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Partieller Sehverlust über Nacht

P_e@ter nWesxsels hat die Diskussion gestartet


Hallo,

folgender Sachverhalt:

Ich war vor 1,5 Wochen beim Augenarzt, dieser verwies mich in eine Augenklinik, weil auf meinem linken Auge am äußeren Rand nur noch schwarz-gra bzw. sehr schwammig etwas zu erkennen war. Es war ein kleiner Fleck, aber man merkte es schon.

Es hieß, dass ich damit leben müsse.

Vergangene Woche nun der Schock. Aufgestanden und 50% Sehverlust auf diesem Auge. Alles nur noch schwammig und grau.

Der Augenarzt hat mich sofort als Notfall mit dem Taxi ins Krankenhaus bringen lassen.

Dort durfte ich erstmal 3h warten, obwohl es von einem Arzt hieß, dass man innerhalb von 8h reagieren müsse, um die Chancen zu steigern. Sehr problematisch in meinem Fall, da diese Zeit gefehlt haben könnte. Diagnostiziert wurde eine Art Schlaganfall im Auge. Die Ader, die das Auge mit Blut versorgt, arbeitet nicht richtig aufgrund wohl hohen Blutdrucks.

Es wurde mit blutverdünnenden Mitteln therapiert, diese blieben ohne Wirkung. Ein anderer Arzt hatte auch schon zuvor gesagt, dass diese Therapieform eher nicht so sicher ist. Auch nach Tagen hat sich nichts getan.

Was mich stutzig macht:

- die Ärzte warten nach dem 1. Anzeichen vor 1,5 Wochen, bis es schlimmer wird. Ich war damals im KH, es wurde nichts unternommen.

- nun warte ich 3h und diese 3h können fatal gewesen sein, wenn die Aussage mit den 8h stimmt.

Fahrlässigkeit x 2!

Jetzt die Fragen:

Kennt jemand dieses Problem?

Was kann ich dagegen tun? Hab ich noch Chancen, doch noch was zu sehen? Was würdet ihr tun? (denke ernsthaft über Klage nach)

Ist es in euren Augen fahrlässigkeit? sogar in 2 Fällen?

Gruß & Danke

Antworten
M0is=sU6nderxstood


Ich habe damit keine Erfahrung, mit Wartezeiten und der scheiß-egal-Einstellung von Ärzten in Krankenhäusern aber nur zu gut. Nimm dir einen Anwalt. Das ist alles was ich dir dazu sagen kann. Steck nicht zurück, so wie alle anderen, die so etwas hinnehmen. Auch wenn es an deiner Situation nichts ändern sollte und ich nicht weiß, ob eine Klage erfolgreich wäre. Mich würde interessieren wie es weitergeht.

Ich wünsche dir alles Gute.

M@argxa


Prof. Brewitt hat ja eine sehr gute Antwort gegeben. Klagen vor Gericht nützt da gar nix.

Pteter QWesUsels


Kannst du mir genau sagen, von welcher Antwort du sprichst?

Welcher Prof. Brewitt?

Hier stehen 2 Antworten bisher und sonst nichts, also was meinst du?

Einer pro klagen, du dagegen.

Wieso sollte diese doppelta Fahrlässigkeit unbestraft bleiben oder bist du selbst Arzt?

M#argxa


[[http://www.augen-forum.de/]]

Tja,, wenn du selbst nicht mehr weißt, wo du geschrieben hast ...

ARZTBEREICH

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Patienten-Forum -> Beitrag Nr. 9744

Geschrieben von Peter Wessels Stuttgart am 12.03.07:

Partieller Sehverlust über Nacht

Hallo,

folgender Sachverhalt:

Ich war vor 1,5 Wochen beim Augenarzt, dieser verwies mich in eine Augenklinik, weil auf meinem linken Auge am äußeren Rand nur noch schwarz-gra bzw. sehr schwammig etwas zu erkennen war. Es war ein kleiner Fleck, aber man merkte es schon.

Es hieß, dass ich damit leben müsse.

Vergangene Woche nun der Schock. Aufgestanden und 50% Sehverlust auf diesem Auge. Alles nur noch schwammig und grau.

Der Augenarzt hat mich sofort als Notfall mit dem Taxi ins Krankenhaus bringen lassen.

Dort durfte ich erstmal 3h warten, obwohl es von einem Arzt hieß, dass man innerhalb von 8h reagieren müsse, um die Chancen zu steigern. Sehr problematisch in meinem Fall, da diese Zeit gefehlt haben könnte. Diagnostiziert wurde eine Art Schlaganfall im Auge. Die Ader, die das Auge mit Blut versorgt, arbeitet nicht richtig aufgrund wohl hohen Blutdrucks.

Es wurde mit blutverdünnenden Mitteln therapiert, diese blieben ohne Wirkung. Ein anderer Arzt hatte auch schon zuvor gesagt, dass diese Therapieform eher nicht so sicher ist. Auch nach Tagen hat sich nichts getan.

Was mich stutzig macht:

- die Ärzte warten nach dem 1. Anzeichen vor 1,5 Wochen, bis es schlimmer wird. Ich war damals im KH, es wurde nichts unternommen.

- nun warte ich 3h und diese 3h können fatal gewesen sein, wenn die Aussage mit den 8h stimmt.

Fahrlässigkeit x 2!

Jetzt die Fragen:

Kennt jemand dieses Problem?

Was kann ich dagegen tun? Hab ich noch Chancen, doch noch was zu sehen? Was würdet ihr tun? (denke ernsthaft über Klage nach)

Ist es in euren Augen fahrlässigkeit? sogar in 2 Fällen?

Gruß & Danke

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1. Antwort:

Geschrieben von Prof. Dr. H. Brewitt Hannover am 13.03.07:

Sehverlust

Sehr geehrter Herr Wessels, es ist gut verständlich, daß Sie aufgrund erheblicher Seheinbuße "unruhig" sind, das ist ein heftiger Einschnitt ins Leben. Deshalb einige Erklärungen, auch wenn ich Ihren Detailbefund nicht kenne. Gefäßverschlüsse an den Netzhaut- oder Sehnervengefäßen des Auges (sog. Schlaganfall oder Infarkt am Auge) sind in der Regel im Moment des Ereignisses praktisch irreversibel. Das liegt daran, daß Netzhaut und Sehnerv Teil des Hirngewebes sind. Hirngewebe hat nur eine extrem kurze "Überlebenszeit" (wenige Minuten). Weiterhin sind diese Gefäße so klein, daß sie nicht (wie etwa Herzkranzgefäße) mittels Katheter erreicht und ggf. eröffnet werden können, um Gewebsuntergang zu verhüten. Aufgrund dieser Tatsachen ist nahezu jeder Mensch, der ein vergleichbares Ereignis wie Sie erlebt, von erheblicher Seheinschränkung bis hin zu Erblindung betroffen. Jede augenärztliche Therapie läuft dem Ereignis hinterher und kann allenfalls weitere Komplikationen mildern. Ursache Ihres Gefäßverschlusses ist vermutlich ein zu hoher und nicht regulierter Blutdruck. Dabei kommt es im gesamten Gefäßsystem zu Veränderungen (u.a. Verengungen und Gefäßwandsklerose). Kleine Gefäße (im Auge) sind dann oftmals als erste nicht mehr gut durchblutet. Der Blutdruck muß optimal reguliert werden, damit nicht weitere Folgeschäden, die man konkret nicht unbedingt vorhersehen kann, möglichst verhindert werden (was nicht zu garantieren ist). Alles in allem kann ich als Augenarzt nur feststellen, daß der klinische Verlauf bei Ihnen nicht ungewöhnlich ist. Alles Gute.

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Alle Diskussionsbeiträge:

Partieller Sehverlust über Nacht Peter Wessels 12.03.07

Re: Sehverlust Prof. Dr. H. Brewitt 13.03.07

Re: Antwort Peter Wessels 18.03.07

Re: Nachtrag Prof. Dr. H. Brewitt 20.03.07

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MRissUn/ders,tood


@ Marga

Warum denn so zickig? Hat dir doch niemand etwas getan! :(v

P4eterD Wess[exls


wollt ich gerade sagen. v.a. ist das ja ein anderes forum. verwundert mich sehr, dass du von hier aus dorthin verweist.

also wie stehen die leute hier nun zur fahrlässigkeit?

mein anwalt sagt zwar, dass gute chancen bestehen, aber dennoch interessiert mich hier die einschätzung, da bisher in jedem forum dies abgestritten wurde. (oder decken ärzte sich unter kollegen?)

1. warum wird ein anzeichen eines infarktes nicht behandelt und man heimgeschickt?

2. warum wird am entstehungstag nicht sofort therapiert und man muss 4h warten. 8h hieß es, wäre die optimale behandlungszeit, diese wurde somit fahrlässig überschritten!!!

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