» »

Neue Brille, gefreut und jetzt nur noch Schwindel + Schmerz!

l^uVcia+na_x26 hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich habe seit Freitag eine neue Brille. Diesmal Titanflexgestell und randlos, Kostenpunkt 650 Euro. Die Gläser wurden sehr dünn geschliffen, an der dicksten Stelle gerade mal 4.5 mm. Die Werte hatten sich minimal verändert und lauten laut Brillenpass:

Brillenart: Fernbrille

sph cyl A Prs Bas ADD

Rechts -4,25 -2.00 010

Links: -6,75 -1.00 175

Glas r RODW COI, org

Glas L RODW SL, 75 mm

Fassung SI, 6574-40 /6084 /5117

Komisch war, dass mir gesagt wurde die Brille sei in einer Woche fertig aber dann hiess es, die Gläser wurden zurückgeschickt, weil da irgendein Fehler war, sie waren wohl nicht einwandfrei. Hab also 4 Wochen warten müssen.

Habe die Brille bei meinem langjährigen Optiker gemacht, der wirklch gute Geräte im Laden hat wie der Augenarzt und die Stärke ausgemessen hat. Es hatte sich zu meiner letzten Brille, mit der ich super klar kam fast nichts geändert, nur der Zylinder im rechten Augen ist etwas höher geworden.

Beim Aufsetzen hatte ich sofort so ein komisches Gefühl, ich sah zwar klar aber in den RAndbereichen etwas verschwommen und irgendwie seltsam. Auch spiegelten sich Farben in den Gläsern, obwohl sie total entspiegelt sein sollte. Meine Optikerin meinte, ich bräuchte ca. 4 Tage mich zu gewöhnen und ich solle meine alte Brille jetzt nicht mehr tragen. Die neuen Gläser seien anders geschliffen und es wäre möglich, dass man anfangs anders sieht.

Nun trage ich die Brille ca. 2 Tage und habe durchgehend Schwindel und leichte Übelkeit und Kopfschmerzen. Auch nach dem Schlafen morgens schon oder wenn ich die Brille nachmittags 2 Stunden absetzte und dann schlafe.

Ist es jetzt von der Brille? Heute ist es auch noch so. Habe auch Schmerzen in den Augen selber beim zusammenkneifen. Warum ist es dann nach der Nachtruhe auch noch so? Habe immer dort meine Brillen machen lassen und niemals probleme und niemals sowas wie Eingewöhung. Oder kann es an den Gläsern liegen?

Eine Freundin meinte bei ihr sei es auch so am Anfang, aber ich habe keine Lust mehr auf diese Brille, da es mir nur noch schlecht geht damit, habe jetzt wieder meine alte auf, ein ganz neues Sehgefühl.

Meint ihr die Optikerin nimmt die neue Brille wieder zurück? Was soll ich machen?

Antworten
wyar1io


auf jeden fall nochmal hin gehen. auch wenn der optiker immer hundert prozentig war, kanns ja vor kommen, dass er sich vermessen hat oder andere zentrierungen falsch eingearbeitet hat.

es ist allerdings in der tat so, dass wenns höherbrechendere gläser sind (also dass sie dünner sind), dass du in den randbereichen das ganze n wenig verzogen, bzw je nach situation die einzelnen spektralfarben wieder siehst...

eine entspiegelung mit 100% gibt es nicht. d.h. wenn die gläser superentspiegelt sind, dann siehst du das licht grün/bläulich im glas schimmern.

LUexi2x75


Hallo Luciana,

wenn du vorher keine so hochbrechenden Gläser hattest ist das schon gewöhnungsbedürftig. Wegen der oben schon erwähnten Randunschärfen und Farbsäume. Ich hab da auch mal Probleme mit gehabt und dann die Gläser wieder gegen etwas weniger hochbrechende getauscht.

Wo ich auch mal heftige Kopfschmerzen und Schwindel hatte war, als die Gläser nicht richtig eingesetzt waren und somit die Zylinderwerte völlig falsch waren. Ich würd also auch sagen, daß du noch mal beim Optiker alles kontrollieren lassen solltest.

LG

Lexi

S)egbgel


Wie ich aus Deinen Angaben ersehen kann hast Du das Cosmolit 1,74 (asphärisch mit einem Brechungsindex von 1,74) von Rodenstock bekommen.

Deine beschriebenen Probleme liegen an der Asphäre. Manche Kurzsichtigen reagieren darauf mit einer Unverträglichkeit wegen den Randunschärfen.

Wichtig bei diesen asphär. Glasern ist, daß man bei der Zentrierung sehr sorgsam vorgeht, besonders auch bei der Höhenzentrierung.

Diese Gläser müssen unbedingt nach der Augendrehpunktforderung zentriert und eingeschliffen sein.

Geh zu Deinem Optiker und sprich mit ihm über Dein Problem. Falls er bei der Zentrierung sorgsam gearbeitet hat, dann kann bei Dir eine Asphärenunverträglichkeit vorliegen.

Rodenstock tauscht in dem Fall kostenlos die Gläser um.

Leider gibt es diese 1,74- Gläser nur mit einer Asphäre.

Falls Du mit etwas (bewegt sich im Zehntelmillimeterbereich) dickeren Gläsern auch zufrieden wärst, dann ist mir nur ein Hersteller bekannt, der höherbrechende Kunststoffgläser auch ohne Asphäre herstellt, und zwar die Fa. SEIKO.

Das Glas nennt sich "SV" und hat einen Brechungsindex von 1,67.

Damit klappt es auf alle Fälle mit dem Sehkomfort.

Rodenstock nimmt in dem Fall die eigenen, geschliffenen Gläser retour und schreibt sie Deinem Optiker gut, wenn er sie in den SEIKO-Tüten einschickt.

Alles weitere kann Dir Dein Optiker erklären....

LG

S=e=gDgel


Noch was:

Diese Gläser gibt es nur vollentspiegelt mit einer Super-Entspiegelung.

Diese Farbreflexe, die Du siehst, liegen an dem besonders flachen Design (Asphäre) der Gläser.

Und diese Farbsäume, die Du vielleicht bei starken Kontrasten (etwas schwarzes vor einem hellen Hintergrund) an den Kanten erkennst, liegt daran, daß diese höchstbrechenden Gläser das Licht ziemlich stark streuen und in ihre einzelnen Farben zerlegen.

(Dispersion des Lichtes)

A(noneymxa1


Schreibst Du nicht in Deinem anderen Thread, dass Deine neue Brille mehr "gebogen" ist? Meinst Du damit so, wie viele Sonnenbrillen (nur natürlich schwächer)?

Wenn ja, würde ich zuerst mal da die Ursache suchen. Ich habe einmal den Fehler gemacht, mir so eine etwas gewölbte Sonnenbrille (mit normalen Gläsern mit meiner Stärke) machen zu lassen und es war schlichtweg eine Katastrophe. Wenn ich den Kopf bewegte, hatte ich das Gefühl, dass alles schwankt....

Und bei hochbrechenden, asphärischen Gläsern reicht da wahrscheinlich schon minimal gebogen, dass Du derartige Probleme hast.

Mit Asphäre habe ich persönlich keine Probleme (im Gegenteil: ich empfand die vom Seheindruck von Anfang an angenehmer), habe aber auch nur Index 1,67.

j9ustMwatcxhin


Hallo!

Hatte fast genau dasselbe Problem mit meiner damals neuen Brille.

Werte Sph.: -2,75 / -3,75

Kein Cyl.

Ebenfalls hochbrechende Gläser, Index 1,74.

Es war einfach unmöglich damit. Wenn ich nicht wirklich ganz gerade nach vorne geschaut hab war alles unscharf.

Der Optiker hat daraufhin versucht etwas herumzubiegen an der Brille, schaun ob durch Abstand oder Position der Gläser was besser wird, aber nichts, nada.

Zum Schluss meinte er es gibt einfach Leute die -Zitat- diese Gläser nicht vertragen -Zitat Ende-

Also zurück zu den Aschenbechern, aber dafür auch knapp 200.- weniger gelöhnt.

j[ustGwatxchin


@ Seggel

sehe gerade du schreibst etwas von "Asphärenunverträglichkeit"

Hast du wo medizinisch/anatomische Erklärungen dazu parat?

SSegg9el


@ jusatwatchin

Eine medizinische Ursache kann es vielleicht geben, aber mir ist keine bekannt...bin ja kein Mediziner.

Das ganze "Dilemma" ist damit begründet, daß der mechanische und der optische Augendrehpunkt nicht auf einem Punkt liegen.

Im übrigen ist es für mich der größte Blödsinn, daß die opt. Industrie die höchstbrechenden 1,74 (z.T. auch die 1,67) Kunststoffgläser nur mit Asphäre herstellen.

Für Kurzsichtige hat dies überhaupt keinen Vorteil, sowohl in der Ästhetik (dünnere Gläser) als auch im Sehkomfort (Rand(un)schärfe).

Die Asphäre hat nach meiner Meinung nur im Bereich der Korrektionsgläser für Weitsichtige ihre Daseinsberechtigung.

Tcro]chlxy


Würde auch sagen, daß es daran liegt, wenn die Linse nicht richtig mit dem Auge "zentriert" ist.

Eventuell könnte die Größe der Pupille eine Rolle spielen, wo eventuell bei den Menschen unterschiedlich viel Streustrahlung wahrgenommen wird.

Eine stichfeste Erklärung kenne ich sonst leider auch nicht.

Agnonym0a1


Für Kurzsichtige hat dies überhaupt keinen Vorteil, sowohl in der Ästhetik (dünnere Gläser) als auch im Sehkomfort (Rand(un) schärfe).

Na ja, also diesbezüglich gehen die Meinungen selbst unter Optikern ziemlich auseinander.

Ich selber empfinde keine störenden Randunschärfen. Im Gegenteil: Wenn ich gerade durch die Brillengläser durchschaue, sehe ich gerade bei asphärischen Gläsern über die ganze Glasfläche scharf. Und wenn ich schräg durch die Gläser schaue, sehe ich immer unscharf, egal, was für Glas :-/

Und ästhetisch haben sie für mich definitiv Vorteile: vielleicht nicht wegen der Dicke, sondern weil sie flacher sind, die Myopie-Ringe weniger sichtbar und die Augen daher weniger verzerrt wirken.

S<eggNel


Na ja, also diesbezüglich gehen die Meinungen selbst unter Optikern ziemlich auseinander.

Rate mal warum?

Der eine denkt eben nur an sein Geldbeutelchen und der andere eben an den Sehkomfort des Myopen.

Wenn ich gerade durch die Brillengläser durchschaue, sehe ich gerade bei asphärischen Gläsern über die ganze Glasfläche scharf. Und wenn ich schräg durch die Gläser schaue, sehe ich immer unscharf

Deiner obigen Ausführung kann ich nicht ganz folgen.

Du meinst mit starrem Blick (ohne Blickbewegungen) geradeaus kannst Du alles über die gesamte Glasfläche deutlich erkennen?

Das ist leider nicht machbar, da der Visus außerhalb der Fovea drastisch sinkt.

Oder verstehe ich Dich etwa falsch?

weil sie flacher sind

und daher kommen die Probleme, die manche Myopen haben, natürlich nicht alle, der eine ist empfindlicher und der andere eben nicht.

Ein Brillenglas mit fast planer Vorderfläche kann niemals punktuell abbildend sein.

AYn~onymxa1


Seggel

Also dass es meinem Optiker nur ums Geld geht, trifft definitiv nicht zu. Denn er hat mir (als Stammkundin mit einigen "Ansprüchen", sowohl medizinischen als auch kosmetischen) schon des öfteren ziemliche Ermäßigungen gegeben.

Und empfohlen wurden mir die asphärischen Gläser nicht wegen des besseren Sehens, sondern auf Grund der ästhetischen Vorteile (u.a. weil ich rechts und links recht unterschiedliche Werte habe, und die Augen somit unterschiedlich verzerrt / verkleinert erscheinen - was bei asphärischen Gläsern eindeutig weniger auffällt). Gewisse kosmetische Vorteile haben sie also schon.

Und ich persönlich empfand damit auch das Sehen von Anfang an als angenehmer. Ich kann es schlecht erklären, bei den asphärischen habe ich auch im Randbereich den Eindruck, ein "flaches" "panorama-artiges" Bild zu sehen, bei den sphärischen eher ein "gewölbtes". Wie gesagt, ich empfinde es als angenehmer.

l3uc\iqana_286


meine Optikerin ist echt super!

hab heute mit ihr gesprochen und sie sagte, dass es nicht sein könnte, dass ich schwindel habe von der Brille, habe seit gestern meine Alte ab, hab zwar noch leichte Kopfschmerzen, wirkt irgendwie nach, aber kein Schwindel und keine Übelkeit mehr.

Ich soll die Brille heute nochmal bringen und sie schickt die Gläser wieder ein, damit sie sie nochmal überprüfen. Ich denke mir aber, wenn ich die Gläser wirklich nicht vertrage, was denn da zu überprüfen ist? kann man nicht dieselben gläser einsetzen, die ich in meiner rahmenlosen brille habe? die sind ja nicht soooo viel dicker?

S7egg:el


Wie gesagt, ich empfinde es als angenehmer.

Dann ist ja alles OK.

So muß es nämlich sein, der Kunde ist zufrieden und der Optiker auch.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Augen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Hals, Nase und Ohren


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH