» »

Bei Weitsichtigkeit das gesunde Auge abkleben?

Ohrtho=ptistixn


Das sprengt den Rahmen hier etwas, aber in Kürze:

Stereosehen heist, dass die Bilder der Augen im Gehirn sozusagen übereinandergelgt und zu einem dreidimensionalen Eindruck verarbeitet werden. Es gibt 3 verschiedene Abstufungen des Binokularsehens

Simultansehen: gleichzeitige Wahrnehmung zweier verschiedener Abbildungen

Fusion: Verarbeitung zweier gleichartiger Abbildungen zu einem Seheindruck

Stereosehen: Entstehung der Dreidimensionalität

Es gibt Patienten, die kein Schielen oder anderweitige Störungen am Auge haben und aber trotzdem nicht Stereosehen können. Warum?

Dann gibt es Patienten, die trotz starken Schielens oder anderen großen Refraktionsfehlern volles Stereosehen entwickelt haben obwohl nie geklebt wurde (Patienten mit hoher Refraktionsamblyopie sehen trotzdem den schwierigsten Test) - was man sich ja nicht wirklich erklären kann. Warum?

Dann gibt es Patienten die lediglich reduziertes Stereosehen haben.

Was sicher ist, dass die Patienten mit einem sogenannten Frühkindlichen Schielsyndroms kein Stereosehen erreichen können (vielleich sogenanntes Simultansehen).

Man sagt in der Orthoptik, dass der plötzliche Schielbeginn eines Kleinkindes (vorher sicher kein Schielen) immer der "Strabologische Notfall" ist. Die Kinder müssen schnellstmöglich operiert werden, damit sie ihr Stereosehen nicht verlieren. Nun gibt es aber auch hier wiederum Patienten, die das Stereosehen trotzdem nicht verlieren. Das heist, wenn man diese erst als Erwachsener operiert haben sie nach der OP ihr Stereosehen wieder. Ja, das sind die Ausnahmen, aber die Frage ist doch warum?

Manche tendieren dazu das Stereosehen als eigene Fähigkeit darzustellen. Man kann es, oder auch nicht. Es muss/kann sozusagen nicht erlernt werden aber man kann es verlieren oder durch beüben (in manchen Fällen) auch verbessern. Diese Therorie passt am besten zu meinen Erfahrungen. Fakt ist, dass Patienten, die nie Stereosehen (oder den Ansatz dazu) hatten es auch nicht erlernen können.

Andere Fragen sich ob man schielt weil man kein Stereosehen hat oder ob man kein Stereosehen hat weil man schielt - fast so wie mit dem Huhn und dem Ei: was war zuerst da.

Als Nebenwirkung des Abklebens kann es sein, dass Patienten mit instabilem Stereosehen durch das Abkleben in einen Schielwinkel rutschen aber sie verlieren ihr Stereosehen deswegen nicht. Wenn man zu viel klebt könnte es auch sein, dass das gute Auge dadurch eine Schwachsichtigkeit entwickelt (da muss man aber schon radikal zukleben!).

Deinem Physik-Professor würde ich also primär widersprechen. Wahrscheinlich würde die Binokularität verloren gehen, wenn man einem Säugling vom ersten Tag an ganztags abwechselnd mal das rechte, mal das linke Auge zukleben würde. Das kann ich mir durchaus vorstellen kann mir aber auch vorstellen, dass es dann wieder die Ausnahme gibt, die trotzdem Stereosehen erreicht. Hat dieser Säugling aber die Anlage für Stereosehen und gibt man ihm ein paar Stunden am Tag wo er dies nutzen kann, wird er es auch weiterentwickeln.

Wie du siehts - zu viele wenn und abers um es wirklich klären zu können!

Wenn du interessiert bist, habe ich einige Skripts zum Thema "Physiologie des Binokularsehens" und "Amblyopie". Keins dieser Skripts klärt aber die Frage des "warum schafft es der eine Binokularsehen zu haben und der andere nicht?"

Meine E-Mail-Adresse: weltbeste.sahneschnitte@hotmail.de

Liebe Grüße

OYrtho\p/tis=tin


Das sprengt den Rahmen hier etwas, aber in Kürze:

Stereosehen heist, dass die Bilder der Augen im Gehirn sozusagen übereinandergelgt und zu einem dreidimensionalen Eindruck verarbeitet werden. Es gibt 3 verschiedene Abstufungen des Binokularsehens

Simultansehen: gleichzeitige Wahrnehmung zweier verschiedener Abbildungen

Fusion: Verarbeitung zweier gleichartiger Abbildungen zu einem Seheindruck

Stereosehen: Entstehung der Dreidimensionalität

Es gibt Patienten, die kein Schielen oder anderweitige Störungen am Auge haben und aber trotzdem nicht Stereosehen können. Warum?

Dann gibt es Patienten, die trotz starken Schielens oder anderen großen Refraktionsfehlern volles Stereosehen entwickelt haben obwohl nie geklebt wurde (Patienten mit hoher Refraktionsamblyopie sehen trotzdem den schwierigsten Test) - was man sich ja nicht wirklich erklären kann. Warum?

Dann gibt es Patienten die lediglich reduziertes Stereosehen haben.

Was sicher ist, dass die Patienten mit einem sogenannten Frühkindlichen Schielsyndroms kein Stereosehen erreichen können (vielleich sogenanntes Simultansehen).

Man sagt in der Orthoptik, dass der plötzliche Schielbeginn eines Kleinkindes (vorher sicher kein Schielen) immer der "Strabologische Notfall" ist. Die Kinder müssen schnellstmöglich operiert werden, damit sie ihr Stereosehen nicht verlieren. Nun gibt es aber auch hier wiederum Patienten, die das Stereosehen trotzdem nicht verlieren. Das heist, wenn man diese erst als Erwachsener operiert haben sie nach der OP ihr Stereosehen wieder. Ja, das sind die Ausnahmen, aber die Frage ist doch warum?

Manche tendieren dazu das Stereosehen als eigene Fähigkeit darzustellen. Man kann es, oder auch nicht. Es muss/kann sozusagen nicht erlernt werden aber man kann es verlieren oder durch beüben (in manchen Fällen) auch verbessern. Diese Therorie passt am besten zu meinen Erfahrungen. Fakt ist, dass Patienten, die nie Stereosehen (oder den Ansatz dazu) hatten es auch nicht erlernen können.

Andere Fragen sich ob man schielt weil man kein Stereosehen hat oder ob man kein Stereosehen hat weil man schielt - fast so wie mit dem Huhn und dem Ei: was war zuerst da.

Als Nebenwirkung des Abklebens kann es sein, dass Patienten mit instabilem Stereosehen durch das Abkleben in einen Schielwinkel rutschen aber sie verlieren ihr Stereosehen deswegen nicht. Wenn man zu viel klebt könnte es auch sein, dass das gute Auge dadurch eine Schwachsichtigkeit entwickelt (da muss man aber schon radikal zukleben!).

Deinem Physik-Professor würde ich also primär widersprechen. Wahrscheinlich würde die Binokularität verloren gehen, wenn man einem Säugling vom ersten Tag an ganztags abwechselnd mal das rechte, mal das linke Auge zukleben würde. Das kann ich mir durchaus vorstellen kann mir aber auch vorstellen, dass es dann wieder die Ausnahme gibt, die trotzdem Stereosehen erreicht. Hat dieser Säugling aber die Anlage für Stereosehen und gibt man ihm ein paar Stunden am Tag wo er dies nutzen kann, wird er es auch weiterentwickeln.

Wie du siehts - zu viele wenn und abers um es wirklich klären zu können!

Wenn du interessiert bist, habe ich einige Skripts zum Thema "Physiologie des Binokularsehens" und "Amblyopie". Keins dieser Skripts klärt aber die Frage des "warum schafft es der eine Binokularsehen zu haben und der andere nicht?"

Meine E-Mail-Adresse: weltbeste.sahneschnitte@hotmail.de

Liebe Grüße

Kxat^iY2606


Hallo Leute,

ich wurde mit Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und Sehnervverkürzung geboren - ist aber schon ein paar Järchen her (1966). Mit 2 Jahren bekam ich meine 1. Brille, die wollte ich nie tragen, hab die an tausend Orten versteckt (die Dinger waren damals ja mehr als hässlich). Zusätzlich bin ich jahrelang mit meiner Mutter in die Sehschule gegangen und die Augen wurden abgeklebt. Ich hab davon heute noch eine Pflasterallergie. Bereut habe ich die jahrelangen Bemühungen meiner Eltern, Kinderärztin und Augenarzt nie! Es hat sich viel getan mit meinen Augen! Eine OP war damals viel zu gefährlich. Die Augen wachsen/verbessern sich ca. bis zum 25. Lebensjahr, jede Aktion bringt Nutzen! Natürlich ist es schwer, das einem Kind zu erklären, je kleiner umso schwieriger. Ich verstehe auch gut, dass die Mütter ihren Kindern die Abkleberei nicht wirklich gerne "antun". Wie soll man einem kleinen Kind erklären, dass es wichtig ist? Die Frage ist: Gibt es für Allergiker keine andere Möglichkeit, ein Auge abzudecken? Vielleicht spielerisch z. B. Pirat spielen mit Augenklappe? Die Brille könnte man mit Hilfe von Harry Potter (der trägt doch auch eine!) schmackhaft machen, das Kind sollte auf jeden Fall die Brille selbst aussuchen dürfen! Auch bunt, flexibel usw. Da gibts heute so schöne Brillen, die tragen auch Kinder gerne! Sicher, viele Kinder haben noch andere Krankheiten, leicht ist es bestimmt nicht und jede Mutter tut alles für ihr Kind! Das darf man hier nicht vergessen!

Hier sind vor allem Laien, die keine Ahnung haben. Michi29 hat 2 Ärzte um Rat gebeten, hat auch die Kinderärztin auf das Problem angesprochen und tut alles für ihren Sohn. Sie muss sich hier nicht rechtfertigen für ihr Handeln und sich keine Vorwürfe anhören, was sie alles versäumt hat. Nur wer selbst allergisch ist, kann nachvollziehen, wie der arme Kleine leidet mit dem Pflaster im Gesicht! Und gerade im Gesicht ist die Haut extrem empfindlich. Deshalb die Frage: Gibt es andere Möglichkeiten der Abdeckung, die für das Kind weniger unangenehm ist? Die Medizin entwickelt sich ständig weiter und nicht zum Schlechteren.

Hier gibt es auch ein Forum mit Experten - vielleicht dort mal reinschauen und als kleinen Tipp am Rande: Vielleicht hat die Krankenkasse noch Tipps auf Lager? Die Sehschule? Das Gesundheitsamt der Stadt? Alle Infos können helfen, nicht Jeder kennt sich mit allem aus. Es geht hier um die Kinder, denen geholfen werden muss und die Mütter, die Unterstützung suchen. Keine Frage ist blöd - im Gegenteil! Aber das ist nur meine Meinung. Entschuldigung, falls ich damit Jemand auf die Zehen getreten sein sollte!

Wünsche Euch allen und Euren Kindern alles Gute!! *:)

e$rtnsxts


Hallo,

ja, das ist alles nicht so einfach mit diesem Sachverhalt. Ich bin auch so ein Fall mit Schielen im Kindergartenalter und dem ganzen Prozedere mit abgeklebtem Auge. Allerdings kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern, ob ich das als extrem störend empfunden habe - und das, obwohl ich noch gar nicht sooo alt bin (Anfang 30) |-o - Meine Erfahrung ist jedenfalls auch eher positiv, denn ich habe eine wirklich gute Sehleistung mit Brille bzw. KL. Bei uns liegt die Kurzsichtigkeit in der Familie... Wirklich gute Sehleistung heisst für mich: monokularer Visus 1.0 bis 1.2 und mit beiden Augen zusammen schaffe ich sogar Visus 1.6 - allerdings tagesformabhängig. Und dass, obwohl ich eine mittelschwere Kurzsichtigkeit habe (liege bei -5,5 dpt) und Hornhautverkrümmung hab ich auch noch.

Oh wie tragisch ;-)

Naja, jedenfalls bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich heute wesentlich schlechter dran wäre, wenn meine Eltern nicht so konsequent mit mir gewesen wären...

Was ich aber noch sicher weiss, ist, dass ich eigentlich nie ein Pflaster auf dem Auge direkt hatte, sondern meine Brille wurde mit Okklussionsfolie abgeklebt. Da gibt es ja auch von Vollokklussion bis Visus 1.0 alle möglichen Visusabstufungen. Nimmt man die nicht mehr so gern weil die Kinder die Brillen abnehmen könnten und in diesem Fall das Abkleben mit Pflaster "sicherer" ist? Denn das wäre für die Allergikerkinder doch evtl. angenehmer als ein Pflaster - vorausgesetzt, sie haben eine Brille? Vielleicht weiss das jemand? (Orthoptistin?)

Ach ja, mein Sohn (3 Jahre) trägt auch Brille und bei ihm hab ich folgenden Trick angewandt:

Generell **darf** er zum Arzt, er muss nicht. Und der Augenarzt und die Orthoptistin von der Sehschule haben gesagt, dass er eine Brille haben darf und andere Kinder nicht...das hat ihn schon motiviert. Er durfte sich natürlich auch seine Brille selbst mit aussuchen und trägt sie ohne Probleme. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das nicht bei jedem Kind funktioniert, zumal ich selbst Brillenträger bin und er mit mir ja auch quasi eine Art Vorbild hat, denn ich liebe meine Brillen (habe ca. 10 verschiedene) heiss und innig.

Gruss an alle,

Steffi *:)

O0rt*hoptisxtin


Das Problem von Okklusionsfolien ist, dass man daran vorbeischauen kann und auch tut (bewusst und unbewusst im Seitblick)! Der Effekt ist nicht der gleiche weil man vorbeischaut. Somit verkürzt sich die Zeit wo das Auge verschlossen ist. Okklusionsfolien machen eigentlich nur Sinn, wenn die Sehschärfe schon deutlich angestiegen ist und man nur noch wenig Zeit kleben muss. Für Okklusionsfolien berechne ich immer die doppelte Zeit. Sprich müsste ein Kind täglich 2 Stunden Pflaster tragen muss es 4 Stunden die Folie tragen um den gleichen Effekt zu haben. Es macht also nicht so viel Sinn bei Kindern die Ganztags kleben sollen. Und das funktioniert nur bei Kindern die nicht schummeln... Es ist aber immer noch viel besser als gar nichts!!!

Es gibt inzwischen X Pflastersorten von den verschiedensten Firmen. Alle bieten auch Pflaster für Allergiker an. Man reagiert in der Regel nicht auf das Pflaster sondern auf den Klebstoff. So reicht es oft schon eine andere Firma zu nehmen, da diese einen anderen Klebstoff verwendet. Bei einer Rötung um das Auge spricht man auch nicht von einer Allergie sondern von einer "normalen" Hautreaktion. Meist wird diese auch durch das Abziehen verstärkt (macht man auf den Pflasterrand etwas Salatöl und lässt dies ein bisschen einwirklen, dann lassen sich die Pflaster spielend ablösen). Ich habe in den vielen Berufsjahren nur 2 wirkliche Alergiker gesehen wo sich Bläschen gebildet haben und wirklich kein Pflaster gefunden werden konnte! Wie gesagt: Rötung ist keine Allergie!

Neben den Okklusionsfolien gibt es auch noch "Überzieher über die Brille aus Stoff". Diese haben zusätzlich einen Seitschutz und sehen lustig aus. Eigentlich eine schöne Lösung. Der Nachteil: ein kleiner Fingerdruck und man kann vorbeischauen. Die Eltern müssen viel mehr aufpassen, dass die Kinder nicht schummeln.

Und es ist unglaublich, was die Kinder sich einfallen lassen. Es gab vor vielen Jahren ein neues Pflaster mit klitzekleinen (!!!) Löchern - atmungsaktiver, weniger Hautreaktionen. Bis man dann festgestellt hat, dass die Kinder diese kleinen Löcher nutzen um da durchzuschaun. Meine Sehschärfe durch so ein Loch war maximal 30 %. Aber einem Kind das auf dem schlechten Auge nur 10 % hat reichte das...

Und dann gibt es noch Piratenklappen, sogar sogenannte Okklusionskontaktlinsen gibt es. Leider reicht bisher nichts an das Pflaster heran. Inzwischen sind die Pflaster ja wenigstens "cool". Noch vor wenigen Jahren waren sie lediglich Hautfarben oder weiß...

Dann noch etwas zur Brille. Kinder die Myop (Kurzsichtig) sind werden ihre Brille in der Regel gerne tragen, weil sie ein visuelles Erfolgserlebnis haben. Sie setzten die Brille auf und sehen definitiv besser!

Bei den Weitsichtigen (Hyperop) ist das anders. Sie sehen sogar mit ihrer Brille erstmal schlechter, bis sie gelernt haben zu entspannen. Es gibt kein Erfolgserlebnis. Warum sollten sie also ihre Brille tragen wollen?

In jeglicher Situation ist die Geduld und der Einfallsreichtum der Eltern gefragt. Und je positiver die Eltern der ganzen Sache gegenüberstehen, desto einfacher ist es. Steffi hat das sehr, sehr schön beschrieben!

Noch ein Tip: bei sehr vielen Kindern (natürlich nicht bei allen) klappt die Okklusion viel, viel besser im Kindergarten. Sie sind besser abgelenkt. Der Respekt vor der Erzieherin ist oft größer und der Sozialdruck steigt, weil die anderen Kinder nämlich aufpassen dass auch das Pflaster getragen wird. Die meisten Kindergärtnerinnen sind auch bereit mal mit allen über das Thema zu sprechen und zu erklären warum das Pflaster getragen werden muss. Gehänselt wird im Kindergarten noch relativ wenig, das geht dann so um die Einschulung los.

Es gibt 1000 Tips und Tricks und bei jedem Kind funktioniert was anderes. Es bleibt letztendlich an den Elten hängen die optimale Lösung zu finden.

Eins würde ich auch noch gerne sagen: Nein! Nicht jede Mutter tut alles für ihr Kind! So traurig das auch ist... Wenn du wüsstest wie oft ich den Satz: "Hab ich nicht gemacht, war mir zu blöd." (genau so!) schon gehört habe würdest du staunen... :(v

kuiet$zxi!


Freue mich darüber so ein Forum gefunden zu haben. Meine Tochter ist jetzt 6 Jahre alt und wir waren bei jeder U Untersuchung. Es ist auch nie aufgefallen, dass sie schlecht sieht.

Hallo!

Nun waren wir bei der Schuleingangsuntersuchung (Anfang Januar 2009), dort wurde mir geraten zum Augenarzt zu gehen. Dann kam der Schock, Weitsichtigkeit R +3.75 L +6.00.

Sie weinte bitterlich, wollte keine Brille. Brille ausgesucht, aufgesetzt "Mama, jetzt ist alles viel heller und größer!!!" Super, Brille trägt sie ohne zu erinnern. Nach 2 Wochen wieder zur Sehschule. Kann mit dem linken Auge trotz Brille nicht sehen. Abkleben... Bitterliches Weinen und Theater ohne Ende.. Mit 6 versteht man dann doch schon einiges.... "Muß sein, damit wir dem schwachen Augen helfen" Wir sollen 6 Tage je 8 Stunden abkleben. Mit "Erpressung" klappt das gut, wenn sie das 3 Wochen ohne Theater trägt, kann sie sich was aussuchen. (Kleinigkeit, Schleichtiere liebt sie Gott sei Dank)So klappt das gut.

Nun sagte sie vor zwei Tagen, dass das schlechte Auge glitzert und hell geworden ist, aber das andere sei jetzt dunkler..Kann es sein, dass eine Besserung so schnell eingetreten ist ?

LG

Tbrochxly


Habe den Beitrag hier mitverfolgt und kann auch nur sagen, dass es sehr wichtig ist, dass Okklusionspflaster zu tragen, auch wenn es für die nächsten Monate und Jahre eine Belastung bedeutet. Man verbaut dem Kind später einfach sehr sehr viel. So sind zB. bestimmte Berufe mit einer Schwachsichtigkeit nicht wirklich möglich, wie zum Bsp fast alle Berufe wo eine gewisse Feinmotorik und räumliches Sehen gebraucht wird. Der Physikprof hat Recht, man kann durch eine Okklusionstherapie die Fähigkeit des räumlichen Sehens reduzieren. Aus diesem Grund muss das Kind regelmäßig zur Kontrolle und die vorgebenen Zeiten solten von den Eltern eingehalten werden. Auf der anderen Seite sieht es derzeit so aus, als ob das Kind mit diesen Werte kein hochwertiges räumliches Sehen hat, wirklich viel kann man hier also nicht verlieren.

Das Brillenwerte leicht unterschiedlich sein können, ist normal und sollte dich nicht verunsichern. Das Problem bei der Sehschärfenbestimmung von Kindern ist der Zeitfaktor. Eine korrekte Bestimmung dauert leider manchmal seine 20 MInuten und die hat man in einer Praxis als Augenarzt nicht, wenn das Wartezimmer voll ist. Aus diesem Grund würde ich mich hier auf das Ergebnis von einer Untersuchung in der Sehschule verlassen und nicht auf das Ergebnis eines Besuchs beim Augenarzt.

Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf Kinder mit Pflaster. Ich habe es teilweise schon erlebt, das diese dann aus Sympathie auch gern ein Pflaster gehabt hätten. Gerade weil die Hersteller sich inzwischen einiges ausgedacht haben, um die Kinder bei Laune zu halten. Es hilft also nur, es auszuprobieren, wie das Umfeld darauf reagiert.

Ja, es kann wirklich sein, dass dein Kind schon einen kleinen Unterschied merkt. Gerade wenn es eben vorher immer mit dem anderen Auge geschaut hat.

Persönlich halte die Okklusionstherapie für sinnvoll und zwingend nötig: Sie kann eine Schwachsichtigkeit oft reduzieren oder sogar verhindern, das räumliche Sehen verbessern und die Kinder sind später einfach weniger gefährdet schwerbehindert zu werden durch einen Unfall oder Gefäßverschluss im Auge.

Leute die nun behaupten eine Schwachsichtigkeit sei nicht so schlimm, mögen vielleicht in diesem Punkt recht haben, dass viele Menschen gar nichts von ihrer Erkrankung wissen und weil sie damit groß geworden sind entsprechende Kompensierungsmechanismen entwickelt haben. Aber ein größeres Risiko bleibt für diese einfach.

So sind solche Menschen schon sehr eingeschränkt, wenn sie wegen einer Hornhautverletzugn am gesunden Auge einen Verband für einen Tag tragen müssen, teilweise müssen diese dann geführt werden.

Man kann die Eltern also in der Okklusionstherapie nur unterstüzen und ihnen vermitteln, dass es eine sinnvolle Investion in die Zukunft der Kinder ist und es sich hier lohnt - auch wenn es anstrengend und unbequem ist - sich gegen sein Kind durchzusetzen.

k]ietazi!


Hallo!

habe mich hier gestern richtig warm gelesen...Heute morgen die Orthoptistin angerufen. Sollte mit meiner Tochter gleich mal vorbei kommen.Wir sind von Januar (10-20% Sehkraft) jetzt bei 60%!!!!!!

das in der kurzen Zeit!!! Bin total glücklich!!! Klebt ab was das Zeug hält ;-) !!

s9hibbHyx72


Hallo, ich bin neu und habe leider keine Antwort, sondern eine Frage. Mein Sohn wird bald 5 und im letzten Jahr bei der U8 wurde festgestellt, dass er schlecht sieht. Wir waren bei einem Augenarztpraxis und da wurde mein Sohn getropft. Zum Schluss wurde mir gesagt, er würde auf dem rechten Auge weniger als 10% sehen und hätte rechts +6 und links +2. Er bekam folgende Brille verschrieben: R: +5,50 -1 170gr. / L: +1,50

Genau erklärt bekommen wieso er eine Brille mit schwächeren Gläser bekommt als gemessen wurde, habe ich leider nicht. Zusätzlich soll er jeden Tag sein linkes Auge für 4 Stunden abkleben. Das funktioniert auch alles prima und als wir 3 Monate später wieder in der Sehschule waren, bekam ich die Auskunft, dass er jetzt 60% sieht. Da habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass sein Auge in so kurzer Zeit soviel besser geworden ist. Nun war ich gestern wieder da. Die Dame in der Sehschule murmelte etwas von "schlechter geworden" und es musste wieder getropft werden. Danach setzte sie sich am Empfang hin und gab mir ein neues Rezept. Ich sah, dass sich da was geändert hat und verstand es nicht, sie sagte aber nur ich solle meine Fragen aufschreiben und zum nächsten Termin mitbringen (in Juli!). Sein linkes Auge ist schlechter geworden und ich frage mich jetzt wirklich, ob ich gut daran tue sein "gutes" Auge abzukleben, wenn das schlechter wird. Sowieso verstehe ich nicht, wieso sie auf einmal nicht mehr davon redet, dass die Augen wieder gut werden können. Vorher sagte sie, es bestehe durchaus eine gute Chance, dass mein Sohn 100% sehen wird können. Sein jetziges Rezept: R: +5,25 Zyl:-2 179gr. L: +2,25 Zyl: -0,75 180gr. Sorry für die lange Frage, aber ich bin echt ratlos und weiß nicht, ob ich besser mal einen anderen Augenarzt (den ich bisher in dieser Praxis noch nicht zur Gesicht bekommen, sondern nur mit der Dame der Sehschule gesprochen habe ) zur Rate ziehe...Danke fürs lesen!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Augen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Hals, Nase und Ohren


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH