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Trockene Augen und Lidrandentzündung – Suche Leidensgenossen

Eklwla2x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle mit trockenen Augen,

seit nun über einem Jahr leide ich an chronisch trockenen Augen plus Lidrandentzündung, verursacht durch verstopfte Meibomdrüsen durch jahrelanges Kontaktlinsentragen.

Ich war natürlich bereits bei vielen Ärzten und in Augenkliniken, habe es mit Antibiotika und Akupunktur versucht sowie mit Homöopathie. Leider hat bisher nichts längerfristig gewirkt. Ich bin einfach nur verzweifelt, da ich beinahe täglich Schmerzen habe – mal mehr, mal weniger ausgeprägt – und es daher oft sehr schwierig alltägliche Dinge zu bewältigen.

Da ich in einem Umfeld niemanden kenne, der unter ähnlichen Beschwerden leidet, vor allem nicht in meinem Alter (bin 24 und Studentin), suche in in diesem Forum nach Leidensgenossen.

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder vielleicht sogar ein paar Tipps aus Lager?

Ich würde mich über jede Art von Austausch freuen!!

LG!

Antworten
OWmikroxn


Hallo!

Mir ging es mitten im Studium ähnlich. Nach mehreren Jahren mit Schmerzen, wie Du sie auch beschreibst, geht es mir heute wieder sehr gut. Ich habe schon mehrfach im Internet meine Erfahrungen beschrieben. Da ich nicht weiß, ob Du schon etwas gelesen hast, gebe ich im folgenden eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen:

Das trockene Auge gehört zu einem sehr komplexen Krankheitsbild. Die Ursachen sind vielfältig. Das folgende habe ich einmal Zusammengestellt als Antwort auf Fragen einer ebenfalls betroffenen. Ich hoffe, daß es für Dich hilfreich ist. Grundsätzlich denke ich, daß beim Trockenen Auge die Psyche eine große Rolle spielt.

Das Leben und damit Erkrankungen sind komplizierter. Psychische Probleme und körperliche Probleme bedingen sich gegenseitig. Ist die Psyche belastet, so kann es zu körperlichen Problemen kommen, die dann wieder auf die Psyche schlagen. Dies ist dann ein Kreislauf. Aus dieser Erkenntnis heraus habe ich eine Doppelstrategie entwickelt: zum einen zu überlegen, was mich psychisch belastet und wie ich dies beheben kann und zum anderen Schüßlersalze. Dies möchte ich im folgenden beschreiben. Kurz noch zu meinem Beschwerdebild. Mit ca. 23 stellte sich das trockene Auge bei mir ein. Nach kurzer konventioneller Behandlung mit verschiedensten Tränenersatzmitteln wurde es so schlimm, daß ich fast keine Tränenflüssigkeit mehr hatte. Auch Nasenschleimhaut und Mundschleimhaut waren betroffen. Häufig schmerzten die Augen. Nachdem auch 2 naturheilkundlich praktizierende Ärzte zu meinem Leidwesen nur etwas helfen konnten, recherchierte ich selber. Heute bin ich weitgehend beschwerdefrei und ich merke, daß es von Jahr zu Jahr besser wird. Einen Anteil hatte auch ein Arbeitsplatzwechsel vor sechs Jahren, seit dem ich mich wesentlich wohler fühle, wenngleich ich sagen muß, daß ich vorher nicht unglücklich war, es hätte nur deutlich besser sein können.

Näher eingehen möchte ich zunächst auf die Themen Stress und Psyche (unter anderem Gefühle). Die Augen sind wie kein anderes Sinnesorgan ein Spiegel der Gefühle. Über sie äußern wir Freude und Leid. Es gibt Tränen der Trauer und auch der Freude. Deshalb sollte man mal darüber nachdenken, ob man damit ein Problem hat und deshalb die Tränen vielleicht versiegen. Gefühle zu verdrängen bedeutet aus meiner Sicht auch, sich Stress auszusetzen, weil man mitunter damit gegen seine Erwartungen und seine Lebensziele lebt. Hier setzen die Schüßlersalze an. Sie gibt es in Tablettenform in homöopatischer Verdünnung. Nach Schüßler wird als Ursache für eine Erkrankung ein Mineralstoffmangel im Inneren unserer Körperzellen angesehen. Dieser kann unter anderem durch Stress verursacht sein. Dieser Mineralstoffmangel soll durch Einnahme der Schüßlersalze behoben werden.

Ich selber habe mich mit den Schüßlersalzen nach für mich überraschenden Beschreibungen in der Literatur selbst behandelt. Anhand dieser habe ich unter Berücksichtigung weiterer Begleiterkrankungen (Akne) folgende Salze ausgewählt, die ich nicht in einer festen Dosierung sondern je nach Bedarf nehme: Natrium Chloratum D6 (Hauptmittel), Silicea D12, Ferrum Phosphoricum D12 und Natrium Phosphoricum D6. Ich habe nämlich gemerkt, daß sie zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich wirken und auch der Bedarf schwankt. Insgesamt nehme ich sie schon seit 5 Jahren, in letzter Zeit nur sporadisch, Tränenersatzmittel überhaupt nicht mehr, wobei sich vor allem die Menge wässrigen Anteils der Tränenflüssigkeit erhöht hat, aber auch der Anteil der Muzinkomponente. Meine Augen schmerzen nicht mehr, obwohl das Trockene Auge noch nicht wieder ganz verschwunden ist. Dies ist für mich ein großer Erfolg, der mehr Lebensqualität bedeutet. Insgesamt bin ich an der Bewältigung des trockenen Auges gereift. Auch wenn ich damals oft verzweifelt war, blicke ich heute nicht im Zorn zurück, sondern begreife das trockene Auge als Fingerzeig, mich in positiver Hinsicht nach meinen inneren Wünschen und Vorstellungen zu entwickeln. Damit habe ich das Negative für mich ins Positive gewendet. Dies stärkt mich und gibt mir Kraft.

Jetzt noch ein paar Tips aus meiner Sicht zum Thema Trockenes Auge, die ich durch Gespräche mit naturheilkundlich praktizierenden Ärzten, Betroffenen (ich habe in der letzten Zeit einige E-Mails auf meine Beiträge bekommen) sowie eigenen Recherchen gewonnen habe. Danach kommen weitere folgende Ursachen und mögliche Einflußfaktoren auf das trockene Auge in Frage:

1. Beta-Blocker (Herzmedikamente)

2. Weitere Haut- und Schleimhauterkrankungen, auch im

Verdauungsbereich

3. das Tragen Kontaktlinsentragen

4. Giftstoffe im Körper (Amalgam, andere Schwermetalle, zu diesem

Thema in Verbindung mit dem trockenen Auge gibt es eine Studie von einem Naturheilkundeinstitut in Marburg)

5. Ernährung

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. So habe ich z. B. festgestellt, das Fleisch (vor allem Schweinefleisch) und Alkohol das trockene Auge negativ beeinflussen. Wenn es ganz schlimm war, habe ich einen Obsttag eingelegt und prompt besserten sich die Symptome.

Insgesamt ist es langer Weg. Nach mittlerweile 12 Jahren habe ich nur noch geringe Sytome des Trockenen Auges. Der Anteil an Muzin ist deutlich angestiegen. Das Trockene Auge als Erkrankung habe ich als Herausforderung begriffen. Die Erfahrungen gehören zu meinem Leben und haben mich stärker gemacht. Ich kann diese Erfahrungen sogar positiv sehen. Welch ein Unterschied zu meiner Situation in der Akutphase, in der ich häufig verzweifelt war.

Viele Grüße

Sven

EQlJlaR24


Hallo Sven,

vielen, vielen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Erfahrungsberichte!

Über vieles von dem, was du angeführt hast, habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Es ist in der Tat ein Teufelskreis. Jeden Morgen wache ich auf und merke als erstes meine verklebten, pappenden Augenlider. Kurze Zeit später folgt das Trockenheitsgefühl sowie Druckschmerzen, die bis in die Schläfen ziehen. Natürlich ist man dann nicht glücklich und die Psyche leidet erheblich, was sich dann auch wieder negativ auf den gesamten Körper auswirkt.

Auch abends kann ich meistens nicht länger als bis 22 Uhr aufbleibenden aufgrund der Schmerzen und den müden Augen. Und es ist ja fast jeden Tag so. Dann bin ich oft leicht reizbar und auf Unisachen kann ich mich auch nicht wirklich gut konzentrieren. Zumindest nicht in dem Umfang, wie ich es gerne wollen würde.

Ärzte interessiert das Trockene Auge fast gar nicht, so meine Erfahrungen. Stets wurde mir immer wieder die üblichen Tränenersatzmittel verschieben, meine Fragen bezüglich anderer Therapiemaßnamen blieben unbeantwortet. Lediglich mein Naturheilpraktiker hat mir Hoffnungen gemacht und mir zugehört.

Im Sommer habe ich es ähnlich wie du mit Schüsslersalzen probiert. Als ich jedoch nach zwei Monaten keinerlei Verbesserungen bemerkte, konzentrierte ich mich wieder auf andere Sachen. Auch habe ich es einige Zeit mit einer Ernährungsumstellung nach Petra Klapp ("Das Trockene Auge ist heilbar") versucht (nur Bio und kein Fleisch), doch auch hier keine merkbaren Erfolge.

Als ich schließlich erfuhr, dass das Trockene Auge durch die verstopften Meibomdrüsen entstanden sein könnte, dachte ich, dass die gesunde Ernährungsweise in diesem Fall auch nichts erreichen könne, da das Problem ja äußerlich durch Kontaktlinsen erzeugt wurde und nicht innerlich durch ein schwaches Immunsystem. Oder meinst du, dass das keine Rolle spielt? Andere Schleimhäute sind bei mir übrigens nicht angegriffen.

Hattest du eigentlich auch dabei eine Lidrandentzündung?

Ich denke, dass ich die Schüsslersalze aber wieder nehmen werde und auch wieder mehr auf die Ernährung achten werde. Wie du ja meintest, sei es eine sehr langwierige Erscheinung. Ich möchte mich einfach nicht mit dem Krankheitsbild abfinden und hoffe noch. Ich bin ja erst 24 und möchte mein Leben frei leben.

Ich freue mich für dich, dass du es geschafft hast und wieder so gut wie beschwerdefrei bist.

Tausend Dank für deine aufbauenden Worte. Für jede weitere Information wäre ich dir ebenfalls dankbar. Du als Leidgeprüfter weißt ja, wie wichtig jeder Grashalm sein kann :).

Viele Grüße!!

Oamitkroxn


Hallo Ella!

Ich war damals auch erst 24. Für mich gab es damals fast nur eins: Mein Studium so schnell und so gut wie möglich abzuschließen. Dem habe ich alles untergeordnet. Ich weiß aus mehreren Kontakten, daß es häufig ebenfalls junge Leute davon betroffen. Und das bei einer Erkrankung, die früher praktisch nur ältere Leute traf. Deshalb glaube ich, daß es auch mit unserem Lebensstil zu tun. Gerade wir jungen Leute sind vielfach gefordert. Wir sollen in die Fußstapfen der vorangegangenen Generation treten und alles so gut machen wie sie. Gleichzeitig wird alles immer komplexer und unübersichtlicher. Meine Vorstellungen, meine Wünsche sind da nicht mehr vorgekommen. Die Folge war Stress und die Antwort des Körpers.

Deshalb möchte ich Dir zu mehr Gelassenheit raten auch gegenüber den Symptomen. Ich weiß, daß das nicht einfach ist. Und wenn mir alles mal wieder zu viel geworden ist, dann habe ich mir meinen Kummer von der Seele reden können. Das hat sehr geholfen und die Symptome wurden weniger. Als ich dann angefangen habe zu Arbeiten war es so, daß die Symptome zum Ende der Woche stärker wurden. Am Wochenende habe ich mir Zeit für mich genommen und siehe da, die Symptome wurden wieder weniger. Allerdings ist es mir da schon insgesamt wieder besser gegangen.

Ich weiß nicht wie es im einzelnen bei Dir ist, aber vielleicht hilft das eben gesagte. Es würde mich sehr freuen.

Übrigens: Eine Lidrandentzündung hatte ich nicht, jedenfalls hat mir niemand davon etwas gesagt.

Viele Grüße Sven

L)ili'e75


Ich habe seit 3 Monaten eine chronische follikuläre Bindehautentzündung und sehr trockene, schmerzende, rote Augen. Ich hatte das vor 5 Jahren schon einmal, da ist es nach einigen Monaten von allein wieder weggegangen.

Was mir momentan zumindest kurzfristig hilft sind die Bepanthen-AT in Einzeldosem und eine sehr fettige Augencreme. Bei mir sind die Beschwerden an der frischen Luft sofort besser, Heizungsluft ist echt tödlich, daher hoffe ich auch, dass es im Frühjahr, wenn man mehr rauskommt wieder besser wird.

Über die Feiertage nehme ich nochmal Kortison-AT, denn diese bewirken als einzige eine Beschwerdefreiheit bei mir. Allerdings darf man die nur ein paar Tage nehmen, da die Gefahr eines grauen und grünen Stars sehr hoch ist.

Kann Dich jedenfalls gut verstehen, mich belastet das auch sehr.

Viele Grüße!

u*niverxsala


Hallo Ella,

habe leider genau die gleichen Probleme wie du. Seit 2 Jahren extrem trockene Augen + am linken Auge eine Lidrandentzündung. Ausgelöst wurde das Problem bei mir duch eine Isotretioin-Therapie(starkes Anti-Akne-Medikament) und dem Tragen von Kontaktlinsen. Normalerweise bilden sich die Symptome nach dem Absetzen des Medikamentes wieder zurück, bei mir aber nicht. In den letzten 2 Jahre – bin mittlerweile 22 – hab ich so gut wie alle Behandlungsmethoden durch, geheilt bin ich nicht, aber etwas gelindert sind die Symptome mittlerweile schon.

Im folgenden werde ich mal ein paar Behdnalungsmethoden vorstellen, die dir und anderen hoffentlich etwas helfen.

Wie du bestimmt weißt, kann ein trockenes Auge zu einer Lidrandentzündung führen und eine Lidrandentzündung zu einem trockenen Auge. Hier besteht ein Teufelskreis, den man durchbrechen muss. Darüber hinaus können auch Bakterien für eine Lidrandentzündung verantwortlich sein. In den meisten Fällen sind Staphylokokken bei einer Lidrandentzündung beteiligt. Eine gewisse Anzahl an Bakterien im Auge ist normal, wenn die Konzentration allerdings zu groß wird, gibt es Probleme.

Ein Versuch, die Lidrandentzündung zu heilen, ist eine längere innere Anwendung mit Antibiotika wie Tetrazyklinen(z.B. Doxycyclin). Du solltest, definitiv mal deinen Augenarzt darauf ansprechen. Weiterhin ist es wichtig, den Lidrand sauber zu halten und die Meibomdrüsen, die ja bei einer Lidrandentzündung verstopft sind, wieder freizubekommen. Wichtig dabei ist eine Lidrandreinigung. Dabei legst du dir sehr heiße Tücher oder ähnliches auf die Augen, um das Sekret in den Augenlidern zu verflüssigen und streichst es dann sanft mit einem Q-Tipp zum Auge hin aus. Es gibt auch eine Wärmebille, die Hitze um die Augen erzeugt, ist aber sehr teuer. Mir persönlich hat die Methode nicht so gut geholfen, ist aber aus medizinischer Sicht, das Mittel erster Wahl und hat bei vielen insbesondere bei kombinierter Anwendung mit Tetrazyklinen zum Erfolg geführt.

Was bei mir immer kurzfristig gewirkt hatte, ist eine Cortison-Augensalbe, die du dir ins Auge und vorallem auf die Lider. Auf längere Sicht hat Cortison aber zu große Nebenwirkungen(z.B. grüner Star) u. darf daher nicht zu lange angewendet werden. Eine Alternative sind hier Ciclosporin-Augentropfen, die ähnlich wie Cortison wirken, aber nicht so starke Nebenwirkungen haben. Ciclosporin-Augentropfen bekommst du nur von Uni-Kliniken verschrieben. Die normalen Ciclosporin-Augentropfen brennen sehr stark und verschlechtern das Problem meiner Meinung nach dadurch. Es gibt aber auch liposomale Ciclosporin-Augentropfen(die nehme ich), die deutlich verträglicher sind.

Gegen trockene Augen an sich wirken Tränenersatzmittel bei mir nur schwach. Besonders wenn ich draußen bin, tränen die Augen sehr stark. Empfehlen kann ich dir da Augensalben empfehlen. Die lindern die Probleme deutlich. Man sieht zwar etwas verschwommen, wenn du ins künstliche Licht (z.B. Autos) guckst, aber Salben lindern die Probleme – besonders wenn du draußen bist – enorm. Eine Möglichkeit wäre hier die VitA-Pos-Salbe, es gibt aber bestimmt noch bessere. Ich habe mir auch mal für 2 Wochen Punctum-Plugs einsetzen lassen. Das sind Stöpsel mit denen man die Tränenkänale verschließt, damit mehr Flüssigkeit im Auge bleibt. Einen großen Effekt habe ich aber nicht gemerkt, deswegen habe ich es bei den 2 Wochen Testplugs belassen. Andere bleiben bis zu einem Jahr im Auge.

In Punkto Ernährung ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und Fisch zu essen, weil da viel Omega 3 Fettsäuren drin sind. Wenn du kein Bock hast, jeden Tag Fisch zu essen, besorg dir Omega 3-Fettsäure-Tabletten und nimm davon so viele du magst, habe nicht gehört, dass man die überdosieren kann. Schüssler-Salz habe ich auch schon genommen, hat mir aber genau wie dir, nichts gebracht.

So, das sind die Sachen, die ich bisher gegen meine Augenprobleme unternommen habe. Gelöst habe ich sie leider noch nicht, aber wie gesagt gelindert. Hoffe ich konnte dir und vllt. anderen damit etwas weiterhelfen.

Wenn du oder andere noch Wege gefunden habt, wie man das Problem lösen kann, bitte unbedingt mitteilen.

Gruß

EclElab2x4


Hallo nochmal,

Universala, deine Erfahrungen decken sich fast zu 100% mit meinen. Ich habe ebenfalls im Frühjahr über drei Monate Antibiotikatabletten genommen (Minocyclin), was bei mir auch zu einer Linderung der Beschwerden geführt hat. Ich musste fast gar nicht mehr tropfen. Nach einigen Monaten, das war so etwa im August, wurden die Schmerzen wieder stärker, fast so wie vor der Antobiotikaeinnahme. Die Ärzte rieten mir zu einem zweiten Minocyclinzyklus, doch ich wollte meinen Körper nicht schon wieder so belasten (ich war zu der Zeit sehr stark lichtempfindlich, hatte unreine Haut und fühlte mich schlapp etc.) und versuchte es daher mal mit Augenakupunktur.

Da hatte ich zweimal in der Woche eine Sitzung und es war wie ein Wunder- fast nach jeder Sitzung besserten sich die Symptome schlagartig, obwohl es zwischendurch auch immer mal wieder schlechter war. Der Heilpraktiker meinte, das wäre ein Zeichen, dass der Körper reagiert und dass sich das System erst einpendeln müsste.

Etwa eine Woche nach den 10 Sitzungen war es tatsächlich so, dass es recht stabil blieb und ich war total glücklich. Es geht mir auch nun immer noch tausendmal besser als vor der Akupunktur. Nur habe ich leider ab und zu noch Rückschläge und dann sehr, sehr starke Schmerzen. Es kommt immer darauf an, wie ich gemerkt habe, was ich so mache, wo ich mich aufhalte, wie ich mich fühle usw.

Stress, rauchige Luft, Klimaanlagen verschlimmern die Beschwerden enorm. Ich habe aber zwischendurch auch immer mal Tage, an denen fast alles so ist wie früher. Akupunktur kann ich also nur empfehlen. Man muss sie nur leider selbst bezahlen, während das Antibiotikum umsonst war.

Weiterhin nehme ich zur Zeit "Ocuvite-Trockenes Auge". Ob es hilft, kann ich nicht genau sagen. Ich nehme es einfach, da es ja auch als Nahrungsergänzung nicht schaden kann (obwohl die Haut teils wieder zu Pickeln neigt).

Der Heilpraktiker hat mir dazu eine Ocuheel-Kur empfohlen. Auch da weiß ich nicht, ob es was bringt.

Die Lidrandreinigung hat bei mir vor kurzen eine heftige Verschlechterung bewirkt (mit Blephaclean-Pads), deswegen habe ich echt Angst da nochmal was zu machen, obwohl es auch mir emphohlen wurde.

Mit Salben oder Kortison habe ich noch nicht ausprobiert. Aber ich habe bald wieder einen Termin in der Augenklinik und hoffe, dass sie mir da noch ein paar Tipps geben können. Da werde ich dann auch mal nach Ciclospirin-Tropfen fragen. Spürst du denn da schon eine Besserung?

Außerdem wollte ich mich nach einer eventuellen Sondierung der Meibom-Drüsen erkundigen. Da hatte ich mal was zu im Internet gelesen und daraufhin einen Arzt angeschrieben, der meinte, dass dies möglicherweise bei mir helfen könnte...

Ich probier einfach alles und hoffe, hoffe, hoffe :)!!

Viele Grüße!

I7sla8x0


Hallo Ella,

ich habe gerade Deinen Text zu Deinen Beschwerden gelesen und mich direkt wieder erkannt. Ich habe seit knapp 4 Jahren Last mit trockenen Augen, seit ca 2 richtig extrem inkl. Lidrantreizung/entzündung auf beiden Augen. Ich habe allerdiengs nie Kontaktlinsen getragen. Es kam einfach aus heiterem Himmel. Derzeit kann ich nur noch mit der Augensalbe "Vita Pos" durch die Welt gehen, da sie die schlimmsten Schmerzen zumindest etwas lindert. Ich habe zig (Augen)Ärzte durch, auch Alternativmediziner (Akupuntur, Homöop. Schüßlersalze, TCM), ich scheine kerngesund zu sein.Da ich wahnsinnig vor Schmerz wurde, habe ich habe vor 1,5 Wochen die Drüsensondierung vornehmen lassen. Glücklicherweise macht das ein Arzt nicht allzuweit von mir. Die war bei mir zumindest einen Versuch wert, da die Lidrandyhygiene alleine bei mir auch nichts bewirkt hat. Scheinbar waren meine Drüsen schon zu sehr "zu", so dass das bisschen Wärme die nicht mehr öffnen konnte. Seit dem o.g. Eingriff mache ich jedoch wieder konsequent die Lidrandhygiene (10 Min Rotlicht und dann Lidmassage morgens und abends), um die geöffneten Drüsen und das darin enthaltene Fett "in Schwung" zu halten. Noch ist es zu früh ein entgültiges Fazit zu ziehen. Momentan brauche immer noch viel Salbe, aber ich meine, dass zumindest die Lidrandreizung zurück gegangen ist, was für mich trotz weiterhin ständig "versalbtem" Auge schon ein großer Schritt wäre. Aber für eine entgültige Beurteilung soll ich laut Arzt noch ca 2 Wochen die Rotlichttherapie machen. Zusätzlich nehme ich Omega3-Kapseln und nehme tgl. 2 EL Leinöl zu mir.

Falls Du Fragen zur Sondierung hast, kannst Du mich gern kontaktieren. Ich habe das nur gerade mal schnell runtergeschrieben, da ich deinen Text sah und Bescheid geben wollte, dass ich eine der Personen bin, die bereits die recht neue Vorgehensweise der Sondierung hat durchführen lassen.

Ciclosporin-Tropfen hatte ich übrigens auch schon, die haben bei mir jedoch nichts bewirkt...

Grüße!

s&ashoxk


Hallöchen in die Runde :-D ich weiss das forum ist ganz schoen alt hier wurde bereits 2010 geschrieben.ich bin auch 24 und leide wie du ella an trockenen augen. kontaktlinsen habe ich sehr lange und sehr gerne getragen nun ist das problem aufgetreten und die kontaktlinsen habe ich komplett weggelassen. seit uber 1 jahr trage ich sie nicht mehr, aber das problem besteht weiterhin. mich interessiert ob dein zustand sich mittlerweile verbessert hat und wenn ja was du dafur getan hast. ich hoffe du antwortest o:)

T?esqtARHxP


@ Ella

Ich leide auch unter trockenen Augen und immer wieder kehrenden Lidrandentzündungen, aus denen sich ohne Pflege ruckzuck sowas wie Gerstenkörner entwickeln.

Ausprobiert hab ich alles Mögliche, bin zu Augenärzten gepilgert, die im Grossen und Ganzen nichts festgestellt haben, ausser Allergien, von denen ich aber eh längst wusste. Tropfen, Antibiotika- Augensalben und auch Homöopathie hab ich probiert, nichts half. Sämtliche Tropfen und Salben haben nichts ebracht. Cortison sollte man nicht am auge verwenden, weils der Netzhaut schadet :-/

Bei meinem letzten Augenarztbesuch meinte der Doc: tja, dann kann man nur noch eins versuchen:

Mit viel Geduld 2- 3x täglich die Lidränder mit einem sehr warmem nassen Waschlappen und etwas Seife (ich nehm Reinigungsmilch) reinigen- auf jeden Fall morgens und abends.

Das öffnet die Poren des Lidrandes und dann lösen sich Verstopfungen in den Talgdrüsen bei dem Wimpern.

Das unterbindet die Bildung von Gerstenkörnern.

Dann nimmt man reichlich Hylo commod-Gel Augentropfen und tropft das a) ins Auge und b) auf ein Wattestäbchen, mit dem man dann noch mal extra die Lidränder reinigt.

Diese Augentropfen sind eine Tränen-Ersatzflüssigkeit, die für trockene Augen konzipiert ist. Die sind total mild und man hat das Gefühl, die trockenen Augen lechzen regelrecht danach!

Das ist unglaublich wohltuend, weil sich diese Tropfen sehr gut verteilen und der Befeuchtungseffekt lange anhält. Und wenn man dann nach und nach immer weniger bis gar keine Gerstenkörner mehr kriegt, ist das auch echt gut :)z . Ich würde an deiner Stelle auch erstmal nur mit sehr warmem Wasser arbeiten. Es wird eine Weile dauern, bis die Beschwerden und das Brennen sich verringern! Etwas Geduld ist schon vonnöten, aber es lohnt sich.

Nach der Augenpflege empfehl ich, nur reizarme, und sehr fetthaltige Creme für die gereizte Haut der Augenpartie zu benutzen, das beruhigt und befeuchtet. Ich nehm von Physiogel die Antiallergie-Intensivcreme. Die ist sehr ergiebig, hat nur minimal Konservierungsstoffe und ist parfümfrei.

Trockene Augen sind vermutlich chronisch,d. h. damit hast du dauerhaft zu tun. Aber mit dieser Augenpflege hab ich die Sache so in den Griff bekommen, dass ich so gut wie völlig beschwerdefrei leben kann.

Trockene Augen sind dadurch bedingt, dass sich die Tränenflüssigkeit aus irgendwelchen Gründen nicht gleichmässig auf der Netzhaut verteilt. Dann entsteht dieses trockene Entzündungsgefühl, und das ich wirklich fies!

Die Lidrandentzündungen hat mein Augenarzt eher der Neurodermitis zugeordnet. Deswegen nehm ich auch die o.Creme, die ist sehr gut bei Neurodermitis und hat meine Haut rund um die Augen herum sehr gut wieder in Ordnung gebracht.

Was man vermeiden sollte, auch wenn mans nicht immer kann! ist langes Sitzen vorm PC, weil man da weniger blinzelt. Dann verteilt sich die Tränenflüssigkeit schlecht auf der Netzhaut und schon hat man wieder Beschwerden. Wenn man also lange am PC sitzen muss, dann ist gute Augenpflege ein Muss. Das geht von der richtigen Brille (falls nötig) bis zur Pflege.

Auch Zugluft sollte vermieden werden, das verstärkt die Beschwerden ebenfalls.

So nun hoffe ich, dass dir diese Tipps was bringen könnten!

Gute Besserung und viel Erfolg :)* :)* :)* wünscht

*:) *:)

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