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"Nur" eine neue Brille bei Doppelbildern?

PQremu1tos,66x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Mit meinem ersten Beitrag hier komme ich gleich mit einem Anliegen. Kurz zu der Vorgeschichte: Im August dieses Jahres hatte ich eine Erosio (Verletzung) an der Hornhaut meines linken Auges. Nach Salbenbehandlung heilte diese wieder schnell zusammen. Anfang September trat sie leider nochmals auf und es wurde dieselbe Behandlung angeordnet.

Allerdings wurde mein Visus seitdem nie wieder richtig gut. Sprich, ich habe mit monokularen Schattenbilder (Ghostings) am linken Auge zu kämpfen und Halos (Lichtlränze) rund um Lichtquellen. Zudem sehe ich allgemein mit dem Auge seitdem schlechter. Zuerst äußerte mein AA in einer Nachuntersuchung, dass ich eine Narbe auf der Hornheut hätte, die zu den besagten Phänomen führen würde. Ich sollte weiterhin salben und zur Not eine PTK in Betracht ziehen.

Da sich die Beschwerden jedoch immer noch nicht besserten, war ich heute nochmals in der Augenklinik in Frankfurt. Dort kam dann sogar der Oberarz zur Untersuchung. Seine Diagnose: meine Hornhaut ist zwar recht trocken, sieht aber von der Oberfläche her gut aus. Keine Trübung, keine Narbe. Druck, Linse und Netzhaut auch in Ordnung. Lediglich einige "Frostfalten",die jedoch nicht für die Schattenbilder verantwortlich gemacht werden könnten.

Nach einigen Minuten kamen wir dann auf das Phänomen zu sprechen, dass die Schattenbilder verschwinden und sich die Sehschärfe verbesser, wenn ich die Brille nach vorne kippe oder die Augen stark zusammenkneife (bei den Lichtquellen hilf allerdings nur das Zusammenkneifen etwas). Dann fing der Oberarzt an zu lachen und sagte: "Warum haben Sie das nicht früher zur Sprache gebracht? Es deutet alles darauf hin, dass Sie eine neue Brille mit angepassten Werten brauchen."

Nun meine Fragen, ohne dass ich die Kompetenz des Arztes infrage stellen möchte.

1. Deutet das "Brillenkippen" und das damit gleichzeitige Verschwinden der Schattenbilder tatsächlich darauf hin, dass mit neuen Brillengläsern eine entsprechende Korrektur erreicht werden kann? Es klingt plausibel, aber Zweifel bleiben.

2. Kann es eventuell so gewesen sein, dass sich beim Abheilen der Erosio die Struktur der Hornhaut dahingehend verändert hat, dass ich nun einfach eine neue Brille brauche, die den neuen "Gegebenheiten" angepasst wird?

Ich gehe am Freitagmorgen zu einem versierten Optiker, der meine Augenwerte messen soll. Es wäre nach dem langen Leidensweg eine echte Befreiuung, wenn das Problem tatsächlich mit einer neuen Brille aus der Welt geschafft werden könnte.

Ach ja, und was könnte dann noch Abhilfe gegen die Lichtkränze schaffen?

Danke im Voraus!

Antworten
m'i%nianganaxs


Ist üblich in den Augenkliniken...

Warum hat Dir der Oberarzt nicht gleich die neuen Brillenwerte auf Rezept mitgegeben, wenn er der Meinung ist, dass es hilft?

Mein AA meinte stets: Auch, wenn in der Augenklinik nichts gemacht wird, eine neue Brille wird dann auf alle Fälle verschrieben. So war es. Ich habe das Rezept nur nicht eingelöst, weil der AA meinte, es wirkt sich nicht aus - die Veränderung.

Gegen Doppelbilder hilft nur eine Prismenbrille, aber keine normale Brille. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du die Lichtkränze mit einer Brille los wirst.

Es kommt mir so vor, als ob man als Patient lange hingehalten wird. Mein Visus wurde schlechter, die DB haben zugenommen, aber lt. Augenklinik ist natürlich alles normal.

Hoffe, dass Dein Optiker ehrlich ist, was die neue Brille betrifft.

Alles Gute

PPremkutods)6x66


"Gegen Doppelbilder hilft nur eine Prismenbrille, aber keine normale Brille."

Das hatte ich zwar auch schon gehört, dann wurde mir jedoch gesagt, dass es dann ausgeschlossen wäre, dass die Doppelbilder beim Kippen und Verschieben meiner aktuellen Brille verschwinden würden. Mal sehen, was der Optiker sagt.

l?o&v\is20


Hallo Bitte unterscheiden:

gegen binokulare Doppelbilder können Prismen hellfen. Gegen momokulare Doppelbilder nicht. Das kann durchaus mir einer Veränderung der Hornhautverkrümmung zusammen hängen. Der versierte Optiker ist das bestimmt der Richtige dafür.

LG Lovis

OErth opt istixn


Also Prismenbrille ist hier völlig fehl am Platz, da es sich um sogenannte monokulare Doppelbilder handelt - eine Prismenbrille kann nur im binokularen Sehakt hilfreich sein.

Monokulare Doppelbilder können durchaus durch eine nicht richtig korrigierte Brille entstehen oder auch durch die Erosio. Ob die Schattenbilder und die Lichtringe durch die Brille ganz beseitigt werden können muss man abwarten. Es ist aber durchaus möglich. Das das ganze durch Zukneifen (man schafft sich damit eine sogenannte stenopäische Lücke, die die Randstrahlen wegblendet) besser wird spricht immer für ein Refraktionsproblem. Es sagt aber nichts darüber aus, ob evtl. durch Narben Verziehungen der Hornhaut entstanden sind (was man über eine Brille dann vielleicht nicht korrigieren kann) oder ob es "nur" ein Brillenproblem ist.

Der Optiker sollte unbedingt auch die Werte in Mydriasis kennen, damit er weiß, wie die Objektive Refraktion aussieht.

In Unikliniken werden in der Regel keine Brillenanpassungen durchgeführt, weil das sonst den Rahmen der Uniklinik sprengen würde. Die Uniklinik muss Patienten dann zurück zum Augenarzt oder zum Optiker schicken. Jeder der schon mal in einer Uniklinik warten musste weiß, wovon ich spreche. Würden sich die Ärzte dort noch mit den Brillenanpassungen beschäftigen, wäre eine Behandlung nicht mehr möglich. Und Unikliniken sind doch dafür da, die speziellen Behandlungen durchzuführen und nicht die "normalen". Und ihr wisst, wie ich das meine!

Ich würde jetzt also mal die Untersuchung beim Optiker abwarten und dann weiter sehen. Es ist aber schon möglich, dass nicht alle Beschwerden damit verschwinden, weil evtl. doch Verzerrungen der HH gegeben sind.

Liebe Grüße

Orthoptistin

@ Miniananas

Ich habe keine Ahnung, was du für schlechte Erfahrungen in Kliniken oder bei Ärzten gemacht hast, aber nicht alle Probleme lassen sich mit Prismenbrillen lösen - im Gegenteil! Prismenbrillen können auch wirkliche Schäden anrichten. Und wenn man seinen Senf überall dazu gibt, dann sollte man wenigstens ein bisschen Ahnung haben oder wenigstens versuchen objektiv zu bleiben.

PZremEutosS666


Aber meiner (laienhaften) Logik nach spricht ja vieles dafür, dass man es mit neuen Gläsern korrigieren kann. Wie gesagt, beim Kippen der Brille sind die Schattenbilder weg. Auch, wenn ich zum Beispiel auf der Couch liege, meinen Kopf auf die linke Hand stütze und damit die Brille leicht nach rechts oben schiebe - sofort klareres Bild ohne Doppelbilder.

Wegen der Lichthöfe sei eventuell noch folgendes gesagt: Wenn ich meine Brill abnehme und auf die Lichtquellen schaue, habe ich die Höfe nicht. Ok, das bemerke ich erst, wenn ich durch Kneifen das Auge halbwegs "scharf stelle" (linkes Auge hat fast 7 Dioptrien). Spricht doch eigentlich auch für eine Problematik der Gläser oder?

O!rthopDtis8tin


Wie gesagt: durchaus möglich! Es klingt hier übers Internet auch sehr, sehr wahrscheinlich...

Es kann aber auch sein, dass durch das verschieben der Brille andere Phänomene zum tragen kommen (z. B. Brillenrand), die die Hornhautnarbe "optisch verbessern". Auf jeden Fall erstmal zur Brillenanpassung! Und wenn alles damit besser ist ist doch alles super!!!

Liebe Grüße @:)

A/ntigoxne


uuuunnndddd?

Wurde nun bei dir ein Astimatismus gemessen heute?

Warst du bei deinem versierten Optiker?

*neugierig bin* ;-)

PPre$muFtos6j66


Huhu!

Also, ich war heute beim Optiker, der sich viel Zeit genommen hat. Erst objektive dann subjektive Refraktion. Das betroffene Auge hat sich um 1 Dioptrin verschlechtert und die Achslage hat sich verändert. Zudem hat er einen kleinen irregulären Astigmatismus festgestellt und beim neuen Glas den Zylinder einfach weggelassen. Er hat mir die Gläser dann in eine Testbrille eingebaut, mit der ich sogar auf der Straße rumlaufen konnte.

Der erste Eindruck: viel besser. Doppelbilder sind so gut wie weg und ich sehe wieder deutlich schärfer. Lediglich die Halos machen mir nach wie vor zu schaffen, aber da weiß er auch keinen Rat mehr. Dennoch ist meine Freude etwas gedämpft. Grund: Ich will erst abwarten, bis ich die richtige Brille auf der Nase habe, ehe ich - zumindest größtenteils - aufatmen kann.

mzin3iaJnanaxs


@ Orthoptistin

Dieser Angriff gegen mich war unnötig:

4 Jahre lang lehnten die AÄ einschl. Orthoptisten bei mir eine Prismenbrille ab bzw. ich sollte sie so selten wie möglich tragen (auch lt. einer Augenklinik). Verstehe ich, weil es wirklich umstritten ist.

Dann dieses Jahr erneut ein Termin in einer Augenklinik. Plötzlich heißt es, ich solle die Prismenbrille ständig tragen. Das ist für mich unmöglich, da ich nicht ständig DB habe. Übrigens, die Orthoptistin dieser Augenklinik hörte mir gar nicht zu, dass ich bereits eine Prismenbrille habe (neue Werte auszumessen hielt sie für unnötig) und sprach nur laufend davon, ich solle Prismenfolien nehmen! Ein Rezept mit den für mich passenden Werten bekam ich nicht.

Ich weiß, auch meine Orthoptistin war gegen die Prismenbrille. Angeblich würde sich alles verschlechtern. Habe dann die ersten 2 Jahre lang auch keine Prismenbrille getragen. Nun, die DB haben trotzdem zugenommen. Die Orthoptistin selbst gab mir nur eine 6er Prismenbrille, obwohl ich ihr sagte, dass mir das mittlerweile nicht mehr ausreicht.

Zusammenfassung: 4 Jahre lang hieß es, keine Prismenbrille tragen: Jetzt plötzlich - unbedingt immer die Prismenbrille tragen. Mein Visus hat sich auch verschlechtert.

Viele Grüße

mkinia1nanaxs


Nachtrag:

Ob ich monukulare DB oder binokulare DB habe - darüber wurde ich nie von den AÄ/Augenklinik informiert. Entschuldigung, dass mir nie der Unterschied erklärt wurde. Alle stellten nur die DB fest und das war es.

OQrtohop;tisxtin


Hallo Miniananas!

Eine Stellungnahme zu deinem Fall ist ohne weitere Beschreibung nicht möglich.

Mich stört lediglich die Art und Weise deiner Beiträge (nicht nur bei diesem). Es handelt sich grundsätzlich um Angriffe gegen Ärzte und auch Orthoptistinnen. Sätze wie "Es kommt mir vor als ob man Patienten lange hinhalten will" usw. sind unnötig und völlig fehl am Platz. Manchmal sind auch Ärzten die Hände gebunden und sie können vielleicht nicht besser helfen!

Und feststehende Aussagen wie "Gegen Doppelbilder hilft nur eine Prismenbrille und keine normale Brille" sprechen nur dafür, dass du keine Ahnung hast von der Materie - was ja gar nicht schlimm ist, aber dann sollte man auch vorsichtiger sein mit den Aussagen, die man so trifft.

Übrigens kann man binokulare Doppelbilder auch durchaus in manchen Fällen lediglich mit einer "normalen Brille" absolut wegbekommen. Und wir reden hier nicht von Einzelfällen!!!

Und noch was: es gibt eine Empfehlung bzgl. Prismenbrillen und Autofahren: man sollte nicht mehr als 8 pdpt insgesamt zum Autofahren tragen, da hier sonst das Risiko zu groß ist, aufgrund der Nebenwirkungen der Brille (insbesondere im Seitblick) einen Unfall zu bauen. Das wird wahrscheinlich einer der Gründe sein, warum die Orthoptistin nicht mehr Prismen gibt. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass sie so schlecht zugehört hat, wenn sie über eine neue Prismenfolie gesprochen hat - um diese Aussage zu treffen und eine Folie zu verordnen muss man übrigens ausmessen. Und ich bin mir sicher, dass sowohl die Orthoptistin als auch der Oberarzt der Klinik eine Empfehlung über das weitere Vorgehen gegeben haben, oder? Was haben die denn dort gesagt, wie es weitergehen soll?

mOiniacnanaxs


@ Orthoptistin

Hier in diesem Forum steht ausdrücklich, dass Laien für Laien schreiben.

Meine Äußerungen beruhen auf persönlichen Erfahrungen.

Übrigens, ich wollte mehr Prismen bei der Orthoptistin nicht wegen dem Autofahren, sondern für zu Hause beim Lesen. Denn ich habe verstärkte Probleme beim Lesen, also in der Nähe. Ums Autofahren ging es nie.

Als Empfehlung bekam ich von der Oberärztin mit: Meine beiden Prismenbrillen zu tragen und das war es. Zur Visusverschlechterung wurde nichts gesagt. Es wäre halt so.

Die Orthoptistin dort sprach gewohnheitsmäßig von Prismenfolien. Sie hatte noch nicht viel Erfahrung.

Wie unterscheidet man monukuläre DB von binokulären DB?

Da meine Beiträge hier stören, werde ich mich zurückziehen. Kein Problem. Ich bin ja Laie und nur leider ein Betroffener.

Ich habe zwar Lichtblitze, aber das ist bei mir lt. Oberärztin eine normale Alterserscheinung, die noch zunehmen wird.

nhachs&itz*exr


@ miniananas

Und feststehende Aussagen wie "Gegen Doppelbilder hilft nur eine Prismenbrille und keine normale Brille" sprechen nur dafür, dass du keine Ahnung hast von der Materie - was ja gar nicht schlimm ist, aber dann sollte man auch vorsichtiger sein mit den Aussagen, die man so trifft.

sehr geil das würd ich jetzt auch mal sagen#.

miniananas .....

ok laien schreiben für laien , aber warum erzählt ein laie als erwachsener mensch trotz das er sich informiert, nur immer einen scheiß, der grund ist er hats nicht kapiert# sorry ohne jetzt jemandem ans bein zu pinkeln. die optik kann man lernen , nur wenn man schon nichtmal versteht was der visus überhaupt ist in seine deff und physiologie ist. dann sollte man echt mit bedacht schreiben was man denk. deswegen die anspielung auf erwachsen, leutz durch ere beitrage versucht ihr doch unwissende wissend zu machen...denkt mal weiter..

bei einer erosio hast du immer narbenbildung im stromagewebe :-D so ist es halt und damit wie die opthometristin das schon so schön beschrieben hat muss man sich ein wenig auskennen oder besser den fachmn der sich auskennt , und sei berühigt es gibt unter den optikern genug schwarze schaafe , genauso wie unter ärzten........genau wie bei der polizei, beim einkkaufen, auf dem weinfest am stand etc.

OBrthopptisxtin


Bitte bitte!!!!!!!!!!!

Ich bin eine Orthoptistin und keine Optometristin!

Und lieber nachsitzer auch das war nicht besonders freundlich und nett - ich denke wir sollten uns alle hier auf unpersönlichem Niveau unterhalten - alle!

Meinungsverschiedenheiten gibt es immer...

Schöne Adventszeit an alle!!!o:)

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