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Ich bin unsicher, ob meine Brille mir schadet!

Bxe,nixa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Bis vor vier Wochen bin ich am PC (da ist Extra-große Schrift eingestellt) mit einer Kaufhausbrille von 1 Dipoptrin gesurft.

Dann bekam ich erstmals eine Brille vom Optiker angepasst.

Mein Schreck war groß, als ich merkte, dass ich durch diese Brille nichts mehr rechteckig sehen kann.

Die Brille wurde extra für PC-Arbeit angefertigt, und durch die Brille sehe ich den Rahmen des Bildschirms nicht mehr rechtwinklig, sondern er verjüngt sich nach unten. Rechts stärker als links.

Der Optiker fand das ganz normal und sagte, dass mein Gehirn sich an die Brille erst anpassen müsse, was ca. 1 Woche dauern sollte.

Jetzt sind vier Wochen vergangen, und alles ist immer konfuser geworden!

Zu Beginn der Arbeit am PC sehe ich Rechteckiges nach wie vor (auch Schilder auf dem Bildschirm) nach unten immer noch täglich sehr störend verjüngt.

Im Lauf der Arbeit an jedem Tag lässt die Verjüngung von Rechtecken beim Schauen durch die PC-Brille dann zeitweise nach. Sobald ich aber die Brille absetze, sehe ich ALLES, was rechteckig ist (Fenster u.ä.) nach unten verbreitet! Das heißt, ich kann jetzt mit und ohne Brille nichts mehr rechteckig sehen - alles Rechteckige verjüngt sich mal nach unten, mal nach oben!

Wenn ich jetzt einen Kontroll-Sehtest machen würde, könnte der doch vermutlich keine klaren Ergebnisse liefern? Weil ich jetzt, auch wenn ich die Brille absetze, IMMER falsch sehe...

Der Optiker hat mich gewarnt, die Brille gegen die alte Kaufhausbrille auszutauschen. Das habe ich auch nicht getan - aber ich habe Angst, dass diese Brille meinen Blick irgendwie zingt oder umlenkt und meinen Augen schadet!

Was soll ich tun? Danke für jeden Tipp!

Benia

Antworten
A%noNnymax1


Also erstmal: Schaden (im Sinne von irgendwelchen Veränderungen des Auges) tut die Brille Dir wohl kaum.

Was sich ändert, ist nämlich nicht Dein Auge, sondern die Informationsverarbeitung im Gehirn. D.h. Dein Gehirn versucht, aus den vom Auge aufgenommenen Informationen ein optimales Bild zu erstellen. Also wenn Du eine Zeitlang Deine Brille aufsetzt, gewöhnt sich das Gehirn daran, und Du siehst wieder richtig. Setzt Du die Brille ab, braucht das Gehirn natürlich wieder eine Zeitlang, um sich an das andere Sehen zu gewöhnen. Daher Dein Eindruck, mittlerweile auch ohne Brille nicht mehr zu sehen. Dein Auge hat sich da nicht verändert.

Was natürlich nichts daran ändert, dass da irgendwas nicht stimmt. Also entweder ist irgendwas an der Brille falsch (falsch eingeschliffene und/ oder zentrierte Gläser, falsche Stärke etc.) oder die Brille gleicht - abgesehen von der Weitsichtigkeit / Alterssichtigkeit, um die es bei Dir ja offensichtlich geht - auch irgendeinen Astigmatismus aus. Und diese Korrektur fällt natürlich weg, wenn Du die Brille absetzt. D.h. Du bräuchtest grundsätzlich eine Brille. Hast Du denn die Werte der Brille?

Ich würde da an Deiner Stelle wirklich zum Optiker gehen. Geh halt am besten am Vormittag hin und setze davor die Brille nicht auf.

BVenxia


Danke, Anonyma,

Irgendwie beruhigt mich das etwas.

Dein Gehirn versucht, aus den vom Auge aufgenommenen Informationen ein optimales Bild zu erstellen.

Das hat mir der Optiker ja auch gesagt, doch auch mit Brille stellt sich nach vier Wochen immer noch kein gesehenes Rechteck ein. Die Schärfe ist ok, ich kann die Schriften am PC so gut lesen, trotz der Schrägen bzw. einer Wölbung nach unten, die sich im Verlauf einer Zeilen bildet (Weil ich Linien ja seit der Brille nicht mehr gerade sehe)

Ich hatte im Winter 2005 starke Augenschmerzen (wie, wenn ständig ein Messer von hinten die Augen durchdringen würde) und extreme Zerrbilder. Es dauerte lange, bis ich einen Termin beim Augenarzt bekam, und der sagte, da sei nichts an den Augen krank... das sei ein Fall für den Psychiater.

Ich habe damals vor wirklich unsagbaren Schmerzen und innerem Stress keine Energie mehr und habe auch nicht gewusst, was ich tun sollte... (Es war auch ein neuer Wohnort, sehr einsam gelegen. Damals war ich eh arbeitsunfähig wegen eines Trümmerbruchs im Fußgelenk, ich lag zu Hause mit hochgehängtem Bein und kriegte nichts auf die Reihe.)

Als ich vier Monate später einen anderen Augenarzt aufsuchte, fiel der aus allen Wolken, seine Diagnose lautete weit fortgeschrittene Keratitis. Dann musste ich mehrere Monate lang jeden bis jeden zweiten Tag in seine Praxis zur Behandlung. Die Behandlung wurde fast jeden 3. Tag der neuen Untersuchung angepasst und geändert.

Die Keratitis sei aber nun ausgeheilt. Ich weiß nun nicht, ob das hier noch mitwirkt... Dieser zweite Augenarzt ist inzwischen berentet. Wo ich wohne, gibt es gar keinen Augenarzt, da muss man dreißig bis vierzig Kilometer fahren.

Die Werte der Brille kann ich gerade nicht finden, es ist nach meiner Erinnerung etwas mit 0,75 links und 1,25 rechts, ich bin aber nicht ganz sicher. Sicher weiß ich die Achse:

R 142

L 45

Ich werde das mal so machen, morgens Brille nicht aufsetzen und den Optiker um eine neue Untersuchung bitten.

Lieben Gruß,

Benia

AFnonnyma1


Benia

Also die Tatsache, dass Du eine Achse hast, deutet darauf hin, dass Du - abgesehen von der Weitsichtigkeit - auch einen Astigmatismus hast. Und mit der Brille wird der Astigmatismus korrigiert, ohne natürlich nicht. Was mit relativ großer Wahrscheinlichkeit die Ursache für die verzerrten Bilder ist. Insbesondere bei Deiner "schrägen" Achslage. Ich habe einen relativ hohen Astigmatismus, und musste da wegen einer falsch gemessenen Achse schon mal das Glas austauschen (weil eben alles verzerrt war....).

Na ja, und bei dem ständigen Wechsel kann sich das Gehirn da weder an das eine, noch an das andere gewöhnen.

Ich würde da mit dem Optiker drüber reden, ob Du entweder immer eine Brille aufsetzt (also extra Fernbrille oder Gleitsichtbrille) oder bei der Brille für die PC-Arbeit den Astigmatismus unkorrigiert lässt.

TXro9chxly


Es gibt bei Weitsichtigkeit den Fall, daß man die neuen Werte nicht annimmt, weil das Auge bzw. gelernt hat permanent diese Fehler zu kokrrigieren. Vielleicht liegt es daran. Vielleicht hilft es dir, wenn du eine Stärke zurück gehst mit der Brille, das wird oft besser akzeptiert.

Das sich das Gehirn erst an eine Brille gewöhnen muß, stimmt weniger bis gar nicht.

Sofern du das Bild durch die Brille als verzerrt angibst, stimmt vielleicht auch der Astigmatismus nicht ganz.

Ich würde mal darauf tippen, daß die Brille nicht 100 Prozent passt.

Aber schaden tut dies deinen Augen auf keinen Fall.

B{enHia


Hallo, jetzt ist einige Zeit vergangen, immer noch mit derselben Brille und den unveränderten Sehstörungen.

Da der Optiker über 30 km weit entfernt ist, rief ich ihn zuerst an, um ihm zu sagen, dass ich nach fünf Wochen mit Brille immer noch alle Geraden schräg sehe, inzwischen ohne Brille aber auch, nur anders herum schräg.

Er meinte, ich müsse mích daran gewöhnen, dass das so bleibt... aber ich sagte, das schaffte ich nicht! Mit einer normalen Kaufhausbrille hatte ich ja nie diese Probleme, dass rechte Winkel spitz oder Linien gewölbt waren...

Ich sagte ihm, dass ich einmal in einem Forum gefragt habe (hier), weil ich so ratlos war... Und dass ich den Hinweis bekommen hätte, das Hin und Her - Brille aufsetzen für 20 Minuten, dann eine "Sehpause", dann wieder Brille auf... könnte meine Augen, Gehirn oder was immer, womöglich überfordern. Und ich fragte ihn, ob er mir eine zweiten Brille machen könnte, zum Aufsetzen beim Absetzen der PC-Brille... also immer eine Brille, nur zwei verschiedene... (Gleitsichtgläser trauten weder er noch ich mir zu)

Also der Optiker war sehr verärgert, dass ich mich hierhingewandt habe... und von einer Raumbrille ca. für 5 Meter wollte er nichts wissen, das würde auch nichts ändern. Er bot mir nicht einmal von sich aus an, den Sehtest noch einmal zu machen und die Werte zu vergleichen.

Heute war ich bei einem anderen Optiker, mit der PC-Brille, und sagte ihm das Problem mit geometrischen Bildern. Daraufhin machte er ganz andere Sehtests als die, die ich sonst kenne.

Meine Augen bauten bei früheren Sehtests immer ab (dann fingen die Buchstaben an zu tanzen oder verschwanden einfach für Sekunden) Heute der Test zog sich mit zwei kurzen Pausen eine Stunde, und ich hatte gar kein Augenermüdungsgefühl. Ich wurde beim Sehtest nicht in den Stress versetzt, den ich sonst bei Sehtests empfunden hatte.

Oft ging es bei der Untersuchung heute um zwei weiße Kreise, die aufeinander liegen sollten, von denen ich aber einen schräg unterhalb oder schräg oberhalb des anderen Kreises sah. Mehrfach sah ich den zweiten Kreis gar nicht von selbst, da war einfach nur ein Kreis... ich bemerkte den zweiten erst, nachdem der Optiker mir genau erklärte, wo er sein müsste, und dann konnte ich ihn nur ganz schemenhaft, also fast gar nicht, erkennen.

Es stellte sich heraus, dass ich ohne Brille ein Auge überhaupt nicht zum Sehen benutze. Und dass meine Augenmuskeln von links und rechts nicht zusammen ein einheitliches Bild hinkriegen.

Er nannte das Hyper... (ich habe das Wort nicht behalten) Ich bräuchte zwei Brillen mit Prisma... (?)

Also ich habe nichts verstanden von den Erklärungen, was mit meinen Augen los sein soll... Nur emotional Erleichterung empfunden, dass dies der erste Sehtest für mich war, der mich nicht gequält hatte.

Ich habe das Gefühl gehabt, dass dieser Optiker mein Augenproblem gut einschätzte, und er konnte beim Sehtest immer ein angenehmes Bild für mich herstellen.

Eine neue PC-Brille habe ich nun bei ihm bestellt. Es ist für mich hart wegen der doppelten Kosten (und diese bestellten Gläser werden ja noch viel teurer), aber irgendwie tut mir die Hoffnung gut, dass ich vielleicht einmal wieder klar sehen kann und Geraden wirklich gerade sehen kann und dass das "Tanzen", diese Irritationen, die ich beim Sehen im Raum immer habe, doch einmal aufhören... Es wäre ein super neues Lebensgefühl, wenn es dazu käme!

Lieben Gruß und danke für alle Antworten,

Benia

ALntigxone


Hallo Benia

Er nannte das Hyper... (ich habe das Wort nicht behalten) Ich bräuchte zwei Brillen mit Prisma... (?)

Sagte er Heterophorie?

Google mal nach Winkelfehlsichtigkeit.

lg

BTenixa


Ja, Antigone,

Ich kam gerade hier noch mal rein, um zu schreiben, dass ich das Wort gefunden habe: Heterophorie. Er erwähnte immer wieder den Optiker Hans-Joachim-Haase. Er erklärte das Problem vereinfacht, dass ich mir einen zweirädigen Karren vorstellen soll, dessen Räder nicht korrekt parallel zueinander angebracht sind - die Räder bremsen sich natürlich gegenseitig aus.

Beeindruckt an der Sehtestuntersuchung hat mich dass es der erste Sehtest war, bei dem ich durchhielt und mich sogar wohlfühlte.

Frühere Sehtests haben zu einer solchen Buchstabentanzerei geführt, dass ich inzwischen richtig Angst vor den Tests aufgebaut hatte. Vor allem war es bei früheren Tests quälend, dass das jeweils vorübergehend abgedeckte Auge nach dem Aufdeckeneinfach sekundenlang gar kein Bild erkannte, so grau-weiß und sonst nichts.

Beeindruckt hat mich auch, dass ich wirklich oft den rechten Kreis gar nicht sah, und wenn ich versuchen sollte, ihn zu sehen, war er so blass, dass ich mich anstrengen musste, ihn nicht wieder "aus den Augen" zu verlieren.

Aber beim Googeln bin ich auf recht widersprüchliche Berichte zu Prismenbrillen bzw. IVBV gestoßen. Ein Großteil der Patienten erfahre eine vorübergehende Erleichterung, und dann werde der Befund schlimmer, und die Prismen müssten ständig korrigiert werden, bis eine - bis dahin unerwünschte - Operation nötig würde. Kannst Du googeln nach:

Düsseldorf, 24.03.04

"Winkelfehlsichtigkeit" - "Gericht bestätigt: Augenärzte dürfen vor Prismenbrillen vom Optiker warnen"...

Das Wort "Winkelfehlsichtigkeit" hat der Optiker kein einziges Mal erwähnt, sondern immer das Wort Heterophorie.

Mein früherer Augenarzt, jetzt 600 km entfernt, erklärte mir bei den auch sehr lange dauernden Untersuchungen, das "Wackeln" des Bildes, der Buchstaben... so, dass ich ein Bild sehe, es wieder verliere und meine Augen ständig darum kämpfen würden, das Gesehene gegensätzlich zu korrigieren. Die Brille damals war nicht zum Scharfsehen nötig, das war eigentlich gut. Diese Brille ging beim Umzug kaputt. Ich habe den Optiker, der sie gefertigt hatte, telefonisch um die Werte gebeten. Dabei erfuhr ich, dass bei jener Brille vor mehreren Jahren auch schon etwas "eingebaut" worden war, was "Basiswert" genannt wird.

Der Optiker heute meinte, das sei damals ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, nur habe der frühere Optiker vor ein paar Jahren nicht genug Mut gehabt, diesen Schritt noch weiter zu gehen.

Tja, nun hab ich natürlich auch die Befürchtung, dass der Optiker heute einen Schritt zu weit gehen könnte... die Befürchtungen kommen wegen der Anti-Prismenbrillen-Berichte.

Ich habe keine Ahnung, wo ich eine Bestätigung für den heutigen Befund einholen könnte, damit ich mich nicht auf die nächste falsche Brille einlasse... Meine Gefühle sind gerade zwiespältig, zwischen Hoffnung, dass ich endlich einmal weitgehend normal sehen könte und der Angst, dass alles nur noch komplizierter wird.

Lieben Gruß,

Benia

Der Optiker heute sagte,

TNroc*hly


Mein Rat, sofern dein Optiker wirklich eine Heterophorie als Grund für deine Probleme annimmt, dann wechsel sofort diesen und laß dir dein Geld zurück geben !!!!

Unter einer Heterophorie versteht man, daß bei Fixierungsverlust (also wenn man keinen Punkt mehr fixieren kann, wie in Dunkelheit) die Augen nicht mehr parallel stehen)

Unter diesen Phänomen leiden bis zu 80 % der Menschen !!!! Und dürfte zu über 99 % nicht zu deinen Beschwerden führen.

Alleine schon die Aussage, daß sie das Gehirn erst an die Brille gewöhnen müßte, spricht nicht für deinen Augenoptiker.

Anscheinend will dein Augenoptiker nur verkaufen, um bei allgemeine schlechter Auftragslage durch Schrumfpung des freien Kapitels der GEsellschaft seine eigene Existenz zu sichern.

So wie du das alles darstellt, scheint dein Augenoptiker sein Handwerk nicht gelernt zu haben, wobei alles natürlich unter Vorbehalt, da beim stille Postverfahren durch einen medizinischen Laien sich viele Fehler einschleichen.

GEnerell gilt, ist Strabismus und Winkelfehlsichtigkeit vorbehalten für Augenärzte und Orthoptisten und nicht für Optiker !

hDibertnatinxg


GEnerell gilt, ist Strabismus und Winkelfehlsichtigkeit vorbehalten für Augenärzte und Orthoptisten und nicht für Optiker !

Das finde ich etwas engstirnig. Mein ehemaliger Chef (AO-Meister) hatte seine Meisterausbildung bei einem "Prismenpapst" gemacht und hatte wirklich davon Ahnung. Ich habe jahrelang unter Kopfschmerzen und Migräne gelitten, bis er mir mal die Augen diesbezüglich prüfte und: ich brauchte prismatische Gläser, bekam welche und hatte spontan KAUM mehr Migräne (vorher 1x die Woche, dann nur noch ca. 1x Monat).

Ein Augenarzt wäre darauf NIE gekommen, das glaube ich sicher.

Die können meiner Meinung und Erfahrung nach noch nicht mal vernünftig refraktionieren.

LG

h%ib#ernaxting


GEnerell gilt, ist Strabismus und Winkelfehlsichtigkeit vorbehalten für Augenärzte und Orthoptisten und nicht für Optiker !

Entschuldigung, das sollte ein Zitat werden :=o

ALntixgone


stimmt nicht ganz

Unter einer Heterophorie versteht man, daß bei Fixierungsverlust (also wenn man keinen Punkt mehr fixieren kann, wie in Dunkelheit) die Augen nicht mehr parallel stehen)

Unter diesen Phänomen leiden bis zu 80 % der Menschen!!!! Und dürfte zu über 99 % nicht zu deinen Beschwerden führen.

Bei einigen Menschen führt die Hetereophorie zu Beschwerden. Zahlenmäßig heisst es 10-20%.

Es gibt einen Augenarzt, der eine sehr ausführliche Webseite dazu hat:

[[http://www.winkelfehlsichtigkeit.de/]]

Die meisten Augenärzte (auch meiner) entdecken so etwas leider NICHT.

lg

Aqnonsyma1


Die können meiner Meinung und Erfahrung nach noch nicht mal vernünftig refraktionieren

Ich würde mal sagen, sie können es schon, nehmen sich nur meistens nicht die dafür nötige Zeit (was sicher zum Teil auch mit Abrechnungs-Modalitäten zusammenhängt....). Denn meine Erfahrung mit Sehtests bei den meisten AA ist einfach, dass da Schluss ist, sobald ich einigermaßen irgendwie die Zahlen lesen kann. Und in 5 Minuten oder so ist es da halt ein "Glücksspiel", ob zum Beispiel der Astigmatismus-Wert und vor allem auch die Achse stimmt bzw. ob der tatsächliche Wert mit dem meist einfach übernommenen der automatischen Refraktion übereinstimmt (was er bei mir leider nicht tut.....).

Wohingegen ein Sehtest bei meinem Optiker da durchaus 30 Minuten dauern kann, er mich z.B. bei der Einstellung der Achse selbst an dem Rädchen drehen lässt, bis ich optimal sehe, er mir hinterher die Zeit gibt, eine Zeitlang mit der Testbrille am PC / in einem Buch zu lesen etc.

Trochly

Grundsätzlich hast Du sicher recht, dass man bei einer korrekten Brille wirklich auf Anhieb sieht, ohne dass man sich daran "gewöhnen" muss (es ist einfach alles schärfer).

Allerdings ist es gerade bei einem höheren Astigmatismus mit schiefer Achse wirklich so, dass das Gehirn da sozusagen "gelernt" hat, die Verzerrungen auszugleichen, und da kann bei einer Brille, wo der zum ersten Mal korrigiert wird, durchaus eine gewisse Gewöhnung notwendig sein. Und die erreicht man natürlich nicht, wenn man ständig hin- und herwechselt.

hKibertna'ting


Ich würde mal sagen, sie können es schon, nehmen sich nur meistens nicht die dafür nötige Zeit (was sicher zum Teil auch mit Abrechnungs-Modalitäten zusammenhängt... ). Denn meine Erfahrung mit Sehtests bei den meisten AA ist einfach, dass da Schluss ist, sobald ich einigermaßen irgendwie die Zahlen lesen kann.

Nein, die Zeit haben die Ärzte nicht übrig, aber zum Teil können die Kunden nicht mal annähernd einen vernünftigen Visus erreichen. Erzählen ihren Patienten wenig oder/und erklären nichts, die fragen dann bei uns...

AAs BEKOMMEN immerhin noch etwas von den KKs für die Refra (das wird nicht viel sein, so dass sie sich keine wirkliche Mühe geben) Als AO kann man nichts mehr abrechnen. Man kann sich aber dann mit denn AAs um die Rechnung zoffen, wenn die Refra nicht stimmte, denn die Kunden kommen ja natürlich zu uns und behaupten, die Brille wäre falsch. Natürlich machen Augenoptiker auch Fehlmessungen, das ist klar, aber zu größten Teil sind die von den AAs.

Puh {:(

T?rochxly


Also ich würde am ehsten einer Refraktionsmessung durch eine Orthoptistin trauen. Diese haben in meinen Augen die meiste Erfahrung und auch mit Patienten die wenig compliant sind, also Kinder.

Im Zweifelsfall würde ich eine Orthoptistin immer vorziehen.

Natürlich gibt es in jeder Berufsgruppe Leute die nicht gut refraktionieren können, oft liegt aber auch das Problem beim Patienten selbst. Jeder der einmal einem älteren Patienten refraktioniert hat, weiß, wie schnell einen die Haare hoch stehen können ;-)

Wenn eine Hetereophorie Beschwerden macht, ist es eine Frage der Definition, ob man die Störung dann noch als Hetereophorie ansieht oder als dekompensierte Hetereophorie und somit eher für diesen Zeitraum in Tropie geht.

Viele werden es kenne, daß wenn man betrunken ist oder man übermüdet ist, daß dann manchmal Buchstaben undscharf werden und wenn man sie nur mit einem Auge anschaut, auf einmal wieder scharf.

Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, daß auch eine Hetereophorie im Prinzip zu Beschwerden führen kann, aber in meinen Augen ist es falsch, erst einmal hier den Fehler zu suchen als durch eine schlampige Arbeit durch den Optiker.

Orthoptisten haben eine 3 jährige Ausbildung, wo sie sich fast auschließlich mit dem komplizierten Thema der Orthoptik beschäftigen. Dadurch ist schon ersichtlich, daß ein Optiker hiermit überfordert ist. Genauso wie ein Augenarzt, wenn er nicht jahrelange Erfahrung in der Strabologie hat. Da mit der Strabologie aber weniger Geld zu verdienen ist als mit der restlichen Augenheilkunde, gibt es davon immer weniger.

Und wer einmal den "Kaufmann" im Selbststudium bearbeitet hat, wird merken, daß man sich dieses Thema auch nicht selbst beibringen kann.

Ich würde einen Patient wirklich erst als richtig gut behandelt ansehen, wenn er von einer Orthoptistin gesehen wurde oder von einem augenärztlichen Strabologen. Mit einem Optiker oder einen normalen Augenarzt würde ich mich nicht zu frieden geben.

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