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Probelme nach Multifokallinsen-Implantation

i|saxak hat die Diskussion gestartet


Ich, männlich, bin 43 Jahre alt und habe bedingt durch eine Cortisontherapie vor 12 Jahren einen grauen Star bekommen. Ich hatte zusätzlich eine angeborene Kurzsichtigkeit des rechten Auges mit einer Hornhautverkrümmung.

Ich besuchte ein Laserzentrum in Köln. Dort sagte man mir, nach umfangreichen Untersuchungen, dass man mir zwar mit Lasern das rechte Auge deutlich verbessern könnte, es aber keinen Sinn macht, wenn der graue Star nicht beseitgt wird. Man verwies mich an einen Augenarzt in Düsseldorf, damit ich mich dort bezüglich einer Linsenimplantation beraten lasse. Gesagt, getan. Aufwendige Untersuchungen, dann der Vorschlag, die Linsen auszutauschen und in einem zweiten Schritt noch zu lasern, also nicht eine Linse einzusetzten, die schon die Hornhautverkrümmung ausgleicht, sondern dies eben mit einem Lasern später machen würde.

Vor 11 Tagen wurde mir dann das rechte, schlechtere Auge operiert. Einen Tag später dann Nachkontrolle und Operation des linken Auges. Beide Eingriffe verliefen ohne jede Komplikation. Jetzt sind wie gesagt 11 Tage vorbei, die leichten Rötungen verschwinden. Schmerzen hatte ich während der ganzen Zeit keine. Nun zu meinem Problem.

Ich empfinde das Sehen jetzt im Moment als schlechter, als vor dem Eingriff. Ich sehe in der Ferne und da meine ich in der unendlichen Ferne sehr gut. Nähe geht auch gut, so bis 35 cm. Das gesamte Mittelfeld ist unschaft. Es ist ein Eindruck, als ob ich das Auge verschmiert hätte. Augensalbe oder so was in der Art. Dieser Eindruck schwankt allerdings mit unter. Ich gehe seit dieser Woche auch wieder Arbeiten, was mir allerdings sehr schwer fällt. Bildschirm ist nicht deutlich, alles, was ich vorher auf dem Schreibtisch sehen konnte ist nun undeutlicht. Ganz schlimm ist es bei Kunstlich. In Supermärken, beim Bäcker oder an Regalen sehe ist die Auslagen nicht mehr deutlich, sondern auch nur noch verschwommen. Erst wenn ich fast mit der Nase davorhänge, wird es deutlicher.

Ich machte mir große Sorgen. Ich hörte jedoch von einigen Leuten, die soetwas auch schon gemacht bekommen habe, dass sich dass alles noch geben wird und das Sehen sich noch verbessern würde. Die Nachuntersuchungen beim Augenarzt, auch bei verschiedenen Personen sind voll und ganz zufriedenstellen. Die Linse sitzt optimal. Es würde sich noch geben, da das Auge sich neu organisieren müsste, ebenso wäre die neue Linse flacher und kleiner, somit müsste sich der Linsensack anpassen. Das würde einige Wochen dauern. Ebenso müsste ich ja auch noch auf das Lasern warten, bis alles wieder gut wäre.

Kann mir jemand meine Angst nehmen, da jemand evtl. auch Anfangs Probleme hatte oder war es bei anderen immer alles sofort klasse? Werde ich nun dauerhaft schlechter sehen als mit graumen Star?

Lieben Gruß und Danke vorab.

Antworten
S!ti$cxl


Hallo an alle,

leider lese ich den Beitrag erst jetzt. Was Isaak erlebt hat, kann ich nachvollziehen. Folgende Geschichte bei mir:

Ich bin 53 Jahre alt, männlich, Brillenträger seit Kindesbeinen an (- 2,0 / – 2,5). Also nichts Dramatisches aber ohne Brille ging es auch nicht. Dann beginnender grauer Star. Gespräch mit Ärztin, dabei riet sie mir zu einer Katarakt-OP mit Einsetzen von Multifokallinsen. Besonderer Vorteil: Danach bräuchte ich keine Brille mehr. Die Praxis wirbt im Übrigen stark mit diesem Argument und einem B-Promi, der sogar in einem Werbevideo der Praxis auftritt.

Nachteil: Die Kosten.

Hin- und her überlegt, dann die Entscheidung: Ich mach das mit den Multifokalen. Die sind von Zeiss, der neueste Schrei... wird schon klappen.

Zwei OP-Termine, zwei Monate dazwischen, dann sind beide Augen gemacht. Die OP ist alles andere als angenehm aber auf der anderen Seite auch nicht wirklich schmerzhaft.

Nach OPs zunächst Ernüchterung. Sehleistung ist am Tage zwar besser, nachts jedoch die reinste Katastrophe. Autofahren geht gar nicht! Hätte in der Dunkelheit um ein Haar einen Fahrradfahrer umgepflügt, den ich einfach nicht gesehen habe.

Halos wie beim Pink-Floyd-Konzert, Geglitzer und Seiteneffekte (Artefakte?) von allen Seiten. Eine lange Straße mit mehreren Straßenlaternen und Ampeln ist – besonders bei nasser Fahrbahn – ein Meer aus Farben, die ineinander verlaufen. Grausam! Also wieder zum Arzt. Sehtests in der Praxis so weit ok, allerdings immer noch einige Unschärfen.

Rätsel, rätsel... Hatten wir noch nie... Lassen Sie sich Zeit... Alles ok so weit, die Linsen sitzen optimal... Das Gehirn braucht halt Zeit und muss sich erst umstellen...usw.

Nach einigen Monaten unveränderter Farbenspiele dann der Versuch, nachzulasern.

Neuer Arzt, Laser rechts und links. Wieder beileibe keine angenehme Sache... Danach ist aber alles scharf, die Halos leider auch.

Untersuchungen, rätsel, rätsel... Das Gehirn braucht Zeit... kenn ich alles schon!

Mittlerweile sind gut 1 1/2 Jahre vergangen. Tagsüber ist das Sehen ein Traum, in der Dunkelheit der reinste Horror!

Alternativen: Austausch der Multifokalen durch Bi- oder Monofokale. Das bedeutet wieder Brille, genau das wollte ich ja nicht. Außerdem ist der Austausch von bereits eingepflanzten Linsen nicht ohne Risiko und ich habe auch keine Lust mehr, dass man mir wieder stundenlang in den Augen rumfuhrwerkt.

Fazit: Mit allen OPs (Katarakt, Linsen, Lasern), allen Untersuchungen und allen Medikamenten und weiteren Hilfsmitteln hat der ganze Spaß gut und gerne 10.000 Euro gekostet, wovon die Kasse (bin privat versichert!) gottlob einen ziemlichen Teil übernommen hat.

Dafür habe ich tagsüber die absolute Freiheit, bei Kunstlicht leicht verschwommene Sicht und bei Dunkelheit einen ungewünschten Dauerflash. Mein Gehirn weigert sich also konstant, die Halos auszublenden... was sich für mich aber nach ziemlich billiger Ausrede der Ärzte anhört.

Ob ich das nochmal machen lassen würde? Never ever!

Daher mein Tipp: Nicht auf (ärztliche) Werbung hereinfallen und sich nicht ohne absolute Not an den Augen rumfummeln lassen.

Und Euch allen mehr Glück, falls das Thema auch mal auf Euch zukommt!

Andreas

a[utHuLmn-lxike


Das Problem mit dem nächtlichen Sehen bei Multifokallinsen ist allerdings bekannt. Die Tochter einer Freundin sollte sie lt. dem ersten Augenarzt auch bekommen. Ein 2. Augenarzt warnte sie davor wegen dem nächtlichen Sehen.

Die Multifokallinsen sind teuerer und es scheint so, dass beim 1. Augenarzt nur der Verdienst im Vordergrund stand. Die Tochter war zu diesem Zeitpunkt erst 26 Jahre.

ByabrHny66


hallo,

auch ich habe leider erst zu spät diese beiden Beiträge gefunden und aufmerksam gelesen. Ich habe die gleichen Symptome, besonders ab Abends, wünsche mir schon meine alten Linsen zurück und ne Brille dazu.

Leider habe ich mir auch Ende November 2014 bei Carevision in Hamburg Multifokallinsen einsetzen lassen. Gleiche Symptome wie beschrieben, ohne eine klare Antwort von Seite des Arztes zu erhalten.

Heute sagte er dann, es sei nicht normal, und erst bei einem Patienten passiert, das er auf eine normale Linsen zurück operiert hat. Glaube ich nicht, das sich das nur einer wünscht!!

Bei mir war folgender Verlauf. Wurde am Freitag am rechten und Montag am linken Auge operiert.. zunächst sah ich gut und klar,ich war happy, was sich aber schon nach wenigen Tagen verschlechterte, heißt, ich sehe um allen Lichtquellen herum Ringe und was noch mehr nervt, eine Art verschwommenen Heiligenschein, ganz besonders schlimm ist es in der Dämmerung und Dunkelheit sowie am Tag beii schlechten Lichtverhältnissen.

Was gar nicht geht und mich völlig frustriert ,ist das sehen-oder besser nicht sehen- bei Gegenlicht . Da kann ich nur noch Schattierungen einer Person zB wahrnehmen nicht aber das Gesicht erkennen. Abstand ist da fast egal, außerdem haben alle Objekte Ränder.. Fahr ich durch die Gegend, sehe ich überall unscharfe Ränder zB in der Landschaft.

Das ganze schwankt aber etwas, je nach Tagesform.

Hab den beiden Ärzten das alles erklärt, sie taten ratlos, ich glaube aber sie wissen wovon ich rede und wollen mir nur nicht die Wahrheit sagen, nämlich das das zZ mit dem Stand der Technik normal ist und durchaus häufig vorkommt.

Positiv ist ,das ich bei Tageslicht relativ gut sehen kann und auch ohne Brille grob lesen kann, fehlt aber Licht, dann brauche ich eine Brille zum lesen oder zum arbeiten um Feinheiten zu erkennen, wobei ich glaube das das Sehen mit Lesebrille vorher schärfe war.

Ich würde jedem heute abraten diesen Schritt zu tun, wenn die Brille nicht absolut störend ist. %-|

RZatze"fxatz


Hat da eigentlich mal jemand positive Erfahrungen damit? ":/

Klingt in der Werbung alles schön und gut. Aber eine Langzeiterfahrung gibt es da auch noch nicht. :|N

L;uftsc3hifJf-Faxn


Interessant, die Erfahrungen mit CareVision in HH! Ich habe mich dort vor ca. 2 Jahren beraten lassen, auch mir wurde zu Multifokallinsen geraten von einer Dame, die vor Verzückung in Anbetracht der tollen Dinge, die sie mir anbot, geradezu von innen heraus strahlte. Auf meine Frage nach eventuellen Problemen mit den Linsen sagte sie, dass erst ein einziger Patient damit unzufrieden sei. Von Nachteilen war keine Rede!

Bei einem anderen Anbieter dagegen wurde mir ein Teil der hier genannten Nachteile und noch weitere als Probleme, die häufig auftreten und mit denen man rechnen müsse, aufgezählt.

Spätestens nach diesen beiden Beratungen stand für mich fest, dass ich niemals ohne medizinische Notwendigkeit an meinen Augen Manipulationen vornehmen lassen werde.

Der Gerechtigkeit halber möchte ich aber sagen, dass die Voruntersuchungen bei beiden Anbietern - auch bei CV - sehr sorgfältig durchgeführt wurden.

R_ut


Ja, ich habe positive Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich mir auf Anraten des Augenarztes keine Multifokallinsen einsetzen lassen. Er riet mir davon ab.

Statt einer Gleitsichtbrille benötige ich nur noch Lesebrillen, die ich mir in billiger Ausfertigung vom Optiker anfertigen lasse. Keine Entspiegelung, Mineralgläser, die nicht so schnell "fettig" werden und ein preiswerte Gestelle in vielen Farben und davon 5 Stück, die an Waschmaschine, Tiefkühler, in Handtaschen, Auto rumliegen und eine auf der Nase.

Übrigens hatte mein Augenarzt eine Lesebrille für 2,50 €.

Meine Katarak OP's waren 2010. Lichtempfindlichkeit führe ich aufs Alter zurück und bei grellem Sonnenlicht trage ich eben eine Sonnenbrille.

LCuftFschiffx-Fan


Ja, ich habe positive Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich mir auf Anraten des Augenarztes keine Multifokallinsen einsetzen lassen.

Also gehörst auch du nicht zu denjenigen, die mit Multifokallinsen zufrieden sind! Du bist eher ein Gegenbeispiel, wenn selbst der Augenarzt dir davon abriet.

Ich bezweifle nicht, dass es unter den Wenigen, die sich mulitifokale IOL implantieren lassen haben, auch einige Zufriedene gibt, aber ich habe das Gefühl, die muss man mit der Lupe suchen!

Zufriedene Katarakt-Patienten mit Monofokallinsen trifft man dagegen häufig an.

MAeVronyxmy


Ich kenne nur Leute, die so multifokale KL ausprobiert haben, und das über Wochen, immer wieder geändert. Und die Mehrzahl hat das irgendwie nicht hinbekommen und sich zuletzt für etwas Anderes entschieden. Deswegen erscheint es mir hochriskant, dass sozusagen ohne langes Probieren auf Dauer einzusetzen.

Zwei blöde Fragen: Warum muss man Lasern und Kunstlinse zusammen machen? Deckt die Linse nicht den gesamten Sehfehler ab? Und wie ist das mit Sehstärkenveränderungen? Also wenn man die Staroperation in etwas jüngerem Alter macht, reicht doch die Korrektur möglicherweise 10 Jahre später nicht mehr aus.

LQuf7tscIhiff-xFan


Zwei blöde Fragen: Warum muss man Lasern und Kunstlinse zusammen machen? Deckt die Linse nicht den gesamten Sehfehler ab? Und wie ist das mit Sehstärkenveränderungen? Also wenn man die Staroperation in etwas jüngerem Alter macht, reicht doch die Korrektur möglicherweise 10 Jahre später nicht mehr aus.

Es gibt auch torische MIOL zum gleichzeitigen Ausgleich des Astigmatismus, sie wurden mir beim anderen Anbieter, nicht dem im Thread genannten, empfohlen. Sind natürlich noch ein paar Tausender teurer. Ich persönlich hätte dabei die Befürchtung, dass beim Einsetzen die Achslage nicht genau getroffen wird und man dann noch mehr Sehprobleme hat. Jedenfalls wurde mir auch beim o.g. Anbieter der nicht-torischen IOL in Aussicht gestellt, bei nicht optimalem Ergebnis nachzulasern. Man möchte ja dem Kunden, der für die Unabhängigkeit von Sehhilfen so tief in die Tasche greift, ein möglichst perfektes Ergebnis liefern.

Vor Sehstärkenänderungen ist man natürlich niemals gefeit. Jeder, der sich einer solchen Schönheits-OP unterzieht, muss sich dessen bewusst sein, dass erstens die Erreichung totaler Brillenfreiheit nicht garantiert werden kann, zweitens Einbußen an Seh-Qualität in Kauf genommen werden müssen und man drittens die Brillenfreiheit, wenn sie denn tatsächlich erzielt wurde, ausgiebig genießen sollte, weil man nicht weiß, wie lange sie anhält. An mögliche spätere Komplikationen, weil nicht genug Erfahrungswerte vorliegen, sollte man lieber gar nicht erst denken...

kironi$ne


Also, ich habe eure Beiträge aufmerksam gelesen, Auch mir wollte Carevision in München multifokale Linsen andrehen, dabei sind meine Augen daüfr gar nicht geeignte, Das haben mir auch andere Augenärzte bestätigt. Ich hatte auch zuviel Angst vor den Umstellungsproblemen etc, die man danach haben soll...

nun, drum habe ich mich für Monofokallinsen enscthiesen, da ich nicht nur stark weitsichtig bin, sondern auch eine Hornhautverkrümmung habe, bekam ich vor 4 bzw. 5 Wochen torische Monofokallinsen eingesetzt...von wegen, die Probleme mit der Umstellung des Gehirns haben nur "multifokale..."

ich dreh fast durch, angeblich habe ich 100% Sehvermögen und nur noch eine leichte Hornhautverkrümmung---mit einfacher Lesebrille 1,30 alles wunderbar am Pc und beim Lesen,aber nachts, und auch sonst tagsüber, das normale Sehen ist irgendwie , hm, nicht mehr normal, Ich seh zwar alles scharf, zumindest meistens, manchmal in einem Auge so wie durch einen Wassertropfen, lt Arzt liegt dies noch an der Wundheilung - aber ich sehe alles so "anders" kleiner schärfer, verändert plastisch" ich weiß gar nicht wie beschreiben....

Tja, angeblich braucht das Gehirn um sich an das neue Sehen zu verändern- genau das, was ich ducr die monofokalen Linsen vermeiden wollte- und es dauert einfach, ich muss mir Zeit geben und soll nicht dran denken, haha witzig, wie soll des gehen....

Hat von euch jemand Erfahrung und kann mir Mut machen und Hoffnung, daß sich da noch was tut ??

Bin für alles dankbar!

s&tarry_fnigxht


Hast Du vor der OP Brille oder Kontaktlinsen getragen?

k=roninxe


Ich habe vorher eine Brille getragen, jz kam so langsam die Altersweitsichtigkeit dazu und da ich immer spezielle Gläser brauche, pro Brille ca. 1000.- dachte ich, wäre eine Op eine gute Sache, da in Zukunft auch immer öfters Gläserwechel anstünde.

O Mann, wenn ich das gewusst hätte...und immer hört man nur, wie toll das wäre und problemlos......

sWtarHry_nxight


Dann ist ja klar, warum das Sehen jetzt so anders und alles kleiner ist. Eine Brille mit starken Pluswerten vergrößert, eine IOL tut das nicht.

k}rondinIe


Hallo starry-night, danke für deine Beiträge. Meinst du denn, dass das Gehirn sich dann auch noch an das neue kleinere Sehen gewöhnt?

Hast du da Erfahrung? Danke

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