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Linsen Operation trotz sehr empfindlicher Netzhaut

R6 + xV hat die Diskussion gestartet


Hallo Miteinander!

Bin grade vom Augenarzt gekommen, und habe folgende Diagnose erhalten (ich formulier's mal, so gut ich kann, pardon falls fachliche Fehler auftauchen):

Ich leide seit Geburt an einer "Beidseitigen Vitreo-Retinopathie" mit 5/35 Sehrest.

Im vergangenen Jahr habe ich durch ein Glaukom am (nun im Endstadium) auf dem rechten Augo mein Augenlicht verloren. Das ist für mich ein ertragbarer Verlust, da ich auch sonst auf meinem rechten Auge sehr schlecht sehen konnte.

Nun habe ich heute früh vom Augenarzt folgende Diagnose erhalten: Ich habe nun auf meinem linken Auge einen grauen Star (nebenbei, ich bin 20) und habe nun im Moment einen Sehrest von 5%. Laut dem Arzt wird sich dies im Laufe des nächsten Jahres bis zur Blindheit verschlimmern.

Er hat mir eine Linsenoperation mit dem einfügen einer Kunstlinse empfohlen, mit der ich dann 20-30% vom Normalwert sehen könnte. Das Problem ist aber, dass meine Netzhaut so empfindlich ist (Er hat den Vergleich Leder zu Klopapier gebracht), dass kaum ein Arzt diesen Eingriff vornehmen würde. Er hat mich dann aber zu einem Spezialisten für dieses Thema nach Bremen (ich komme aus Köln) überwiesen. Da sei der unterschied, dass bei der Operation ein Netzhaut-Experte UND ein Linsen-Experte anwesend sein würden, und die neben einer Praxis in New York wohl die meiste Erfahrung mit solchen Fällen hätten.

Das Problem ist jetzt, da die auf keinen Fall einen Fehler machen dürfen, da ich ja nur noch dieses eine Auge habe.

Ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören. Um ehrlich zu sein, bin ich schon etwas bestürzt über diese Diagnose. KKennt sich irgendjemand damit aus? wie steht die Chance, dass was bei der Operation schiefläuft, usw, oder was denkt ihr generell darüber?

R.

Antworten
A'lien(36


Er hat mir eine Linsenoperation mit dem einfügen einer Kunstlinse empfohlen, mit der ich dann 20-30% vom Normalwert sehen könnte. Das Problem ist aber, dass meine Netzhaut so empfindlich ist (Er hat den Vergleich Leder zu Klopapier gebracht), dass kaum ein Arzt diesen Eingriff vornehmen würde

Kannst du eine genauere Begründung nennen? Eine Katarakt-OP hat erstmal nichts mit der Netzhaut zu tun. Es wird ein kleiner Schnitt in der Hornhaut gemacht, alte Linse raus, neue rein. Da wird nichts mit der Netzhaut gemacht. Also ich verstehe hier den zusammenhang nicht ganz. Oder redest du von 2 verschiedenen Problemen?

RK +x V


Also, so wie ich das verstanden habe, ist aufgrund der Anfälligkeit der Netzhaut bei einer normalen Linsen-Operation das Risiko zu groß, dass bei der Operation zufällig was mit der Netzhaut passiert. Deshalb sollte bei der OP auch ein Netzhaut Experte dabei sein, der Aufpasst, dass da nix passiert.

Ob das Sinn macht, oder nicht, weiß ich nicht. Dafür kenn ich mich da zu wenig aus.

Ayli?e#n36


Ok, ich kenne die Katarakt-OP auch nur aus der Theorie. Wenn dein Augenarzt es für wichtig hält, ist sicher etwas dran. Die Katarakt-OP ist heutzutage eine Standard-OP. Ich würde sie an deiner Stelle aber auf jeden Fall in einer Augenklinik durchführen lassen, weil die einfach mehr Routine besitzen, zumindest meines Erachtens. Stell dich doch einfach mal in Bremen vor, auch wenn es ein weiter Weg für dich ist. Aber für mein Augenlicht würde ich den in Kauf nehmen. Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, das alles gut geht. Eine Katarakt muss operiert werden.

Rh L+ jV


Hab ich auch vor...Termin ist schon für Mitte Februar vereinbart, obwohl alles zusammen mit Zugfahrt und Hotel auf über 200€ kommt. Naja, ist aber immernoch allemal besser als das Thema zu ignorieren...

g*rufftsFchnxeckchen


Klar ist die Gefahr einer Netzhautablösung bei jedem Eingriff im Auge gegeben.

Eine Katarakt zu belassen und somit nichtmal mehr einen Einblick ins Auge zu haben (für Untersuchungen wichtig, besonders bei bekannten Erkrankungen), geschweige denn einen Ausblick, ist wohl nicht sooo günstig.

Du solltest es in der Tat in Betracht ziehen eine OP machen zu lassen. Bremen ist da auch eine gute Idee!

Wichtig ist aber auch, dass du dich genauestens über mögliche Komplikationen und deren Erkennen (Lichtblitze, Rußregen etc) sowie das Handeln im Ernstfall aufklären lässt.

Nur ein aufgeklärter Patient ist ein sicher versorgter Patient sagt mein Prof. oft.

O?rt(hOoptistQin


Eine weitere Seite ist doch auch: Was tust du, wenn die Katarakt dicht ist. Dann bist du tatsächlich blind. Und dann ist die Konsequenz doch die gleiche... Ich weiß, dass ist radikal, aber so ist es doch, oder?

Ich würde abklären lassen, ob es einen triftigen Grund gibt, die Katarakt jetzt zu operieren, oder ob man zuwarten kann bis es nicht mehr geht.

Wenn es keinen Grund für eine baldige OP gibt, würde ich warten, bis mich die Katarakt soweit beeinträchtigt, dass ich nicht mehr gut zurechtkomme - denn dann ist es egal, wenn die OP schief geht: sehen kann ich so und so nichts mehr...

Bei einem Sehrest von 5/35 - entspricht etwa 14 % - der jetzt reduziert ist auf 5 % Restsehschärfe bedeutet das, dass du nur noch 1/3 von dem sehen kannst, was du sehen könntest. Bemerkst du diese Reduktion (nicht jeder Patient bemerkt das)? Beeinträchtigt dich diese Reduktion so stark, dass du das Risiko der OP bereits jetzt in Kauf nehmen möchtest? Es kann gut sein, dass die Katarakt über viele Jahre nicht weiter fortschreitet - niemand kann das vorhersagen.

Wie Risikoreich die OP ist muss dir der Operateur beantworten. Ich würde mir alle Fragen zu Hause genau überlegen und mich dann ausführlich beraten lassen!!!

Und was die Kosten betrifft würde ich versuchen die bei der Kasse einzureichen!

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!!!

R, + xV


Also die Kasse übernimmt definitiv nix (bis auf die Behandlung, natürlich), da hab ich mich schon erkundigt.

Im Alltag merke ich nicht wirklich einen Unterschied, es ist mehr ein Eindruck, den ich hin und wieder habe, aber nicht wirklich bestätigen kann. Zum Beispiel benutze ich am PC ein Lupenprogramm mit 7 facher Vergrößerung (sonst 6 fach), theoretisch müsste ich ja jetzt mit 20 facher Vergrößerung schreiben...(falls man das so umrechnen kann).

Mein Augenarzt meint, dass das Katarakt so schnell voranschreitet, dass ich seiner Meinung nach in einem Jahr blind bin. Wenn es bloß danach geht, würde ich natürlich so lange wie möglich warten, wie es aber imemer im Leben ist, kommen da noch andere Faktoren hinzu, die zu bedenken sind. zB bin ich grade mitten in einem 18.000€ Studium, für dass ich mehrere Kredite aufgenommen habe, und auch deshalb will ich das alles so schnell wie möglich über die Bühne bringen.

O@rtxhop:tisxtin


Darüber wie schnell die Katarakt fortschreitet kann niemand eine wirkliche Aussage machen.

Klar kann ich gut verstehen, dass du alles schnell hinter dich bringen möchtest - würde ich auch wollen!

Aber bevor du dir zu viel Gedanken machst würde ich erstmal abwarten was die Operateure dazu meinen. Manchmal haben sie ganz andere Vorstellungen als der Augenarzt... Und vielleicht erleichtern sie dir deine Entscheidung durch irgendwelche andere Zusatzinformationen, die du jetzt noch nicht hast.

Auf jeden Fall ganz, ganz viel Glück!

GTini%170x4


Hallo,

ich hab Deine GEschichte soeben gelesen und bin tiefst geschockt. Ich bin auch erst 24 Jahre und hab total schlechte Augen und nur Probleme damit. Am rechten Auge hatte ich bereits vor 11 Jahren eine Hornhauttransplantaion. Danach hatte ich auf beiden Augen so um die 8-9 dioptrien! Für beide Augen hab ich auch Kontkatlinsen bekommen, am linekn war das alles kein Problem nur am recht (wo ich opereirt wurde) hab ich die Linse nicht vertragen. Naja nach 10 Jahren langen herumgetue hab ich jetzt im Oktober 2008 endlich eine Lösung für mein rechtes Auge gefunden - eine fixe Linse einsetzten lassen (weiss jetzt nicht ob das das gleich ist, wie du bekommst). Mit der Variante bin ich total zu frieden, nur leider sind mit dem einsetzen der Linse nicht alle dioptiren weggegangen und ich muß jetzt zusätlich fürs rechte Auge eine Brille tragen - naja die hab ich jetzt seit 3 Tagen und mit der kämpfe ich noch sehr, weil ich trotz brille am rechten Auge verschwommen sehe!

Am linken auge hab ich nach wie vor 8 -9 dioptiren und trage eine normale Kontaktlinse - die macht mir jetzt allerdings nach 10 Jahren schon Probleme - mein Aug tut immer wieder weh und ich kann die Linse nicht reingeben. Naja kannst Dir dann vorstellen wieviel ich dann sehe - links 8-9dioptrien und am rechten Auge 1 dioptrien. Hoffe das Problem wird jetzt bald besser mit der Brille das ich dann auch ohen Kontaktlinse halbwegs was sehe!!!

Schätze mal das ich auf kurz oder lang mein linkes auge auch operieren muß.

Aber ich mach mir immer Gedanken über meine Augenprobleme und ich finde Deine Geschichte echt org. Auf einem Auge schon blind und wer weiss wies mit den anderen weiter geht!!!! WEnn man so etwas liest, macht man sich echte Gedanken!!!

Ich hoffe für Dich das Deine OP gut verläuft!!!! Falls Du glaubst du hast die gleiche OP wie ich (mit der fisen Linse einsetzten lassen) dann schreib mir, dann kann ich dir den Ablauf bischen schildern!!!!

LG aus Wien

R~ 0+x V


persistierende fetale Vaskularisation

R% + V


sorry, aus versehen gepostet, hier der komplette beitrag

persistierende fetale Vaskularisation

so lautet die Diagnose der Augenärzte, nachdem ich gestern nun endlich in der Augenklinik in Bremen war. Eine Operation ist möglich, es hat aber noch einige Monate Zeit. Ich werde im September operieren lassen, da ich dann Semesterferien habe.

Anscheinend zieht sich ein Gewebestrang, der schon vor der Geburt zurückgebildet werden sollte, durch mein Auge, und 'zieht' an meiner Netzhaut, was der Grund meiner angeborenen Sehbehinderun ist. Dieser kann durchtrennt werden, es besteht aber die Gefahr, dass er noch nicht abgestorben ist, dann könnte es zu Komplikationen kommen, Blutungen, etc, die bei meiner Empfindlichen Netzhaut natürlich nicht grade wünschenswert wären.

Ob der Strang durchtrennt werden kann, oder nicht, kann erst bei der Operation entschieden werden, da man das von außen nicht sagen kann.

Nach der Operation kann es dazu kommen, dass ich für ca. eine Woche blind bin, der Grund dafür soll Gas sein, was zur Stabilisierung der Netzhaut injiziert werden soll.

Theoretisch könnte durch die Operation mein Sehrest auf an die 100% angehoben werden, das ist praktiisch aber wohl nicht möglich, da das Auge mit 14 zu lernen aufhören soll. Das beste was ich bis dahin gesehen habe, soll das maximal erreichbare sein, da mein Gehirn die zusätzlichen Informationen nicht verarbeiten könnte.

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