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Starke Hyperopie im Kindesalter, wer weiß Rat?

RZobb\yGbag!genxau hat die Diskussion gestartet


Meine Tochter ist fast sechs Jahre alt, und vor etwa 1 1/2 Jahren wurde bei ihr eine starke Fernsichtigkeit festgestellt (11 und 12 Dioptrien). Da die Optometristin schwer erkrankt war und ein halbes Jahr nicht gearbeitet hat, hat mein Kind immer noch eine Brille in der Einstellungsphase (9 und 10 Dioptrien). Nun meine Fragen: Wird sich diese Weitsichtigkeit im Laufe der Jahre verbessern, gibt es hier ernstzunehmende Prognosen, was kann ich tun, um mein Kind weiter zu fördern (sprich, was ist Sehschule?), und was bitte genau ist der Unterschied zwischen Optometrist und Orthoptist, und wozu brauche ich eigentlich noch den Augenarzt, den sehe ich eigentlich nie? Was ist bei der Brillenauswahl zu beachten (betreffs Spezialglas, Spezialschliff und Entspiegelung)?

Liebe Grüße einer verwirrten Mutter

Antworten
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Ich rat dir so schnell wie möglich zu einem Augenarzt oder einer Augenklinik wo eine Sehschule bei ist, zu gehen. Man sagt, bis zum Alter von 6 bis 7 ist noch was zu machen. Wahrscheinlich werdet ihr abwechselnd ein Auge abkleben müssen. Aber verliert keine Zeit!!

Eine Orthoptistin arbeitet in einer Sehschule und misst das Zusammenarbeiten der Augen und stellt den Abklebetherapieplan auf, ein Optometrist ist normalerweise der Augenarzt oder der Optiker, der die Brillenstärke misst.

Bei Kinderbrillen ist es wichtig, das das Gesichtsfeld nicht eingeschränkt ist, deshalb sind sie fast immer rund. Außerdem muss sie optimal sitzen und nicht rutschen.

Hab ungefähr die selben Werte und trage Brille seit meinem 2. Lebensjahr. Hab alles selbst durchgemacht. Und jetzt immer noch nicht alles in Ordnung.

Ich wünsch eurer Tochter alles gute, aber macht schnell und wartet nicht!!

Liebe Grüße

Annika

ORrthAopt,istixn


Ein Optometrist ist auf keinen Fall ein Augenarzt (es sei denn er hat 2 Ausbildungen gemacht...)!

Wenn die Brille wirklich von einem Optometristen ist rate ich dringend zu einer Vorstellung beim Augenarzt!!!

Die Weitsichtigkeit kann im Kindesalter nur optimal untersucht werden, in dem man die Pupille weitstellt! Dazu muss man Tropfen in die Augen geben. Es wäre gut möglich, dass bei dieser Untersuchung noch eine deutlich höhere Hyperopie rauskommt.

11 und 12 dpt gehören auch schon nicht mehr in den "Normbereich" und man muss unbedingt ausschließen ob nicht eine Erkrankung der Augen vorliegt, bei denen die Augäpfel zu klein sind. (Muss aber nicht sein...)

Sehschule ist nur ein veralteter Begriff für die Untersuchung einer Orthoptistin - eine Sehschule mit Training in diesem Sinne ist das nicht. Eine Weitsichtigkeit kann man auch nicht wegtrainieren! Weitsichtigkeit bedeutet, dass das Auge zu klein geraten ist - und mit Training kann man das Wachstum des Auges nicht anregen...

In der Regel wird Weitsichtigkeit mit zunehmenden Alter eher weniger als mehr - wobei es jetzt die erste Zeit normal ist, dass die Werte erstmal mehr werden, weil das Sehen sich entspannt...

Der Unterschie zwischen Optometrist und Orthoptist liegt in der Ausbildung - es handelt sich hier um zwei verschiedene Berufe. Optometrist und Orthoptist sind sich in einigen Dingen fachlich nicht einig, was immer wieder zu Verwirrungen und Streitigkeiten führt. Leidtragende sind verwirrte Eltern!

Fakt ist, beide Berufsgruppen sind keine Ärzte! Lassen Sie das Kind unbedingt von einem Augenarzt untersuchen.

Wir empfehlen bei Kleinkindbrillen immer:

- kleine Gläser im Durchmesser

- eine Entspiegelung halten wir nicht erforderlich

- hochbrechende Gläser halten wir nicht für erforderlich

- gut sitzende Brille (Kleinkindgerecht: Gespinstbügel, altersent-

sprechender Nasensteg)

In der Regel ändern sich die Gläser gerade am Anfang so oft, dass es keinen Sinn macht große Summen zu investieren. Auch gehen die Kinder ja nicht besonders pfleglich damit um...

Später, wenn sich alles einmal eingespielt hat, sind sicher eine einfache Entspiegelung und hochbrechende Gläser sinnvoll - auch aus kosmetischen Gründen (die Optiker mögen mir hier verzeihen...)

Und die Brille sollte baldmöglichst richtig korrigiert sein! Es macht keinen Sinn die Brille langfristig unterzukorrigieren. Im schlimmsten Fall könnte durch so eine Unterkorrektion noch ein Schielen ausgelöst werden.

Liebe Grüße und alles Gute

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