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Iritis nicht in den Griff zu bekommen

sFasHihaxsi hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich habe seit ca. 2 Jahren ein Irisentzündung. Mal am rechten, mal am linken aber meistens an beiden Augen gleichzeitig. Ich hab schon etliche Untersuchungen hinter mir, wurde beispielsweise auf Rheumafaktoren getestet, auf allerlei Entzündungen oder bakterielle Erkrankungen, doch es ergab sich einfach nichts. Inzwischen sagt man mir das die Entzündung von zu vielem Stress kommt. Ich kann das allerdings nicht glauben, zur Zeit bin ich total entspannt, und seit einem Jahr ca. gab es nicht eine Augenentzündungsfreie Woche für mich. Meine Sehstärke lässt immer mehr nach und durch das viele Kortison habe ich sogar schon häufig einen zu hohen Augeninnendruck, der ja auch nicht von Pappe ist... Kann mir jemand einen Rat geben? Hat jemand dieses Problem auch in so einem schlimmen Ausmaß? Bin für jede Antwort dankbar. Viele Grüße aus dem Norden, Saskia

Antworten
spasi3h|asi


hmmm

Schade, kennt keiner das Problem? Hätte echt gern einen Rat. :°(

T;r(och!ly


Hallo Sasihasi,

auch wenn du wüßtest, wodurch die Iritis ausgelöst wird, wird dir das ja leider in der Therapie nicht weiterhelfen ;-( Da eine Iritis manchmal mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vergesellschaftet ist, wäre zu diskutieren, wie sinnvoll eine Untersuchung des Dickdarmes bei dir ist.

Kenne einen Fall, wo die Iritis das Erstsymptom solch einer Erkrankung war. Und die Erkrankung läuft leider auch nicht immer mit Durchfall und anderen Symptomen ab. Aber höchstwahrscheinlich wird dein Darm absolut in Ordnung sein, da leider Iritiden ohne weiterer Grunderkrankung auch nicht selten sind.

Sofern die jetzige Therapie nicht ausreicht, würde ich mich vielleicht noch einmal in einer Augenklinik vorstellen, diese haben oft mehr Erfahrung mit diesen Krankheitsbild.

Nimmst du denn Cortison im Form von Augentropfen oder in Form von Tabletten?

Sofern das Cortison nicht ausreicht, gibt es noch die Möglichkeit eine Therapie mit Immunsupressiva wie Imurek einzuleiten. Hierunter könnte eine LInderung eintreten. Leider sind das keine "harmlosen" Medikamente. Auch wenn sie eindeutig ihren Nutzen bewiesen haben, ist das Spektrum der Nebenwirkungen doch enorm . Aus diesem Grund sollte hier das Vor- und Wieder in Ruhe mit deinem Augenarzt und einem Internisten abgeklärt werden.

Auch wenn es vielleicht kein wirklicher Trost ist: Du hast gesschrieben, daß deine Sehstärke immer mehr ab nimmt. Im Rahmen von chronischen Iritiden kann es zu einer Eintrübung der Linse kommen, wodurch die Sehkraft beeinträchtigt ist. Sollte dies bei dir der Fall sein und weiter fortschreiten, kann die Sehkraft in den meisten Fällen wieder deutlich durch eine Kunstlinse verbessert werden.

Aber leider ist gerade bei dieser Erkrankung wirklich nur sehr schwer einen vernüftigen Rat zu geben und über Ferndiagnose eigentlich überhaupt nicht.

Tut mir leid, daß mir auch nicht mehr einfällt.

Lieben Gruß

Trochly

TXroxchly


Noch ein kleiner Nachtrag:

Wenn ich meine Großmutter verwetten müßte, dann aber eher darauf, daß eine Iritis durch einen Autoimmunprozeß ausgelöst wird und weniger durch Stress.

Auch wenn man das natürlich nicht ganz ausschließen kann, würde ich den Streß nicht primär als Grund für deine Erkrankung ansehen.

s(asih?asi


Danke Trochly

Ganz vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde am Freitag erstmal in der Kieler Uni-Augenklinik vorsprechen. Von einer Darmerkrankung höre ich jetzt zum ersten Mal, also Danke für den Tipp. Das ist auch eines der wenigen Organe, die noch nicht untersucht worden sind. Wenn sich in der Augenklinik nichts ergibt, hat man mir jetzt auch geraten mal in eine Rheumaklinik zu fahren um alle (oder viele) Faktoren zu untersuchen. Ich hoffe, dass ich bald etwas finde, dass mir zu mindest ein bisschen hilft. Ich nehme Cortison in Tabletten- und in Tropfenform, aber zur Zeit wirkt irgendwie garnichts. Ich habe diese Woche noch 100 mg Dekortin eingenommen und die Reizung im Auge hat sich kaum merklich gebessert. Naja... halt wieder mal abwarten. Einen schönen Gruß an Dich, Saskia

T?roc~hly


Gerngeschehen. Auch wenn man dir aus der Ferne nicht wirklich genaues raten kann: Sofern es unter dem Cortison keine Besserung eintritt, wäre über ein Ausschleichen der Dosis nachzudenken. Da Cortison in dieser Dosierung unangenehme Nebenwirkungen hat wie: Gewichtszunahme, Hypertonie, auch Verschlechterung des Sehens und eben eventuell Anstieg des Augendrucks.

Aber ich würde auch erst einmal abwarten, was man in der Augenklinik zu deinem Befund sagt.

Liebe Grüße

c5lair 9de xlune


Ich hatte im Winter auch lange Zeit Augenentzündungen. Erst Iritis und dann was anderes. Bei mir war es wohl definitiv psychisch, auch wenn ich damals nicht so im Stress war.

Ich bekam damals Pupillenerweiternde Tropfen und nahm diese 3 oder 4 Wochen täglich. Zusätzlich Cortison. In der Augenklinik stellte man nichts weiter fest und man konnte mir dort auch nicht helfen. Die Entzündung ging aber zum Glück weg bei mir.

Ich bekam in der Augenklinik noch ein Schreiben an meine Hausärztin mit, mit der Bitte Rheumawerte, Eiweißwerte und weiß der Kuckuck was zu untersuchen. Einfach um körperliche URsachen auszuschließen. Was meine Augenärztin von Anfang an wunderte: Diese Augenerkrankung ist absolut untypisch für unser Alter!

Wann hat die Entzündung angefangen? Was für Umstände hattest Du da?

TProcBhxly


Da eine Regenbogenhautentzündung oft durch einen Autoimmunprozeß bei bestehender Autoimmunerkrankung auftreten kann und diese in fast jedem Alter auftreten kann, ist es leider nix Seltenes auch in jüngeren Jahren an einer Iritis zu leiden.

c`lai:rz de lxune


Meine Augenärztin erklärte mir, dass es absolut selten ist sowas in jungen Jahren zu bekommen. Hmm. :-/

TIroc5hly


Wie alt bist du denn?

Eine Iritis kann in jedem Alter auftreten und ist definitiv, gerade wenn autoimmunologisch verursacht, keine Erkrankung des Alters.

c:lai;r dDe lxune


Ich bin 21 - also etwa so alt wie die Threaderstellerin.

Tcosca0x7


Hallo, ich habe auch mit einer solchen Iritis angefangen und bin auf die gleichen Probleme gestoßen. Es gibt nur wenige Kliniken, die sich auskennen, wenn die übliche Behandlung nicht anschlägt: Tübingen und - empfehlenswerter - St. Franciskus-Kh in Münster. Sich dort vorzustellen ist trotz der langen Anreise durchaus ratsam.

In welcher Form nimmst du Kortison? Am besten hilft in der Regel eine Kortisongabe mittels Spritze direkt ins Auge. Das verhindert auch die normalen Nebenwirkungen von Kortison und ist vom Rest des Körpers besser verkraftbar. Eine Immunsupression ist nur angesagt, wenn es keine sonstigen Einschränkungen gibt, denn logischerweise sinkt damit die gesamte Abwehrkraft.

Eine mögliche Linsentrübung ist "normal", wenn man mit Kortison-Tropfen behandelt wurde. Aber die OP ist echt kein Problem, der Augendruck ist da schon gefährlicher... Da ist es besser zu klotzen als zu kleckern.

T:rsoVchly


Die Iritis kann leider auch schon im Kindesalter auftreten und verläuft bei Mädchen oft asymptomatisch. Sie fällt erst durch einen schlechten Visus auf dem Auge auf.

Die Aussage von deiner Augenärztin ist also nicht richtig. Da die Iritis leider mit Autoimmunerkrankungen wie

-rheumatoiden Arthritis

- entündliche Darmerkrankungen

- Sarkoidose

- Morbus Bechterew und andere auftreten kann, sollten Patienten mit einer Iritis immer auch einmal von einem Internistin angeschaut werden.

Auch wenn in der Mehrzahl keine Systemerkrankungen gefunden werden kann, wäre dir eine Untersuchung beim INternisten zu empfehlen.

Aber das wird dir auch schon deine Augenärztin gesagt haben.

Es stimmt, daß das erste Mittel der Wahl immer Cortison ist, aber bei einer Dauertherapie mit Cortison muß sorgfältig abgewogen werden zwischen den Nebenwirkungen des Cortisons und eventuellen Nebenwirkungen von Immunsupressiva. Bei entsprechender Emfpindlichkeit kann sich schon nach wenigen Tagen durch intraokulärers Cortison ein grauer Star ausbilden. Es stimmt zwar, daß dies durch eine LInse behandelt werden kann, aber auch eine Cataract-Operation hat geringe Risiken.

Wichtig ist erst mal Ärzte zu finden, die sich mit der Erkrankung auskennen und es stimmt, daß diese oft in größeren Augenkliniken sitzen.

Gute Besserung.

s\ashihasxi


Soo, da bin ich mal wieder an der Reihe. Habs in den letzten Tagen nicht so oft ins Internet geschafft, also war ich ja erstaunt, dass sich hier so viel getan hat. Also ich war jetzt endlich in der Uni-Klinik und da hab ich erstmal 7 Stunden gesessen... aber was tut man nicht alles für seine Gesundheit... und festgestellt hat man nur, dass ich eine Uveitis oder Iritis oder was auch immer habe. Wusste ich ja schon. Auf den ausführlichen Bericht warte ich noch. Ich soll jetzt zum Rheumatologen um eine Sarkoidose ausschließen zu lassen und abzuklären, ob ich MTX vertrage. Davon soll ich dann 15 mg pro Woche nehmen. Ich bin zwar nicht so begeistert, aber wenn nichts anderes mehr hilft. Kortison ist bei mir jedenfalls keine Lösung, gerade auch weil dadurch der Augeninnendruck immer ansteigt. Naja, soviel dazu erstmal. Liebe Grüße an euch.

P.S.: Ich bin auch erst 23, aber ich habe schon oft von Iritis in so jungen Jahren gehört. Oft aber auch ungeklärter Ursache.

w&ho[_madex_who


Mal eine andere Frage, wie macht sich eine Irisitis bemerkbar?

Ich selbst hatte wohl mal eine Entzündung der Lederhaut oder Aderhaut (Trochly, hilf mir mal bitte weiter, bin da leider nicht so bewandert auf dem Gebiet, owohl es mich doch so sehr interessiert) und jetzt wohl laut meinem Augenarzt, Narbenbereiche auf der Netzhaut. Ich habe seinerzeit nichts davon bemerkt, hatte nur Schwierigkeiten mit Kontaktlinsen und das spielte sich eher im Bereich der Hornhaut ab (Geschwüre).

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