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Extrakosten beim Augenarzt

sBtoVllikxow hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich hatte vor ca. 10 Jahren einmal eine spontane Netzhautablöung, die noch rechtzeitig repariert werden konnte (Operation mit Plombe).

Seitdem gehe ich ca. jedes Jahr zum Augenarzt, quasi zur Vorbeugung gegen neuerliche Probleme.

Mein augenarzt hat - solange ich da hin gehe - immer schon etliche Plakate und Broschüren ausliegen, denen zu entnehmen ist, wie schlecht es doch den Augenärzten geht. Die bösen Krankenkassen sind demnach nicht bereit, wichtige Untersuchungen zu bezahlen..... deshalb muss der Arzt nun - z. B. für die Glaukomvorsorge - private Rechnungen erstellen.

Jeder Patient wird von den zahlreichen Vorzimmerdamen traktiert, sich ein bestimmtes Merkblatt durchzulesen und danach einen Zettel zu unterschreiben, der den Arzt (besser: seine Vorzimmerdamen) berechtigt, dem Patienten einen Betrag von 16 Euro privat zu berechnen.

Seit heute weiß ich, was sich als Leistung hinter diesen 16 Euro verbirgt:

Es handelt sich um folgende 2 Tätigkeiten:

1. Messen des Augeninnendrucks (Messgerät, macht ein kleines Püffchen gegen das Auge, Tätigkeit wird von einer Sprechstunden hilfe routinemäßig erledigt, dauert 1 - 2 Minuten (für beide Augen)

2. Optische Untersuchung des Augenhintergrunds durch den Arzt. Dauer ca. 3 - 4 Minuten (zusammen für beide Augen).

Bei mir ist es nun so, dass auf Grund der Vorgeschichte (Netzhautablösung) - bei routinemäßiger Untersuchung durch den Arzt - der Augeninnendruck gemessen und der Augenhintergrund sorgfätig untersucht werden müssen.

So hat es der Arzt in den ersten 5 Jahren nach dem Auftreten der Ablösung auch gemacht.

Ich gehe davon aus, dass er diese Leistung auch immer mit der Kasse abgerechnet hat.

Seit 5 Jahren nun wird mir auch regelmäßig bei der jährlichen Untersuchung - quasi als Drohung - der Zettel hingehalten, dass ich zusätzlich zu den normalen Kassenleistungen als eigenverantwortlich handelnder Patient doch bitte schön auch die Glaukomvorsorge für mich bestellen soll, zum Privat-Preis von 16 Euro.

Heute war ich nun in einer anderen Augenarztpraxis, dort wurde mir detailliert beschrieben, was nun Bestandteil dieser Glaukomvorsorge ist, siehe oben.

Ich kann es zwar nicht beweisen, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass bei Patienten wie mir, die jährlich zur Nachuntersuchung wg. Netzhautablösung bestellt wurden, zusätzlich die Notwendigkeit zur privaten Glaukom-Vorsorge suggeriert wurde, wobei ich heute weiß, dass beides die gleichen Tätigkeiten, nämlich Druckmessung und Untersuchung des Augenhintergrundes beinhaltet, und wobei die Tätigkeit sowohl privat (16 Euro) als auch über die Kasse abgerechnet wurde.

Wie kann man sich wehren?

Bei wem kann man sich beschweren?

Antworten
T[apxs


Du könntest dich an die Ärztekammer bzw. an die Kassenärztliche Vereinigung deines Bundeslandes wenden. Anschriften findest du im Internet.

Aber das zu beweisen stelle ich mir schwierig vor. Aber vielleicht liegen dort über diesen Arzt schon andere Beschwerden vor?

Mir kommt es bei meinem Augenarzt in letzter Zeit auch wie Abzocke vor. Jedes Mal wollen die einem alle möglichen Zusatzuntersuchungen aufschwatzen, weil das "normale" Augeninnendruckmessen nichts bringe (ich habe übrigens 20 EUR bezahlt).

Viel Erfolg!

TJortuqga


Das Thema kenne ich auch gut. Auch ich bin regelmäßig in der Praxis zur Kontrolle der Netzhaut wegen meiner starken Kurzsichtigkeit. Pünktlich zum 40. Geburtstag wurde mir ein Zettel unter die Nase gehalten mit der Glaukom-Vorsorge. Ich habe mir den Zettel durchgelesen, auf dem auch erklärt war, welche Untersuchungen bei der Vorsorge gemacht werden. Die Sprechstundendame bedrängte mich geradezu, einzuwilligen. Als ich sagte, dass ich erstmal mit dem Arzt darüber sprechen will, wurde sie richtig zickig.

Den Arzt fragte ich denn, was denn an dieser Augenhintergrund (Netzhaut) anders sein, als bei der, für die ich regelmäßig komme. Guckt er da anders rein, mit anderen Geräten, in andere "Ecken"…

Er druckste dann herum und musste schließlich zugeben, dass das die gleiche Untersuchung sei, dass bei der Glaukom-Vorsorge nur noch das Messen des Augeninnendrucks hinzukommen.

So hätte ich dann für die Untersuchung, die er mit der Krankenkasse abrechnet (wg. Kurzsichtigkeit), auch noch bezahlt – bzw. für das Messen des Augeninnendrucks zusätzlich dann den vollen Betrag von 16 Euro. Sehr merkwürdig, oder?

Später wurde dann dieser Zettel immer dann rausgeholt, wenn ich zwar da war, aber gerade keine Netzhautuntersuchung anstand. Ich habe den Arzt gewechselt. In der allerersten "Kennlern"-Untersuchung wurde auch der Augendruck gemessen, der wie zu erwarten bei stark Kurzsichtigen, etwas erhöht ist. Damit ist es ein Zustand, der regelmäßige Kontrollen rechtfertigt und von der Kasse bezahlt wird.

Schon komisch, wie manche Ärzte versuchen, die Patienten abzuzocken und dabei auch mit der Angst der Menschen spielen.

Gruß

Tortuga

Axntigvone


hmmmmm.....

Pünktlich zum 40. Geburtstag wurde mir ein Zettel unter die Nase gehalten mit der Glaukom-Vorsorge.

Den haben sie mir beim ersten Besuch eines neuen Augenarztes geben wollen, als ich gerade mal 37 Jahre alt war.

Sollte dann allerdings mit Gesichtsfelduntersuchung um die 30,- € kosten.

Ich habe dankend abgelehnt und seitdem auch keine Probleme dort, wenn ich das nicht möchte.

Die reine Applanationstonometrie (also das Messen des Augendruckes mit dem Gerät) kostet bei Faktor 1,5 auch "nur" 8,74 €.

sttollQikoxw


danke für die hilfreichen .....

......Hinweise.

Bei meinem nächsten Augenarztbesuch in ca. 1 Jahr werde ich mich bestimmt erinnern.

Ich werde ihm vorschlagen, die Netzhautuntersuchung und die Innendruckmessung zu machen und mit der Krankenkasse abzurechnen - was bei meiner Vorgeschichte kein Problem sein dürfte.

Wenn er sich querstellt, werde ich die Praxis verlassen und die Krankenkasse und die Kassenärztliche Vereinigung verständigen.

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