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Schieloperation

11.11.09  20:39

Wer hat den in der letzten Zeit eine Schieloperation machen lassen als Erwachsener? Ich habe dies jetzt vor, bin 39 Jahre alt und schiele auf dem rechten Augen nach außen und habe auch eine leichte Fehlstellung in der Höhe.

Ich war jetzt diese Woche schon in der Augenklinik für die Voruntersuchungen und auch für die Aufklärung.

Machen muß ich noch folgendes, einmal übers WE das Auge komplett zukleben und gleich Montagsmorgens nachschauen lassen und einmal den Prismentest über eine Woche.

Doppelbilder habe ich bis heute nie gehabt und bei einigen Spontantests in der Klinik war da auch nix in die Richtung. Angst vor der OP selber habe ich eigentlich nicht, ich hoffe nur das ich keine Doppelbilder bekomme.

Wie sind denn so die Erfahrungen nach so einer OP?

Grüße

s)trangBegir l70

17.11.09  13:20

Hallo,

Ich bin 40 Jahre und schiele seit geburt auf dem linken auge nach innen.

Ich habe gestern die Voruntersuchungen im UNI Klinkum Aachen gemacht,mit dem ergebnis das ich nicht nur das Linke Auge Operiert bekomme sondern auch das rechte Auge.

Da ich jetzt auch kein Doppelbilder sehe werde ich nach der OP laut Klinik auch keine sehen.

Ich habe aber grosse Angst vor der OP.

Grüße

Mario

MhakuIac

18.11.09  15:05

Eine Schiel-OP im Erwachsenenalter ist im Prinzip keine große Sache (ist mir schon klar, dass ich mich da leicht rede...). In der Regel wird an einem Auge (meist in örtlicher Betäubung) die Stellungsänderung des Auges vorgenommen. In manchen Fällen muss an beiden Augen operiert werden. Doppelbilder sind das größte Risiko bei einer OP im Erwachsenenalter. Übrigens ist es Unsinn zu sagen: wer vorher nicht doppelt sieht wird auch hinterher nicht doppelt sehen. Durch die Stellungsänderung kann es eben schon zu Doppelbildern kommen. In der Klinik werden diese Doppelbilder aber vor der OP mit Prismen ausgetestet und wenn diese Untersuchungen problemlos verlaufen kann die OP durchgeführt werden. Ansonsten wird man von einer OP abraten!

Die Erfahrungen nach einer OP sind in der Regel sehr gut. In sehr seltenen Fällen treten trotz aller Voruntersuchungen Doppelbilder auf (ich selbst hatte nur 2 Patienten in über 10 Jahren). Mit dem Zukleben eines Auges über 3 Tage möchte man erreichen, dass man den maximalen Schielwinkel findet oder dass sich der Nahwinkel an den Fernwinkel angleicht - Fusionsmechanismen sollen ausgeschaltet werden. Das würde dafür sprechen, dass Binokularsehen vorliegt - dann wären Doppelbilder fast ausgeschlossen nach der OP.

Zur OP selbst: wenn beide Augen operiert werden wird man das wohl in Vollnarkose durchführen. Man bekommt für eine Nacht einen Verband (normalerweise nur auf einem Auge) Dieser Verband wird am kommenden Morgen entfernt, und man schaut wieder mit beiden Augen. Schmerzen hat man nicht wirklich (ich kann nur das wiedergeben was die Patienten erzählen): es zieht und die Augen tränen - insgesamt alles unangenehm. Alles legt sich sehr schnell. Man bekommt hinterher Tropfen und Salbe damit alles schneller abheilt.

Vielleicht hilft es dir Mario, wenn ich dir sage, dass noch keiner meiner Patienten die OP bereut hat.

Liebe Grüße

O%rthop@tivstin

18.11.09  18:20

(meist in örtlicher Betäubung)

Hallo Orthoptistin,

eine Schiel-OP unter örtlicher Betäubung? Da wurde mir von einem Strabologen aber was anderes erzählt, ich sage nur Herzmuskel und Kammerflimmern.

S:eglgel

19.11.09  14:54

Dieses Phänomen tritt nur auf wenn man einen der schrägen Augenmuskeln (Höhenschielen und Verrollung) operiert.

Bei den geraden Augenmuskeln ist dies nicht der Fall. Örtliche Betäubung beim Erwachsenen ist Standard-OP.

O!rthHopti#stYin

22.11.09  10:26

vom 11.11.09 20:39 im Faden Schieloperation

Wer hat den in der letzten Zeit eine Schieloperation machen lassen als Erwachsener? Ich habe dies jetzt vor, bin 39 Jahre alt und schiele auf dem rechten Augen nach außen und habe auch eine leichte Fehlstellung in der Höhe.

Ich war jetzt diese Woche schon in der Augenklinik für die Voruntersuchungen und auch für die Aufklärung.

Machen muß ich noch folgendes, einmal übers WE das Auge komplett zukleben und gleich Montagsmorgens nachschauen lassen und einmal den Prismentest über eine Woche.

Doppelbilder habe ich bis heute nie gehabt und bei einigen Spontantests in der Klinik war da auch nix in die Richtung. Angst vor der OP selber habe ich eigentlich nicht, ich hoffe nur das ich keine Doppelbilder bekomme.

Wie sind denn so die Erfahrungen nach so einer OP?

Grüße

Hallo, hat Deine OP inzwischen stattgefunden?

Ich hatte vor vielen Jahren (mit 32 Jahren) einen Schlaganfall und in der Folge dann eine Augenmuskellähmung, die Doppelbilder verursacht hat. Diese Doppelbilder wurden jahrelang mittels einer Prismenbrille korrigiert. Dann sagte man mir, dass es inzwischen doch Möglichkeiten zur operativen Korrektur gibt (Schieloperation). Ich habe mir beide Augen operieren lassen (im Alter von 55 Jahren). Leider lässt sich im Erwachsenenalter das Gehirn nicht mehr einfach umprogrammieren, bei Kindern ist das etwas anderes. Bei mir waren die beiden Operationen jedenfalls ein glatter Misserfolg. Gemacht wurden diese Operationen in der Münchener Augenklinik, der Professor sei eine Kapazität gewesen - leider hat er bei mir nicht seinen gewohnten Erfolg verbuchen können. Wenn ich alles vorher gewusst hätte, hätte ich niemals eingewilligt. Ich habe jetzt wieder Doppelbilder, aber anders als vorher, brauchte eine andere neu teure Brille und alles ist ansonsten wie zuvor. Lass Dich sehr gut beraten, falls Du die OP noch vor Dir hast. Bei Erwachsenen ist alles nicht mehr so einfach wie bei Kindern.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg!

Scabiose

sDcab=ioxse

22.11.09  16:03

Wir sprechen hier von 2 verschiedenen Ausgangssituationen! Eine Augenmuskellähmung führt zu Bewegungseinschränkungen am Auge, die man über eine OP nicht wieder herstellen kann. Man kann das Auge nur in Seiner Stellung verändern, Ziel ist es die Doppelbilder im Gebrauchsblickfeld zu beseitigen. Darüber, dass die Beweglichkeit über eine OP nicht verbessert werden kann wird man ausführlichst aufgeklärt (auch in einem Aufklärungsbogen, den man unterschreibt) und man wird auch darüber aufgeklärt, dass die Doppelbilder sich verschieben. Ich kenne Ihren Befund nicht und kann nicht sagen, wie ausgeprägt die Lähmung war und wie gut die Erfolgsaussichten nach der OP waren. Sehr schade, dass es nicht besser funktioniert hat! Kommen Sie denn mit der Prismenbrille wenigstens zurecht?

Bei einer Augenmuskel-OP ohne Lähmung ist alles wesentlich einfacher! Auch sind die Dopellbilder ein ganz anderes Thema. Man würde hier sozusagen 2 Dinge miteinander vergleichen die völlig unterschiedliche bewertet werden müssen.

Liebe Grüße

OIrtho_ptcistxin

23.11.09  12:29

Also ich hab mit 12 die Schielop machen lassen bin aber jetzt soweit das ich der meinung bin es gehört vielleicht nochmal gemacht. Seit der OP seh ich Doppelbilder zwar ned immer gleich schlimm aber es stört und ich hab seitdem immer des gefühl das ich schiel weis zwar dann ned immer obs auch wirklich so ist aber mir kommts leider so vor. Aber ich kann trotzdem dazu raten also es war nicht schlimm.

r"edb:lue

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