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Stark erhöhter Augendruck mit 23

R7atloZser0x23 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe mal eine Frage, mich würde interessieren was Ihr dazu denkt:

Habe seit 3 Jahren einen stetig ansteigenden Augeninnendruck. Ich war vor 3 Jahren deswegen das 1. mal beim Augenarzt, da hatte ich wohl einen Wert von 17mmHg.

Ich soll deswegen nach Meinung meiner Augenärztin 1 x pro Jahr bei ihr den Augendruck kontrollieren lassen.

Vor 2 Jahren betrug der Augeninnendruck dann 18mmHg, vor 1 Jahr 19mmHg. Der nächste Kontrolltermin wäre in 4 Monaten.

Nun habe ich im Internet jedoch gelesen, dass 20mmHg schon ziemlich viel sind und dass dadurch die erhebliche Gefahr für grünen Star und andere schlimme Krankheiten bis zur Erblindung zunimmt.

Ich nehme nun mal an, dass mein Augendruck auch weiter steigen wird. Jedoch werde ich so langsam unruhig weil meine Augenärztin bis jetzt mir noch keine Augentropfen o.ä. gegeben hat.

Ich denke ich sollte doch schon irgendwas tun oder? Kennt sich hier jemand damit aus?

Vielen Dank schon mal im Voraus

Grüße

Antworten
F0innx90


Also mit 19mmHg denke ich, ist es schon hart an der Grenze und das nächste Mal, wenn er dann wieder höher sein sollte, bekommst du sicherlich deine ersten Tropfen.

Ich habe auch Glaukom, meine Anfangswerte dürften knapp über 20 gewesen sein. Das maximalste waren bei mir auf beiden Seiten 25mmHg. Diagnostiziert wurde es im Alter von 17, also vor 3 Jahren. Wenn du dann Tropfen hast und die dann richtig wirken, dann ist es eigentlich so, dass du nicht erblinden wirst, weil es früh genug festgestellt wurde und auch behandelt wurde. Nicht jeder der an Glaukom erkrankt, erblindet auch zwangsweise. @:)

Rvatlo6s0er02x3


oh..

Musst du dann jeden Tag Augentropfen und diese auch mehrmals am Tag nehmen? Oder gibts da ne Operation o.ä., weil jeden Tag Augentropfen zu nehmen ist ja schon ziemlich nervig....

Na gut, muss man wohl akzeptieren, besser als zu erblinden. Nur muss ich jetzt hoffen dass die Augentropfen auch helfen...

Rgatlosfer0}2x3


achja, und noch was.... Kann man mit den Tropfen den Augendruck senken, oder bewirken die Tropfen nur, dass der Druck nicht weiter steigt? Kenn mich mit der ganzen Sache noch nicht so aus...

J%ori


Es ist richtig, dass ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck oder ein Glaukomanfall (akut deutlich erhöhter Augeninnendruck von 50 und mehr) den Sehnerv schädigen kann und zur Erblindung führen kann. In der Regel lässt sich ein erhöhter Augeninnendruck gut mit Medikamenten (Tropfen) behandeln.

Allerdings ist ein Augeninnendruck von 19mmHg ist keinesfalls "stark erhöht". Ein gesundes Auge hat einen Augeninnendruck zwischen 16 und 21. Eine medikamentöse Behandlung ist mit 19 nicht angezeigt.

Wenn überhaupt kann man Deinen Druck als "auf dem Weg zum Grenzwertigen" bezeichnen. Insofern und in Anbetracht Deines Alters ist eine jährliche Kontrolle durchaus ausreichend. Du solltest Dich nicht verrückt machen.

Am besten Du sprichst bei der nächsten Kontrolluntersuchung mit Deiner Ärztin über Deine Bedenken und lässt Dir einmal alles gut erklären. Ansonsten bleibt Dir noch, einen anderen Augenarzt aufzusuchen und zu hören, was der sagt.

Gruß

F`in*n90


Eine OP wird kaum durchgeführt. Glaukom ist nicht heilbar! Im Falle eines Glaukomanfalles kann operiert werden. Es gibt jetzt wohl eine eine OP, wo Teile in das Auge eingesetzt werden sollen, damit das Kammerwasser besser abfließen kann, allerdings ist das – soweit ich weiß – noch in der Studie.

R;aZtlposexr023


Hey,

danke mal für die guten Antworten. Hab im Internet dazu die reinsten Horrorgeschichten dazu gelesen.

Aber noch eine Frage... mein Augeninnendruck steigt ja kontinuierlich an. Wenn ich jetzt Augentropfen nehmen müsste, würde dann der Augendruckanstieg weniger stark steigen oder würde er dadurch auf dem Niveau gestoppt werden oder könnte er dadurch gesenkt werden?

Und noch eine 2. Frage ;-) . Wie oft müsste man die Augentropfen am Tag nehmen? Würd mich gern schon mal etwas auf das Gespräch mit der Ärztin vorbereiten :-)

Danke

Doino[2F00x0


Es gibt unterschiedliche Präparate. Ich nehme sie schon seit Jahren, habe sie an meinem Bett stehen und mich daran gewöht, jeden Tag abends beim zubettgehen und morgens beim Aufstehen zu tropfen. Kann auch sein, dass du nur einmal am Tag tropfen mußt. Also mit der Ärztin besprechen. Dein Wert ist eigentlich nicht hoch. Bei mir wurde auch mal ein Auslaßversuch gemacht um zu sehen, wie es ohne Tropfen aussieht. Stieg dann lediglich auf 23.

Solange man mit Tropfen die Werte in den Griff kriigt, wird auch nicht operiert, eher auf ein stärkeres Medikament umgestellt.

J)oZr'i


Die entsprechenden Medikamente senken den Augeninnendruck. In diesem Fall ist aber eine Senkung des Augeninnendrucks durch Medikamente nicht notwendig. Auch kann man anhand der im Jahresabstand vorgenommenen Messung nicht von einer kontinuierlichen Steigerung sprechen, auch wenn es durch die Werte 17 --> 18 --> 19 so aussieht.

Der Druck schwankt ständig und hängt von vielen Faktoren ab. Misst man z.B. drei mal am Tag, werden in aller Regel auch drei verschiedene Werte herauskommen. Deine scheinbar kontinuierliche Steigerung ist eher Zufall.

In Deinem Gespräch mit der Ärztin sollest Du sie explizit fragen, ob sie Deinen Augeninnendruck als "krankhaft verändert" einstuft. Ob aus ihrer Sicht weitere Maßnahmen, abgesehen von einer regelmäßigen Kontrolle bzw. weitergehende Untersuchungen (Untersuchung des Sehnervs, Gesichtsfeldmessung) notwendig sind.

Und wenn sie Dir sagt, alles ist in Ordnung, solltest Du auch darauf vertrauen und das Thema ad acta legen. Falls Du ihr nicht vertraust, solltest Du einen anderen Arzt suchen. Aber es hilft Dir nicht weiter, wenn Du Dich zu sehr in das Thema reinsteigerst.

Gruß

N8ala8x5


Bei meiner Kollegin ist eine SD-Überfunktion der Grund für den erhöhten Augendruck. Vielleicht lässt du da auch nochmal nachschauen.

Bljpärnxi


Eine OP wird kaum durchgeführt. Glaukom ist nicht heilbar! Im Falle eines Glaukomanfalles kann operiert werden. Es gibt jetzt wohl eine eine OP, wo Teile in das Auge eingesetzt werden sollen, damit das Kammerwasser besser abfließen kann, allerdings ist das – soweit ich weiß – noch in der Studie.

Das stimmt nicht ganz- je nachdem, wodurch das Glaukom verursacht wird, kann man das schon "heilen"; ein Winkelblockglaukom wird sogar (fast) immer operiert. Dabei schneidet man ein Stück der Iris weg oder lasert einen Kanal in die Iris, durch den das Kammerwasser abfließen kann (Iridektomie).

Allerdings ist das Offenwinkelglaukom die häufigere Form. Auch hier gibt es operative Methoden, die aber nicht so gängig zu sein scheinen. Kann sein, dass das die Studien sind, von denen Du gehört hast, genau weiß ich es hier nicht.

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