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Doptrienzahl vs. Visus

P/ortf>olUio88 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich war heute beim Augenarzt.

Diese elektronische Messegerät hat gemessen, dass mein rechtes Auge mehr Dioptrien benötigt.

Im richtigen Sehtest kam dann raus,dass ich rechts einen Visus von 80% und links von 60% habe.

Dennoch ist meine Dioptrienzahl gleich. Mit Brille komm ich bei beiden Gläsern auf 100 %.

Wie kann es sein, dass das Gerät mir rechts mehr Dioptrien ausgerechnet hat und wie kann es sein, dass ich, trotz dessen, dass ich links merklich schlechter sehe als rechts, die selbe Dioptrienzahl habe?

Ich blick da nicht durch :(

Antworten
Alli4en38


Weil der Visus nicht NUR von der Höhe der Dioptrien abhängt. Der Visus ist im Prinzip die bestmögliche Sehleistung gemessen unter einem bestimmtem Abstand, einer bestimmten Optotypengröße (Buchstaben oder zahlen) und dem Messwinkel. Aber z.B. auch die Netzhautstruktur bedingt den Visus und diese ist unabhängig von der Dioptrienzahl. Dioptrien sind der Kehrwert in Metern gemessen.

A]l,iexn38


Mit Brille komm ich bei beiden Gläsern auf 100 %.

Der Visus binokular ist besser als monokular, "Mit dem Zweiten sieht man besser" ;-)

PNort>folio8x8


Dass die Dioptrienzahl nicht nur das angibt habe ich verstanden.

Dennoch leuchtet mir nicht ein, weshalb mein rechtes Auge, obwohl es mein Führungsauge ist und schon immer besser gesehen hat, mehr Dioptrien benötigt als das schlechtere Auge.

Bräuchte nicht das linke Auge mehr Dioptrien um von 60 auf 100 % zu kommen als das rechte Auge von 80 zu 100 zu kommen?

Ich versteh das nicht.

Die Optikern war geschockt. Da kann ja was nicht stimmen, meinte sie.

Als das Gerät ihr zeigt, dass das rechte Auge trotzdessen, dass es stärker ist, mehr Dioptrien benötigt. KOmisch, meinte sie nur.

Und ich mach mir eine Platte.

Azlien038


Bräuchte nicht das linke Auge mehr Dioptrien um von 60 auf 100 % zu kommen als das rechte Auge von 80 zu 100 zu kommen?

Nein, das ist der bekannteste Denkfehler der Menschen, die die Materie nicht kennen. Also, ich versuche es mal anders auszudrücken. Es ist mit nichten so, dass jeder Mensch einen Visus von 100% pro auge haben muss. 1. ist der Visus Einheitslos und hat mit Prozentrechnung nichts zu tun. Heisst unter Laien 100% ist eigentlich ein Visus von 1,0. Es gibt aber auch Menschen, die nur einen Visus von 0,8 erreichen und auch welche, die bis 1,6 erreichen. Das ist nicht NUR abhängig von der Höhe der Dioptrienkorrektur. Eine Sehschärfenvermessung hat nur ein Ziel: Man möchte mit der kleinst möglich korrigierenden Dioptrienzahl (egal ob plus oder minus), den bestmöglichen Visus erreichen. Überschreite ich diesen Punkt, mache ich den Proband künstlich mit der entgegengesetzten Fehlsichtigkeit fehlsichtig. Sprich ein zu stark korrigierter Kurzsichtiger wird mit Brille künstlich weitsichtig. Ein zu stark korrigierter Weitsichtiger wird mit Brille künstlich kurzsichtig. Ich provoziere also immer die entgegengesetzte Fehlsichtigkeit.

AFlie3n3x8


Als das Gerät ihr zeigt, dass das rechte Auge trotzdessen, dass es stärker ist, mehr Dioptrien benötigt. KOmisch, meinte sie nur.

Und diese Autorefraktometer sind allenfalls Richtwerte, aber es muss immer eine subjektive Messung erfolgen.

P$orGt2fol6io88


Und da mein linkes Auge sowieso schächer ist (vor 3 Jahren kam beim Augenarzt raus, dass ich rechts auch auf 1,25 und links "nur" auf 100 komme), braucht dieses Gerät mehr Dioptrienzahl für rechts?!

Da ich rechts auch einen höheren Visus erreichen kann?!

Pho0rtfo/lPio8x8


Und weshalb war die Tante dann so blöd und meinte afür gar kein Verständnis aufbringen zu können und dass da doch irgendwas nicht stimmen kann? Doof sowas ...

Auli=enT38


Und da mein linkes Auge sowieso schächer ist (vor 3 Jahren kam beim Augenarzt raus, dass ich rechts auch auf 1,25 und links "nur" auf 100 komme), braucht dieses Gerät mehr Dioptrienzahl für rechts?!

Da ich rechts auch einen höheren Visus erreichen kann?!

Nein. Vergiss das Gerät, das ist nicht entscheidend. Das Gerät bietet nur einen objektiven Richtwert mit dem ich beginne zu messen, dieser muss aber mit der Realität nicht übereinstimmen. Ich kann auch ohne irgendwelche Vorkentnisse oder alte Werte deine Fehlsichtigkeit bestimmen, dann müsste ich aber bei Adam und Eva anfangen und das dauert einfach etwas länger. Mit alten Brillenwerten oder werten aus dem Gerät geht die prozedur nur schneller über die Bühne. Merke: Je mehr Dioptrien, die ich hab, desto besser kann ich sehen ist ein IRRGLAUBE.

A[li*en38


Und weshalb war die Tante dann so blöd und meinte afür gar kein Verständnis aufbringen zu können und dass da doch irgendwas nicht stimmen kann? Doof sowas ...

Keine Ahnung, ich stecke nicht in ihrem Kopf. Vielleicht war sie nur gesellin und kennt nur das "Kleine Ein mal Eins" der Vermessung. Allerdings würde ich mich eher darüber wundern

Im richtigen Sehtest kam dann raus,dass ich rechts einen Visus von 80% und links von 60% habe

Zumindest wenn es mal 1,0 und 1,25 war. Aber auch das kann mehrere Gründe haben und wenn es der war, dass der Vermesser einfach etwas lustlos war. Ich würde an deiner Stelle zu einem augenoptikmeister gehen oder einem studierten Augenoptiker, dass sind die Fachleute für diese Vermessung, sie lernen es über einen langen Zeitraum, sehr intensiv. Um einen Schielfehler zu entdecken/auszuschliessen solltest du zum Orthoptisten gehen, also in eine Sehschule.

PCorStf;oliox88


nein nein. Das hast du nur falsch verstanden.

Ohne Brille sehe ich links 60-70 %. Führerschein vor 2 Jahren auch nur gerade so bestanden.

Rechts komme ich ohne Brille auf 80-90 %.

Mit Brille komm ich jedoch bei beiden auf gute 100 %. Rechts auch mehr. Das wurde nur heute scheinbar nicht gemessen.

Glaube mir, ich habe eine riesen Tortour hinter mir.

Vor 3,5 Jahren Schläfenkopfschmerz und einen (wie ich im nachhinein erfahren habe), schlechten Augenarzt erwischt. Der tippte auf Gehirntumor, da mit den Augen ja eig. alles in Ordnung ist.

Ich also in die Sehschule. Da kam wie gesagt raus, dass ich links mit Brille auf 100 % und rechts mit Brille auf 120 % komme.

Da ich totale Panik aufgrund der Aussage des Augenarztes hatte, hat mir die Sehschul-Tante eine Überweisung zum Kopf-MRT gegeben. Außer eine leichte Sinnusitis kam da nichts raus.

Danach war das Thema für mich gegessen. Aber ich bin gut im rein steigern. Und ich befürchte, dass das jetzt nach 3 Jahren wieder los geht ...

A3lien438


nein nein. Das hast du nur falsch verstanden.

Ohne Brille sehe ich links 60-70 %. Führerschein vor 2 Jahren auch nur gerade so bestanden.

Rechts komme ich ohne Brille auf 80-90 %.

Mit Brille komm ich jedoch bei beiden auf gute 100 %. Rechts auch mehr. Das wurde nur heute scheinbar nicht gemessen.

Ach so, ja hab ich falsch verstanden. Dann kommt das auch hin.

Vor 3,5 Jahren Schläfenkopfschmerz und einen (wie ich im nachhinein erfahren habe), schlechten Augenarzt erwischt. Der tippte auf Gehirntumor, da mit den Augen ja eig. alles in Ordnung ist.

Ich also in die Sehschule. Da kam wie gesagt raus, dass ich links mit Brille auf 100 % und rechts mit Brille auf 120 % komme.

Da ich totale Panik aufgrund der Aussage des Augenarztes hatte, hat mir die Sehschul-Tante eine Überweisung zum Kopf-MRT gegeben. Außer eine leichte Sinnusitis kam da nichts raus.

Dann kanst du das ja abhaken.

Danach war das Thema für mich gegessen. Aber ich bin gut im rein steigern. Und ich befürchte, dass das jetzt nach 3 Jahren wieder los geht ...

Meinst du damit die Kopfschmerzen? Trägst du denn überhaupt eine Brille? Wenn ja, bist du kurz- oder weitsichtig?

PKortfo<lio88


Ja, die Kopfschmerzen.

Wenn, dann immer nur links. Nur an der Schläfe/Ohr/Nacken. Kann auch von der vielen Büroarbeit kommen. Oder meiner Kieferverspannung. (Ich kaue immer nur links, beiße die Zähne da sehr stark zusammen, knirsche (Schiene ist in Arbeit)).

War das MRT ungenau, hab ich doch was mit den Augen?! Sind meine Nerven nicht in Ordnung?! Wieso hab ich bei dem Rotglastest in der Sehschule vor 3 Jahren Doppelbilder gesehen (oder lag das vielleicht nur daran, dass ich mich manchmal anstrengen muss um von der Weite auf die Kurzsicht zu switchen, da bei den anderen Doppelbild-Tests ja alles gut verlief?! Oder daran, dass es normal ist, dass, wenn man direkt vor den Augen ein Licht/Gegenstand sieht, die Augen schwerer miteinander arbeiten können, als wenn der Gegenstand weiter weg ist?!

Eigentlich sollte ich durch das MRT beruhigt sein. Eigentlich. Ich weiß es nicht. Kennst du dich in der Materie etwas aus?

Und nein, ich habe keine Brille bzw. Kontaktlinsen. Und Ich bin eigentlich kurzsichtig.

AJli^en38


War das MRT ungenau, hab ich doch was mit den Augen?! Sind meine Nerven nicht in Ordnung?! Wieso hab ich bei dem Rotglastest in der Sehschule vor 3 Jahren Doppelbilder gesehen (oder lag das vielleicht nur daran, dass ich mich manchmal anstrengen muss um von der Weite auf die Kurzsicht zu switchen, da bei den anderen Doppelbild-Tests ja alles gut verlief?! Oder daran, dass es normal ist, dass, wenn man direkt vor den Augen ein Licht/Gegenstand sieht, die Augen schwerer miteinander arbeiten können, als wenn der Gegenstand weiter weg ist?!

1. Es ist 3 Jahre her. Ohne genau die Messumstände zu kennen, kann das niemand mehr wirklich nachvollziehen. Es gibt eine Unzahl an Testen die man durchführen kann, alles biete Vor- und Nachteile und diese sind von Proband zu Proband auch ganz unterschiedlich. Das kann alleine daran liegen, das rotes Licht eine andere Wellenlänge hat und darauf anders akkomodiert wird, Akkommodation hängt aber mit beiden Augen zusammen, etc., etc. Wäre es irgendwie bedeutungsvoll gewesen, hätte man dir das gesagt.

Und nein, ich habe keine Brille bzw. Kontaktlinsen. Und Ich bin eigentlich kurzsichtig.

Dann würde ich das mal angehen.

P~or4tfoli<ox88


Ich danke dir dafür. Der Mensch benötigt eben doch einen 2. Mann, der einen die Dinge okjektiver, aber klar vorhält. Mit deinen Worten hast du mich wirklich beruhigt.

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