» »

Erfahrungsbericht OP-Linsentausch mit multifokalen Linsen

pcrinwtmedxien hat die Diskussion gestartet


Meine Erfahrungen mit meinen neuen multifokalen Linsen im Allgemeinen und mit Care Vision im Besonderen.

Vorab: Dies ist keine Werbung, sondern sind einfach meine persönlichen Erfahrungen, die ich allen zur Verfügung stellen möchte!

Angeregt durch eine Aktion des Radiosenders ffn und Care Vision begann ich vor rund vier Monaten mich mit dem Thema "Augen lasern" auseinander zu setzen. Ich musste seit der 5. Klasse eine Brille tragen und habe dreißig Jahre - seit meinem 18. Lebensjahr - weiche Kontaktlinsen getragen. Nach vielen Jahren mit -4 Dioptrien wurden meine Augen mit Beginn der Computerarbeit wieder schlechter (bis -6,5 Dioptrien) bis ich meinen ersten Flachbildschirm kaufte (die erneute Verschlechterung lag wohl am Röhren-Bildschirm). Das war aber mit den Kontaktlinsen soweit kein Problem – ich kam damit bestens zurecht. Bis ich Probleme im Nahsichtbereich bekam. Die Optiker meinten zu mir, ich müsste mich damit abfinden, über kurz oder lang zusätzlich zu den Kontaktlinsen eine Brille für den Nahbereich tragen zu müssen. Oder Gleitsicht-Kontaktlinsen oder Gleitsichtbrille! Und Gleitsicht funktioniert bei mir nicht – da sträubt sich der Kopf.

Mit Lasern hatte ich immer mal wieder geliebäugelt, aber da es mit den Kontaktlinsen ja bestens funktionierte, nie Kontakt aufgenommen.

Nun mit der ffn-Aktion, das war die Chance: angemeldet und kurze Zeit später hatte ich meinen Beratungstermin bei Care Vision in Hamburg. Und nun endlich erklärte mir auch mal jemand, wieso ich nicht schwächere Kontaktlinsen brauche, sondern eine zusätzliche Sehhilfe für den Nahbereich: Grund ist die dritte Fehlsichtigkeit, die man haben kann: die Alterssichtigkeit! Dann ist die natürliche Linse nämlich nicht mehr in der Lage hundertprozentig zu fokussieren.

Frau Meyer erläuterte mir auch sehr genau die Unterschiede der beiden Lasermethoden und dass die Entscheidung, welche Methode verwendet wird, vom Auge abhängig ist (daher gibt es bei dieser Klinik auch keinen Preisunterschied – die optimale Methode wählt der Augenarzt). Sie sagte mir auch gleich, dass meine Probleme im Nahbereich (=Alterssichtigkeit) mit dem Lasern nicht beseitigt werden können und ich zeitnah eine Lesebrille brauchen würde. Um die Alterssichtigkeit ebenfalls zu beseitigen, gibt es den Linsentausch. Hatte ich vorher gelesen – aber warum sollte ich meine natürlichen Linsen tauschen? Nun wusste ich es. Auch nach dem Linsentausch – es werden sogenannte multifokale Linsen eingesetzt, nachdem die natürliche Linse entfernt worden ist – muss man nur noch mit leichten Sehproblemen im sogenannten intermediären Bereich (40 bis 70 Zentimeter = Bildschirmarbeit) rechnen, was durch eine leichte Brille ausgeglichen wird.

Nun fing ich an zu Rechieren: Lasern oder Linsentausch? Beim Gespräch mit dem Augenarzt fiel dann doch sehr schnell die Entscheidung zugunsten des Linsentausches, da ich – aufgrund meiner Computerarbeit – nach dem Lasern wohl eine leichte Gleitsichtbrille tragen müssen würde! Das wollte ich doch nicht.

Aber bevor ich eine endgültige Entscheidung traf, wollte ich mich aber erst noch einmal ausgiebig im Internet kundig machen. Wer hat so etwas schon gemacht, wie waren die Erfahrungen? Ich habe jedoch - leider – nur zwei Erfahrungsberichte (einen davon in diesem Forum) gefunden. Allerdings haben sie zu meiner Entscheidungsfindung beigetragen. Mein Mann hat mir bei der Recherche geholfen und u. a. herausgefunden, dass diese OP (es ist übrigens die gleiche, die bei Patienten mit Grauem Star gemacht wird) seit rund 50 Jahren gemacht wird und das mittlerweile über 600.000 Mal pro Jahr weltweit. Es ist somit die am häufigsten durchgeführte OP!

Aufgrund beruflicher Einschränkungen dauerte es nach der Entscheidung dann noch zwei Monate, bis ich meine neuen Linsen bekam. Darüber möchte ich nun berichten. Am meisten Angst hatte ich vor der Klammer, mit der das jeweilige Auge während der OP aufgehalten wird, weil die OP "nur" mit örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Aber man bekommt eine Beruhigungstablette und während ich von der sehr lieben OP-Schwester vorbereitet wurde, wurde das "Fracksausen" schon weniger. Die Klammer war dann auch überhaupt kein Problem mehr: Ich habe sie nicht gespürt! Das grelle Licht, das – natürlich – für die OP benötigt wird, war da doch unangenehmer. Aber nach 20 Minuten war die erste Runde geschafft und ich durfte mit einem Schutzverband auf dem Auge wieder nach Hause (natürlich nicht selber fahren).

Bei dieser Klinik werden die Augen nicht auf einmal operiert, sondern es liegen zwei Tage dazwischen. Am Tag nach der ersten OP kam der Schutzverband ab und die erste Kontrolle erfolgte, wie gut ich sehen kann. Ich hatte – am Tag nach der OP – auf dem operierten Auge schon 90 % Sehkraft!! Einen Tag später wurde das zweite Auge operiert und bei der ersten Kontrolle eine Woche nach der zweiten OP hatte ich – mit ein wenig Anstrengung – schon wieder 98 % Sehkraft. Lesen: kein Problem mehr – die Arme müssen nicht verlängert werden, :-).

Ich habe dann aber erst am Montag wieder angefangen zu arbeiten, einfach weil ich meine Augen noch schonen wollte. Es war denn auch anstrengend, denn die neuen Linsen sind – so die Aussage des Augenarztes – wie bei einem Neugeborenen und Augen und Gehirn müssen quasi alle Entfernungen neu lernen. Gerade der intermediäre Bereich war für mich anfangs sehr schwierig, am Laptop ging es erst gar nicht – im Gegensatz zu heute, als ich diesen Bericht schreibe (1 ½ Wochen nach den OPs)!

Ich habe nur morgens nach dem Aufstehen noch trockene Augen, Augentropfen rein, weg! Dieses Tropfen ist auch sehr wichtig, um Infektionen zu vermeiden. So beginnt man schon drei Tage vor der OP damit. Klar, dass man nicht an den Augen reiben darf und auch ansonsten aufpassen sollte, dass nichts ins Auge kommt. Was im Moment noch problematisch ist, sind – insbesondere im Dunkeln – die Halos, die man um jede Lichtquelle hat. Man sieht quasi die Ringe der neuen Linsen, in denen die abgestuften Brennweiten sind (oder wie man das nennt). Ich denke aber, dass das mit der Zeit vom Gehirn verdrängt wird, weil sie da nicht hingehören. Eine Bekannte und mein Schwager haben jedenfalls keine Probleme mehr damit.

Die Entscheidung zugunsten des Linsentausches habe ich nicht bereut, denn morgens nicht mehr als erstes nach der Brille tasten zu müssen, ist einfach toll.

Eines muss man bedenken: Die Augen werden – so war es bei mir – wieder lichtempfindlicher und man muss wieder öfter eine Sonnenbrille tragen. Auch muss man bedenken, dass man zum Lesen mehr Licht braucht als vorher. Das ist aber nicht negativ, sondern man hilft damit ja auch den Augen, wenn sie sich nicht so anstrengen müssen. Und wenn ich dann noch bedenke, dass die Gefahr an Grauem Star zu erkranken (aufgrund der Dioptrien und erblicher Vorbelastung bei mir durchaus gegeben), weg ist und auch das Gehirn wieder volle Lichtintensität bekommt (Info eines Bekannten der ein Altenheim hat: Wenn die natürliche Linse inflexibler wird und weniger Licht ins Gehirn kommt, wird auch die Bewegungsfähigkeit reduziert), sind das durchaus zwei Aspekte, die mir zusätzlich bestätigt haben, dass meine Entscheidung richtig war.

In rund 2 ½ Monaten muss ich dann wieder zu einer Kontrolluntersuchung zu Care Vision. Dann wird entschieden, ob zusätzlich für die Schärfe in der Ferne auch noch einmal gelasert wird. Wenn ja, diese Kosten sind bei Care Vision im Preis enthalten, ebenso wie alle Untersuchungen vorher und bis zu einem Jahr nach der OP. Dazu gibt es 10 Jahre Garantie. Zusätzliche Kosten sind halt die Fahrten zu Untersuchungen, OP- und Kontrollterminen sowie die Augentropfen, die man bis vier Wochen nach der OP nehmen muss.

Apropos Kosten: Sicher ist weder lasern noch Linsentausch eine billige Angelegenheit. Das ist auch gut so. Denn hier wird hochqualifizierte Arbeit geleistet und die hat ihren Preis. Wenn man dann noch überlegt, wie viel Geld man allein pro Jahr beispielsweise für Kontaktlinsen und -Flüssigkeiten ausgibt oder was eine gute Gleitsichtbrille kostet (und man braucht ja im Laufe der Jahre nicht nur Eine), dann relativieren sich die OP-Kosten. Außerdem kann man bei Care Vision die Kosten fürs Lasern oder den Linsentausch in Raten bezahlen, die das Portemonnaie "wuppen" kann.

Natürlich habe ich auch Angebote in der Türkei im Internet gesehen - das kam für mich jedoch von vornherein nicht in Frage. Gar nicht mal, weil die Ärzte schlechtere Arbeit leisten könnten (was wohl auch nicht der Fall ist), sondern einfach für den Fall der Fälle, das was nicht in Ordnung sein sollte. Und da ich bereits mehrere Beratungs- und Untersuchungstermine vor der OP bei Care Vision hatte, war ich froh, nicht so weit fahren zu müssen bzw. Entscheidungen von heute auf morgen treffen zu müssen.

Die Mitarbeiter bei Care Vision waren und sind für mich ein kompetentes Team, die sich viel Zeit auch für mich und meine Fragen, die ich mir aufgelistet hatte, genommen hatten.

Sicher kann auch mal etwas schief gehen – es ist und bleibt eine OP, noch dazu an einem für uns Menschen sehr wichtigem Organ. Darüber muss sich jeder im Klaren sein – egal, ob Laser oder Linsentausch.

Wer gerne mit mir Kontakt aufnehmen möchte, um mit mir über meine Erfahrungen zu sprechen, kann mich anmailen: astrid (at) roeben-online.de (das (at) durch das entsprechende Zeichen ersetzen und die Leertasten weglassen) und mir seine Telefonnummer mitteilen (wenn möglich bitte Festnetz). Dann beantworte ich gerne alle Fragen, sofern es mir möglich ist.

Antworten
O'rthop5tAistxin


Liebe Printmedien,

schön, dass alles so reibungslos verlief! Oben schreibst du, dass dies keine Werbung sein soll, dann sei doch bitte auch so nett und schreib all die Risiken rein, über die du aufgeklärt wurdest! Denn so ein Eingriff ist alles andere als risikoarm und die Leute sollten schon auch hören, welche Risiken du auf dich genommen hast, nur um keine Brille mehr tragen zu müssen.

Liebe Grüße

T[r<ocxhly


Wie schon von Orthoptistin gesagt, sollte man das ganze etwas relativieren:

Meines Wissens nach wurden die ersten Multifokallinsen um 1980 entwickelt und verwendet. Die Aussage, es gäbe schon seit 50 Jahren Erfahrungen halte ich nicht für richtig.

Die Linsen funktionieren nach folgendem Prinzip: Anstatt bei einer einfachen Kunstlinse mit einem Brennpunkt haben diese Linsen zwei Brennpunkte und verteilen das Licht auf einen Brennpunkt für die Nähe und einen für die Ferne. Dadurch, dass das Licht eben aufgeteilt wird, führt das dazu, das die endtgültige SEhschräfe in der Nähe oder Ferner geringer ist als mit einer normalen Kunstlinse und und einer Lesebrille. Somit ist diese Linsenform für Fernfahrer zb. nicht geeignet. Der Luxus keine Brille mehr zu brauchen geht also eindeutig auf die maximale Sehkraft. Dies hat man dir wahrscheinlich auch erklärt. Ferner haben die Leute oft Probleme mit sogenannten Halos (LIchtkränze umd LIchtquellen), Glare (Blendeffekte) und eben eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Oft geben die Leute auch Probleme bei nächtlichen Autofahrten hat.

Generell kann man sagen, dass sich die Linsen bis jetzt nicht wirklich durchgesetzt haben, obwohl sie schon seit einigen Jahren auf den Markt sind und die neuen Modelle deutlich besser geworden sind. Es gibt auch einige Patiente, die mit ihren LInsen nicht zu recht kommen und sie wieder entfernt werden.

Auch die Tatsache, dass eben mit einer Lasertherapie noch einmal nachgebessert wird, würde ich anders bewerten. Wenn ich derzeit eine neue Linse bräuchte, würde ich mich eindeutig für eine normale Linse mit Lesebrille entscheiden oder Fernbrille eben.

mCarAkum


hallo

bei meiner tochter (8 monate!) soll wg linsentrübung/katarakt die linse (links) entfernt werden. :-(

was ein op-trauma fürs leben. wir suchen noch alternativen.

Tgronchalxy


@ Markum

Eine wirkliche Alternative ist mir meines Wissens nach nicht bekannt. So wie du das beschreibst, handelt es sich bei deiner Tochter um eine einseitige Cataract. Das heißt die Linse ist nur auf einem Auge getrübt und auf dem anderen Auge normal entwickelt. Hier ergibt sich nun folgendes Problem:

Das Auge und besser gesagt das Gehirn muss in der Kindheit noch lernen richtig zu sehen - also lernen das Auge zu benutzen. Dies macht das Gehirn, indem immer wieder die Reize vom Auge verarbeitet werden und sich dadurch die Nervenbahnen verknüpfen. Wenn aber nun wegen der Linsentrübung ein Auge kein "Licht" also Sehimpulse erhält, kann das Gehirn nicht lernen, dieses Auge richtig zu benutzen. Aus diesem Grund bildet sich dann hier, gerade wenn die Linsentrübung stärker ausgeprägt ist, ein Schwachsichtigkeit, eine sogenannte Amblyopie. Leider kann das Gehirn das Sehen lernen später nicht mehr nacholen und aus diesem Grund ist es wichtig, sich diesem Problem anzunehmen. Natürlich ist die Cataract-Operation bei Kindern etwas schwieriger als beim Erwachsenen. Aber wenn man zu einem Operateur geht, der Erfahrung mit solchen Kindern hat, sind die Risiken auf jeden FAll kleiner, als die Schwachsichtigkeit in Kauf zu nehmen. Deine Tochter wird dann höchstwahrscheinlich für die ersten Jahren eine Konaktlinse erhalte und später, wenn das Auge gewachsen ist, wird eine normale Linse implantiert. Dies bedeutet für euch, aber die nächsten Jahre regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt und in der Sehschule.

Es ist aber wirklich wichtig, die Linsentrübung nicht auf die leichte Schulte zu nehmen und auf eine Alternative zu warten in meinen Augen der falsche Weg. Wenn sich einmal das "Lernfenster" des Gehirns geschlossen hat und sich eine Schwachsichtigkeit entwickelt hat, bringt eine Cataract-Operation später keinen großen Sehgewinn mehr.

pYr!intmedxien


Hallo an alle, die sich auf meinen Erfahrungsbericht gemeldet haben (sorry, ich habe einige Zeit nicht reingesehen, da ich beruflich viel zu tun hatte):

1. Aufklärung: Selbstverständlich wurde ich über die Risiken der OP (generell und speziell aufgeklärt). Bei der von mir gewählten Augenlaserklinik bekam ich - wie in jeder anderen Klinik auch - einen Bogen mit spezifizierten Angaben über die OP und ihre Risiken. So stand beispielsweises drin, dass es nach der OP zu Netzhautablösngen kommen kann. Logisch, dass ich den Arzt danach gefragt habe und er hat mir erläutert, dass man es merkt, wenn sich die Netzhaut ablöst und dass sie dann wieder angenäht wird. Man darf sich dann nur nicht ewig Zeit lassen. Es werden ja auch in kurzen Abständen nach der OP Nachsorge-Untersuchungen gemacht. Ich habe auch - auf Anraten in einem anderen Forum - nach der sogenannten Re-Operationsrate gefragt, die mir vom Arzt mit unter 1 % angegeben wurde. Mir wurde auch gesagt, dass auch etwas komplett schiefgeht, man blind werden kann. Das ist in dieser Klinik aber nicht vorgekommen.

2. Seit wann es die Linsen gibt: Ich habe nicht geschrieben, dass es die Multifokallinsen seit ca. 50 Jahren gibt. Wenn das so rüber gekommen ist, bitte ich um Entschuldigung. Generell gibt es die Möglichkeit der Linsenimplantation seit dieser Zeit. Zu Beginn natürlich nur als Einstärkenlinse, die in der Antwort beschriebene Linse ist eine sogenannte Bifokal- (Zweistärken-)linse. Die Multifokallinse, die mir eingesetzt wurde, wird seit ca. 10 Jahren verwendet und sie hat auch nicht nur 2 Brennpunkte, sondern ganz viele kleine Ringe mit verschiedenen Stärken. Die Ringe haben eine Stärke von einem Vierzigstel eines Haares bzw. einem Siebtel eines Blutkörperchens und liegen quasi dicht an dicht. Daraus resultieren auch die

3. Halos über die ich im Usprungsbericht geschrieben habe. Sicher, sie sind unangenehm, werden aber mit der Zeit vom Gehirn ausgeblendet, da sie da nicht hingehören. Das ist bei mir auch noch nicht soweit, aber es wird weniger. Der Prozeß, bis das soweit ist, wird aber doch wohl etwas länger dauern. Glare (Blendeffekte) habe ich nur, wenn ein dunkler Gegenstand vor einem sehr hellen Hintergrund steht. Auch hier muss das Gehirn lernen, damit umzugehen.

4. Blendempfindlichkeit: Sie ist von höherer als normaler Empflindlichkeit jetzt nach vier Wochen wieder auf das Mass zurückgegangen, wie ich sie früher auch hatte. Dass ich in den letzten Jahren nur selten meine Sonnenbrille brauchte, ist mir erst jetzt bewusst geworden. Das bedeutet aber auch, dass meine Linsen schon nicht mehr so viel Licht durch gelassen haben.

5. Sehschärfe: Wie die Situation mit einer Einstärkenlinse heute wäre, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann heute sagen, dass die Entscheidung die Richtige war. Die Sehschärfe ist so, wie man es mir vor der OP gezeigt hat. Ich war heute wieder zur Nachuntersuchung und es ist so, dass ich aufgrund meiner Hornhautverkrümmung noch -,25 Dieoptrien habe. Damit kann und darf ich Autofahren und ich kann bestens lesen und habe - ausser bei schlechter Beleuchtung - keine Probelme im intermediären Bereich. Ich kann mir, wenn ich will, die -2,35 Dioptrien noch weglasern lassen, es kann dann aber dazu führen, dass ich dann wieder leichte Probleme im intermediären Bereich bekomme. Ich werde auf Anraten der Augenärztin von heute mir also in meine alte Brille erst einmal ganz einfache günstige Gläser einbauen lassen (mit den heute ermittelten Werten) und diese Brille dann auch bei der Arbeit am PC testen. Wenn es hier zu der befürchteten Verschlechterung kommt, lasse ich mich nicht lasern und stecke meine Brille mit den neuen Gläsern ins Auto, um 100 % in der Ferne sehen zu können. Der Luxus keine Brille mehr tragen zu müssen, geht also nicht zu Lasten der Sehkraft. Für einen Fernfahrer wäre es bei meiner Konstellation sinnvoll, sich noch lasern zu lassen, da sein Arbeitsplatz auf Fern-Sehkraft ausgelegt ist und er am Computer wohl eher wenig Zeit verbringt. Eine exakte Beratung und viele Fragen, die sich einem auftun, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, sind das A und O für den Erfolg der OP und die Zufriedenheit mit der Entscheidung, die man getroffen hat und hier kann ich der Klinik, die ich aufgesucht habe, locker 100 % geben!

6. Nachlasern: Das wurde in einer der Antworten als negativ empfunden, das ist aber nicht so, denn bei der Linsenimplantation wird ja "nur" die Linse getauscht - die bereits vorhandene Hornhautverkrümmung bleibt jedoch bestehen und die kann - muss aber nicht - dann nach einigen Monaten auch noch beseitigt werden (s.o.).

7. Kunstlinsen wieder raus: Ich kenne nur einen Fall, bei dem die Linsen wieder heraus genommen worden sind und das waren "normale" Einstärkenlinsen nach der Diagnose Grauer Star und zwar, weil sich bei dem Patienten die Augen entzündet haben. Ich habe mich penibel daran gehalten, die Augentropfen zu nehmen und nun ist "alles in Butter"!

Für Markum:

Hier kenne ich mich nicht aus - aber was Trochly geschrieben hat, klingt nachvollziehbar. Die Tochter meiner Schwester hat schon mit einem halben Jahr eine Brille bekommen (!) - ich weiß nicht, wie die Fehlstellung oder -bildung heißt, aber die Chancen sind groß, dass sie später keine Brille brauchen wird. Daran sieht man aber, wie wichtig es ist, früh die richtigen Weichen zu stellen. Ich weiß nicht, wo Ihr wohnt, aber falls es für Euch nicht zu weit ist, solltet Ihr mal mit der Augenklinik im Uni-Klinikum in Hamburg-Eppendorf Kontakt aufnehmen und Euch so eine zweite Beurteilung holen. Ich denke, dass - wenn Eurer Nachwuchs schon jetzt einen Grauen Star hat - ihr sie auf jeden Fall operieren lassen solltet. Das Handicap Schwachsichtigkeit macht ihr später das Leben sicher schwerer als nötig.

plrintxmedi3en


P.S.: Da hat sich doch das Fehlerteufelchen eingeschlichen! Bei Punkt 5, Absatz 2: Ich habe nicht -2,35 Dioptrien, sondern nur noch -0,25 Dioptrien nach der OP - und das ist fast nischt, oder!?

pjrintme_dien


** WICHTIG!!!

Hallo an Alle, die noch Fragen an mich haben hinsichtlich meinen Erfahrungen zum Linsentausch mit multifokalen Linsen: Ab sofort nicht mehr an die im ersten Bericht genannten e-Mail-Adresse schreiben, sondern nur noch an astrid.roeben (dann den Kringel) roeben-printmedien.de. Die alte Adresse wird in Kürze gelöscht.

WIaldgei*st+erxxx1


Ich habe kuerzlich Bifokallinsen einsetzen lassen, da ich durch einen Unfall am Nasenruecken Schwierigkeiten hatte staendig eine Brille zu tragen. Die OPs waren im Okt/Nov.2013. Ich bin sehr unzufrieden, denn nicht nur die Halos bei jeder Lichtquelle oder jedem weissen Gegenstand regen mich auf, sondern ich habe zusaetzlich " Rahmenaehnliche Erscheinungen im halben unteren Bereich der Augen. ich habe dadurch immer das Gefuehl, durch " geschwollene" Augen zu sehen. Mein Augenarzt meint, damit muesste ich mich abfinden, ich koenne dafuer ja jetzt mehr oder weniger ohne Brille sehen. Ich muss fuer die Komputerarbeit wieder eine Brille tragen, da ich sonst bis auf ca 20cm dicht an den Bildschirm herangehen muss. Das Sehen in die Ferne strengt mit diesen rahmenaehnlichen Erscheinungen s e h r an. Auch hier wird wohlmwieder eine Brille noetig werden.

W a r u m weisen die Aerzte nicht deutlicher und v i e l mehr auf eventuelle derartige Erscheinungen hin. Der Halo Effekt wurde erklaert, aber die anderen Erscheinungen nicht. Heute sagte der Arzt, ja das kann schon hin und wieder vorkommen, man sieht da wohl Erscheinungen der aeuseren Linsenraender....

Wenn ich das gewusst haette, waere ich Zu dieser OP n i c h t beareit gewesen. Diese rahmenaehnlichen Erscheinungen und damit quasi Sehbehinderng ist entsetzlich. Ich weiss nicht wie ich damit in Zukunft fertig werde.

Vielleicht haben Sie einen Rat? Mein Arzt versteckt sich hinter der Aussage, ja sie koennen ja jetzt ohne Brille sehen (was nur bedingt stimmt, wie sich jetzt rausstellt). Das ist eine ganz haessliche Art und Weise diese Situation abzutun.

Hat einer von Ihnen bereits solche aehnlichen Erfahrungen mit den beschriebenen Erscheinungen gehabt?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Augen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Hals, Nase und Ohren


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH