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Rcs - Probleme durch Sonneneinstrahlung

b3ernd2x606 hat die Diskussion gestartet


Liebe Forum-Leser,

habe ein RCS Problem und bin heute das erste Mal auf diesem Forum.

Ein Bericht von Stutz (2004) und meine Antwort an ihn kopiere ich nachträglich ein.

Falls mir jemand weiterhelfen kann wäre ich sehr dankbar.Infos für alle RCS Betroffenen

Hallo,

ich habe mich sehr intensiv mit RCS beschäftigt, nachdem ich mit 35 auf einem Auge betroffen wurde. Ich habe viele Augenärzte und Uni-Augenkliniken in ganz Deutschland aufgesucht und habe viele verschiedene Aussagen bekommen. Von inkompetentem Blödsinn bis hin zu (aus heutiger Sicht) halben Wahrheiten.

Da ich mittlerweile in USA von Spezialisten darauf behandelt werde, kann ich sagen wie inkompetent viele in Deutschland sind. Allen voran die Uni-Klinik in München sowie die Uni-Klinik in Giessen. Bei den beiden ist man mit RCS völlig falsch aufgehoben!!! Eingermassen Hilfe kann man in der Uni-Klinik Tübingen erwarten. Die nahmen sich viel Zeit und hörten richtig zu, wenn man die Beschwerden erklärt. Leider habe ich aber auch dort nicht ganz die Hilfe bekommen, die ich suchte. Vergebens geht man mit RCS zum normalen Augenarzt!!! Ich habe über 14 verschiedene auf gesucht und 14 verschiedene Stories gehört, von MS bis hin zu nichts.

Ich bin 4 Jahre nach dem ersten Auftreten von RCS (am ersten Tag stand ich morgens auf und sah einen transparenten Fleck mit Feuerwerk) beruflich in die USA versetzt worden. Durch dem Umzug hatte ich Stress und nach einer Woche im neuen Land bekam ich Symthome im anderen Auge. Dieses Mal als hellen Blendfleck der beim Blinzeln hell aufleuchtet (hauptsächlich bei Grenzflächen hell/dunkel bzw. bei hellen Flächen). Ich habe den Notdienst aufgesucht und durch Zufall bin ich an einen Netzhautspezialisten geraten, der RCS grundlegend erforscht hat. Er konnte mir die Symthome sofort nennen.

Es sieht so aus, dass RCS durch viel Adrenalin im Blut hervorgerufen wird (Stress) und die sogenannten "braunen Zellen" in der Netzhaut klare Flüssigkeit auf einmal in die falsche Richtung als üblich pumpen. In Hundeversuchen hat man den Tieren Adrenalin gespritzt und die haben daraufhin direkt die selben Symthome gezeigt. Die Entwarnung ist, dass es durch RCS niemals zur Erblindung kommt!!!!!! Manchmal bildet sich die Flüssigkeit langsam ab (über Monate) manchmal sehr schnell (Tage). Es bleiben kleine Nerfenschäden (Narben) zurück, die aber mit der Zeit immer weiter durch das Gehirn ausgeglichen werden. Es kann sein, dass eine Narbe noch Jahre lang leuchten bei Lichtwechsel (hell/dunkel) oder fehlende Buchstaben beim Lesen verursacht. Auch gebogene Linien sind möglich oder ein flackern wie eine Kerzenflamme, wenn man abends das Licht ausschaltet.

Die einzige Behandlung die wirklich hilft, sind Betablocker in Augentropfenform. Ich nehme Betimol Augentropfen, und die helfen! Tabletten nützen aus irgend einem Grund nichts, wie man hier in USA festgestellt hat. Weiterhin ist es absolut wichtig den Stress zu vermeiden. Notfalls den Job wechseln, die Augen sind es wert.

Weiterhin eine gute Nachricht: Ab 50 ist es mit RCS schlagartig vorbei (auch wenn man bereits in jungen Jahren betroffen ist)! Langzeitstudien haben gezeigt, dass es ab 50 nicht mehr zu RCS kommt. Ich weiss, wenn man jung ist, ist es eine lange Wartezeit. Aber mit dem Hintergrund, dass RCS nicht zur Erblindung führt, ein grosser Trost.

Was auf keinen Fall jemals gemacht werden soll ist eine LASEROPERATION, mit dem Versuch, etwas abzudichten!!! Viele Augenärzte sagen, dass RCS Gefässschäden sind. Das ist lt. der Spezialisten unwahr. RCS ist eine Fehlfunktion der "braunen Zellen" in der Netzhaut, die sich zurückbildet. Meine Ärzte haben in der Vergangenheit auch Laseroperationen durchgeführt mit dem Zweck, die Leckstelle abzudichten. Es zeigte sich aber, dass die Patienten in den Folgejahren ein übermässiges Wachstum von Blutgefässen in den Lasernaben bildeten, die dann zu einem noch grösseren Problem führten. Seit dieser Erkenntniss, wird von dieser Methode dringend abgeraten und nicht mehr durchgeführt - bei RCS wohlgesagt. Bei einer Netzhautablösung etc. ist das etwas anderes. Da werden andere Laser verwendet, die ein solches Problem nicht verursachen.

Ich selbst habe seit Jahren nun Betimol genommen und den Stress durch einen Wechsel im Job völlig eliminiert. Seither bin ich frei von jeder Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut. Schäden habe ich zwar nach 4 RCS Attacken auf beiden Augen behalten, die merke ich aber wenig. Ich habe trotz allem auf beiden Augen 120% Sehleistung. Ein wichtiger Punkt ist noch, dass man selbst bei einer neuen Attacke Ruhe bewahren muss. Das ist schwer gesagt, aber Stressvermeidung ist bei RCS der aller grösste Auslösefaktor.

Überigens, der Augenarzt kann die Flüssigkeitansammlungen ziegmal besser sehen, wenn er bei der Netzhautuntersuchung auch das "grüne" Glass verwendet. Das gibt ihm optimalen Kontrast, wie er mit dem weissen Glas nicht möglich ist. Manchmal sieht man es "nur" mit dem grünen!

Gute Besserung an alle Betroffenen!

StutzHallo Stutz,

habe gerade deinen Bericht gelesen und bin sehr erleichtert über dessen Inhalte.Bei mir brach die RCS erstmal 1995 aus und z.Zt. habe ich den5. Rückfall. Mein AA überwies mich direkt jedes Mal in die Uniklinik (Münster, Essen, Köln). Alles was ich bis heute erfahren habe, denkt sich mit deinen Erläuterungen. Einiges was du geschildert hast habe ich selber erfahren, und einiges ist ganz neu für mich. Keiner der Ärzte hat bislang etwas anderes als Ursache in Erwägung gezogen wie Herpes Virus oder Stress.

Von zu viel Adrenalin und den "so genannten braunen Zellen" lese ich in deinem Artikel zum ersten mal, was mich in meiner Meinung bestärkt, das das Therme bei den hier ansässigen AA sehr oberflächig behandelt wird. Bei meinen bisherigen Rückfällen habe ich jedes Mal die volle Sehschärfe wieder erreicht.

Zurzeit habe ich folgendes Problem:Vor ca. 4 Monaten brach die RCS erneut aus.

und verlief wie gewohnt. Jetzt habe ich seit eineigenen Tagen das Problem, das sobald die Sonne scheint ich ca. 30 – 40% Sehschärfe verliere, die sich dann erst nach vielen Stunden ohne Sonnenschein wieder aufbauen.

Kannst du dazu irgendetwas sagen oder empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen Bernd2606

Antworten
T{rGochxly


Sofern mit RCS die Augenerkrankung "Retinopathia centralis serosa" gemeint ist, darf man aber bitte nicht vergessen, daß es sich um eine sehr sehr seltene Augenerkrankung handelt. Der Großteil der Augenärzte wird wahrscheinlich in ihrem ganzen Tätigkeitszeitraum nicht einen Patienten "sehen".

Auch in den STandartlehrbüchern findet die Erkrankung kaum eine Nennung.

Natürlich hilft einem das als Betroffender nicht wirklich weiter, kann aber vielleicht erklären, warum viele Augenärzte dann als "unfähig" dargestellt werden.

Gute Besserung !

f+unky( cxhicfkxen


Retinitis centralis serosa

hallo

ich hatte vor 4 wochen einen ast ins auge bekommen, und dann 2 tage sehr verschwommen gesehen. dann war aber alles wieder gut. nach weiteren 4 tagen bin ich morgens aufgewacht, und es kam mir vor, als könnte ich mir den schlaf nicht mehr aus dem rechten auge wischen. es war alles mal mehr, mal weniger verschleiert. als nach 3 tagen immer noch keine besserung eintrat bin ich zum AúgenArzt. der konnte keine verletzung feststellen, und deutete eine hornhautverkrümmung.

ich habe tränentropfen bekommen und einen weiteren termin, 2 wochen später.

zwischenzeitlich sind die ganz besonders extremen beschwerden etwas abgeklungen. wenn ich das auge zusammenkneife, oder mit dem finger auf das untere lied drücke, kann ich sogar fast normal scharf sehen.

beim 2. AA termin wollte der AA mir nun eine brille anpassen.

das war aber nicht möglich, weil meine sehschärfe wohl immer schwankte, und er mit den gläsern nicht über ca.75% gekommen ist.

nun vermutet der AA eine Retinitis centralis serosa.

ich habe Indocolir (wirkstoff: indometacin) augentropfen verschrieben bekommen, und einen weiteren termin in 3 wochen. eine test mit farbkontrastmitteln wollte der AA erstmal nicht machen, weil er erstmal sehen möchte wie es sich weiter entwickelt.

kann mir jemand etwas zu der wirksamkeit, oder bedenken gegenüber diesem Indocolir sagen ?

ausserdem habe ich im forum von RCS betroffenen gelesen, daß sie ein zitterndes bild sehen, und irreale farben. das ist bei mir nicht so. ich sehe nur verschleiert, mal mehr, mal weniger.

ist das denn überhaupt RCS ?

ausserdem habe ich gelesen, daß die ausschüttung von adrenalin auch für RCS verantwortlich sein kann.

dies könnte auf mich zutreffen, weil ich seit 5 monaten herzrhytmusstörungen habe (extrasystolen) die stark im zusammenhang mit einer fehlfunktion meiner magen-darm flora stehen. manchmal, wenn ich nur leicht erchrocken werde, dann verkrampft sich mein magen und ich bekomme übermäßige herz-kreislaufbeschwerden. ... könnte da ein zusammenhang bestehen ?

vielen dank für infos und meinungen ...

grüße,

foh

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