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Gleitsicht oder Bifokal ?

PJöl\kxi hat die Diskussion gestartet


Ich habe seit einem knappen Jahr außer meiner Fernbrille (+1,75) meine 1. Lesebrille (+3.0). Anfangs habe ich nur bei kleingedruckten die Brillen gewechselt ,jetzt bin ich laufend am wechseln und möchte nun eine Brille für alles. Nun meine Frage ,nehme ich Gleitsichtgläser oder Bifokal ? Gleitsicht sieht ja besser aus, weil unauffälliger. Ich habe aber im Bekanntenkreis zwei Gleitsichtträger ,die mit den Gläsern nicht so zufrieden sind, speziell beim lesen.Ist da eine Bifokalbrille vielleicht besser ? Hat jemand Erfahrung mit beiden Glasarten ? Weiß jemand was Bifokalgläser Kosten ?

Antworten
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Es kommt darauf an was man möchte und was man braucht!

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine Gleitsichtbrille eine wunderbare Sache ist, da sie einem in jedem Abstand ein scharfes Bild bietet. Momentan bemerken Sie sicher noch keine größeren Probleme in Zwischenabständen (z. B. Computerarbeit oder wenn die Dinge noch etwas weiter weg sind), aber im Laufe der Zeit kommt das dazu. Eine Bifokalbrille bietet nur Bildschärfe in 2 Abständen "unendlich" und 30 cm. Solange man selbst noch ein bisschen Naheinstellungsfähigkeit hat ist das nicht so auffällig.

Hinterfragen sollte man:

1. Was mache ich beruflich - in welchen Abständen arbeite (Computer, lesen, Personengespräch) ich und inwiefern muss ich ständig nach links und rechts schauen?

2. Wie viel lese ich - lediglich die Tageszeitung oder verschlinge ich Bücher über Stunden?

3. Wie bin ich bisher mit meiner Brille zurecht gekommen? Trage ich sie ständig oder nur unregelmäßig?

Eine Gleitsichtbrille hat nur einen "schmalen Streifen" in dem man scharf sieht. Insbesondere wenn man ohne den Kopf zu bewegen nach links und rechts schaut wird es unscharf - was viele als sehr unangenehm empfinden, insbesondere beim Autofahren. Die meisten meiner Patienten haben anfangs Schwierigkeiten, gewöhnen sich aber (wenn die Brille viel getragen wird) sehr gut an die Gleitsichtbrille (nicht so einfach wenn man sie unregelmäßig trägt) und wollen sie dann auch nicht mehr eintauschen. Nur sehr wenige kommen gar nicht damit zurecht.

Wenn man zu den Leseratten gehört ist die Gleitsichtbrille nicht so ideal. Aber auch die Bifokalbrille schneidet hier nicht unbedingt besser ab. Die Lesebereiche beider Brillen sind klein und wenn man dazu neigt über Stunden zu lesen, dann empfehle ich immer eine zusätzliche Lesebrille. Insbesondere wenn man dazu neigt in Sitz- oder Liegepositionen zu lesen, bei denen man nicht unten durch die Brille schaut ist eine zusätzliche Lesebrille besser.

Ich persönlich rate immer primär zur Gleitsichtbrille auch im Hinblick auf die Zukunft. Und je früher man damit beginnt, desto einfacher gewöhnt man sich daran.

Was die Kosten betrifft so fällt mir auf, dass es immer wieder super Spezial-Angebote bei Optikern insbesondere für Gleitsichtbrillen gibt, also einfach mal nachfragen! Billig sind sie natürlich nicht. Aber ich weiß nicht ob der Preisunterschied so gewaltig ist gegenüber einer guten Bifokalbrille. Da können die Optiker hier sicher viel besser Auskunft geben als ich...

Es ist überhaupt unglaublich, wenn man bedenkt was man inzwischen für eine Brille hinlegen muss...

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