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Ptosis-Op bei Sohn

B$ens?mamxa hat die Diskussion gestartet


*:) Hallo zusammen,

bin heute zufällig auf das Forum gestoßen, weil ich auf der Suche nach Erfahrungen bin und hoffe, hier ein paar Positive zu bekommen %-|

Mein kleiner Sohn (22 Monate) wird Montag in einer Woche (30.07.) operiert. Er hat einen genetischen Defekt und leidet seit seiner Geburt an bds. Ptosis. Wir hoffen, mit dieser OP seine Entwicklung zu fördern, weil sein Sichtfeld doch recht eingeschränkt ist.

Leider bekomme ich immer mehr Angst - kann kaum noch schlafen, weil ich überlege, ob es das Richtige ist. Hoffe, dass der Prof. das auch optisch gut hinbekommt. Und dann ist noch die Angst vor der Narkose.

Kennt jemand die Augenklinik der LMU in München? Dort wird Ben operiert.

LG, Mandy

Antworten
T*rocAhlxy


Generell ist die Operation gut verträglich und sofern der Operateur wirklich Erfahrung damit hat, ist das kosmetische Ergebnis optimal. Natürlich kann man schlecht abschätzen, inwieweit das Kind dann weiter wächst, eine mögliche Nach-Op kann also wohl nicht ausgeschlossen werden.

Ansonsten ist die Operation aber wirklich gut verträglich, teilweise kann sie auch in lokaler durchgeführt werden, jenachdem wie stark sie ausfällt.

Indiziert ist die Op auf jedenfall, wenn bei deinem Sohn die Gefahr einer Schwachsichtigkeit besteht, weil das eine Auge dauernd verdeckt ist.

Alles Gute.

J!uliken06


Hallo Bensmama,

habe auch das gleiche Problem mit meinem Sohn. Mein Kleiner ist 3 Jahre alt und hat seit Geburt Ptosis am linken Auge. 1 x im Jahr müssen wir deswegen in eine Augenklinik zur Kontrolle. Da die Pupille derzeit noch einigermassen frei ist, wird er wahrscheinlich erst vor der Einschulung operiert, ausser es würde sich verschlechtern. Bis dahin müssen wir das "gesunde" Auge bis zu 3 Std. täglich abkleben, mit einem speziellen Augenpflaster, damit er das Sehen mit dem "kranken" Auge nicht verlernt. Es ist nicht ganz einfach, aber es muss sein. Dazu ist er noch enorm weitsichtig und muss eine Brille tragen. Wir sind in der Uni-Augenklinik in Erlangen. Hast du über die Klinik was gehört bzw. hat jemand Erfahrungen mit einer Ptosis-OP bei Kindern? Wie sind die Ergenisse? War jemand in der Klinik Erlangen?

Würde mich über baldige Nachrichten sehr freuen, denn es belastet mich sehr.

Liebe Grüsse *:)

O4rthKoptihstxin


Ich gehe mal davon aus, dass Prof. E.. die OP machen wird. Kann ich nur empfehlen!:)^

Da man zu so einem frühen Eingriff schreitet, scheint die Ptosis beidseits sehr stark zu sein, sonst würde man abwarten. Wahrscheinlich muss der Kleine eine ausgeprägte Kopfhaltung einnehmen um überhaupt raussehen zu können - stimmts? In so einem Fall wird wahrscheinlich eine sog. Frontalissuspension durchgeführt. Dabei wird eine Aufhängung am Stirnmuskel gemacht, weil der Lidmuskel nicht genügend funktionsfähig ist.

Normalerweise wird erstmal ein Auge gemacht, dann das 2. Es kann aber auch in wenigen Fällen Gründe geben gleich beide Augen zu operieren.

Die Kosmetik spielt bei einer OP in diesem Alter erstmal eine sekundäre Rolle. Primäres Ziel ist es, dass sich sowohl das Sehen als auch das Kind insgesamt gut entwickeln kann. Selbstverständlich versucht man auch gleich ein kosmetisch sehr gutes Ergebnis zu erreichen (was auch sehr oft gut gelingt), aber es ist durchaus möglich, dass man später (im Vorschulalter oder Schulalter) nochmal nachkorrigieren muss.

Was die Ängste betrifft: niemand würde in diesem Alter zu einer OP raten, wenn es nicht absolut sinnvoll und notwendig für die Entwicklung wäre! Der Operateur ist sehr (!) gut, die Ergebnisse sind in der Regel sehr zufriedenstellend!

Was die Mutterherzen betrifft (seit ich Mutter bin rate ich nicht mehr so einfach zu Operationen, denn ich hab selbst schon erlebt, wie man sich als Mutter bei sowas fühlt - und es hilft auch nicht, wenn man sagt: alles Routine...): Wenn man in der LMU sagt es ist besser, dann kannst du dich absolut darauf verlassen. Deine Entscheidung ist richtig, auch wenn es dir momentan das Herz zerreist! Du machst das Richtige! Sicher ist in diesem Alter die Narkose risikoreicher aber vielleicht hilft es dir wenn ich dir sage, dass ich jetzt über 15 Jahre in meinem Job bin, bei 700 bis 1000 OP's pro Jahr, davon die Hälfte vielleicht mit Vollnarkose (die Überwiegenden Kinder). Ich habe nur 2 Narkosezwischenfälle erlebt (beide ohne weitere Konsequenzen)! Keiner wird das Kind operieren, wenn auch nur ein Fünkchen dagegenspricht. Das heißt auch, dass man euch mit der kleinsten Erkältung wieder heimschicken wird...

Wenn du noch weitere Fragen hast, dann meld dich einfach nochmal.

Liebe Grüße

Jzuliven0x6


Liebe Orthopistin,

habe deinen Beitrag gelesen. Mein Sohn hat auch die Ptosis am linken Auge. Er ist 3 Jahre alt und am Freitag haben wir wieder einen Kontrolltermin in der Uni-Augenklinik in München. Dort hat man uns schon mitgeteilt, dass er wahrscheinlich vor der Einschulung operiert wird. Hast du was über die Klinik in Erlangen gehört? Weisst du, ob dort gut operiert wird. Waren schon mal in München und Freiburg und letztes Jahr dann in Erlangen (ist nicht so weit weg wie die anderen Kliniken), aber wenn andere besser wären, würde ich die Entfernung natürlich in Kauf nehmen. Kannst du mir eine Klinik empfehlen? Wie sind die Ergebnisse nach der Ptosis OP im allgemeinen? Würde mich über deine Nachricht sehr freuen, denn es belastet mich sehr. Liebe Grüße ???

O'rtth#optisxtin


Entschuldige, dass ich so eine Frage stelle: warum stellst du dich in 3 Kliniken vor? Es wundert mich, dass deine Krankenkasse sich da noch nicht beschwert hat...

Alle 3 Kliniken sind sehr gute Kliniken - welche die besten Ptosis-OP's machen kann ich nicht sagen. Ich kenne die Ergebnisse der Münchner Klinik am besten, daher würde ich München empfehlen.

Liebe Grüße

J3uli{en06


Hallo,

wir waren jedes Jahr in einer anderen Klinik (nicht 3 mal im Jahr in 3 verschiedenen), weil wir uns unsicher waren und die beste für die Ptosis finden wollten. Aber wie du schon sagst, sind bestimmt alle nicht schlecht. Aber als Mutter will man ja das beste für sein Kind. Und ich glaube egal wie viele Kliniken wie oft ich besuchen werde, die Angst vor der OP wird mir niemand nehmen können. Wenn ich nur daran denke, kribbelts im Bauch. Verlaufen solche OPs in der Regel gut? Werden gute Ergebnisse erzielt?

Liebe Grüsse *:)

OJrth]opt[istixn


Ich kann diese Frage übers Internet nicht beantworten, da ich den Befund nicht kenne. Es kommt immer auf die Ausgangssituation an. Wenn du möchtest kannst du mir gerne ein Foto schicken, dann kann ich mehr sagen (nur die Augenpartie am besten im Geradeausblick, im Aufblick und im Abblick). Kannst du unter PN machen oder über weltbeste.sahneschnitte@hotmail.de

Die Ergebnisse sind in der Regel sehr gut, wenn der Lidmuskel noch etwas kann und für Eltern befriedigend wenn man eine Aufhängung machen muss - es kommt wirklich darauf an. Der Eingriff dauert je nach Art der OP zwischen 30 und 45 Minuten.

Wenn ich dazu genauer Stellung beziehen soll geht es nicht ohne Bilder - leider!

Die Angst kann dir niemand nehmen! Ich kann mich noch genau daran erinnern wie mein 16 Monate alter Sohn operiert werden musste - seitdem sage ich nie wieder: alles ganz harmlos und reine Routine. Denn auch mein Verstand wusste genau, dass es gut gehen wird, aber trotzdem kamen mir immer wieder die 2 Narkosezwischenfälle in den Sinn (die gut ausgegangen sind und in 15 Jahren wie gesagt nur 2 bei ca. 800 OP's pro Jahr...) und ich konnte mich nicht davon frei machen. Da hilft nur eins: Augen zu und durch! Und unbedingt Papa mitnehmen - die Väter sind da irgendwie rationaler und haben die Situation besser im Griff als wir hysterischen Mütter ]:D

JEuliexn06


Hallo,

danke für deine Antwort. Waren heute in der Klinik in Erlangen. Die Lidschwäche hat sich nicht verschlechtert und der Prof. möchte die OP so lange wie möglich hinausschieben, also wenn die Pupille weiterhin ausreichend frei bleibt und er weiterhin gut mit dem Auge sieht, wird er frühestens vor der Einschulung operiert, wenn nicht noch später. Er hat auch gemeint, dass gute Ergebnisse erzielt werden. Darf ich dich fragen, was dein Kind gehabt hat? Auch Ptosis? Warum ist es so früh schon operiert worden. Wie ist das Ergebnis? Es freut mich, dass ich jemanden gefunden habe, mit dem ich darüber sprechen kann bzw. mich austauschen und fragen kann. PS: zu der OP werde ich meinen Bruder und auch meine Eltern mitnehmen, da ich alleinerziehend bin und der Vater meines Kindes so gut wie keinen Kontakt zu seinem Sohn hat.

Liebe Grüsse und schönen Abend noch. *:)

O_rthopt\istin


Ich muss dich "enttäuschen" - mein Sohn hatte keine Ptosis, sondern eine Vorhautverengung die operiert werden musste...

Als Orthoptistin mache ich unter anderem die Voruntersuchungen/Nachsorge für Ptosisoperationen. Daher habe ich schon einen großen Überblick über die Ergebnisse...

Wenn man so lange abwarten kann, würde ich dir raten, die OP davon abhängig zu machen ob dein Sohn gehänselt wird. Oft ist es nähmlich gar nicht so schlimm und manchmal aber sehr grausam! Und so mit 4 - 5 Jahren können die Kleinen schon sehr gut entscheiden, ob sie durch so etwas gestört sind! Ein Grund warum man sich als Mutter zu einer OP vor der Einschulung entschließen kann ist auch, dass die meisten Kliniken eine Altersgrenze haben während der die Mütter mit aufgenommen werden können. Danach müssen die Kinder allein übernachten... Und ansonsten würde ich so eine OP auch so lange wie möglich rauszögern! Ist das Kind dadruch nicht funktionell beeinträchtigt oder kosmetisch gestört würde ich auch nicht operieren lassen... Du hast ja noch 2 Jahre Zeit, bis die Entscheidung dann wirklich vor der Tür steht!

Musst du eigentlich ein Auge zukleben und hat dein Sohn eine Brille?

Liebe Grüße

JEuli[en0x6


Liebe Orthoptistin,

entschuldige bitte, dass ich mich soooo lange nicht gemeldet habe.

Ja, mein Sohn hat eine Brille, weil er auch noch ziemlich weitsichtig ist. Abkleben muss ich das "gesunde" Auge auch, bis zu 3 Std. täglich, damit er mit dem "kranken" Auge schaut bzw. das Sehen nicht verlernt wird.

Warum würdest Du Ptosis nicht unbedingt operieren lassen? Ist es doch ziemlich riskant, aufwendig? Gibt es danach grosse Probleme, Schmerzen usw.?

Hast Du nach den OP's gute Ergebnisse beobachten können?

Wünsch Dir einen schönen Tag und liebe Grüße

Julien06 *:)

OSrthopatis{tin


Nein, das ist falsch rübergekommen: ich würde langfristig schon operieren lassen, nur nicht zu früh.

Die Kinder lassen sich einfach besser untersuchen, wenn sie älter sind. Auch wird es für den Operateur einfacher...

Die OP ist nicht besonders schmerzhaft (sicher tut es auch etwas weh...), auch nicht übermäßig gefährlich (wie jede OP halt).

Die meisten Operationen verlaufen sehr gut und die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend (perfekt ist nur bei nicht sehr stark ausgeprägten Ptosen möglich). Natürlich kommt es auch vor, dass es nicht so aussieht wie erwünscht und manchmal kann auch eine Überkorrektur (aber sehr selten) entstehen. Und je nach Art der OP kann es auch mal zu Abstoßungsreaktionen kommen (Frontalissuspension).

Wenn es mein Kind wäre, würde ich operieren lassen (jedoch keine Früh-OP - außer wenn es nicht anderst geht). Und ich würde nach München in die LMU gehen...

Ebenfalls schönen Tag!!!

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