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Linsen-OP? Wer hat Erfahrungen damit bei starker Kurzsichtigkeit

ssusi0N31x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin 43 Jahre alt und extrem kurzsichtig. Meine Werte sind links -16,5 Dioptr. und rechts -12,5 Dioptr. Meine Kurzsichtigkeit wqurde erst bei der Einschulung erkannt und damals hatte ich Werte von -7,0 bzw. -3,5. Trotz jahrelanger Sehschule, Auge abkleben und sonstiger Versuche verschlechterte sich die Kurzsichtigkeit im Laufe der Jahr auf die heute o.a. Werte. Seit meinem 13. Lebensjahr habe ich harte, gasdurchlässige Kontaktlinsen getragen. Weiche Linsen kamen bei mir wegen der wenigen vorhandenen Tränenflüssigkeit leider nie in Frage (habe es probiert, aber leider keine Chance). Seit November letzten Jahres habe ich totale Schwierigkeiten mit den Linsen. Sobald ich sie einsetze bildet sich bei jedem Lidschlag ein schmieriger Film auf den Linsen. Trotz ständigem Zutropfen sind die Augen nach einiger Zeit sehr rot und wirken entzündet. Ich habe in Zusammenarbeit mit dem Optiker und dem Augenarzt so ziemlich alles versucht (neue Linsen,neues Pflegemittel,andere Tropfen,Salbe,Linsen 'mal 3 Wochen nicht getragen etc.).Wir sind mit unserem Latein am Ende.Meine Augen haben wohl eine Kontaktlinsenunverträglichkeit entwickelt.Schrecklich!!

Da ich mit der Brille im Straßenverkehr und im Job nur sehr unzureichend sehe, erwäge ich evtl. eine Linsen-OP.

Wer hat noch einen Tip für mich bezügl. der Kontaktlinsen?

Und wer hat solch eine Linsen-OP durchführen lassen und wie zufriedenstellend ist das

Ergebnis? Bin ziemlich verzweifelt und freue mich über jede Antwort. Danke!:-D

Antworten
VKegaxs36x9


Hallo Susi,

Dein Beitrag hat mich sehr an meine Ausgangslage erinnert, die da war bzw. noch ist

- starke Kurzsichtigkeit auf beiden Augen, ca. -16,0

- Hornhautverkrümmung auf beiden Augen ca. - 3,0

- beginnende Altersweitsichtigkeit

- beginnender grauer Star

Bis vor einem Jahr konnte ich mein "Manko" mit Kontaktlinsen noch prima ausgleichen, allerdings wurde die Verträglichkeit immer schlechter. Wie bei Dir waren die Augen immer rot und leicht entzündet, was an zunehmender Trockenheit bei mir lag. Ich war sehr verzweifelt, denn eine Brille war keine Option für mich.

Nach eingehender Beratung in einer Augenklinik habe ich mich zu einer OP entschlossen und mittlerweile im linken Auge eine künstliche Linse implantiert. Die OP am rechten Auge findet in wenigen Tagen statt und ich kann es kaum erwarten, auch auf diesem Auge wieder richtig zu sehen. Ich bin jetzt schon begeistert von dem Ergebnis und möchte Dir Mut machen. Leider kann man bei starker Kurzsichtigkeit keine Multifokallinsen implantieren, so dass man in der Regel eine "Nahbrille" braucht. Das wollte ich nicht. Ich habe mich dafür entschieden, meine Augen etwas unterschiedlich korrigieren zu lassen, so dass ich später nur eine "Fernbrille" von etwa -2,0 benötigen werde, was mich nicht weiter stört. Die muss ich ja nicht immer unbedingt tragen, denn ich komme ohne Brille im Alltag zurecht. Und man kann wieder ein schickes Gestell auswählen. Undenkbar bei meinen alten Werten.

Da Deine Ausgangslage doch noch besser ist, wird man Dir bestimmt helfen können. Suche Dir eine gute Klinik und laß Dich beraten. Wenn Du noch Fragen hast, ich antworte gern.

Nur Mut wünscht Dir @:)

Vegas

s^usi0w310


Hallo Vegas 369,

danke für die Antwort; macht mir ja Mut zur Linsen-OP.

Wo hast Du Dich denn operieren lassen? Mir wurde Dr.Oldendoerp in Euskirchen als Bester in Deutschland empfohlen. Dann muss Dr. Götzen in Düsseldorf auch sehr gut sein. Hast Du mit einem von beiden Erfahrungen?

Ein anderes Thema ist natürlich die Kostenfrage. Bin leider kein Privatpatient und sehe da so ca. 5000,- Euro auf mich zukommen. Ich will versuchen mir über die Krankenkasse einen Teil erstatten zu lassen, habe aber ehrlich gesagt wenig Hoffnung .

Wäre schön, wenn Du mir nochmal antwortest.

Lieben Gruß

susi0310 *:)

V=egaNs3x69


Hallo Susi,

ich komme aus Schleswig-Holstein und habe mich in Hamburg in der Augentagesklinik "Rothenbaumchaussee 123" operieren lassen. Diese wurde mir von Ärzten aus meinem Bekanntenkreis empfohlen. Eine zweite Meinung habe ich mir noch bei Euro Eyes in Hamburg eingeholt, bevor ich mich entschieden habe. Die von Dir genannten Ärzte sind mir nicht bekannt, aber der beste Arzt auf dem Gebiet ist meines Wissens Prof. Dr. Kohnen von der Uni Frankfurt. Deren Website ist auch sehr informativ um sich kundig zu machen:

[[http://www.refraktiv.com/]]

Außerdem habe ich mich auch hier im Forum Linsenchirugie umgesehen:

[[http://www.operationauge.de/]]

Die Kostenfrage ist natürlich ein Problem. Ich muss die Op selbst bezahlen und werde wohl mit ca. € 4.000,00 dabei sein. Die Krankenkasse übernimmt nichts und diese Haltung ist mir völlig unverständlich, aber da war nichts zu machen. Aber bedenke bei Deinen Kostenüberlegungen, dass die Brillen und Kontaktlinsen für uns stark Kurzsichtigen auch sehr teuer sind. Da kommt eine Menge zusammen. Dabei sieht die Brille noch nicht einmal wirklich gut aus und die Sehqualität ist auch schlecht - fand ich jedenfalls. Du weißt ja selbst, wie man sich fühlt, wie eingeschränkt man ist, wie groß der Leidensdruck ist.

Für mich ist es eine enorme Verbesserung der Lebensqualität, morgens aufzuwachen und gleich sehen zu können - noch mit nur dem linken Auge. Darüber bin ich so glücklich, das ist unbeschreiblich. Heute hatte ich eine Nachkontrolle und es stellte sich heraus, dass ich mit dem operierten Auge 80 % sehe. Am kommenden Montag ist mein rechtes Auge dran. Die OP ist keine große Sache, dauert ca. 20 min. Ich kann es kaum erwarten, wieder beidseitig ohne Hilfe zu sehen und gehe davon aus, dass alles klappt.

Liebe Susi, erkundige Dich genau. Befrage zwei, drei oder noch mehr Ärzte und entscheide Dich dann in Ruhe. Wenn Du noch Fragen hast, nur zu. :)z

Viele Grüße von

Vegas @:)

TehomaesMpünchxen


Hallo Susi,

dein Beitrag hat mich sehr betroffen gemacht. Denn ich lebe sehr gut mit meinen harten Kontaktlinsen und verlasse mich doch ziemlich darauf, dass es damit immer gut weiter geht. Offensichtlich gibt es aber auch bei harten Linsen diese plötzlich einsetzenden Unverträglichkeiten, wie bei dir. Und dann auf die Brille angewiesen sein ist sicher sehr frustrierend, da hätte ich mit meinen -7 schon ein Problem, wie sehr dann erst du mit deinen Werten.

Ich hoffe, es findet sich eine Lösung, mit der du mindestens so gut sehen kannst wie du es gewohnt warst (hattest du mit Linsen noch einen Visus um 1.0?)

Zur Kunstlinsen-OP kann ich nicht viel beitragen. Aber bei den Linsen wäre noch folgendes zu bedenken und zu überprüfen:

* Wie qualifiziert ist der Linsenanpasser? Unter Umständen kann ein Wechsel des Anpassers (z.B. Kontaktlinsenspezialist, zu finden etwa über [[www.optometrie.de]] ) sinnvoll sein. Gerade bei harten Linsen zählt die Erfahrung.

* Es gibt Anpasser, die den Tränenfilm chemisch auf seine Zusammensetzung analysieren lassen. Das könnte die Ursache des schmierigen Films aufklären helfen.

* Hast du irgendetwas verändert, zu der Zeit, als die Beschwerden neu auftraten? Neue Medikamente (oder alte abgesetzt), Verhütung verändert, Ernährung umgestellt, besondere psychische Belastungen... all das kann sich auf den Tränenfilm auswirken. Leider auch die hormonellen Veränderungen, die in deinem Alter beginnen. Da könnte es einen Zusammenhang geben.

Liebe Grüße,

Thomas

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