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Anhaltendes "Doppeltsehen" nach Grauer Star Operation

wAaaij,enbxerg hat die Diskussion gestartet


Hallo

Nach Durchsicht vieler Postings hier, habe ich mich dennoch entschlossen, unser Problem hier zu schildern. Da die Vorgeschichte etwas speziell ist.

Folgende Problematik beschäftigt meine Mutter (73):

Seit vielen Jahren konnte meine Mutter mit einem Auge nur 10-20% sehen (Unfall). Das andere Auge funktioniert normal, wenn auch etwas kurzsichtig. Nun hat sich beim schlechteren Auge ein grauer Star gebildet und der immer stärker wurde. Dieser wurde operiert.

Wie ich schon hörte, kann es vorkommen, dass man dann auf dem Auge noch besser sieht als vor dem grauen Star. Dies ist wohl bei meiner Mutter der Fall. Sie meint, sie sieht auf dem Auge etwas besser.

Nun das Problem: Sie sieht nun alles doppelt. Wenn sie ein Auge zuhält, dann sieht sie nicht mehr doppelt. Seit der Operation ist das aufgetaucht und verschwindet nach 3 Monaten auch nicht. (der Arzt meinte man müsse ein paar wochen warten). Das doppeltsehen ist sehr stark: Wenn sie am Abend fernsieht, dann sieht sie das TV-Bild fast komplett ein zweites Mal links oben vom "Original"Bild. Dieses zweite schwächere Bild kommt vom schlechteren Auge, das operiert wurde. Wenn sie ein Auge zuhält springt das Bild extrem.

Nun der Augenarzt kann da nix feststellen. Sie hat eine neue Brille bekommen, die aber nur die leichte Kurzsichtigkeit behebt. Das Doppeltsehen bleibt.

Unsere Fragen: Wird sich das Gehirn dennoch daran gewöhnen, nach längere Zeit? Kann man das mit Brillen korrigieren oder ist gar bei der Operation was schief gelaufen?

Danke für jegliche Tipps oder kleinste Hinweise und schöne Grüsse!

waaijenberg

Antworten
OfrthoSp5tixstin


Binokulare Doppelbilder sind nach einer Katarakt-OP gar nicht so selten. Es gibt aber die verschiedensten Ursachen dafür. Um genaueres sagen zu können sollte sich Ihre Mutter in einer Sehschule vorstellen.

Es könnte eine folge der OP sein, da bei der Operation an einem der Augenmuskeln ein sog. Haltefaden angebracht wird und manchmal dieser eine Bewegungseinschränkung des Muskels verursacht.

Es besteht auch die Möglichkeit einer bereits vorher bestandenen winzigen Schielstellung oder einer kleinen Lähmung.

Genaues kann die Orthoptistin nach der Untersuchung sagen - man sollte auf jeden Fall nachschauen um eine Lähmung auszuschliessen.

w aaijenxberg


danke für den hinweis

bin schon bei anderen threads auf Ihre Postings gestossen und wusste auch nicht so genau ob da eine Sehschule das Richtige ist. Meist wird das auf den Webseiten eher für Kinder empfohlen. Da meine Mutter in der Schweiz lebt, habe ich da was in St. Gallen gefunden.

Werde weiter recherchieren und bedanke mich nochmals!

O]rtWhopt+isxtin


St. Gallen hat einen guten Ruf!

Nein, Sehschule ist nicht nur was für Kinder. Wir Orthoptistinnen beschäftigen uns mit Schielen (sowohl angeborenem als auch erworbenen - Lähmungen) in jedem Alter... Doppelbilder gehören auch dazu.

Viel Glück für Ihre Mutter

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