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Schlechter sehen nach Grauer-Star-OP

F^us;selUixne hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

mich beschäftig es, dass ich nach der Star OP (11.01.2010) mal schlecht und mal besser sehe. Heute sehe ich sehr viel schlechter als gestern. Mir wurde eine torische Linse zur Reduzierung der Dioptrien (von -12 auf angebl. -2,5) und Hornhautverkrümmung (von -4,0 auf -0,75) eingesetzt.

Die angestrebten -2,5 wurden nicht erreicht. Ich liege bei etwa - 4,0.

Auch sehe ich Streifen, wenn ich in eine Lichtquelle (Straßenlampe, Scheinwerfer, TV...) schaue.

Weiss jemand wie lange man sich nach OP die Augen nicht reiben darf?

Wann ist die Kunstlinse eingewachsen?

Wer kann mir helfen?

LG

Antworten
s$abxme


Hallo Fusseline,

soweit ich weiss, darf man sich die Augen mindestens 4-8 Wochen nicht reiben,

ungefähr so lange dauert es auch, bis die Linse eingewachsen ist. ABer frag da lieber

nochmal einen Augenarzt. Deiner scheint ja nicht allzu einfühlsam zu sein, und bei einer

solchen Reaktion hätte ich ernstliche Kompetenzzweifel.

Ich habe Deine Geschichte sehr interessiert schon im anderen Forum gelesen, da ich gerade überlege

mir die gleichen Linsen, torisch und auf Kurzsicht einsetzen zu lassen (aufgrund eines grauen Stars).

Aber so wie das bei Dir klingt, überlege ich mir das lieber noch. Haben die Hersteller noch irgendetwas

gesagt?

Ich drück Dir fest die Daumen!

FMussel'ixne


Guten Morgen sabme

danke für deine nette Antwort.

Ja ja der eine Augenarzt bei dem ich war ist ein Gefühlstrampel, nur muss ich inzwischen zugeben - er versteht sich in der Augenheilkunde sehr gut.

Wie mein Wandel kommt?

Also ich habe mir einen anderen Arzt gesucht und gefunden. Dieser Arzt hat eine Augenklinik und somit lag ihm die Nachbehandlung der Star OP nicht im Geringsten am Herzen. Im Gegenteil - er war sauer, dass ich die Op nicht bei ihm machen ließ. Beim 1. Termin wollte er, dass ich eine Glaukom Untersuchung (Kosten 100€ aus eigener Tasche) machen lasse. Ich sagte ihm, dass diese Untersuchung vor 4 Wochen in der Klinik (dort kostenlos) gemacht wurde und ich kein Glaukom habe. Er wurde etwas barsch und meinte ich soll den Ärzten in der Klinik nicht glauben. Als er also die Untersuchung bei mir nicht durchsetzte, schlug er mir vor mir in 8 Woche Vorschaltlinsen, die mich angebl. auf 0 Diop. bringen, zu implantieren. Kosten der Op - knapp 3000€. Ich lehnte dankend ab. Dann meinte er ich hätte trockene Augen, komisch habe noch nie was gemerkt, und er müsse mir für 3 Monate Plugs einsetzen. Kosten 60€.

Ich verließ die Praxis und ging in die Klinik. Dort sagte man mir, dass ich gar nicht auf 0 Diop. reduziert werden kann, weil die Netzhaut das nicht mitmacht. Hätte die NH keine Probleme gemacht, dann wäre ich in der Klinik aus der Kurzsichtigkeit rausgeholt worden. Auch habe ich keine trockenen Augen.

OK - vorgestern ging ich wieder zu diesem Arzt. Wir wurden gleich mit den Worten "Sie bekommen heute die Plugs eingesetzt" begrüßt. Ich sagte der Dame, dass ich keine Plugs wünsche - sie wurde unfreundlich. Dann wurde mir gesagt, dass der Arzt meine NH spiegeln will. Ich lehnte ab, denn diese Untersuchung wurde vor 1 Woche in der Klinik gemacht. Als ich dann nach 1 Stunde Wartezeit zum Arzt kam, wurde ich angeschnauzt, weil ich mich über einen Luftbefeuchter mit Zitrusduft beschwerte. Ich sagte dem lieben Mann: Ich bin Allergiker und bekomme keine Luft (ich hatte das Praxisteam vorher 3 Mal gebeten das Ding abzuschalten was nicht geschah).

Ich hatte mir einige Fragen aufgeschrieben, aber Arzt wurde wütend (klar konnte er mir ja kein Geld für Schickimickikram aus der Tasche ziehen) und schmiss mich mit den Worten "wenden Sie sich an ihren Operateur" aus dem Sprechzimmer. Dann stand ich da etwas belämmert - so und nun kam der Oberhammer: Ich sollte einen Vertrag über eine Laserbehandlung unterschreiben, denn ich hätte einen Nachstar. Ich war nun absolut sprachlos, hatte ich nämlich in der Klinik keinen Nachstar.

Ich nahm den Wisch an mich und verließ die Praxis. Daheim angekommen schrieb ich dem Arzt eine Mail und rief in der Klinik an, dass keine Infos an den Arzt weitergegeben werde. Dort erfuhr ich dann noch mehr haarsträubende Dinge über diesen Arzt. Bei diesem Arzt handelt es sich um den größten Abzocker im Umkreis von 100 Kilometern.

Ich werde nun wieder zu meinem alten Knurrhahn gehen, denn fachlich ist er sehr gut.

Zu den Linsen:

Also ich kann dir diese torischen Linsen nur empfehlen. Muss aber dazu sagen, dass man wenn man reduziert wird gute 3 Monate nicht richtig sehen kann. Klar man kann ja die neue Brille erst 6 Wochen nach OP machen lassen. Macht bei 2 Augen eine Zeit von 12 Wochen. Die Op ist nicht schlimm. Ich bin wirklich ein Angsthase, aber ich hatte kaum ausgezittert, war ich schon wieder auf Station und eine Stunde nach OP, nach gutem Frühstück, holte mich mein Mann wieder ab. Am 22.02. wird mein rechtes Auge operiert. Und dann freue ich mich auf Ende März - da gibts dann eine neue Brille.

So ich hoffe ich habe dich jetzt nicht mit meinem Bericht erschlagen.

LG

@:)

s.abme


Hallo Fusseline,

danke für den ausführlichen Bericht über den anderen Arzt. Was aber ist jetzt mit dem

Sehen? Bist Du sicher, dass wenn die erste Linse diese Effekte macht, Du das ein

zweites mal auch haben möchtest?

LG

Anja

F6useselxine


Hallo sabme

die Streifen, die ich sehe kommen von einer Kapselsackfalte. Sollte sich diese Falte nicht in den nächsten 6 Wochen zurückbilden, wird sie mit dem Laser entfernt. Das lasse ich aber in der Klinik machen. Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich in der Nähe (50-60 cm) scharf sehe. Ich kann wieder ohne Lesebrille lesen, brauche im Supermarkt keine Hilfe mehr. Das ist so toll. Wenn ich in 8 Wochen (6 Wochen nach der 2. OP) meine Brille habe, wird für mich das Leben neu beginnen. Und darauf freue ich mich. Egal wie steinig der Weg ist, diese torischen Linsen lohnen sich.

Wie viele Diop. hast du eigentlich? Wie hoch ist dein Astigmatismus?

Ich merke jedenfalls enorm, dass ich reduziert wurde. In der Wohnung habe ich so gut wie nie eine Brille auf. Ich merke nicht mal, dass ich ohne Brille rum laufe. Ich persönlich kann dir die Op und die torischen Linsen ans Herz legen.

LG

Txortrugxa


Hallo Fusseline,

schön von Dir zu lesen, dass sich nun doch alles in die richtige Richtung bewegt. Ich erinnere mich an Deinen verzweifelten Eintrag nach der OP und musste ganz oft an Dich denken.

Die Geschichte mit dem Arzt ist wirklich haarsträubend. Es ist wirklich furchtbar, dass solche Leute auf Biegen und Brechen versuchen, die Patienten, die sich von ihnen Hilfe erhoffen, über den Tisch zu ziehen. Vor meiner OP hatte ich auch so ein Exemplar, mit dem ich eigentlich viele Jahre ganz zufrieden war. Aber dann kam der Graue Star und er hatte gerade angefangen, diese OP (mit Belegbetten in einer Klinik) anzubieten. Da er schon immer rumgejammert hatte, dass er mit Fällen wie mir keine müde Mark verdienen würde, weil die Krankenkasse nur Pauschalbeträge zahlt, war für mich klar, dass er das vor allem wegen der Kohle macht.

Weil bei mir anfangs der Graue Star auf einem Auge schon deutlich fortgeschritten war, während auf dem anderen Auge nur zarte Anfänge zu sehen waren, meinte er, er dürfe nur ein Auge operieren. Das könnte er dann aber nur auf ca. -8 runterbringen, damit der Unterschied zu dem anderen Auge nicht zu groß würde. Natürlich könnte ich mir das andere Auge auch bei ihm machen lassen, aber das müsse ich dann selbst zahlen. Oder man könnte später, wenn das andere Auge auch soweit wäre, das erste Auge nachoperieren, um den Wert weiter zu korrigieren. Aber auch dieses hätte ich dann selbst zahlen müssen.

Mein neue Augenarzt ist fast vom Stuhl gekippt, als ich das erzählte - und hat natürlich beide Augen sofort gemacht. Er meinte dann noch, der andere Arzt sei bekannt für solche Geschichten.

Übrigens, die Nachstarbehandlung habe ich gerade durch. Mit Laser wurde der Kapselsack, der sich inzwischen ebenfalls eingetrübt hat, "zerschossen". Hat pro Auge kaum 2-3 Minuten gedauert und war ganz leicht zu ertragen. Kein Schmerz, nur ein leichtes Knacken im Kopf - merkwürdiges Gefühl. Ein paar Tage hatte ich noch schwarze Fetzen "herumfliegen" sehen, aber die sind inzwischen weg.

Liebe Fusseline, ich wünsche Dir, dass sich bei Dir alles so gut weiterentwickelt und Du das Leben mit "neuen Augen" genießen kannst.

Liebe GRüße

Tortuga

F4usKselixne


Hallo Tortuga,

deine Geschichte ähnelt doch sehr der meinen. Warst du bei einem Arzt in Karlsruhe?

Der Arzt bei dem ich war, verkauft gerne Punctum Plugs (in der Klinik haben mir die Ärzte erklärt wie gefährlich diese Plugs sind), als ich das letzte Mal bei besagtem Arzt war, hat er binnen 30 Minuten 5 Patienten diese Plugs eingesetzt und gutes Geld kassiert.

Ich war gestern in der Augenklinik und da habe die mir gesagt:

Dass ich keinen Nachstar, wie dieser "saubere" Arzt behauptet, habe, geschweige denn habe ich trockene Augen.

Auch diese Glaukomuntersuchung die er bei mir für schlappe 100 Euronen machen wollte ist nicht nötig. Ich habe kein Glaukom.

Ich habe zwar einen hohen Augendruck, aber das kann auch von den Kortisontropfen, die ich nun fast 5 Wochen genommen habe kommen. Am Montag habe ich Kontrolltermin in der Klinik.

Der Sehtest verlief für alle (Ärzte, Optiker und mich) sehr positiv. Es waren zwar -2,5 Diop. angestrebt - wurden aber -3,75 Diop. Das macht nichts. Dafür sehe ich über 80%. Erwartet war von den Ärzten eine Sehleistung von 60% da meine Augen nie gelernt haben mehr zu sehen. Und nun 80% wie genial.

Ok ich habe noch etwas Sehschwankungen, aber das wird sich wohl noch geben.

Jetzt werde ich am 22.02 am anderen Auge operiert und dann hoffe ich bald eine Brille zu tragen und die Welt wieder klar zu sehen.

LG

Fusseline @:)

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