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Doppelbilder nach Schiel-OP?

JDulchgen_xS hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 35 Jahre alt und schiele seit meiner Geburt mit dem rechten Auge nach innen (manifestes Begleitschielen). Heute war ich bei meinem Augenarzt und einer Orthoptistin, da ich mich unbedingt einer Schiel-OP unterziehen möchte. Mein Fern-Schielwinkel wurde beträgt 12°. Bei einem bestimmten Test wurde allerdings festgestellt, dass es sein könnte, dass ich nach einer OP Doppelbilder sehen könnte (die habe ich nämlich in dem Test auch gesehen). Die Orthoptistin meinte, dass ich deshalb vor der OP einige Tage in der Klinik eine Folie/Brille tragen müsse.

War das bei irgendjemandem hier auch schon mal so??

Ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nach der OP Doppelbilder sieht, sehr groß? Mein Gehirn lebt ja nun schließlich schon 35 Jahre mit einem schielenden Auge. Kann es sich überhaupt nochmal umstellen auf zwei gerade stehende Augen??

Kann man nach einer Schiel-OP wieder binokular sehen?

Wie lange dauert so ein Klinikaufenthalt?

Ich möchte nach Hamburg-Eppendorf in die Uniklinik (oder eventuell nach Göttingen) gehen. War dort schon mal jemand? Und hat gute Erfahrungen gemacht?

Fragen über Fragen...

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!

Liebe Grüße

Antworten
O4rt}hopFtist in


Hallo!

Sehr schöne Angaben, da kann ich gut was dazu sagen.

Wenn bei diesem Test mit Prismen Doppelbilder auftreten, heißt es noch nicht, dass dies auch nach der OP so sein wird. Erstmal wird man versuchen das ganze durch einen längeren Prismentrageversuch (wie deine Orthoptistin auch schon sagte) besser auszutesten. Gehen die Doppelbilder damit weg, kann man eine OP gut durchführen. Bleiben die Doppelbilder jedoch bestehen versucht man das ganze noch mit einem sogen. Traktionstest zu untersuchen. Dabei wird das betäubte Auge (Tropfen) mit einer Pinzette in die Mitte gezogen und du kannst beurteilen ob dann auch Doppelbilder da sind. Sind keine Doppelbilder da, kann man operieren, ansonsten wird man dir von einer Schiel-OP aber abraten. Es gibt nie eine Garantie, dass nicht nach einer Schiel-OP doch Doppelbilder auftreten können. Meistens gehen diese aber wieder weg. Leider gibt es auch ein paar wenige Fälle wo die Doppelbilder bleiben (in der Regel sind das aber Patienten, die bereits vor der OP immer wieder mal Doppelbilder hatten).

Diese Versuchsfolie brauchst du aber nicht in der Klinik tragen - es genügt, wenn du das zu Hause machst (allerdings verlässlich!).

Und ja, auch nach 35 Jahren können sich die Augen umstellen!

12° Schielwinkel sind eine Größe, die sich in einer OP gut operieren lässt. Es gibt keine Garantie, dass das Schielen nicht wiederkommt, aber in der Regel ist es gut.

Ob man nach einer Schiel-OP binokular sehen kann hängt davon ab ob man die Veranlagung dazu hat. Manche können es, andere nicht, wieder andere haben nur ein geringwertiges Binokularsehen. Es ist auch ein bisschen davon abhängig, wann der Schielbeginn war. Niemand kann es 100 %-ig vorhersagen.

Was den stationären Aufenthalt betrifft ist das von Klinik zu Klinik unterschiedlich. Prinzipiell kann man Schielen ambulant operieren, was meistens auch gemacht wird. Andere Kliniken bevorzugen einen 3-tägigen Aufenthalt: man kommt einen Tag vor der OP, OP am kommenden Tag, bleibt noch eine Nacht. Längere Aufenthalte halte ich für nicht zeitgemäß. Die OP wird beim Erwachsenen eigentlich nur in örtlicher Betäubung durchgeführt - mit einer Spritze neben das Auge. Das Auge wird nach der OP in der Regel für eine Nacht verbunden und muss am nächsten Tag auf jeden Fall angesehen werden. Es ist stark gerötet, tränt und zieht ein bisschen - Schmerzen hat man eigentlich keine. In der Regel wird für 1 Woche Tropfen und Salbe verschrieben und man sollte für ca. 6 Wochen öffentliche Bäder und Saunen meiden. Wie lange die Rötung bestehen bleibt hängt ganz von deiner Heilung ab. Bei manchen ist nach einer Woche alles weg, bei anderen dauerts deutlich länger.

Arbeiten kann man eigentlich direkt wieder gehen, außer bei Staubberufen (wird aber in der Regel für 1 Woche krankgeschrieben).

Beide Kliniken sind empfehlenswert - dein Schielen ist auch sehr unkompliziert. Niemand wird dir zu einer Schiel-OP raten, wenn das Doppelbildrisiko zu hoch ist, denn mit Doppelbildern darf man nicht Autofahren!

Wichtig ist auch noch, dass die Brille optimal ist!

Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen!

Liebe Grüße und alles Gute *:)

Jgulche2n_S


Hallo Orthoptistin,

vielen Dank für die Antworten :-) Ich hatte auch gehofft, dass DU antwortest :-D

Meine Orthopistin hat mir geraten, in eine Spezialklinik zu gehen, weil bei mir auch noch ein minimales Höhenschielen vorhanden ist. Das ist mir bislang allerdings noch gar nicht aufgefallen ;-) Müsste man das überhaupt "weg machen lassen"?? Wenn nicht, könnte ich dann nicht einfach auch in die MHH nach Hannover gehen?

Ist die Wahrscheinlichkeit heutzutage eigentlich noch vorhanden, dass man nach einer OP in die entgegengesetzte Richtung schielt?

Hmm, von der örtlichen Betäubung bei Erwachsenen habe ich auch schon gehört. Das stelle ich mir aber ganz schön schlimm vor :-/

Wie? WELCHE Brille muss optimal sein? Ich habe ja gar keine! Meine Sehstärke beträgt auf beiden Augen 80 % (Test war ja gestern ;-) ) Ich habe wegen des Schielens lediglich von der zweiten bis zur vierten Klasse eine Brille getragen...

Mein Mann meinte jetzt gestern auch noch, dass man das Schielen bestimmt auch mit einer Brille korrigieren kann. Stimmt das?

Liebe Grüße

OXrthboptixstin


Es muss auf jeden Fall überprüft werden ob eine Weitsichtigkeit vorliegt, wenn ja dann muss man eine Brille versuchen, da die Weitsichtigkeit in vielen Fällen der Auslöser für das Schielen ist. Nur im Falle einer Weitsichtigkeit könnte die Brille das Schielen evtl. behandeln. Eine Weitsichtigkeit kann man nur mit erweiterten Pupillen bestimmen (Tropfen).

Eine Sehschärfe von 80 % würde mir als Untersucher übrigens nicht ausreichen... Warum ist denn der Visus nicht besser, wenn du keine Brille brauchst ???

Über das Höhenschielen kann ich jetzt so nicht so viel sagen. Es kommt auf die Form des Höhenschielens an. Wenn es dir bisher nicht aufgefallen ist und es lediglich um eine kosmetische OP geht, braucht man es nicht wegmachen lassen. Wenn es aber auch um das Binokularsehen geht müsste man es beseitigen. Für mich klingt es aber nach deiner obigen Beschreibung eher nach einer rein kosmetischen Geschichte...

Ein sogenanntes konsekutives Außenschielen (nach Schiel-OP in die andere Richtung) gibt es auch heute noch. Man strebt bei Operationen im Erwachsenenalter (wenn es "nur" um die Kosmetik geht) daher auch immer an lieber einen kleinen Restschielwinkel nach innen zu lassen, da wir aufgrund des Aufbaus der Orbita insgesamt die Tendenz haben, dass die Augen eher nach außen wandern. Ein Außenschielen ist auch in der Regel immer auffälliger als ein Innenschielen. Ein Restschielwinkel bis 5° Innenschielen ist ein sehr gutes Ergebnis nach einer OP.

Ich persönlich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand an meinem Auge operiert wenn ich wach bin. Aber die Patienten sind in der Regel immer "begeistert". Sie haben nichts gespürt, sehen kann man auch nicht gut und man bekommt ja auch was gegen die Aufregung. Man hat halt in diesem Fall den Vorteil, dass man nicht das Risiko der Vollnarkose eingeht. Ich meine wenn bei der Vollnarkose etwas passiert kann es sein, dass man schwerst behindert oder Tod ist. Wenn bei der örtlichen Betäubung was schief läuft verliert man schlimmstenfalls die Sehschärfe auf dem Auge... (das wären jetzt die beiden Extreme..). Es sagen eigentlich fast alle, dass sie es wieder so machen würden. Mir müsste man wahrscheinlich vorher mit dem Vorschlaghammer eins auf den Kopf geben damit ich überhaupt still liegen bleibe :-p

Liebe Grüße

J)u*lcDhenx_S


Den "Tropf-Termin" habe ich am 28.5. Mal sehen, was dabei rauskommt...

Beim Sehtest musste ich mit jedem Auge zwei Reihen mit Zahlen vorlesen. Das konnte ich ohne Probleme! Reicht das, um zu sagen, dass die Sehschärfe bei 80% liegt?? Vielleicht hat sie aber auch "über 80% gesagt?? ???

Mit einem Restschielwinkel von bis 5 ° könnte ich, glaube ich, leben ;-)

Was hältst Du von der MHH (Hannover)?

"Meine" Orthopistin sagte, dass es mehrere Monate dauert, bis man einen Vorstellungstermin in einer Klinik bekommt. Stimmt das? Naja, ich hätte mich ja auch mal eher drum kümmern können :°(

Liebe Grüße

P*ant'anifk%erixn


Ich kann Dir was zur örtlichen Betäubung sagen...

Also ich hatte meine ersten 2 Schiel-OPs unter Vollnarkose, da ich damals 2 und 11 war. Wobei man sich, als ich 11 war, schon überlegt hat, dass unter ÖB zu machen, dagegen hatte ich mich aber gewehrt.

Mit 23 hatte ich dann eine Schiel-OP unter ÖB und ich muss sagen, ich würde es wieder machen. Man ist bei weitem nicht so müde danach und es ist wirklich nicht schlimm. Du bekommst nicht mit, wie Dein Auge betäubt wird, da man Dich kurz einschlafen lässt. Vielleicht gab es auch Dormicum, welches eine kurze Amnesie macht. Ich kann mich ganz ehrlich nämlich beim besten Willen nicht daran erinnern. Ich bekam einen Zugang am Arm und dann bin ich m.E. eingeschlafen und wurde kurz danach wach und mein Auge war taub.

Bei der OP siehst Du nichts, Das andere Auge ist abgedeckt und das Auge das operiert wird sieht vielleicht nur das helle Licht der OP-Leuchte ganz verschwommen, aber mehr nicht.

Ich hatte mich die ganze Zeit mit meinem Arzt unterhalten, da ich selber Medizin studiere, wollte ich ja alles ganz genau wissen ;-) . Ich denke das macht nicht jeder Arzt mit, aber bei mir war es echt nett.

Habe mich in Kiel in einer Privatklinik operieren lassen, kann die Klinik nur empfehlen. Bin auch über nacht danach noch geblieben, aber nur, weil ich aus Lübeck komme und ich am nächsten Tag um 8Uhr sowieso wieder hätte kommen müssen. Sonst hätte ich danach auch gleich gehen dürfen.

Schmerzen hatte ich kaum welche. Ich bin nur zu früh wieder zu meinem Pferd in Stall und der Staub hat ziemlich gereizt :=o. Also da lieber auf die Ärzte hören und Staub länger meiden!

JGulchexn_S


Hi Pantanikerin,

oh, das hört sich ja doch gar nicht so schlimm an :)^ Meine letzte Vollnarkose vor drei Jahren ist mir auch überhaupt nicht gut bekommen...

Warum wurdest Du denn schon so oft operiert? Ist das Schielen denn immer wieder gekommen? Musstest Du lange auf die Termine warten? An die ersten beiden wirst Du Dich wohl kaum erinnern können, aber an den letzten ja wohl schon ;-)

Wie war das bei Dir mit Doppelbildern?

Liebe Grüße

PCaAntan4ikeFrin


Jetzt wird es etwas länger uind so ganz sicher bin ich mir bei ein paar Sachen nicht, aber ich versuche mal, das was ich weiß, zu schildern.

Als ich auf die Welt kam schielte ich ziemlich schnell. Bei Säuglingen sehen viele das als normal an, aber meine Mum ließ das zum Glück relativ schnell untersuchen. Da wurde dann eben festgestellt, dass ich kein binokulares sehen habe. Ich wurde dann als Kleinkind jeden Tag getropft, immer abwechselnd mal das rechte, dann das linke Auge, damit beide volle Sehkraft erlangen (soweit ich weiß). Hat zum Glück auch funktioniert. Meine Orthoptisitin jetzt ist darüber nämlich erstaunt gewesen, sie meinte mit Tropfen es auf 100% würde nicht immer funktionieren. Keine Ahnung allerdings, ob das stimmt.

Das Innenschielen wurde dann mit knapp 3 Jahren operiert. Daran habe ich natürlich gar keine Erinnerung. Mit dem Wachstum verwuchs sich das aber nach und nach in ein Außenschielen. (ein leichtes Höhenschielen hatte ich schon immer). Unter Stress und Müdigkeit wurde es dann immer schlimm. Dann wechselte mein führendes Auge (das rechte) auf links und ich schielte ganz extrem. Gibt davon grauenvolle Bilder!

Mit 11 wurde das nochmal gerichtet, bevor ich auf die weiterführende Schule kam. Meine Mum hatte Angst, dass ich gehänselt werde und man hatte noch eine kleine Resthoffnung, dass ich eventuell doch noch binokulares Sehen entwickeln könnte. Dem war aber nicht so. Räumliches Sehen und 3-D Kino bleiben mir ein Rätsel ;-)

Dann war das (bis auf das Höhenschielen, was nie angeglichen wurde, da es nicht so sehr auffällt) alles eine Zeit lang echt gut. Zum Studium hin mit dem Stress fingen die Augen dann wieder an verrückt zu spielen. Das Linke wanderte wieder nach Außen und bei Müdigkeit fing ich schon an ein Auge zu zukneifen, um es zu entlasten. Oder ich habe einfach unbewusste eine Hand davor gehalten. Das ist meinem Stiefpa immer aufgefallen, mir nämlich gar nicht. Als ich dann in der Klinik des öfteren von Patienten angesprochen wurde, dass sie das Gefühl haben, ich rede mit ihrem Bettnachbarn und nicht mit Ihnen, da ich sie nicht anschauen würde, habe ich mich entschlossen ein weiteres mal mich operieren zu lassen. Das war dann nur noch rein kosmetisch. Das Höhenschielen wurde wieder außen vor gelassen. Anscheinend ist das nicht ganz so leicht zu operieren. Meine Augen jetzt stehen absolut paralell, nur eben leicht höhenunterschiedlich.

Doppelbilder hatte ich zum Glück nie. Da hatte ich wirkliches Glück. Habe auch so nie irgendwie bewusst Probleme mit meinen Augen gehabt. Das problem hatten eher die anderen Menschen, also meine Umgebung. Für den Job habe ich eben die letzte OP gemacht. Es ist einfach für andere angenehmer. Hatte 20Grad Abweichung mit 23 dann, wenn ich mich recht erinner.

Terminlich musste ich nicht so lange warten. Also meinen ersten Augenarzttermin hatte ich in 24 Stunden, da mein Stiefvater Prof. Uthoff kennt und somit das klar gemacht hat. Danach hat er mich an seinen Spezialisten fürs Schielen verwiesen. Nach 1-2Monaten hatte ich dann meinen OP-Termin. Davor wurde ein Prismentest gemacht, dabei wird getestet, ob ich vielleicht Dopperlbilder entwickel, sobald die Augen gerade zueinander stehen. Am OP-Tag kam ich morgens an und wurde Mittags operiert. Am nächsten Tag konnte ich um 9Uhr schon wieder abgeholt werden. Der Verband kam am abend vorher schon runter. Auto fahren durfte ich sofort, sofern ich es mir zutrauen würde. Habe ich aber erst einen Tag später gemacht, da ich Schmerzen hatte, sobald meine Augen nach links oder rechts sich bewegten. Habe also immer den ganzen Kopf gedreht, anstatt nur nach links zu schauen. Das war anch einen Tag aber sofort weg. Die Nähte habe ich ungefähr eine Woche leicht gespürt, aber nicht als störend. Nach einer Woche musste ich zur Nachunetrsuchung und dann nach 4 Wochen nochmal. Jetzt gehe ich immer alle halbe Jahr und toi toi toi, noch ist alles bestens.

So oft geht bei mir operieren aich nicht mehr, da ich schon einige Narben an den Muskeln habe, deshalb versuche ich starken Stress zu meiden.

So, falls du noch Fragen hast, stelle sie! Meine Augengeschichte ist nicht gerade kurz zu fassen und gerne vergesse ich auch mal was zu erwähnen.

So eine Schiel-OP ist im Grunde Routine und keine riesen Sache. Meine letzte dauerte vielleicht eine halbe Stunde.

Viel erfolg wünsche ich Dir und einen guten Arzt!!!

JZuLlch"en_xS


Hi Pantanikerin,

vielen Dank für Deine ausführliche Schilderung @:) Mittlerweile kann ich es kaum noch abwarten, endlich operiert zu werden ;-) Das Problem ist halt immer noch, dass ich nicht wirklich weiß, wo ich hingehen soll... Ich habe mal im Internet nach Kliniken geguckt. Bei der UKE (Hamburg) und auch bei der Augenklinik Bellevue steht ja recht viel zum Theme Schieloperationen. Bei der MHH (Hannover), wo ich aufgrund der geringsten Entfernung eventuell hingehen würde, steht GAR NICHTS dazu :-(

Zahlt die Krankenkasse eigentlich Schiel-OPs, auch wenn sie nur aus kosmetischen Gründen gemacht werden würden?? Wenn ja, würden dann auch Fahrtkosten erstattet werden? Keine Ahnung, ob Du sowas weißt, aber Du studierst ja immerhin Medizin - ich bin übrigens Bauingenieurin ;-)

Hast Du den Prismentest vorher in der Klinik gemacht oder zuhause? Wie lange dauert so ein Test?

Liebe Grüße

Ocrthopt~istxin


Ja, die Krankenkasse bezahlt die Schiel-OP, aber nicht die Fahrtkosten!

Ob die Prismenuntersuchung zu Hause oder in der Klinik durchgeführt werden muss hängt davon ab ob die Doppelbilder weggehen oder nicht - das ist von Patient zu Patient unterschiedlich und man kann auch nicht sagen für wieviele Tage dieser durchgeführt werden muss (wenn überhaupt zu hause erforderlich...).

Dass manche Kliniken keine Internetauftritte haben liegt nicht an ihrer fachlichen Kompetenz, sondern an der Öffentlichkeitsarbeit! Man sollte niemals solche Auftritte als Grundlage für Entscheidungen nehmen. Oft ist es sogar so, dass der Internetauftritt deutlich besser ist als die fachliche Kompetenz...

Es ist eine wirklich einfache Schiel-OP - eine Klinik die regelm. Schieloperationen durchführen reicht völlig aus - sie müssen sich nicht spezialisiert haben!

Liebe Grüße

P@antaFniknerin


Das stimme ich Orthoptistin zu.

Ich war in beiden Kliniken (als Kind in Esslingen am Neckar und jetzt in der Augenklinik Bellevue) gut aufgehoben.

Die Augenklinik Bellevue ist mit eine riesigen augenärztlichen Gemeinschaftspraxis in Kiel verbunden. Dort gehe ich so immer hin. War nur zur OP in der Klinik. Alles andere (Prismentest; Nachsorge) wurde in der Praxis gemacht. (Dort finde ich es immer wieder lustig, dass die Sehschule immer auf Kleinkinder zugeschnitten ist, ich überlege mir mittlerweile ob ich meiner Orthoptistin auch mal ein Bild im Wartezimmer male, was sie sich dann in ihr Zimmer hängt ;-) ok ich schweife ab, aber das wollte ich erwähnt haben ;-D )

In Esslingen war die zweite Augen-OP auch ambulant gemacht worden. Also in der Praxis hatten die einen kleinen OP und meine Mutter konnte mich danach dann auch gleich mitnehmen. Da war also auch alles vor Ort gemacht worden.

Mein Prismentest dauerte ca. eine Stunde. Ich war im hauseigenen Cafe as trinken, bin viel gelaufen, habe versucht zu lesen. Aber ich habe keine Dopperlbilder entwickelt, deshalb habe ich das nicht länger machen müssen.

Die anderen Fragen wurden ja schon geklärt und wie gesagt, eine Schiel-OP ist reine Routine und nicht hoch kompliziert.

OErthopXtisxtin


Ich würde gerne noch eine Anmerkung machen: nicht alle Schiel-OP's sind reine Routine und manche davon sind wirklich hoch kompliziert! (z. B. eine Hummelsheim-OP...) ]:D

P,antUanike|rin


Ok, da gebe ich mich geschlagen. ;-) Meine waren zumindest Routine (laut meinem Arzt) und ich war immer fix wieder aus dem OP raus und hatte immer gute Ergebnisse danach!

J`ulchezn_S


Ich glaube, Ihr beiden habt recht ;-) Wenn ich wirklich nur das Innenschielen weg operieren lasse, ist das ja eigentlich eine Routine-OP... Ich habe jetzt allerdings von einer Freundin, die in der MHH arbeitet (aber nicht in der Augenklinik), gehört, dass die Augenklinik nicht mehr so gut sein soll, wie sie es früher mal war. Allerdings muss das ja nicht für Schiel-OPs gelten ???

Danke nochmal für Eure ganzen Stellungnahmen! Ich bin jetzt längst nicht mehr so "schissrig" wie ich es am letzten Donnerstag noch war ;-D

Liebe Grüße

f&oh


@ Pantanikerin

wie lange ist den deine letzt op her ?

deine story ist sehr ähnlich mit meiner.

allerding hatte ich nach OP 2 grad innen und 2 monate später schon wieder 3 grad aussen.

mich wundert auch die selbstverständlichkeit mit der du von örtlicher betäubung sprichst.

ich hatte mich bei 2 kliniken informiert, die beide standardgemäß nur mit vollnarkose operieren.

örtliche wäre mir lieber gewesen, weil ich wegen mopetunfall schon viel zu viele vollnarkosen hatte.

örtliche wurde aber abgeleht.

@ julchen

ich hatte auch prismen test und dabei teilweise doppelbilder gesehen.

wurde trotdem operiert und nach ein paar tagen waren die doppelten auch wieder weg.

weitere erfahrungsberichte kannst du auch hier lesen :

[[http://www.med1.de/Forum/Augen/200903/3/]]

auch meinen.

grüße,

foh

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