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unkorrigierter Astigmatismus

ldovixs20 hat die Diskussion gestartet


Hallo, habe wo gelesen, daß es wenn man einen Astigmatismus unkorrigiert läßt zum Schielen kommen kann. Stimmt das und ab welchen Werten ist es dann kritisch?

Antworten
OYrthoipti1stin


Es kann immer zum Schielen kommen, wenn man nicht die richtigen Brillenwerte trägt...

Aber diese Frage kann man so nicht beantworten, da es auch bei vielen (mit hohen nicht korrigierten Werten) nicht zum Schielen kommt.

Wenn aber die "Veranlagung" zum Schielen da ist (z. B. Familienmitglieder schielen, selbst ein latentes Schielen usw.) dann würde ich immer dazu raten alles gut zu korrigieren...

Liebe Grüße

lRovisx20


Hallo,

danke für die Antwort.

Der Grund warum ich frage ist sehr komplex:

Bekannt war mir immer daß ich etwa 1 Dioptr. übersichtig bin, aber in jungen Jahren kein Korrekturbedarf besteht (laut AA). Mit 30 hab ich mir dann sozusagen eine "Wellness-Brille" machen lassen und ab 41 hab ich sie dann aus der Schublade geholt und so teilzeitmäßig ganz gerne zum Entspannen getragen, nur daß ich bald nicht mehr scharf damit sehen konnte. Es tauchte ein Astigmatismus auf- erst rechts, dann auch links, der so etwa pro Woche um 0,25 stieg.

Man muß dazu sagen, daß ich ohne Brille nach wie vor einen Visus von 1,6 bis 1,8 habe, also mit der Sehschärfe absolut kein Problem habe, weder in die Nähe noch in die Ferne, merke halt nur daß es anstrengender ist . Aber mit Brille konnte ich keine Straßenschilder mehr lesen.

Die normalen Optiker konnten mir nicht weiterhelfen. Ich kann sowohl in die Ferne als auch in die Nähe mein Bild verschwimmen lassen. Es wird erst so verzerrt und dann richtig unscharf und es fühlt sich so an und sieht so aus als ob ich das Bild nach innen schiebe. Das kann ich monokular wie binokular. Deshalb fing ich an nach zufragen ob man einen höheren Astigmatismus kompensieren kann.

Bin dann zum Optometristen. Der fand den üblichen Asti, der ihn aber nicht interessierte, aber eine geringe Winkelfehlsichtigkeit (Exophorie 1cm pro Meter) mit der er mein Phänomen erklären wollte. Mit Prismen fühle ich mich wie im Schraubstock und astenoptische Beschwerden hab ich eigentlich auch nicht. Er meinte ich sei ein Weltwunder wenn ich einen höheren Asti kompensieren könnte. Ich aber habe seine Prismen nicht haben wollen.

Dann habe ich eine Optkerin/ Sehlehrerin gefunden, die sagte, sie kann den Asti ausmessen. Sie hat die Hornhaut vermessen und folgende Werte bekommen:

re -1,5 170 li -1,25 175

Dazu folgende Werte auf der Netzhaut:

re +0,5 -0,5 170 li + 0,75

Wir haben dann versucht, das ein bißchen auf zu brechen und kamen re bis -0,75 und li bis -0,5. Das hab ich mir dann in die Brille machen lassen und , oh Wunder, endlich den ganzen Tag scharf gesehen.

Spannend ist daß das total schön und entspannend ist, mein Hws viel lockerer geworden ist und ich insgesamt viel entspannter bin und sogar besser schlafe. Man kann es so erklären, daß das Sehen von einem Tun in ein Sein übergegangen ist.

Inzwischen gehen wir Schritt für Schritt höher. Jetzt

re -1,0 und li -0,75. Rechts wäre inzwischen auch -1,25 möglich. Außerdem hält jetzt auch die Achse bei torischen Linsen.

Wenn ich die Brille runter tue sehe ich auch gestochen scharf.Aber im Laufe des Tages verspanne ich mich wieder mehr.

Wegen der Exophorie hat mir die Sehlehrerin ziemlich Angst gemacht, daß wenn ich das Plus korrigiere ich Doppelbilder bekommen kann. Sie hat erheblich mehr Abweichung gefunden( re 6 Prismen, li 2 Prismen). Deshalb mache ich ein Augentraining um den Winkel kontrollieren zu lernen. Es ist auch schon erheblich besser geworden.

Aber durch die Schiel-Übungen , die ich jetzt mache hab ich herausgefunden, daß das Verschwimmen-lassen das ich machen kann ein nach innen Schielen ist. Das passiert wenn ich völlig entspannt bin oder ich bewußt loslasse. Von dem verschwommenen Bild aus kann ich dann auch Doppelbilder provozieren. Die identischen wie wenn ich bewußt nach innen schiele. Diagnostiziert ist aber ( und ich war bei insgesamt bei 3 Optometristen!) eine Exophorie.

Deshalb meine Frage: Kann es sein daß ich meinen Astigmatismus durch ein nach außen drücken der Augen seit der Kindheit kompensiert habe und eigentlich gar keine Winkelfehlsichtigkeit, bzw Mikroschielen habe?

Liebe Grüße, Lovis ??? ???

lFov:is20


Die Astigmatismuswerte sind mit einem Zeiss Topcon KR-8000P gemessen worden. Laut Zeiss ( nach meiner Internet-Recherche) ist das das einzige Gerät am Markt, dessen Messergebnisse tatsächlich stimmen.

Ich hoffe immernoich auf eine Antwort!

Liebe Grüße,

Cnh4rishtoph(455b5x1


Hi Lovis

Ich weiss der Thread ist schon alt, aber vielleiht liesst du das hier ja trotzdem, denn ich erkenne meine Problematik in deiner genau wieder. Ich bin 23 Jahre habe einen Mikrostrabismus von 2° auf der rechten Seite und eine sehr hohe Hyperopie.

Meine Werte sind:

R: +6,5 -2,5 A 10°

L: +6,5 -2.0 A 160°

Im jungen alter ist bei mir eine Amblyopie Behandlung am rechten Auge erfolgt, da es nur 50% hatte und es wurde auf 90 % hochgearbeitet. Seit etwa 5 jahren habe ich auch dieses verschwommen Sehen auf den Augen welches ich ausgleichen kann mit Muskelkraft. Dieses macht mich sehr müde, sodass ich 14 Stunden am Tag Schlafe. Meine Sehkraft wurde mir vom AA bescheinigt sei exzellent für jemanden mit meinen Werten. Mein bestes ergebnis war 150% Links und 120 % rechts. In der nähe jedoch "nur" 100 %. Diesen visus erreiche ich allerdings nur dann wenn ich mich kontinuirlich anstrenge und ich kann das bild auch nur kurz so scharf halten. Dann ist alles verschwommen und ich habe ca 20% sehleistung. Bei mir wechselt es ca alle 2 sekunden zwischen alles perfekt und scharf sehen und gar nix sehen. Der verschwommene Zustand ist bei mir auch der entspanntere und ich Schiele dann auch, da ich dort häufig Doppelbilder bekomme. Anatomisch ist alles inordnung mit meine Augen und auch anders Körpelich. Nur leichte glaskörpertrübungen in den Augen die ich auch bemerke, wenn ich in den Himmel oder auf etwas helles gucke. Bei mir ist es nun so das meine Werte stark schwanken besonders die Achse und der Zylinder sowie die Pupillendistanz. Man muss sich das so vorstellen ich sitze beim Optiker und drehe an dem Rad für die Achse und es wird verschwommen und klar wenn man in eine Richtung dreht. Ich habe das gefühl egal welche werte man mir rein macht ich kann das bild unter anstrengung immer verbessern. Wenn man mir mehr +sphäre gibt wird das Klarstellen jedoch schwerer ich sehe jedoch auch wesentlich schlechter. jedoch ist bei mehr + es bei mir auch entspannter, weshalb ich aus lauter verzweiflung ein halbes jahr 1 dioptrien mehr getragen habe also 7,5 auf beiden augen. Es war zwar entspannter aber gesehen habe ich schlechter wobei ich das gefühl hatte in der Ferne besser zu sehen, aber gelichzeitg nicht buchstbane besser erkennen zu können das bild war nur entspannter und auch ich lasse dann sozusagen los. Wenn man mir bei mehr + auch mehr zylinder gibt wird das bild besser deutlich sogar aber mein visus blei

bt laut tafel weiter schlecht. Bei mehr + habe ich außerdem das gefühl meine augen würden mehr austrocknen als mit weniger +. Bei mir sind auch sehr stark trockenen augen diagnostiziert worden jedoch haben augentropfen egal welcher sorte kienen effekt selbst wenn ich mehrer monate 3 mal am tag tropfe. Neben den verschwommen sehen habe ich noch andere beschwerden: neben den trockenen augen habe ich starke Abbildungsstörungen ich sehe in der Dunkelheit über einem Licht ein 2 Licht jedoch auch monokular. Also kann es nicht vom schielen kommen. Außerdem bin ich licht empfindlich und müde und habe starke AUgenschmerzen sowie eine zugschemz im stirn bereich. Wenn ich eine Rote leuchtschrift auf schwarzem hintergrund anschaue und den kopf nach rechts und nach links drehe bewegen sich die buchstaben hin und her . Auch dieser effekt tritt monokular auf. Die augenärzte meinen ich würde es mir einbilden und da ich schon 5 Jahre darunter leide hatte ich ihnen irgendwann geglaubt und eine 1 jährige Psychotherapie mit Medikamenten ohne jeglich besserung meiner Beschwerden gemacht. Ich war nie davon überzeugt dass ich es mir einbilde, dafür ist das alles zu real. Also ich meine wenn ich mir sowas tatsächlich einbilden kann würde ich vorschlagen mich wegzusperren, denn dann kann ich mir auch andere Sachen einbilden. Jedoch beziehen sich meine Haluzinationen nur auf die Augen und meine Werte sind nicht unerheblich. Dazu die vielen unteschiedlichen Achsen und Zylinder sowie Spären die herausgekommen sind machen mich sehr stutzig. Die erste zeit wurde mir immer gesagt vom AA mit Tropfen ich sei mit 6,5 voll korrigiert. Es wurde immer cyclopentolat verwendet und bei Skiaskopien kommen immer 6,5 heraus. Deshalb wurde auch gedacht meine Akkomodationsimpuls sei zu stark und die Brille wurde um 1 dioptrie abgeschwächt aber ohne erfolg außer das mein visus schlechter wurde und ich noch müder war. Das merkwürdige ist wenn man die cyclopentolat tropfen einen tag wirken lässt kommen laut autorefraktometer der auch immer nut 6,5 anzeigt (ohne tropfen) ein wert von 7,5 und 1 dioptrie höherer Zylinder raus. Aber auch wenn man mir die Werte in die Brille macht sehe ich verschwommen. Das Bild ist zwar konstanter aber ich sehe verschwommener. Bemerkenswert ist auch das mein Schielwinkel schwankt. Als ich 6,5 drinne hatte meinten die AA alle ich hätte 2° schielen rechts. Nachdem ich die 7,5 ein halbes jahr getragen hatte war es auf einmal nur noch 1° schielen und ich hatte merh dreidimensionales sehen. Sagte zumindest die Orthoptistin. Schon merkwürdig. Ein AA meinte ich würde probieren mein Schielen zu kompensieren. Ein andere meinte ich würde durch unterschiedlich Stellen der hornhaut gucken. Er meinte meine Hornhaut würde Stellen mit mehr und weniger Atigmatismus aufweisen und ich würde bei geringe korrigierten Astigmatimus einfach durch die Stelle mit dem geringeren Astigamtismus schauen. Was ich mich persönlich frage ist, wenn man z.b einen Linsenastigmatismus hat kann man damit durch akkomodation einen hornhautastigmatimus korriegiern. Worauf ich hinaus will ist folgendes ohne Akkomodation der Linse korrigier ich meinen Hornautastigmatismus nicht, wenn ich aber akkomodiere verändere ich durch die Akkomodation auch den Astigamtismus der Linse zu meine gunsten, sodass ich geringere Werte brauche. Ist das Denkbar?? Die Augenärzte haben mir die Fragen nie beantwortet. Ich hatte auch nicht das gefühl, obwohl ich so starke schmerzen habe, dass sie mich als akkut behandlungsbedürftig ansehen immerhin habe ich ja über 100% sehleistung. DAss ich das Bild nur ca 1 Sekunde auf diesem level halten kann und ich dananch nur 20% sehe interessiet sie nicht und sie verstehen das Problem auch nicht. Ich meine ich habe darum gebettelt dass sie mir helfen, aber sie haben mich einfach nach Hause geschickt und so sitze ich nahc 5 Jahren immer noch vor dem selben Problem ohne Lösung. Ich habe natürlich auch in andere Richtungen geguckt wie Gehirn CT und wirblesäule alles ohne befund. blutwerte topp. Ich muss einräumen dass es mir psychisch nicht so klasse geht aber dass auch nur weil sich das bild alle 2 sekunden verändert und ich kack müde bin. und wiegesagt die medikamente hatten kein Auswirkung. Was auch noch bemerkenswert ist, wenn man mir mehr dioptire gibt wandert die Pupillendistanz nach außen. Bei 6,5 hat ich noch 65mm nachdem ich 7,5 ein halbes jahr getragen hatte war ich auf einmla bei 68. So das reicht erstmal. Sry das es so lang geworden ist. Und sry wegen der Rechtschreibung aber ich habe eine leserechtschreibschwäche und Konzentrationsprobleme. Ich hoffe jemand weiss Rat. Es wäre zumindest schön zu wissen was es denn ist als ewig im unklaren zu bleiben.

mfg

Christoph

lnovi>s20


Hallo,

schau da grad mal zufällig rein.....

ja, da antwortet keiner.

Also ich hab ne Menge durchgemacht und jeder sagt was anderes. Es gibt Fachleute die echt was drauf haben und es gibt grausame Schwätzer und meistens dauert es ne Weile bis man dahinter kommt von welcher Sorte wer ist.

Meine Erfahrung:

Im Bereich Optik/Augenheilkunde wird die Selbstbestimmung des Patienten/ Klienten sehr klein gehalten. Mir sind nur wenige Optiker begegnet die mich mit meinem subjektiven Befinden in ihre Messungen und Vorgehensweisen mit einbezogen haben. Dementsprechend viele Brillen die ich nicht tragen kann liegen zu Hause rum. Es gab Hochs und Tiefs usw....

Geholfen hat mir Leo Angart ( Buchtipp "Vergiß deine Brille uva seine Kurse sind super!!!)

Ich mache regelmässig meine Augenübungen...ganz selbstbestimmt...., habe schön entspannte Augen, sehe nach wie vor auch ohne Brille noch ganz passabel und korrigiere wenn es sich gut anfühlt mit ganz wenig Plus und dem Zylinder der nur rechts Probleme macht.

Hab das Sehen als "Problem" losgelassen und nen Optiker gefunden der top versiert ist und mich bestimmen läßt was ich brauche und mir erklären kann warum was wie ist.

Je komplizierter das Problem ( ich behandle inzwischen auch Menschen mit Sehproblemen) desto wichtiger ist es sich nicht als Opfer des

Schicksals zu fühlen und Lösung anderen zu überlassen sondern das Sehen zu erforschen und zu entdecken, sich zu informieren und seine Gesundheit und speziell den Teil Augengesundheit selbst in die Hand zu nehmen.

Das kann ich nur jedem so mitgeben

LG :)^

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