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C-Ten / Lasik

08.03.10  11:04

Hallo

Ich überlege mir seit Jahren meine Augen lasern zu lassen. Ich habe seit meinem 4-ten Lebensjahr Brillen (-6.5 und -7 Dioptrien). Ich mag die Brille nicht, da ich viel Sport mache und sie einfach nur stört. >:( Linsen kann ich nur während 2 - 3 Stunden tragen, da ich trockene Augen habe.

Nun habe ich von einer neuen Laser-Op gelesen, das sich C-Ten nennt. Dabei wird das Auge im Gegensatz zu allen anderen Laser-Methoden nicht berührt. Hat jemand Erfahrungen mit der neuen Methode? Und wie sieht es mit Lasik aus?

Vielen Dank @:)

MZariWe_Ve\nne

14.03.10  22:48

Hi,

schau dich mal hier um:

www.lasikdisaster.com/

Ich glaube nicht das du nun noch eine LASIK willst.

Das Oberflächenverfahren das du nennst (C-TEN) ist suboptimal, besser ist da LASEK. (Beachte das LASEK nicht gleich LASIK ist). Schau dich nach wissenschaftlichen Studien um und du wirst sehen wieso...

Mfg Jackmypot

Jxackemypxot

15.03.10  14:55

Danke für den Link. Schon der Name der Webseite jagt mir Angst ein :-o

Ja bei der LASEK würde ich mich wohler fühlen. Das Problem ist jedoch, dass diese meist nur bis -6 Dioptrien durchgeführt wird und ich bei -6.5 und -7 bin (Werte haben sich vielleicht in den letzten paar Jahren noch ein bisschen verschlechtert).

MLarieS_Vexnne

16.03.10  10:05

Ehe du dich jetzt von den Pessimisten vergraulen lässt, würde ich mich an deiner Stelle erstmal weiter informieren. Es gibt hier ja auch einen Faden mit LASIK-Erfahrungsberichten, im Netz findest du davon noch mehr. Natürlich ist es immer so, dass erstmal jemand da steht und sagt, ist alles Mist und viel zu risikoreich.... Aber was im Leben ist nicht mit einem gewissen Risiko verbunden??

Ob es für dich überhaupt machbar ist und welche Methode für dich in Frage käme, kann dir eigentlich nur bei einer kostenlosen Voruntersuchung in einem Laserzentrum beantwortet werden. Die würden dir auch ganz klar sagen, wenn eine Methode für dich nicht in Frage kommt. Ich habe z.B. einen Kollegen, der auch sehr hohe Werte hatte (gerade noch an der Grenze des Machbaren) und der ist sehr zufrieden mit seiner Op und dem Ergebnis. Bei Kurzsichtigkeit ist eine Op meines Wissens auch noch bei hohen Werten machbar, im Gegensatz zur Weitsichtigkeit. Das hängt aber auch noch von anderen Faktoren ab, z.B. von der Dicke der Hornhaut.

Ich persönlich bedauere meine Op nicht, obwohl das Ergebnis noch nicht 100 % ist und evtl. noch mal nachgelasert werden muss. Es ist schon ein völlig neues Lebensgefühl, nicht mehr ständig durch eine Brille eingeschränkt zu sein.

s5ymp(athy

16.03.10  15:13

Ich hab eigentlich höllische Panik vor den Problemem mit dem Flap. Ich weiss, das Risiko, dass etwas passiert ist sehr gering. Der Ehemann einer Arbeitkollegin hat sich vor einigen Jahren auch einer Lasik-Operation unterzogen. Zuerst verlief alles prima und er war begeistert. Dann hatte er einen Autounfall und der Flap ist abgefallen. :-o Er hatte Glück, dass er sofort einen "Hornhaut-Spender" hatte.

Ich möchte einfach nicht das Risiko eingehen, nach der OP dauernd einen Helm tragen zu müssen. ;-)

Also mich würde schon eher die Lasek-Methode oder eben die neue C-Ten Methode "probieren". Aber zu dem Arzt zu dem ich gehe werde, biete eben nur die Lasik an (er ist der einzige der hier in der Gegend operiert). Und ist ja klar, dass er mir sagen wird, dass alle anderen Methoden "Mist" sind :=o

Auf jeden Fall habe ich jetzt mal einen Termin für Ende Juni vereinbart. Man sehen ob ich überhaupt in Frage komme. 8-)

MOa9rie_;Venne

16.03.10  15:29

Hier geht es überhaupt nicht um Pessimismus oder alles Schwarzsehen, sondern einfach nur um die Fakten.

Eins vorweg, alle refraktiven Eingriffe sind mit Risiko verbunden, die Brille ist die sicherste und effektivste Methode zur Korrektur der Kurzsichtigkeit.

Nun zu der refraktiven Chirurgue:

-LASIK: Dieser Eingriff ist mit dem höchsten Risiko verbunden, es besteht die Gefahr schwerwiegender Komplikationen wie trockener Augen oder Keratoconus, damit ist nicht zu spaßen. Desweitereren werden beim Flap-Schneiden höhere Aberrationen verursacht die dann zu den bekannten Halos & Starbursts führen. Auch Glaskörpertrübungen und Netzhautablösungen sind möglich weil das Augeninnere für das Flap-Schneiden einem extremen Druckanstieg ausgesetzt ist. Ganz wichtig ist auch die Hornhautdicke: Ein Kaukasier hat im Schnitt eine Hornhautdicke von 500-540 micron. Durch das Anschneiden eines Flaps gehen ungefähr 80-120 micron drauf, für jede weitere Dioptrie (genauer: sphärisches Äquivalent) gehen nochmals 12 micron drauf. Wenn die Fragestellende Person hier also von -7 Dioptrien berichtet dann wird sie so ungefähr 300-340 micron übrig haben. Das kann im Laufe des Lebens zu erheblichen Komplikationen führen, wie Ecstasia oder trockenen Augen führen, die dann eine Hornhautrransplantation nötig machen. All dies sind keine Horrorszenarien, die Nebenwirkungen sind wohl bekannt und werden derzeit auch durch die amerikanische FDA genaustens untersucht. Nicht umsonst gehen in den USA eins nach dem anderen LASIK-Zentrum pleite (recherchiert es nach!), die Nebenwirkungen scheinen sich rumgesprochen zu haben.

LASEK/PRK: Ich werde nur auf die LASEK zu sprechen kommen, weil die PRK ein veraltetes Verfahren ist das nicht mehr angewendet wird. Die LASEK ist ein Eingriff auf der Hornhautoberfläche, somit sind per Definition die Flap-Komplikationen der LASIK nicht gegeben. Ein Verrutschen des Flap oder eine bakterielle Infektion innerhalb des Flaps sind hier nicht mehr möglich. Da kein Flap geschnitten wird, hast du automatisch 80-120 micron mehr verfügbar als bei der LASIK. D.h. die Fragestellende würde dann ungefähr 420-460 micron übrig haben, deutlich mehr als bei der LASIK. Desweiteren sind Halos und Starburst bei der LASEK seltener anzutreffen, weil direkt an der Oberfläche gelasert wird, Nachbesserungen sind auch einfacher zu gestalten, man muss keinen Flap anheben um erneut nachzubessern. Auch bei der LASEK sind die Langzeitfolgen jedoch nicht bekannt: Bedenken äußert man bei UV-Licht, weil sich die sogennante Bowmansche Membrane durch den LASEK Eingriff verändert wird.

Fazit: Die Brille ist die sicherste Methode, auf KEINEN FALL die LASIK-Methode wählen, die LASEK-Methode ist eine Überlegung wert, aber da würde ich lieber 5 Jahre auf Langzeitstudien warten, nichts überstürzen, du hast solange mit Brille / Kontaktlinsen ausgehalten, wieso jetzt nicht noch ein paar Jahre mehr warten?

Übrigens: Höre nicht auf "Empfehlungen" etc von LASIK-Patienten, entweder das sind Marketing-Tricks oder die Langzeitkomplikationen haben sich noch nicht sichtbar gemacht.

Mfg, Jackmypot

J|ackm;ypoxt

16.03.10  15:34

Worauf man achten sollte, ist, dass die verwendeten Geräte auch TÜV-zertifiziert sind. Und wieviel Erfahrung der Arzt mit dieser Art von Op's hat. Ich glaube nicht, dass er dir sagen wird, dass alle anderen Methoden Mist sind, jedenfalls nicht, wenn er seriös ist. Der Unterschied liegt eben darin, dass meines Wissen Lasek die "grobere" Methode ist (das Schneiden des Flaps geschieht nicht mit einem computergesteuerten Präzisionsmesser), da dauert auch das Abheilen und die Arbeitsunfähigkeit länger. Es ist aber auch die billigste Variante. Im Prinzip kann man sagen, je teurer, desto schonender. Bei der teuersten wird der Flap per Laser getrennt, da wird gar nicht mit einem Messer gearbeitet.

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wie ein Flap abfallen kann.... er wird doch nicht komplett abgeschnitten, nur soweit, dass er aufgeklappt werden kann. Und normalerweise wächst er auch innerhalb einer Woche wieder an.

Und -wenn du suchst, findest du garantiert immer ein Negativ-Beispiel. Sicher besteht - wie bei allen Operationen - immer ein Risiko, dass etwas schiefgehen kann, darüber wirst du auch aufgeklärt. Allerdings würde ich mir eine solchen Eingriff auch gut überlegen, wenn ich von Haus aus Bedenken hätte. Ich hatte die nicht, weil ich einfach nicht davon ausgegangen bin, dass ich nun gerade eine der ganz wenigen sein sollte, bei der etwas schiefgeht.

suymp]atxhy

16.03.10  15:50

Jackmypot

Hast du selber schlechte Erfahrungen gemacht oder wieso fühlst du dich bemüßigt, hier so massiv Anti-Werbung zu betreiben?

Okay, meine Ausführungen zu LASEK sind vielleicht nicht ganz korrekt, aber ich habe ja auch eine LASIK machen lassen (nein, ich bin kein Marketing-Trick, leide aber auch nicht unter Langzeit-Folgen und hoffe, das auch nie zu tun). Ich gebe auch keine "Empfehlungen", sondern berichte von eigenen Erfahrungen und derer, die ich kenne. Halos und Starbusts habe ich übrigens auch nicht. Ich habe auch geschrieben, dass ein gewisses Risiko natürlich immer besteht, aber das ist ja wohl normal.

Was deinen Hinweis auf die USA angeht - nicht alles, was von dort kommt, ist immer das Optimale und richtig, ich denke, wir haben hier in Deutschland mit Sicherheit hohe Standards.

Marie_Venne

Schau doch auch mal hier rein: www.operationauge.de/, dort findest du auch Informationen, über Methoden und auch über Risiken.

s`ympmathy

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