ein kleiner Winkel (Ausnahmen möglich - Mirkostrabismus) des Höhenschielens vorhanden ist - ich würde dies wiederum als Winkelschwankungen bezeichnen.

Wenn eine anomale Netzhautkorrespondenz vorliegt ist Fusion ebenfalls wieder eher unwahrscheinlich (Ausnahme harmonisch anomale Korrespondenz, wie sie eigentlich nur der Mikrostrabismus hat).

Ich glaube ich hab schon mal gefragt: gehen die Beschwerden weg, wenn man das beidäugige Sehen unterbricht? Also ein Auge für 3 Tage zuklebt? Das wäre in deinem Fall wirklich eine sehr wichtige Untersuchung! Denn wenn monokular die Beschwerden nicht besser sind ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie von der beidäugigen Zusammenarbeit kommen!

Und so wie deine Beschreibung klingt, handelt es sich um ein frühkindliches Schielsyndrom, das eigentlich keine beidäugige Zusammenarbeit hat. Aber wie gesagt, ich entnehme dies nur den Beschreibungen und kenne den Befund nicht wirklich...

M?ono`xidr Reloqadxed


Denn wenn man ehrlich ist, ist ja schon bedenklich, dass auch am Polatest für die Nähe eine Exophorie bestätigt wurde - das bedeutet ja, dass man für die Nähe jetzt ein Außenschielen bewußt anoperiert hat...

Da scheint sich die konventionelle Orthoptik wiederum deutlich von der MKH zu unterscheiden, da man in der MKH davon ausgeht, dass eine Nahexophorie (im Regelfall) lediglich eine Nebenerscheinung einer Fern-Heterophorie ist. Zitat H-J. Haase: "Entdeckt man per Polatest die Fern-Eso und korrigiert sie voll, so verschwindet (nach Aufhebung der Hemmungen und der FDII) die Nah-Exo sogar noch bei Erwachsenen (außer bei den wenigen echten Konvergenzlähmungen)." (aufschlussreich ist vielleicht der Artikel "Pseudo-Nahexophorien" von David Pestalozzi unter [[http://www.ivbv.org/PDF-Dateien/Pestalozzi_NOJ_04-92.pdf]]).

Ob richtig oder nicht, dies deckt sich jedenfalls mit meinen persönlichen Erfahrungen. Die anfänglich am Nah-Polatest gefundene Exophorie (die sich dort tatsächlich als massive Abweichung bis zur Testfeld-Diplopie zeigte), lässt sich inzwischen (also nach der OP!) kaum mehr nachweisen. Damit in Übereinstimmung lässt sich das weitgehende Verschwinden meiner Leseprobleme verzeichnen, die vor Beginn der Polatest-Prismen-Behandlung so gravierend waren, dass ich mein Studium faktisch einfrieren musste.

Ich pflichte Ihnen bei, dass eine Kontrolle mit orthoptistischen Mitteln zum Vergleich sicherlich nicht verkehrt sein dürfte. Ich werde dies in Kürze in die Wege leiten.

HFöheanschieulexr


@Orthoptistin:Ob wirklich Fusion vorliegt ist meines Erachtens auch für mich mometan nicht klar. Ich zitiere meinen Vertrauensaugenarzt in der Schweiz:

Herr

..........

leidet an einem konvergenten Schielen ohne aktuell nachweisbare Binokularfunktion,aber auch ohne jede Amblyobie,mit Schielbeginn ungefähr einjährig.2-jährig sei eine Schieloperation durchgeführt worden.

Wegen hartnäckigen Augenschmerzen hat er in der Schweiz mehrere Stellen erfolglos konsultiert.Er hofft intensiv darauf,dass eine weitere Schieloperation im helfen könne,was ich offen lassen muss,da eine Prismenvorbehandlung durch mich keinen eindeutigen Erfolg gebracht hat.

Dr.Uwe Wulff in Berlin ist der einzige mir bekannte noch aktive Augenarzt in Europa,welcher die anerkanntermassen genauste Winkelmessmethode für binokular sehtüchtige Schieler(intermittierende und tonisch kompensierte Schielform),den Polatest nach H.J.Haase ,anwendet und beherrscht und sämtliche Schieloperationen ,insbesonders auch die viel seltener vorkommenden an den vertikalen und schrägen Muskeln,regelmässig ausführt.Die Messmethode kann auch bei aktuell nicht nachweisbaren Binokularfunktionen vom Experten angewendet werden,wobei manchmal diese wieder erscheinen(durch Abbau von zentralen Hemmungen im Gehirn)

Die Augenoptiker in der Schweiz schicken schon lange ihre Fälle

,welche nach verzweifelten und frustranen Versuchen der Patienten mit Universitätskliniken ,wo nicht selten die pröbelnden Prismenvorbehandlung durch die Orthoptistin über SFr. 1000.- gekostet haben,bei ihnen landen,ausschliesslich nach Berlin,wo ihnen-wenn eine Schieloperation in Frage kommt-in der Regel mit einer einzigen Schieloperation zu ähnlichen Preis wie in der Schweiz geholfen werden kann.

Wegen der Seltenheit der Fälle konnte ich selbst die Technik an den schrägen und vertikalen Augenmuskeln nicht erlernen.

Ich habe deshalb angefangen,nach regelmässigen Misserfolgen an den Referenzkliniken in der Schweiz ,die Fälle mit gutem Erfolg zu Wulff zu schicken,wen diese bereit sind ,zu reisen und allenfalls die Kosten selber zu übernehmen.So auch bei Herr ......

Dieser Bericht an den Vertrauensarzt meiner KK hat mich eher

skeptisch gestummen.

Ich zitiere jetzt Dr. Uwe Wulff:

Bei Herr .........

werden von mir Augenuntersuchungen bei Störung des beidäugigen Sehens im Rahmen einer schulmedizinisch durchgeführten Dehschuldiagnostik durchgeführt.Zusätzlich wird auch mit anderen Methoden gearbeitet.

Ich denke das Dr. Wulff eher auf Binokularsehen tendiert.Er kann das aus seinen langjährigen Erfahrungen aus der Praxis wohl

am ehsten beurteilen.

Eine Op.würde wohl bei monokularem bwz.alternierendem Sehen kaum im Raum stehen,da ein abrutschen eines Auges wahrscheinlich wäre.

Ich diese Frage deshalb nicht 100% beantworten.Trotzdem gibt es für mich keinen anderen Weg als diesen und ich werde bzw. muss ihn gehen und hoffen das alles Gut wird.

Liebe Grüsse

O_rthopEtistixn


@ monoxid reloaded

So ganz kann das mit der Nahexophorie bei Ihnen ja nicht sein, denn sonst wären wohl kaum Doppelbilder für die Nähe jetzt vorhanden, oder?

Und im oberen Bericht von Höhenschieler kann man auch die Gegenteilige Negativbereichterstattung sehen...

Übrigens ist Herr Wulff bei weitem nicht der einzige AA, der mit dem Polatest arbeitet und schon gar nicht ist es selten, dass an den schrägen Augenmuskeln operiert wird. An den Unikliniken gehört dies zur Standardoperation..

@ Höhenschieler:

Ich wünsche alles Beste!!! Außerdem würde ich mich wahnsinnig freuen über das langfristige Ergebnis zu hören, gerne auch unter weltbeste.sahneschnitte@hormail.de

Danke!

MRonoxid _Rexloaded


So ganz kann das mit der Nahexophorie bei Ihnen ja nicht sein, denn sonst wären wohl kaum Doppelbilder für die Nähe jetzt vorhanden, oder?

Ja, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Jedenfalls wurde durch die OP nun definitiv keine zusätzliche Exophorie/Außenschielen "anoperiert" - wie dies Ihrer Meinung nach gehandhabt wurde -, denn dann hätten meine Beschwerden im Nahsehen zunehmen müssen, aber das Gegenteil ist ja der Fall.

OqrthopAtistkin


Aber Doppelbilder hatten Sie doch vorher im Nahbereich nicht, oder?! Insofern haben die Beschwerden auf ihre Art sehr wohl zugenommen. Die Frage ist natürlich immer, was den Patienten mehr stört...

Und wenn keine zusätzliche Exophorie anoperiert wurde, woher kommen dann die Doppelbilder?

OdrthorpEtistxin


Ich wäre wirklich sehr daran interessiert wie der "orthoptische Status" jetzt aussieht, insbesondere im Nahbereich und was ich wirklich gerne wüsste, wie Sie über die Situation im Nahbereich aufgeklärt wurden. Hat jemand Sie darüber aufgeklärt, dass die Exophorie im Nahbereich größer wird und was das für Sie im Alter bedeutet. Wurden Sie darüber aufgeklärt ???

Eine Schiel-OP ist immer auch ein Eingriff in die Motorik, nicht nur in die Sensorik. Und wenn ein Winkel von 37 pdpt operiert wurde (ich gehe davon aus, dass eine sog. kombinierte Schiel-OP an einem Auge oder evtl. bds. jeweils ein Muskel - ansonsten ist diese Strecke ja kaum zu schaffen...) muss sich das motorisch auf den Nahwinkel auswirken, denn die physikalischen Gesetze bleiben auf jeden Fall bestehen (auch bei H. Wulff)- auch wenn die Sensorik darauf einen großen Einfluss hat. Egal nach welchem Test gemessen wurde...

Würden Sie mir diese Frage noch beantworten ??? :-x

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