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Ödem hinter dem Sehnerv

Niny hat die Diskussion gestartet


Ich wollte gerne dieses Thema öffnen und schauen ob vielleicht noch jemand etwas ähnliches hat, und weiß wohin ich mich noch wenden könnte.

Gegen Ende letzten Jahres fingen bei mir Sehstörungen an, beidseitig, die ich über Wochen ignorierte, und die sich daraufhin (natürlich) verschlimmerten.

Probleme mit den Augen habe ich seit ich 14 bin, damals angefangen hat es mit einem Sehfehler, ich konnte besonders rechts sehr plötzlich nicht mehr richtig sehen, konnte aber auch nicht beschreiben in wie weit, einfach "komisch".

Es folgten vier Brillen und fünf verschiedene Ärzte, die Brille passte jedes mal komischerweise nicht.

Gemacht wurde ansonsten nichts.

Ich bin dann wegen den Sehstörungen zum Arzt, er stellte Einblutungen und eine Stauungspapille fest und schickte mich ins Krankenhaus.

Einblutungen hat man dort keine gefunden, aber eine minimale Stauungspapille sowie unscharfe Ränder – es folgte eine neurologische Abklärung wegen des Verdachtes auf Hirndruck, diese bestätigte sich allerdings nicht.

Ich wurde in diesem Rahmen zum CT geschickt, auf den Bildern war alles unauffällig, bis auf zwei helle Flecken hinter den Sehnerven, rechts größer als links.

Damit wusste erst niemand was anzufangen, mir wurde ein Arzt empfohlen (Augenarzt) der im Rahmen einer Untersuchung unter anderen feststellte das man mich nicht tropfen dürfte, weil die Wirkung bei mir verzehnfacht wird (selbst mit Tropfen für Kinder, die Pupillen waren drei Tage geweitet und schmerzten extrem).

Diagnose – Ödeme hinter den Sehnerven, ausgelöst durch massive, nicht behandelte, Entzündungen.

Wahrscheinlich schon damals vom Arzt übersehen, da nie jemand auf sowas untersucht hat, und schmerzende, gerötete, Augen runtergespielt wurden.

Die Sehstörungen werden durch die Ödeme verursacht, da diese den Sehnerv drücken (und er wahrscheinlich dann an den Wänden reibt).

Mir wurde gesagt es sei aber nicht sooo schlimm, akut blind werde ich nicht – es folgte eine Behandlung mit Kortison, die Sehstörungen wurden besser, weniger häufig und leichter.

Allerdings war es das auch schon, komplett weg hat man es nicht bekommen.

Ich habe seit Dezember recht viel Ruhe mit den Augen, die Sehstörungen treten manchmal über Wochen hinweg gar nicht auf, bei Streß allerdings habe ich sie dann wieder häufiger, manchmal auch ohne ersichtlichen Grund – das soll wohl an der Augenspannung liegen die ja nicht immer gleich ist.

Meine Sehkraft nimmt rechts weiterhin ab, links zum Glück kaum.

Vor einigen Wochen hatte ich dann auf dem rechten Auge einen Gesichtsfeldausfall, die rechte Seite des Auges war völlig weg, das besserte sich innerhalb von 30 Minuten, ich habe aber das Gefühl es wurde nicht wieder zu 100%, ich meine mein Gesichtsfeld wäre seitdem "kleiner" auf dem rechten Auge.

Ein erneuter Besuch beim Arzt brachte auch keine guten Nachrichten, mehr als Kortison geben könne man nicht machen, an die Ödeme käme man anders nicht dran (weil sie halt direkt hinter dem Sehnerv sitzen).

Diagnose: Optikusatrophie

Ich müsse mich darauf einstellen das meine Sehkraft weiter abnimmt, die Möglichkeit zumindest rechts komplett zu erblinden besteht, es kann aber auch mein Leben lang gut gehen.

Ich möchte mich nicht damit abfinden blind zu werden, deshalb meine Frage an euch:

Wer hat ebenfalls Ödeme hinter dem Sehnerv und hat noch eine Idee wo ich mich hinwenden könnte, oder was es vielleicht doch noch für Möglichkeiten gibt meine Sehkraft zu erhalten?

Ich wäre wirklich dankbar für jeden Tipp oder Betroffenen mit dem ich mich austauschen könnte.

Antworten
H0oniBgtau


Meine Mutter bekam vor 20 Jahren einen Augeninfarkt im rechten Auge, im Urlaub und vor lauter Bescheidenheit, weil sie nicht stören wollte, sagte sie nichts. Zu Hause, ging sie zum Augenarzt, sie landete in einer Klinik und wurde 14 Tag später entlassen, auf diesem Auge blind. Es ließe sich nichts mehr machen, sie hätte sofort kommen müssen...

Ich habe homöopathische und medizinische Kenntnisse und habe dann von Wala Ampullen gekauft, Nervus Opticus (Sehnerv), dazu das gleiche als Augentropfen, und noch einige andere Mittel, die den Blutpfropf auflösen sollten.

Meine Mutter konnte nach 8 Wochen wieder sehen, während die Ärzte nichts machen konnten....

In diesem Fall sollte auf das Geschehen als Entzündung eingegangen werden und eine Abschwellung wird oft durch Apis/Bryonia erreicht. Gibt es auch als Ampullen und auch als Globuli.

Ich empfehle, sich einen Arzt zu suchen, der mit Medikamenten dieses Herstellers arbeitet (WALA) und auch so eine Spritzenkur zu machen. Die Ampullen sollten im Nacken gequaddelt werden.

N_ny


Hallo Honigtau

Danke für deinen Bericht und deinen Tip.

Die Ödeme wurden früher mal durch eine Entzündung ausgelöst, es ist aber keine aktive Entzündung mehr vorhanden, der Sehnerv ist weiterhin geschwollen, aber durch die Ödeme die Druck auf ihn ausüben.

Ich habe mich an einen Arzt gewendet der mit Medikamenten der Firma arbeitet, ich hatte dort vor kurzem einen Termin zum Erstgespräch.

Er hat mir strickt davon abgeraten solche Medikamente zu nehmen, und er würde mich damit auch nicht behandeln – alle Medikamente die den Sehnerv stärken führen zu einem Anschwellen des Nervs.

In meinem Fall würde das eine sofortige Erblindung bewirken, die auch nicht wieder behoben werden könnte weil der Sehnerv dann komplett zerstört wäre (durch die Reibung am Knochen gegen die die Ödeme ihn bei einem Anschwellen drücken würden).

Es gibt leider nichts das er für mich tun könnte.

Ich danke dir trotzdem für deinen Rat.

Mittlerweile versuche ich mich mit der abnehmenden Sehkraft und einem verminderten Gesichtsfeld zu arrangieren, ich fange langsam an es einfach zu akzeptieren und meine verbleibende Sehkraft optimal zu nutzen, und mich nicht für Lupen und dergleichen zu schämen.

Es ist schwer, aber ich versuche noch alles aus der verbleibenden Zeit rauszuholen, und bin dabei mich zu informieren wie es später weitergehen kann, ohne Sehfähigkeit, was für Möglichkeiten es gibt trotzdem ein erfülltes Leben zu haben.

Ich hoffe auf das Beste.

Gruß,

Nny

avno)mxi


Hallo Nny,

es tut mir sehr leid dass offensichtlich in deinem Fall keine Weiterbehandlung mehr möglich ist.

Hat dich dein behandelnder Arzt mal auf eine mögliche Fensterung des Sehnervens angesprochen? Ich bin mir aber nicht sicher ob es in deinem Fall überhaupt zur Debatte stehen würde da du schreibst dein Sehnerv ist durch den Druck der Ödeme geschwollen. Dies wird m.E. angewendet wenn der Sehnerv durch zu viel Liquor angeschwollen ist das durch die Fensterung besser abfließen könnte. Evtl. kannst du deinen Arzt mal danach befragen. Soll aber kein unriskanter Eingriff sein.

Bei mir wurde eine einseitige Stauungspapille festgestellt für die bisher kein Grund gefunden werden kann. Ich habe schon sämtliche Untersuchungen durch. Bevor diese festgestellt wurde hatte ich im März eine Entzündung am äußeren Auge die ich selbst mit Tropfen aus der Apotheke behandelt habe. Ich bin mir aber nicht sicher ob es hieran liegen und in Verbindung gebracht könnte, da ich bereits eine kurze Zeit vorher schon Sehstörungen hatte (die auch ich ignoriert habe). Auch bei mir ist der Sehnerv konstant angeschwollen mit entsprechenden Sehstörungen dazu. Mal wird in den Berichten von einem Ödem gesprochen, dann mal wieder von Stauungspapille. Evtl. meinen die Ärzte auch ein und das selbe. Ich glaube geeinigt hat man sich jetzt auf Stauungspapille. Kortison habe ich auch bekommen ohne langfristigen Erfolg.

Von der allerersten Augenuntersuchung mit Weitstelltropfen hatte ich auch 4 Tage was von bis sich endlich die Pupillen wieder verkleinert hatten. Folgende Untersuchungen verliefen glücklicherweise schneller.

Betrafen die Entzündungen die du hattest dein äußeres Auge oder waren deine Sehnerven direkt entzündet?

Waren beide Augen von der Entzündung betroffen und hattest du vorher auch schon Sehstörungen?

Welche Form von Sehstörungen hattest du?

Wie sind deine Gesichtsfeldausfälle verlaufen? Von außen nach innen?

Ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Auch bei mir besteht die Angst auf dem Auge zu erblinden. Auf dem anderen Auge habe ich von Geburt an eine Sehschwäche und kann hierauf nur sehr wenig erkennen. Bis auf kleinere Gesichtsfelddefekte und immer wiederkehrende Sehstörungen ist mein Sehen auf der Seite der Stauungspapille noch in Ordnung.

Ich weiß nicht ob du auf meine Fragen überhaupt antworten magst/kannst.

Es gibt nichts für das man sich mit einer Sehbehinderung schämen müsste! Es erfordert sicherlich eine gewisse Eingewöhnungsphase. Frag doch mal bei deiner Krankenkasse nach wo in deinem Umfeld die nächstgelegende Beratungsstelle für Sehbehinderte o.ä. ist. Man kann dir hier sicherlich weiterhelfen. In einem Bericht habe ich gelesen das dort dort entsprechende Maßnahmen angeboten werden die einem helfen sollen ein möglichst selbstständiges Leben zu erlernen. Sie kommen auch zu dir nach Hause. So war es in dem Fall von dem ich gelesen hatte. Und das wären dann ja auch schon große Schritte für ein weiteres erfülltes Leben. Aber klar, es sagt sich immer so leicht. Wichtig ist aber den Kopf oben zu behalten und die Geduld nicht zu verlieren. Ich drücke dir ganz fest die Daumen und hoffe für dich dass deine verbleibende Sehkraft noch lange erhalten bleibt.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft!!

Liebe Grüße

anomi

Nqny


Hallo Anomi

Ich möchte dir gerne auf deinen Beitrag und deine Fragen antworten.

Es tut mir sehr leid zu hören das du in einer ähnlichen Lage bist, ich kann mir vorstellen was dir im Moment im Kopf rumgeht.

Eine Fensterung ist bei mir nicht möglich, der Raum zwischen Ödem und Sehnerv ist zu klein, die Wahrscheinlichkeit den Sehnerv dabei zu zerstören ist zu hoch, und die Erfolgsaussicht zu gering.

Zudem ist die Op ansich auch nicht unbedingt harmlos, und zusätzliche Erkrankungen erschweren jede Op.

Das Risiko-Nutzenverhältnis ist leider zu unausgewogen.

Du sagst du hast alle Untersuchungen durch, wurde denn auch ein CT oder MRT gemacht?

Das würde zumindest klären ob an der Schwellung ein Ödem oder etwas anderes schuld ist.

Allerdings hast du ja bereits erfolglos Kortison bekommen, ich glaube viel mehr kann man dann auch nicht mehr machen.

Wurde es schon mit Spritzen versucht, wenn das bei dir möglich ist?

Der Sehnerv war bei mir nicht entzündet, die Ärzte sprachen von einer unsymptomatischen Uveitis der hinteren Schichten – dafür gibt es einen Fachausdruck, der fällt mir aber leider nicht mehr ein.

In der Regel hat eine Stauungspapille ja immer einen Grund, hattest du den Ärzten gesagt das du vor einiger Zeit eine Entzündung hattest, und ob es damit etwas zutun haben könnte?

Mir wurde in der Augenklinik gesagt solche Schwellungen können auch durch wiederholte Entzündung der Neben und Stirnhöhlen ausgelöst werden, könnte das bei dir vielleicht ein Grund sein?

Bei mir waren beide Augen von der Entzündung betroffen, da auf beiden ein Ödem vorliegt, nur rechts ist es größer als links.

Die Sehstörungen hatte ich schon recht lang, allerdings gab es schon Jahre zuvor Probleme mit den Augen.

Das erste dass ich bemerkt hatte war eine Abnahme der Sehschärfe, die aber kein Augenarzt feststellen konnte (also weder weit noch kurzsichtig).

Die Sehstörungen sind schwer zu beschreiben, es ist eine Mischung aus Blitzen, Schnee und Kriseln, ein wenig wie bei einem Fernseher wenn der Kanal nicht richtig eingestellt ist, nur nicht so dicht und mit mehr Bewegung und kleinen Blitzen.

Meist kommen sie plötzlich und werden in wenigen Sekunden ganz extrem, sodas ich kaum noch etwas erkennen kann – die Dauer ist unterschiedlich, als es am schlimmsten war dauerte so eine Attacke bis zu 5 Minuten, und kam mehrere Male am Tag.

Die Ausfälle waren immer außen, auf dem rechten Auge war dann quasi die rechte Seite des Blickfeldes komplett schwarz, das ging nach 15-20 Minuten wieder mehr oder minder weg, leider aber nicht mehr komplett sodas mir ein gutes Stück fehlt.

Es ist schon mal gut das du bis auf die Sehstörungen auf dem Auge noch gut siehst, wirst du im Moment mit irgendwas behandelt?

Wie lange hast du die Stauungspapille schon?

Wie ist das bei dir, bleiben die Sehstörungen gleich oder werden sie schlimmer (in Hinsicht auf das Auftreten und die Stärke)?

Natürlich hast du recht, man muss sich nicht für eine Sehbehinderung schämen, aber mir fällt es wirklich sehr schwer damit normal umzugehen.

Ich weiß selbst nicht ob es mir peinlich ist, oder ob ich befürchte dann anders behandelt zu werden...

Ich wünsche dir ebenfalls viel Kraft und alles Gute, und ich hoffe das die Ärzte bei dir sich doch noch einigen und vielleicht irgendwie helfen können.

Lieben Gruß,

Nny

a:nomxi


Hallo Nny,

schön dass du dich auf meinen Beitrag gemeldet hast.

Ja, eine Fensterung ist nicht harmlos. Mein Augenarzt hat mir bisher auch davon abgeraten. Gerade bei Patienten wie mir die nur ein richtig sehfähiges Auge haben, wird sich kein Neurochirurg an den Sehnerv trauen, solange keine akute Erblindungsgefahr vor der Tür steht. Ich dachte nur dass es für dich in deiner jetzigen Situation noch eine Möglichkeit wäre.

Dein Sehnerv muss ja eine beachtliche Schwellung aufweisen wenn du schreibst, er würde bei einer weiteren Zunahme an den Knochenwänden reiben...

MRT-Aufnahmen wurden bei mir zwei mal durchgeführt. Ein Ödem ist ist festgestellt worden, ebenso die Schwellung des Sehnervs. Eine raumfordernde Ursache wie ein Tumor ö.ä., oder eine aktive Entzündung wurde nicht gefunden. Ich kann dir nicht beantworten ob das Ödem jetzt an der Schwellung schuld sein soll. Hierzu wurde mir nichts näheres mitgeteilt. Das ist aber ein guter Tipp von dir den ich bei meinem nächsten Kontrolltermin beherzigen und hinterfragen werde!

Was für Spritzen meinst du? Kortisonspritzen direkt ins Auge?

Bisher wurde so ein Versuch nicht gemacht. Ich habe allerdings auch noch nichts davon gehört...

Bei meinen Besuchen in der Augenklinik hatte ich die zwischenzeitliche Entzündung erwähnt. Auch dass ich sie selbst behandelt habe. Ich selber habe mich nur um die Abklärung dieser möglichen Ursache nicht weiter gekümmert, da ich bereits vorher schon Sehstörungen hatte. Habe es bisher nicht damit in Verbindung gebracht.

Entzündungen der Nebenhöhlen hatte ich früher des Öfteren. Die letzte ist allerdings schon seeehr lange her, so dass ich bezweifel dass die letzte Nebenhöhlenentzündung (vor ca. 1 1/2 Jahren oder noch etwas länger) ein Grund hierfür darstellen könnte. Aber jetzt wo du es erwähnst werde ich auch dieses Thema beim Neurologen noch einmal ansprechen.

Aber wie du schon richtig meintest, selbst wenn ein solcher Grund dafür plausibel erscheinen sollte und in Betracht kommt, so kann man wohl im weiteren Verlauf einfach nicht mehr viel unternehmen.

Wurde denn bei dir und deinen ersten Beschwerden (Abnahme der Sehschärfe) nicht direkt eine Augenhintergrunduntersuchung durchgeführt? Oder ist die Stauungspapille erst später bei dir aufgetreten?

Die Sehstörungen die du beschreibst ähneln meinen. Die Wahrnehmung von Schnee und Kriseln habe ich auch. Mal erscheinen sie schwacher und durchsichtiger, mal sind sie stärker und verdunkeln für kurze Zeit Teile meines Gesichtsfeldes. Meist für ca. 20-30 Sekunden lang. Bei schlimmeren Störungen halten diese auch etwas länger an.

Zu Anfang hatte ich diese Schleier/Verdunkelungen nur im nasalen Gesichtsfeld und nur ein paar mal am Tag. Mittlerweile treten diese Störungen unzählige Male am Tag auf und befinden sich auch an anderen Stellen des Gesichtsfeldes. Erreichen sie das Sehzentrum, sehe ich für kurze Zeit auch erst mal kaum noch was. Am häufigsten treten diese Obskurationen auf wenn ich anfange mich zu bewegen, oder die Augen länger als ca. 1 Minute verschlosssen hatte. Es gibt aber auch Momente da treten sie einfach so ohne Grund auf während ich z.B. auf dem Sofa liege oder am Tisch sitze. Dazu habe ich immer ein Flimmern im Gesichsfeld. Mein Augenarzt meinte es könne an einer verminderten Durchblutung des Sehnervens aufgrund der Schwellung liegen.

Hinzugekommen sind aktuell noch schwache Doppelbilder die ich immer wieder wahrnehme. Der Grund hierfür ist bis dato unbekannt. Einem Arzt zufolge könne dies dadurch verursacht werden, dass das Gehirn versucht sich darauf einzustellen, das mit dem Auge (mit der STP) etwas nicht in Ordnung ist. Mein Augenarzt meint dass mein Gehirn mir durch den geschwollenen Sehnerv einen Streich spielen würde.

Wie dir sicherlich nicht unbekannt ist, hat man immer mehr Fragen als es darauf Antworten geben kann... Und manchmal sind diese Antworten etwas seltsam.

Es ist fraglich wie lange ich die Stauungspapille schon habe. Die ersten kurzen Sehstörungen hatte ich bereits ca. Ende Februar/Anfang März. Die Entzündung des Auges hatte ich Mitte März. Die Störungen wurden dann häufiger aber ich habe an nichts dramatisches gedacht und diese eher auf stressige Umstände geschoben (was man je gerne mal mit Beschwerden macht). Ende April wurden mir die Sehstörungen unheimlich und ich bin endlich zum Augenarzt gegangen. Dieser hat dann auch die Stauungspapille festgestellt. Aus meinem Bauchgefühl heraus würde ich sagen die STP besteht bei mir schon länger als Februar, da sich lt. Internet eine STP erst bemerkbar macht wenn sie längere Zeit vorhanden ist.

Ich werde derzeit testweise für vier Wochen mit einem Medikament behandelt dass ürsprünglich dazu gedacht ist, erhöhten Augeninnendruck zu senken, aber gleichzeitig den Nebeneffekt hat, die Liqurproduktion (also Nervenwasser) etwas einzudämmen. Im zuge der Untersuchungen wurde bei mir ein grenzwertiger Eröffnungsdruck mittels Lumbalpunktion festgestellt. Aus neurologischer Sicht sei dieses allerdings eher auf Aufregung während der Messung zurückzuführen als auf erhöhten Hirndruck. Dennoch wollte man es jetzt einmal probieren. Geholfen hat mir das Präparat bisher kurzfristig für ca. zwei Wochen. Jetzt werden die Sehstörungen aber wieder häufiger. Möglicherweise hat es mir nur geholfen weil der Augeninnendruck gesenkt wurde (der bei mir eh normal ist) und die Spannung der Augen dadurch gedämpft wurde, so dass der Sehnerv nicht mehr so stark gegen das Auge drücken kann. Das ist jetzt meine Theorie. Bei meinem nächsten Kontrolltermin werde ich mehr wissen ob meine Vermutung stimmen könnte.

Es wurde mir auch schon Nervenwasser abgelassen. Dadurch haben sich meine Sehbeschwerden nicht gebessert. Lediglich der Sehnerv war für kurze Zeit etwas abgeschwollen. Das könnte allerdings evtl. auch eine normale Reaktion sein. Vergleichbar mit einem Ring den man nicht vom Finger bekommt. Wenn du die Hand hochhälst schwillt diese ab und du kannst den Ring abziehen. Vllt. verhällt es sich ähnlich mit dem Nervenwasser. Ist dieses reduziert worden, schwillt erst mal alles ab. Das ist jetzt auch so eine Vermutung von mir. Die Stauung oder das Ödem ist immer geblieben. Außerdem habe ich auch sonst keine Symptome die unbedingt auf erhöhten Hirndruck hinweisen würden. Auch das werde ich beim nächsten Termin hinterfragen ob an meiner Vermutung etwas dran sein könnte.

Zusätzlich erhalte ich noch ASS 100 wegen der möglichen verminderten Durchblutung des Sehnervens aufgrund der Schwellung.

Wäre das für dich nicht noch eine Möglichkeit es mit Augendrucksenkenden Mitteln zu versuchen? Evtl. verspürst du dann eine kleine Erleichterung? Vielleicht kannst du deinen behandelnden Arzt noch einmal hiernach befragen. Man wird bei dir jetzt wohl sehr vorsichtig sein in Bezug auf Experimente...

Vermutlich ist dies auch das letzte das man an mir austesten kann. Danach muss ich mich wohl damit abfinden einfach abzuwarten wie der weitere Verlauf ist. Auch mir steckt die Angst einer Atrophie im Nacken. In der Augenklinik konnte man mir natürlich keine Prognose geben, wann und ob diese Eintritt. Die Gefahr besteht und allein diese Tatsache beängstigt mich schon und die Sehstörungen sind natürlich sehr unangenehm.

Als du den ersten plötzlichen Gesichtsfeldausfall hattest war das bestimmt ein großer Schreck für dich... Waren das schon die ersten Anzeichen deiner Atrophie?

Ich kann verstehen dass dir diese Zeit jetzt sehr schwer fällt. Seinen Alltag bestreitet man zu einem großem Prozentsatz mit den Augen. Die Zeit die man braucht bis sich die anderen Sinne geschärft haben und gelernt hat mit seiner Behinderung umzugehen und sich mit Schicksalsschlägen abzufinden erfordert sicherlich einiges an Geduld und Zeit. Es ist wohl auch diese Angst vor dem Weg ins Ungewisse... Es tut mir sehr leid dass du jetzt genau davor stehst. Und ich kann dir nur wünschen dass du nicht stehen bleibst, sondern deinen Weg weitergehst.

Sollte deine Sehkraft sich noch weiter verschlechtern wirst du von deinem Umfeld im ersten Moment vllt. zwangsläufig anders behandelt werden. Nich immer wissen Nichtbetroffene wie sie sich erst mal verhalten sollen. Glücklicherweise hast du noch eine gewisse Sehkraft und diese soll dir noch lange erhalten bleiben!

Steht denn bei dir die Prognose fest dass du deine Sehkraft ganz verlieren wirst? Oder könnte sie sogar zum Teil bestehen bleiben?

Darf ich noch fragen wieviel Prozent Sehkraft du noch hast?

So, ich hoffe dieser Beitrag ist jetzt nicht zu lang geworden...

Ich wünsche dir weiterhin alles, alles Gute!!

Liebe Grüße

anomi

M]alefxica


Huhu,

im April bin ich auch zum Augenarzt, da ich das Gefühl hatte schlechter zu sehen und wollte mir eine neue Brille verschreiben lassen. Der Arzt sagte dann, dass nur das rechte Auge minimal schlechter geworden ist und ich eigentlich noch gut hätte sehen müssen. Er machte dann auch noch ein paar andere Untersuchungen, die sonst noch nie gemacht wurden und erzählte mir dann ich hätte Wölbungen am Sehnerv, die sähen aus wie so Krater. Ich solle in 2 Monaten noch mal kommen um zu sehen ob es besser oder schelchter geworden ist, wenn es schlimmer wäre müsste ich Cortison bekommen.

Trotz neuer Brille hab ich nach wie vor das Gefühl gehabt, dass ich schlechter sehen kann. Also an und für sich kann ich alles sehen, aber bei manchen Dingen meine ich, dass es nicht gut genug ist. Und zudem hab ich hin und wieder einen kurzen Schmerz auf dem rechten Auge.

Da ich nicht so scharf auf Cortison bin hab ich dann noch einmal meinen eigentlichen Augenarzt aufgesucht, der mir das mit dem Sehnerv bestätig hat und der überwies mich dann nach Dortmund in die Augenklinik. Dort wurde ich dann auch nochmal 2 Stunden untersucht, mit dem Ergebnis das ich an beiden Sehnerven Ödeme habe, kleine Stauungen und noch irgendwas mit Pupillenreflexen...dass da irgendwas nicht normal sei, aber erklären konnte sich da auch keiner was das nu genau ist und woher das kommt. Der Arzt meinte die Ursache käme nicht vom Auge. Es kann eine andere körperliche Ursache haben, vererbt sein oder gar keinen Grund haben, sowas gäbe es auch.

Also bin ich zum Hausarzt, habe ein ausführliches Blutbild machen lassen, sowie ein langzeit RR, alles unauffällig.

Allerdings war meine Schilddrüse vergrößert und nach entsprechenden Untersuchungen wurde eine Schhilddrüsenautoimunerkrankung festgestellt und die könnte auch für Augenprobleme und Ödembildungen verantwortlich sein. Ich nehme die Medikamente dafür nun erst seit kurzem, daher müsste man dann erst nach einiger Zeit schauen ob sich da was gebessert hat oder nicht.

Beim Neurologen war ich auch, der hat mich dann zum MRT geschickt, auch da war alles in bester Ordnung.

Der Neurologe meinte auch das es von der Schilddrüse kommen könnte und das ich mit dem Rauchen aufhören sollte, weil es den Sehnerv angreifen würde und ich somit irgendwann auch blind werden könnte.

Nu fehlt noch der HNO Besuch...

Ja und wenn alles nichts ergibt und bringt, muss ich halt auch diese Kortisonbehandlung machen und schauen ob es hilft. Ansonsten könne man nichts machen, das haben mir alle 3 Augenärzte gesagt.

Aber wirklich schlimm sei es nicht, aber es kam mir auch vor als ob die Augenärzte, selbst der Spezialist in Dortmund nicht wirklich etwas damit anfangen konnten. Mmh...naja abwarten was nu passiert...

Grüßchen Malefica

annoxmi


Hallo Malefica,

mir ist im laufe der Zeit auch aufgefallen dass die Ärzte zu dieser Art der Erkrankung wegen ihrer Seltenheit nur wenig Auskunft geben können...

Wie ist denn bei dir die Schildrüsenerkrankung festgestellt worden? Nur anhand der Blutergebnisse oder durch eine Ultraschalluntersuchung? Hattest du denn noch andere Symptome als nur die Sehschwierigekeiten?

Mein Augenarzt hat mir auch gesagt ich solle die Kippen am besten sofort wegschmeissen. Allerdings hab ich nicht nachgefragt warum. Aber liegt ja nahe wegen der Durchblutung des Sehnervens etc.

Weswegen sollst du das Cortison evtl. bekommen? Ist bei dir irgendwo ne Entzündung festgestellt worden, oder erhofft man sich so die Ödeme kleiner zu kriegen?

Mein Augenarzt hat mir Augentropfen namens "Trusopt" verschrieben. Diese sollen die Durchblutung des Sehnervens etwas fördern. Komme ganz gut damit klar und sie scheinen mir in Bezug auf das Augenflimmern zu helfen. Er sagte wenn ich meinem Sehnerv was gutes tun will soll ich sie nehmen. Vielleicht kannst du deinen AA auch mal drauf ansprechen ob sie dir unterstützend helfen würden oder ob das für dich nicht in Frage kommt.

Alles Gute und liebe Grüße!

anomi

J9ennyGli


Mich wundert, dass bei den Beschwerden noch keiner auf die Idee eines Pseudotumor cerebri bzw. die Idiopathische intrakranielle Hypertension gekommen ist. Das ist eine Hirndruckerkrankung, die zu den gleichen Sehstörungen führt und mittels Druckmessung während einer Lumbalpunktion geprüft werden kann.

Weitere Infos dazu: [[www.ihev.de]]

Liebe Grüße

Jenny

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