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Grauer Star

Zyaf=irxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 30 Jahre alt und habe überraschenderweise erfahren, dass ich auf beiden Augen den grauen Star (Kernstar) habe. Der Augenarzt sagte dieser wäre angeboren. Ist dies wirklich möglich einen angeborenen Star zu haben und ihn nicht zu bemerken? ???

Obwohl die Stärken der alten Brillengläser (ich trage erst seit 1,5 Jahren eine Brille) nicht mehr stimmen, sollen meine Augen erst im Oktober neu vermessen werden. Ist dies der Normalfall?

Ich würde gerne zu einem auf diesem Gebiet spezialisierten Arzt zurückgreifen, weiß aber nicht an wen ich mich da wenden kann. Kann mir evt. jemand einen Tip für den Raum Darmstadt/ Frankfurt geben?

Würde mich sehr freuen. Danke. :)z

Antworten
Twortkugxa


Der Graue Star ist eine Linsentrübung, die normalerweise erst im relativ hohen Alter auftritt. Aber es gibt eben auch Fälle, wo es bereits in jungen Jahren (manchmal sogar schon bei Neugeborenen) auftritt.

Diese Linsentrübung ist ein schleichender Prozess, die Sehschärfe lässt allmählich nach. Doch je jünger der Patient, desto schnell schreitet die Trübung voran. Die Sehschärfe verändert sich also relativ schnell – da will man sicher nicht alle paar Monate neue Gläser kaufen. Andererseits ist es natürlich auch wichtig, dass man gut sieht (besonders auch wenn man Autofahrer ist).

Wenn Du Dich in Deiner Sehleistung also stark beeinträchtigt fühlst, kannst Du natürlich auch sofort angepasste Gläser nehmen. Ich nehme allerdings an, dass der Arzt bei dem nächsten Termin sehen will, wie schnell die Trübung voranschreitet, bevor er den nächsten Schritt einleitet.

Über kurz oder lang wird es wohl zur OP kommen, bei der die Linsen ausgetauscht werden. Das ist nicht schlimm. Ich war auch eigentlich zu jung (Anfang 40), als der Graue Star festgestellt wurde. Bei mir lag es an einer sehr hohen Kurzsichtigkeit. Meine OPs waren vor etwa zwei Jahren und ich bin super glücklich, denn als positiver Nebeneffekt haben sich meine Werte von -16/-18 auf -0,75/-1,5 reduziert. Das Brilletragen macht jetzt sogar wieder Spaß.

Gruß

Tortuga

ZNafyira


Hallo Tartuga,

danke für deine aufmunternde Worte. *:)

Mich irritiert mein doch junges Alter und das meine eigentlichen Werte gar nicht so schlecht sind: -0,25 und -0,75 Dioptrin. :-/

Im übrigen habe sich die Werte seit 1,5 Jahren nicht verändert. Der Optiker hat sich beim Eingeben der Werte vertan. So das eine Seite etwas stärker von den Dioptrin ist. Da dies aber meine erste Brille war und jeder gemeint hat, man muß sich an die erste Brille gewöhnen, habe ich dies dann auch einfach mal umgesetzt. Komisch war es schon aber das Gehirn kann anscheinend sich an vieles gewöhnen. :)z

Hattest du auch des öfteren einen leichten Druck auf den Augäpfel (wahrscheinlich durch das schlechte Sehen und der damit verbundenen Anstrengungen bedingt) und sehr trockene Augen? ???

Der Arzt meinte es wäre genetisch bedingt, doch niemand in meiner Familie hat dieses Problem. Obwohl meine Omas und Uromas 90 Jahre alt waren/sind. Weder meine Geschwister, Neffen, Nichten, noch Großneffen und Nichten besitzen eine Brille oder haben Probleme mit ihren Augen. Meine Muter hat eine Lese- und Fernsehbrille und meine Oma (Altersbedingt) auch.

Weshalb schreitet der graue Star bei jungen Menschen schneller voran?

Gruß Zafira

T3rochxly


Ja es ist keine Seltenheit, dass Menschen mit einem grauen Star auf die Welt kommen und teilweise auch schon relativ früh innerhalb der ersten Lebensjahre operiert werden, weil das Auge sonst nicht richtig sehen lernt. Es gibt auch Menschen die vom lieben Gott eine geringe Linsentrübung mit auf den Weg bekommen haben und damit überhaupt keine Probleme haben. Gerade beim grauen Star ist das Empfinden absolut subjektiv. Es gibt Menschen mit einem ausgeprägten Grauen STar, die sich nicht eingeschränkt fühlen und Menschen die nur eine minimale Linsentrübung aufweisen und auf eine OP drängen.

Ich würde erst einmal an deiner Stelle klären, wieviel siehst du denn überhaupt? Erreichst Du die 1,0 mit beiden Augen? Oder was hat dir der Augenarzt gesagt. Die Aussage, dass ein Grauer Star in der Jugend besonders schnell voranschreitet würde ich nicht unterschreiben. Es kommt immer auf die Ursache für den grauen Star an. So kann der angeborene Star jahrelang stabil bleiben, wohingegen zB. der Graue Star durch hohe Myopie schnell voranschreitet bzw. hier die Trübungen an einer Stelle sind, die man sehr schnell bemerkt.

Der Augenarzt möchte dich in einem halben Jahr noch einmal sehen, weil bei der Kernkatarakt die Refraktion (also die Brechkraft der Linse) sich sehr schnell verändert und somit Brillengläser schnell nicht mehr passen. Vielleicht möchte der Augenarzt hier Klarheit finden.

Generell sollte man folgendes Bedenken: Der Graue Star ansich ist zu 98 % keine Krankheit sondern ein normaler Alterungsprozess. Die Linse ist bei Geburt absolut klar und trübt im Laufe der Jahrzehnte immer weiter ein, bis irgendwann die Sicht behindert ist. Da die Linse auch aus Eiweiß besteht passt folgender Verlgeich immer schön: Die Linse verhält sich so wie ein Ei, was man in die Pfanne haut: Am Anfang ist das Eiweiss noch durchsichtig und mit Zunehmender Hitze wird es immer undurchsichtiger bis es eben weiß ist und man nicht mehr den Pfannenboden sieht. Eine kleine Linsentrübung bedeutet also nicht, dass man gleich operiert werden muss. Manchmal nimmt der Augenarzt auch das Wort "Grauer Star" zu früh in den Mund und irritiert somit den Patienten.

Ich empfehle dir die Sache mit Gelassenheit zu nehmen. Wenn du derzeit dich nicht in deiner Lebensqualität eingeschränkt fühlst ist doch alles in Ordnung. Sollte der Graue Star wirklich forranschreiten wäre das kein Beinbruch, da man ihn sehr gut operieren kann. Aber so wie du das derzeit beschreibst, handelt es sich wohl wirklich eher um eine kleinere Trübung, die du seit der Geburt hast und wo die Chancen sehr gut sind, dass sich hier jahrelang nix tun wird.

Z4afirUa


Hallo Trochly und andere,

sehr viel mehr als das oben erwähnte kann ich dir nicht schreiben, da der Augenarzt doch sehr einsilbig mit mir umgegangen ist. Um mich in hoffentlich sensiblere und kommunikationsfreudigere Hände zu geben werde ich im Oktober mich zu einem auf grauer Star spezialisierten Augenarzt begeben und untersuchen lassen. Interessant ist, dass ich dort erst einmal zu einer Sehschule gehe und danach beim Augenarzt untersucht werde und hoffentlich anschließend ein Gespräch erfolgt. Angst habe ich noch keine... Linksseitig ist meine Sehschärfe ohne Brille auf 1m Abstand zurückgegangen, danach wirds verschwommen. Mittlerweile habe ich den Eindruck dieses Defizit des Auges mit einem "Schielen" auszugleichen, dass dann Augenschmerzen (Muskelschmerzen ) verursacht und auch schon mal zu Kopfweh führt. Die Lichtempfindlichkeit ist auch nicht angenehm. Ich mach das Licht aus andere wieder an. :=o

Sollte man Vorsicht vor Staub o.ä. nach einer OP walten lassen?

Viele Grüße Zafira

fNr:anuz41


hallo zafira,

ja es ist erschrecken wenn man in jungen jahren die diagnose grauer start erhält. ich habe diese diagnose vor 7 jahren erhalten, mit 34 jahren. für mich ist damals die welt zusammengebrochen, da ich mir dieses nicht erklären konnte. altersbedingt schied aus, stoffwechselstörung wurde auch ausgeschlossen, da der star nur auf einer seite aufgetreten ist. äußere einwirkungen konnte ich nicht bestätigen.

nun ja; ich habe mich damit angefunden. es besteht die möglichkeit der op, und danach ist es aufjedenfall besser wie vorher.

ich habe auch zwischenzeitlich mit vielen personen gesprochen, die eine op hintersich haben. ich habe nur posituves gehört. auch habe ich zwischenzeitlich 3 augenärzte in den letzen jahren konsultiert, welche mir alle das gleiche vermittelten. darunter war selbst ein spezialist der in der forschung (thema grauer star und therapieformen) tätig ist.

aktuell ist die op die einzige therapieform.

die drei ärzte rieten mir auch alle dazu, den zeitpunkt der op soweit zu verzögern, wie es mein subjektives befinden nicht beeinflusst und es mich im alltag nicht beeinflusst.

diesen rat möchte ich auch dir geben.

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