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Durch blöden Unfall blind...

RiatlosKRxudi hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen,

es geht um meinen Onkel der seit Jahren bereits auf einem Auge vollständig blind ist und auf dem anderen Auge bisher noch 2-3% gesehen hat. Das ist ja eingentlich schon fast blind. Allerdings haben diese 2-3% Sehfähigkeit ausgereicht um sich in vertrauter Umgebuch sicher zu bewegen. Also viel spazieren gehen, sich im Haus orientieren ohne ständig irgendwo gegenzulaufen.

Man kann sagen ein Stück Lebensqualität.

Gestern hat er sich jedoch unglücklicherweise beim waschen so blöd ins Auge gefasst, dass die Hornhaut einen Riss bekam.

Un das in dem Auge mit dem er noch ein bisschen was sah. Natürlich ist er sofort in eine Augenklinik wo er in einer Notoperation sofort operiert wurde. Die Ärzte meinte, dass das schon mal vorkommt und gesunde Menschen zwar schon beeinträchtigt sind aber nach der Heilung kaum eingeschränkt sind.

Allerdings ist bei meinem Onkel jetzt noch nicht klar was dieser Unfall für Auswirkungen haben wird. Vielleicht gehts gut und er sieht wieder 1-2% vielleicht aber auch nicht und er bleibt blind.

Das schlimme ist, dass er für diese Sehfähigkeit die er hatte hart gekämpft hat und nun is alles hin. Und dass noch durch sein eigenes Ungeschick.

Ich hab zwar seither noch nicht mit ihm gesprochen geh aber stark davon aus, dass er extrem niedergeschlagen ist und sämtlichen Mut verloren hat (mir würde es wohl so gehn). Damit hatte er ja bisher auch oft zu kämpfen. Ausserdem ist er mit guten 70 Lenzen nicht mehr der jüngste.

Ich frag mich nun wie könnten wir (seine Familie) ihm wieder etwas Mut geben und auch durch verschieden Hilfsmittel ihm den Alltag erleichtern? Ich möchte vor allem vermeiden, dass er in eine Depression fällt und am Ende vorlauter Selbstmitleid noch eingeht. Dass er jetzt mehr denn je unsere Hilfe braucht ist klar, allerdings gibt ein wenig Selbstständigkeit viel an Lebensqualität zurück.

Vielleicht hat ja der ein oder andere ein Tip ...

Es Grüßt

Rudi

Antworten
O_rthopBtistin


Es ist sicher nicht ganz einfach und man muss auf jeden Fall erstemal abwarten, bis klar ist, ob durch die Verletzung der Hornhaut störende Schäden entstanden sind.

Danach kann man versuchen - was man übrigens auch tun sollte, wenn er nicht zusätzlich beeinträchtigt ist, sogenannte vergrößernde Sehhilfen anzupassen. Möglich, dass das eine Hilfe für deinen Onkel darstellt.

Dabei handelt es sich um Lupen oder Lupensysteme, die einem für bestimmte Situationen Vergrößerungen verschaffen - sowohl im Freien als auch in der Nähe beim Fernsehen und Lesen. Die Handhabung ist aber manchmal nicht einfach und für Menschen mit "zittrigen Händen" teilweise nicht möglich.

Diese Vergrößernden Sehhilfen werden einem in bestimmten Zentren angepasst. Z. B. die Uniklink München (Mathildenstr.) hat sowas. Selbstverständlich auch viele andere...

Und Selbständigkeit gibt enorm viel an Lebensqualität zurück!!!

Liebe Grüße

R.at.lospRudi


Danke für die schnelle Antwort.

Diese Lupen nutzt er schon seit ich ihn kenne. In den letzten Jahren konnte er selbst mit Lupen in der Zeit höchstens mal die Überschriften lesen. Fernsehen ging nur wenn er quasi mit der Nase am Bildschirm war.

Siehe Sehfähigkeit auf nur einem Auge 2-3%. Und das vor dem Unfall.

Wichtig wäre jetzt eben dass er sich nicht hängen lässt.

Wie kann ich, wir oder überhaupt jemand ihm da helfen?

ReatlosRFudxi


Mittlerweile sind 2 Monate seit dem Unfall vergangen. Mein Onkel sieht bisher leider nichts was irgendwie verwertbar wäre. Ab und zu fragt er ob da ein Fenster ist oder hier ein Baum steht. Was auch immer der Fall ist, aber es reicht lange nicht um sich zu orientieren.

Am schlimmsten ist aber dass er von Tag zu Tag trauriger erscheint und wir (die Familie) einfach machtlos zuschauen müssen.

Dazu kommt noch, dass er sich nur schwer merken kann wie Weg verläuft. Was wiederum dazu führt, dass er sich selbst im Zimmer verläuft und nur schwer wieder einen Orientierungspunkt findet. Was ihn aufs neue depremiert.

Schlimm ist einfach, dass er vor dem Unfall ein verhältnismässig lebensfroher Mensch war und sich jetzt schon beinahe abkapselt. Ich hoffe nur, dass wir einen Weg finden was ihm noch etwas an Lebensqualität zurückgibt.

Musst ich jetzt einfach ma loswerden... *:)

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