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Wird Schielen jemals heilbar?

I{reib hat die Diskussion gestartet


Weiss jemand hier im Forum ob Schielen jemals geheilt werden kann?Finde in der Augenheilkunde wurden in den letzten Jahren nur geringe Fortschritte erzielt und man wird nur vertröstet.

Auch der Abbau von Spezialisten in dieser Sparte scheint einem nicht gerade rosig in die Zukunft zu blicken!

Bin selber ein Betroffener Schieler und wurde bereits mehrmals an beiden Augen operiert.Mometan überlege ich mir einen weiteren

Eingriff.Die Ärzte dürfen aber nicht wissen das ich bereits mehrmals operiert wurde,sonst führen sie die Op. ev. nicht durch.

Wie viele Operationen vertragen die Augenmuskel eigentlich?

Danke für eure Antworten

Antworten
THroch~lxy


Leider ist es in der heutigen Zeit so, daß man mit einer rein strabologischen Arbeit nicht mehr wirklich Geld verdienen kann, hier sind eindeutig die Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts lukrativer, auch wenn die Strabologie wesentlich fazinierender ist.

Die Frage ob man eine erneute Op durchführen kann, läßt sich nicht so pauschal sagen, dies ist abhängig davon, welche Operationen davor ausgeführt worden sind und um was für ein Schielen es sich bei dir handelt. Nach mehrmaligen Operationen kommt es zu bräunlichen Vernarbungen der Sklera, die kosmetisch sehr störend sein können. Wesentlich wichtiger ist aber der Zustand der Augenmuskeln und dieser ist abhängig von den Vor-Ops und anderen Faktoren.

Was verstehst du unter heilbar? Sofern in der Kindheit die Schwachsichtigkeit durch Okklusion behandelt wurde und eine entsprechende Op durchgeführt wurde, kann das räumliche Sehen bei einigen Patienten gesichert werden.

Und bitte sage deinen Ärzten die Vor-Ops und nimm allte Unterlagen mit. Es geht bei der Op darum, daß man deinen Zustand verbessert und nicht verschlechtert, was passieren kann, wenn du die Vor-Ops verschweigst.

Der Fortschritt in der Augenheilkunde ist eigentlich enorm, inzwischen können Ops gemacht werden, die vor 10 Jahren noch undenkbar waren bzw. nun eine absolute Minimierung der Risiken haben.

Iwreib


In meiner Kindheit wurde die Okklusion noch zu wenig Konsequent durchgeführt.Leider!Heilbar ist wen sehr vielen Schielern zu einem 3D-Sehen verholfen werden kann und keine Beschwerden mehr die Lebensqualität dieser beeinträchtigen.

Bei mir soll nach Angaben des AA eine neuerliche Op. nicht in Frage kommen.Deswegen ziehe ich in Betracht diesen zu wechseln.

Laut der letzten Untersuchung soll binokulares Sehen vorhanden sein.Bei diesem Test stellt sich heraus das ich mit dem rechten Führungsauge ein "normales" Bild und mit dem linken ein abgeschwächtes Bild sehen soll.AA meint das nach meiner Operation vor 13 Wochen das ganz noch ein bischen Zeit brauche.

Er meint so ca. nach einem Jahr sollte sich die ganze Sache eingestelt haben.Kann das wirklich so lange dauern?

Ich habe schon sehr viele Jahre "schief" geguckt.

Was ist aber wen mein Gehirn diese neu Situation nicht mehr verarbeiten kann?Ich habe oft das Gefühl nur mit dem rechten Auge zu sehen.Was raten Sie mir?

TProcxhly


Um eine genauere Auskunft zu einer möglichen Prognose zu machen, fehlen leider die genauen Informationen und auch wenn diese vorliegen, wäre es wirklich sehr schwer eine Aussage machen zu können. Jeder Mensch ist eben leider immer etwas anders.

In diesem Fall würde ich dem Augenarzt aber erst mal glauben, da 13 Wochen einfach viel zu kurz sind, teilweise treten teilweise Veränderungen noch bis zu einem Jahr danach ein. Da das Gehirn langsam erst wieder lernen muß, die versetzen Augenmuskeln einzustellen, damit wieder eine Fusion bewirkt wird.

Wenn leider in deiner Kindheit keine konsquente Okklusionstherapie durchgeführt wurde und ein Auge schwachsichtig ist, hilft auch eine Operation wenn überhaupt nur ganz begrenzt beim Verbessern des 3D-Sehens.

Wenn das Gehirn in der Kindheit nicht gelernt hat mit beiden Augen zu schauen, kann dies in der Kindheit noch nur eine Okklussionstherapie verändert werden, ab dem Erwachsenendasein aber leider nicht mehr. Sofern der Zeitpunkt verpasst wurde, ist es eine irreversible Beeinträchtigung.

Ein Rat von einem zweiten Augenarzt oder von einer Augenklinik wäre bestimmt eine Alternative, oder auch das vorstellig werden bei einer Orthoptistin könnte helfen.

Aber nun überstürzt auf eine erneute Op zu pochen, ist definitiv die falsche Entscheidung.

Sofern ein Auge wirklich schwachsichtig bei dir sein sollte, kann daran nun nix mehr gerüttelt werden, leider auch nicht durch eine Op.

IPreib


Was meinen sie mit jeder Mensch ist etwas anders?Bei den einen gelingt die Umstellung noch im Erwachsenenalter und bei den anderen nicht mehr?

Bei mir ist nicht die geringste Schwachtsichtigkeit vorhanden.Der AA ist auch sehr zufrieden wen er die Test durchführt,er meint die Augen stehen jetzt wie man im Volksmund so schön sagt Parallel.

Der AA hat übrigens eine Orthoptistin!

Ich habe einfach manchmal das Gefühl das die letzte Operation gar keine Veränderung gebracht hat, immer in Situationen wo ich pysisch und auch psychisch sehr am Limit bin.

Wen ich dann erholt bin finde ich objektiv das Sehen schon eher besser als vor der letzten Operation.

Warum ist das eine Bild mit dem einen Auge nur sehr schwach aber deutlich abgebildet und das andere Bild des anderen Auge so deutlich?Was bedeutet das?

Ich bin leicht Kurzsichtig!Auf einem Auge 1.25 und auf dem anderen 1.5 Dioptrien!Ist ja nicht wirklich viel,aber trotzdem ist für mich ohne Brille deutlich schlechter und ich kriege mehr Probleme.

Ich bin einfach leicht verunsichert weil mein Optiker mir neulich sagt das die Augen und das Gehirn sich innerhalb von 12-16 Wochen an die neue Situation gewöhnen.

Was raten Sie mir jetzt?

Nachtrag:In den oben beschrieben Situationen wo ich Probleme kriege,zieht es um das eine Auge stark und ich kann schlecht bis gar nicht mehr richtig fixieren.

T,rogcxhly


Ich würde Ihnen erst mal raten wrklich abzuwarten. Und mal ganz ehrlich gesagt, ich glaube nicht, daß die Strabologie das Fachgebiet eines Optikers ist. Die Aussage, daß sich das Gehirn innerhalb ein paar Wochen dran gewöhnt, trifft vielleicht auf manche Schielfomren zu, aber bestimmt nicht auf alle.

Wegen der Schwachsichtigkeit komme ich darauf, weil sie schreiben,d aß sie auf dem einen Bild nur ein "abgeschwächtes" Bild haben. Bin dann davon ausgegangen, daß sie damit eine Schwachsichtigkeit meinten.

Wie schon gesagt, reagieren die Menschen unterschiedlich auf eine Op. Stehen die Augen denn nun objektiv gerade? Sofern dies der Fall ist,w äre das doch ein toller Erfolg, solange dann keine Doppelbilder auftreten. DAs Gehirn kann die Augenstellung noch verändert, also noch optimieren, daß braucht leider seine Zeit. In seltenen Fällen kann aber auch erneut wieder ein Schielen auftreten.

Das das Sehen schlechter wird in Streßsituationen oder Müdigkeit ist leider auch bei nicht-schielenen Menschen eventuell normal. So können unter extremer Müdigkeit oder Alkoholeinfluss auch Doppelbilder auftreten.

Es ist doch ein ERfolg wenn unter normalen BEdingungen das Sehen besser geworden ist.

Leider ist es höchstwahrscheinlich nicht möglich einen erwachsenen SChieler absolut Beschwerdefrei zu bekommen, gerade wenn in der Kindheit leider nicht ausreichend behandelt worden ist.

Jetzt sofort wieder eine Op nach nicht einmal einen halben Jahr ist wahrscheinlich nicht der richtige Weg.

Aber ich würde mich sonst noch mal in einer Augenklinik vorstellen, eventuelle ine Schielambulanz. Hier ist die Erfahrung oft am größten und die können auch besser abschwätzen ob es sich noch lohnt zu warten.

Mehr kann man Ihnen leider nicht raten, da über das Internet alles nur sehr eingeschränkt möglich ist.

O=rthop)tisxtin


Tja, da wären wir wieder beim "Urstreit"? Was ist zuerst da, das Huhn oder das Ei...

Die Frage lässt sich wohl nie klären: Schielt man, weil man kein Binokularsehen (Stereosehen) hat, oder hat man kein Stereosehen weil man schielt...

Fakt ist, dass bei einem typischen angeborenen, manifesten Schielen (nach innen), auch genannt: Frühkindliches Schielsyndrom kein Binokularsehen zu erreichen ist. Auch wenn es immer wieder behauptet wird. Die Anlage dazu in unserem Gehirn ist nicht gegeben. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer sehr geringwertigen Zusammmenarbeit beider Augen (dem sog. Simultansehen, was heißt dass beide Augen gleichzeitig schauen), was aber kein echtes Binokularsehen ist.

Bei solchen Schielformen ist das operative Ziel nicht das Binokularsehen, sondern die kosmetische Korrektur.

Wenn man sich zu einer OP entscheidet ist es ganz wichtig, dass man dem Operateur mitteilt, an welchem Auge man wie oft operiert wurde. Erstens kann er es sowieso an den Bindehautnarben erkennen, dass schon mal was gemacht wurde und zweitens ist es ganz wichtig für die Dosierung der neuen OP. Es ist für den Operateur nicht gut, wenn er einen stark vernarbten Muskel vorfindet und das nicht vorher eingerechnet hat...
Und für den Patienten bedeutet das ein schlechteres OP-Ergebnis! Es gibt Patienten, die mehr als 5 x pro Auge operiert wurden - sehr selten, aber es gibt sie. Das ist natürlich nicht so toll!

Schielen ist immer mit Schwankungen verbunden, abhängig von der Verfassung - daran kann auch eine OP nichts verändern.

Manchmal ist es auch so, dass das Gehirn eine falsche Zusammenarbeit der Augen bevorzugt und immer wieder einen Schielwinkel nachstellt.

Um genaueres zu sagen, bräuchte man die Diagnose vor der ersten OP, wieviele OP's, und wie der Winkel jetzt ist (Größe). Außerdem ist die Frage wie das räumliche Sehen (welcher Test, Winkelsekunden) war.

Am besten ist wirklich die Vorstellung in einer Augenklinik mit Orthoptik (Sehschule).

Iyre,iRb


Ja ich glaube auch das Schielen nicht gerade ins Fachgebiet eines Optikers gehört.Trotdem hat mich diese Aussage ziemlich verunsichert.Wahrscheinlich muss ich geduldiger sein und dem ganzen einfach noch ein bischen Zeit lassen.

Mein AA meinte das mehrere Schielformen vorhanden waren.Ein Höhen-,Seiten- und Schrägschielen.Das habe sich in meinem Gehirn eingebrannt.

Eigentlich habe ich keine Doppelbilder.Aber wen ich lange auf einen kleines Objekt in der Ferne schaue sehe ich das Objekt doppelt.Und zwar horizontal verschoben.Zuerst ist der Abstand klein,mit zunehmenderm Zeit wird er dann grösser.Wen ich dann einen Moment wegschaue und wieder zurück auf das Objekt,sehe ich ca.1Sek. nur das eine Bild des rechten Auge.Wen ich weiter fixiere wiederholt sich de oben beschriebene Vorgang.

Bei Müdigkeit habe ich den Eindruck das dass Bild des linken Auge dann unterdrückt wird.Die Bilder sind dann wie vor der Operation vertikal verschoben(kann nicht sagen wieviel),deswegen funktioniert die Fusion ev. nicht mehr.

Wie gesagt im Alltag habe ich keine Doppelbilder.Irgendwie ist einfach alles noch sehr Variabel.Pendelt sich das noch ein?Habe subjektiv das Gefühl das bie Müdigkeit die Augen in die Stellung vor der Operation abdriften.

Danke für Ihre Antwort

I;reib


Bei mir handelt es sich wahrscheinlich nicht um ein Frühkindliches Schielsyndrom.Habe mit ca. 1-jährig erst angefangen zu Schielen.Es handelte sich um ein Einwärtsschielen,das mit ca.18.Monate korrigiert wurde.Leider sind keine Dokumentationen mehr vorhanden um genau zu eruieren was gemacht wurde.

Im Erwachsenenalter wurde ich bereits mehrmals operiert,das Schielen war eigentlich nur bei Müdigkeit ein wenig zu sehen.Trotzdem war das Sehen für mich immer Problematisch und verbunden mit Schmerzen und grossen Fixationstörungen.Kann dann infolge des "ziehen"kaum mehr einen vernünftigen Blickkontakt mit Mitmenschen herstellen.Deswegen probiere ich mit den inzwischen 7 Ops.immer wieder ein Verbesserung zu erzielen,was einfach nicht so recht gelingt.Wahrscheinlich werde ich es höchstens noch 2mal operieren lassen.Wens nicht besser wird werde ich den Sehnerv kappen oder das Auge kaputtlasern lassen.Ich habe schon eine Adresse wo sie das schon gemacht haben,aber wie gesagt zuerst werde ich es noch auf dem "seriösen" Weg probieren.

T-ro9chlxy


Hallo Ireib,

auch wenn ich nicht wirklich deine Symptome kenne und somit keine wirliches Gefühl dafür haben kann, wie du unter dem Schielen leidest und in welche Ausprägung sich dein Leidensdruck darstellt, möchte ich dir trotzdem einen kleinen Vorschlag machen:

Manchmal ist es so, daß durch versteckte Melancholie Probleme und Symptome "überbewertet" werden. Hier kann eine ambulante Psychotherapie helfen. Das Sehen wird dadurch zwar nicht besser, aber vielleicht kannst du lernen, anders mit dieser Problematik umzugehen.

Ich schreibe Dir das aus dem Grund, weil ich persönlich die Vorstellung ein Auge absichtlich erblinden zu lassen als absolut den falschen Weg einschätzen. Auch wenn ich nicht wirklich deine Symptome kenne und daher nicht objektiv deine Beschwerden einschätzen kann.

Du schreibst ja selbst, das dies dann kein "seriöser" Weg sei.

Es wäre also wirklich eine Überlegung wert, ob du vielleicht hierdurch mehr profitieren kannst, als durch erneute Ops. Bitte glaube nun nicht, daß ich dich für psychisch krank halte, aber es ist leider keine Seltenheit, daß Depressionen parallel zu belastenen Situationen auftreten.

Ich persönlich habe nur von einem Fall gehört, wo eine Erblindung als gerechtfertigt angesehen wurde und da war das Auge schon fast blind. Aber du schreibst ja, daß das andere Auge nicht schwachsichtig sei und somit wäre es höchstwahrscheinlich nicht der richtige Weg.

An deiner Stelle würde ich mich einmal an eine wirklich große Schielambulanz wenden, hier arbeiten Augenärzte die ihr Leben nix anderes gemacht haben als Schiel-OPs zu behandeln.

Auch wenn ich mich vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster lehnen, aber einem Augenarzt der nebenbei ein paar Schieler operiert wird wahrscheinlich die nötige Routine fehlen und dir ein wirkliches optimales Ergebnis zu garantieren. Am besten bist du in einer Augenklinik aufgehoben.

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