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Lohnt sich eine Schiel-OP?

bRlin3dfi,scxh1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe bereits das Forum durchforstet aber keine gute Antwort gefunden.

Ich schiele seit ich denken kann, aber gott sei Dank sieht man es heute so gut wie gar nicht (außer wenn ich sehr müde oder ähnliches bin), habe keine Doppelbilder. Schiele wenn dann nur auf dem linken Auge. Auf dem Auge ist die Sehstärke auch sehr sehr gering. Ich sehe praktisch nur mit dem rechten.

Nun zu meinem Problem. Die Sehkraft meines gesunden Augens sinkt etwas (durch häufiges Lesen etc.) ich bekomme zunehmend Kopfschmerzen und bin häufig müde. Fernsehgucken und Computerarbeiten strengen mich an.

Mein Augenarzt sagte mir bereits, dass meine Kopfschmerzen mit Sicherheit von meinen Augen kommen. Ich habe sie auch nur einseitig, ums schlechtere Auge herum. (Augeninnendruck etc hat er bereits kontrolliert. Es ist sonst alles in Ordnung mit dem Auge)

Meine Frage, wenn eigentlich "alles in Ordung ist" (ich hab keine Doppelbilder, das Schielen sieht man kaum) soll bzw kann ich mich operieren lassen, um die lästigen Kopfschmerzen und die müdigkeit zu beseitigen?

BEsteht überhaupt die Möglichkeit?

Sind die Risiken zu groß?

Vielen Dank für kompetente Antworten!

Antworten
IWndirvi8dua%lisxt


Ob eine OP Sinn macht, hängt auch von der Größe des Schielwinkels ab. Ein kleiner Schielwinkel (wie er übrigens auch nach einer OP übrig bleiben kann) kann auch durch eine Brille mit (unsichtbar) eingeschliffener prismischer Komponente ausgeglichen werden.

Das Hauptproblem ist aber zunächst, dass sich das schielende/schwächere Auge "verabschiedet" hat. Das ist genau genommen zumeist "nur" eine Ausblendung durch das Gehirn, um Doppelbilder zu vermeiden. Bei Kindern wird dann zunächst eine Zeitlang das "gute" Auge abgedeckt, damit das Schwächere zum Sehen benutzt werden muss und somit wieder trainiert wird. Erst wenn das der Fall ist, kann man sich richtig und sinnvoll um das Schielen kümmern, und dann macht evtl. auch eine OP Sinn. Inwieweit das auch bei Erwachsenen noch funktioniert (und ob es da weniger auffällige Abdeckmethoden als diese schweinsfarbenen Aufkleber gibt), weiß ich nicht, ich denke aber schon.

Du brauchst auf jeden Fall Geduld und nicht "irgendeinen" Augenarzt, sondern unbedingt eine gute Augenarztpraxis mit Sehschule und spezieller Erfahrung in Schielkorrekturen. Dies in Verbindung mit jahrelanger Konsequenz bei der Durchführung der nötigen Schritte kann wirklich erstaunliche Erfolge bringen. Ich habe das mit meinem Sohn durch; er war die ganze Kindheit hindurch in Behandlung (incl. OP), mit gutem Erfolg. Falls Du zufällig in Berlin lebst, könnte ich Dir "die" Adresse für solche Behandlungen benennen.

Nochmal zur Klarstellung: eine OP kann niemals die anderen Schritte ersetzen, sondern muss immer Teil eines Gesamtkonzepts sein.

Iwndiv]idu\alisxt


Nachtrag

Wie alt bist Du? Was Du schilderst, sieht aus wie die Folge eines grandiosen Versäumnisses. Eine sachgerechte Behandlung hätte eigentlich schon im frühesten Kindheitsalter beginnen müssen (wenn das Schielen angeboren ist). Trotzdem muss noch nicht alles verloren sein; das Gehirn ist ja in jedem Alter entwicklungs- und adaptionsfähig. Also, nicht lange fackeln, spezialisierte Praxis aufsuchen und sich gründlich untersuchen und beraten lassen!!!

Das besagte Versäumnis muss nicht "Schuld" Deiner Eltern sein. Normalwerweise sollte das Schielen schon bei einer der ersten Ü-Vorsorgeuntersuchungen erkannt und eine Behandlung eingeleitet werden. Ich habe aber schon erlebt, dass selbst Kinderärzte sowas "übersehen" oder die Eltern diesbezüglich falsch oder unzureichend beraten.

bglind~fischx1


vielen Dank.

Bin 23 jahre alt, und ja ich wurde in der Kindheit behandelt.

Alles mögliche, das gesunde Auge wurde eine zeitlang abgeklebt, ich hatte so eine spezielle Brille mit der ich üben musste (das gesunde auge war abgedeckt, das schlechte hatte so ein spezielles Glas), Prismendings etc. in einer Klinik war ich auch. Alles ohne wirklichen Erfolg. Mein heutiger Augenarzt meinte nur zu mir, ja es gibt Menschen da schlägt es alles an und Menschen bei denen es nicht der Fall ist.

Ich weiß, dass es zu spät ist, dass das schwächere Auge wieder sehen lernt, das schielen sieht man auch nicht wirklich, so dass ich eine Op rein auskosmetischen Gründen nicht wirklich brächte. Mich nervt nur diese rasche Müdigkeit, die eben wie schon gesagt beim lesen etc schnell eintritt, dazu die Kopfschmerzen.

komme aus Köln

IfndiHvidu[alisxt


Hm, das wusste ich natürlich nicht. Das klingt dann ja doch so, dass Du in der Kindheit durchaus adäquat behandelt wurdest. Schade, dass es nichts den erwünschten Erfolg gebracht hat! Woran das liegt, wird wohl im Dunklen bleiben.

Jetzt drängen sich mir einige - zugegebenermaßen laienhafte - Überlegungen auf:

a) Wenn das "schlechte" Auge normalerweise gut ausgerichtet ist und nur bei Müdigkeit "wegkippt", würde ich daraus schließen, dass es doch noch am Sehen beteiligt ist, denn nach meiner Vorstellung benötigt das Gehirn für die synchrone Ausrichtung zwingend ein "optisches Feedback", um beide Bilder zur Deckung bringen zu können - so wie ja jeder Regelkreis prinzipiell ein Feedback benötigt. Wenn das stimmt, könnte das bedeuten, dass das schlechte Auge noch nicht aufgegeben werden muss und evtl. doch trainiert und gesteigert werden kann. Es scheint ja ein Bild zu liefern, sonst könnte das Gehirn es nicht mit demjenigen des "guten" Auges zur Deckung bringen.

b) Normalerweise sind ja die Augen durch ausbalancierte Muskeln bereits weitgehend gerade ausgerichtet, d.h. die seitlichen Muskeln dienen normalerweise "nur" für Minimalkorrekturen und zur Einstellung der Blickrichtung. Bei Dir müssen die Muskeln jedoch eine viel größere Arbeit leisten, nämlich darüber hinaus auch noch die Fehlstellung korrigieren - was offenbar meist gelingt, aber auch eine ständige Anstrengung (einseitige Anspannung) erfordert. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kopfschmerzen eher von dieser Anspannung als vom beeinträchtigten Sehen selbst kommen.

Wenn dem so ist, müssten die Kopfschmerzen durch eine OP tatsächlich behebbar sein, da ja hinterher die korrekte Ausrichtung des schielenden Auges weniger oder im Idealfall gar keine dauerhafte und unsymmetrische Anspannung mehr kostet.

Nochmals, dies sind nur Überlegungen eines Laien, der halt versucht, irgendwie alle Fakten halbwegs logisch unter einen Hut zu bringen. Versuche doch noch mal eine Zweitmeinung bei einem ausgewiesenen Spezialisten einzuholen, insbesondere was etwaige Rettungsmöglichkeiten des "schlechten" Auges angeht. Du bist noch jung, und das Augenlicht ist zu kostbar, als dass man irgendwas unversucht lassen sollte...

Alles Gute! :)*

Wmate7rli


Wenn die Kopfschmerzen direkt vom Schielen kommen, dann macht es evtl. Sinn. Auch wenn mans sieht, auch wenns nur manchmal ist, würde ich es machen lassen wenn ich in der Situation wär... ich fänd es auch komisch, wenn nur manchmal das Auge "wegrutscht".

Aber die Verschlechterung des anderen Auges, das ist sicher ne Kurzsichtigkeit... die wird nunmal schlimmer, wenn man viel liest und am PC ist, das ist normal. Kopfschmerzen kriegt man dann eigentlich nur, wenn man eine zu schwache Brille hat. Ich brauch z.B. alle zwei Jahre ne neue mit 0,5-1 Dioptrien mehr... in einem gewissen Alter soll das dann auch aufhören.

Auf dem schielenden Auge besser sehn wirst du nicht, das kann man nicht operieren soweit ich weiß.

Weaterxli


Und wie jetzt? Man kann auch als Erwachsener noch das Gehirn trainieren? Ich seh nämlich auch fast nix, weil die Kinderschielbehandlung nicht angeschlagen hat... mann, wenn das ginge, dann hätte ich ja doch nen paar mehr Berufe machen können... mir wird nur immer gesagt wenns bis 8 Jahre nicht wieder geht mit dem Sehen, dann wirds nie mehr was... :-/

b7lindfuiscxh1


@ waterli

du weißt gar nicht, was mir alles erzählt worden ist. Man kanns nur bis 8 machen, bis 14, ja oder nur bis 10, bis zur Pubertät etc etc.

Mit den Berufen ist bei mir genau das gleiche.

Also meint ihr, ich sollte einfach bald noch mal zum Augenarzt gehen und ihn mal fragen, was er dazu sagt, ob es sich lohnt und wie es mit der Kostenerstattung ist (zahlt die Kasse? ich finds ja schon eine absolute Frechheit, dass ich für meine Brille immer ein Vermögen ausgeben muss)

Ich war mal dort und habe nach den Kopfschmerzen gefragt und er meinte, ja das liegt wohl an den Augen, aber eine Lösungsmöglichkeit hat er mri auch nicht vorgeschlagen.

Mit der Kurzsichtigkeit ists bei mir das gleiche wie bei Waterli

Da die Kopfschmerzen auch immer nur auf der Seite des schwächeren Auges sind, denke ich mal, dass es vom schielen kommt und nicht, dass ich eine falsche Brille hab.

@individualist vielen Dankf ür die Antwort

O1rth%optixstixn


Die OP lohnt sich nur dann, wenn gesichert werden kann, dass die Kopfschmerzen vom Schielen kommen.

Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt das übrigens...

Schielen kann nur Kopfschmerzen auslösen, wenn es zu Störungen in der beidäugigen Zusammenarbeit kommt. D. h. der Arzt muss eine gewisse Beidäugikeit nachweisen können. Um sicher abzuklären ob die KS vom Schielen kommen kann man einen sogenannten Marlow-Verband machen. Hierbei wird für 3 Tage ununterbrochen 1 Auge zugeklebt (das schlechte). Sind die Kopfschmerzen während des Verbandes weg oder deutlich besser ist ja alles klar, wenn nicht, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Beschwerden nicht vom Schielen kommen. Sprich mit deiner Orthoptistin über diese Möglichkeit.

Möglich ist auch, dass deine Brille nicht perfekt ist. Dies sollte unbedingt mit Tropfen untersucht werden - insbesondere bei Kurzsichtigkeit sind die Werte oft überkorrigiert und machen dann Beschwerden. Bestehe auf eine Untersuchung mit Tropfen. Übrigens können auch Abweichungen um 0,5 dpt Beschwerden machen, auch wenn das immer wieder verneint wird!!!

Sollte gesichert sein, dass deine Beschwerden vom Schielen kommen, dann kann man dir nur zu einer OP raten. Sie lohnt sich dann auf jeden Fall!

Liebe Grüße und guten Rutsch!

r!edblxue


hab leider auch keine antworten in anderen foren gefunden deswegen schreib ich mein problem hier rein.

also ich schiele auch schon immer und früher war der schielwinkel sehr gering, war in der sehschule und alles mögliche, wurde dann mit 12 operiert und seitdem habe ich doppelbilder und der schielwinkel ist auch größer als vorher. Habe auch das große problem das ich ständig fokusieren muss und mich total anstrengen muss und immer selber so extrem merke das ich schiele. War jetzt vor 4 wochen bei na neuen Augenärztin (der alte hat des nie ernst genommen mit den Doppelbildern) und die meinte ich sollt meine Brille jetzt 4 wochen lang immer aufmachen wenn ich mich anstrengen muss (lesen und so) naja aber bis jetzt hat sich überhaupt nichts geändert. Muss jetzt am mittwoch nochmal hin und bin mal gespannt was sie sagt. will ja umbedingt nochmal eine op und hoff das dann wieder besser wird und auch der schielwinkel wieder geringer wird.

H\olgeJr92


Hallo ich schiele auch nach innen kann aber das schielen entweder am rechten auge haben oder am linken also kann das bestimmen,leider schiele ich von geburt an, war heute beim augen arzt und habe nach einer op gefragt und es hieß ich sollte es nicht machen da die gefahr bestäht das ich dann nach außen schiele und das schlimmer ist... bin mir net sicher ob ich eine machen soll...ich muss in 1 ner woche wieder hin weil ich mir eine brille machen lassen will weil ich kurzsichtig bin und mein rechtes auge immer schlechter mit der sehstärke wird, habe aber heute auch gelesen das wen ich schiele und kurzsichtig bin das dannn durch die brille das schiele stärker wird :S stimmt das?Dachte eher das mein schiele durch eine brille weniger sichtbar wird. Und da wäre noch wie viel % ist es etwa das ich nach der op nach außen schielen würde? pls helfen ^^ sry das ich das hier rein schreibe ich weiß nicht wo ich selbst ein thread aufmachen kann oder fragen stellen kann.

OFrtho7ptis tixn


@ redblue

Was ist das für eine Brille, die du da jetzt aufsetzen sollst? Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Prismenbrille?

Such dir doch bitte einen Augenarzt mit Sehschule (Orthoptistin)! Sie ist vielleich in der Lage herauszufinden ob es überhaupt möglich ist, gegen diese Doppelbilder noch etwas zu unternehmen (Prismenbrille, erneute Schiel-OP).

Dass dir eine OP gegen die kosmetische Beeinträchtigung hilft ist sehr wahrscheinlich. Nicht sicher ist, ob damit die Doppelbilder weggehen (dies kann man dir aber durch Voruntersuchungen bereits mitteilen).

Übrigens: mit Doppelbildern darf man nicht Autofahren!

@ Holger92

Eine Brille gegen Kurzsichtigkeit würde das Schielen nur verstärken wenn sie überkorrigiert wäre! Ansonsten beeinflusst sie das Schielen nicht!

Eine %-Zahl nützt dir nicht viel! Ich würde an deiner Stelle mich in einer Klinik vorstellen, die dann auch operiert. Sie können dich exakt voruntersuchen und dich genau (bezogen auf deinen Fall) beraten, wie wahrscheinlich es ist, dass es zu einer Überkorrektur oder einem späteren Abweichen nach außen kommt. Das ist Abhängig von der Diagnose, von der Schielwinkelgröße, von deinem Alter und noch von einigen Dingen mehr. Diese Untersuchung wird von der Krankenkasse bezahlt und auch die OP! Dann kannst du dir noch immer überlegen, ob du eine OP durchführen lassen möchtest! Und dann hast du auch klarere Vorstellungen ob bei dir eine Schiel-OP überhaupt Sinn macht!

Liebe Grüße

r+edblque


hab die brille gegen weitsichtigkeit. aber bloß ne total niedrige stärke 0,5 auf dem schlechten auge und 0,25 auf dem guten. hab die ja schon länger aber die Augenärztin meinte das is die richtige stärke.

naja hab ja nicht immer doppelbilder des is ja des komische. beim autofahren hab ich keine probleme

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