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"Mouche volantes" und erhöhter Augeninnendruck?

SHchmi{ddy hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Vor einigen Jahren sagte mir mein Augenarzt einmal, dass ich einen erhöhten Augeninnendruck hätte und ich daher regelmäßig zur Untersuchung kommen müsse, bezüglich eines möglicherweise auftretenden "grünen Stars"

Soweit konnte bisher nichts gefunden werden.

Vor einigen Jahren begann allersdings auch dieses "tolle" Phänomen "Mouche volantes", beim Betrachten heller Flächen. Himmel, Schnee, Buchseiten, weiße Wände -> ich denke mal, dieses "Phänomen" ist bekannt.

Ein anderer Augenarzt sagte mir damals, dass das soweit normal sei und ich mir keine Gedanken machen solle. Ich ignoriere den Mist seither so gut ich kann, auch wenn es gerade bei verschneitem Wetter wirklich ätzend ist.

Jetzt zu meiner Frage: Kann es zwischen diesem Effekt und einem erhöhten Augeninnendruck einen Zusammenhang geben? Also KANN das theoretisch bereits ein entstandener Schaden sein?

Und gibt es irgendwas anderes, worauf mein speziell im Bezug auf den grünen Star achten sollte? Ich möchte nicht, dass es plötzlich heißt "zack" und das Auge/die Augen verabschieden sich in der Zeit zwischen zwei Arztbesuchen...

Mein Arzt war da leider wenig hilfreich bei der Beantwortung dieser zwei Fragen.

liebe Grüße

Schmiddy

Antworten
HHexerPxhil


Einen Zusammenhang kann es geben, wenn durch den Erhöten Augeninnendruck risse in der Netzhaut endstanden sind, durch den Erhöten Druck... Reißt die Netzhaut... Dann ''KÖNNTEN'' diese Schwarzen Punkte endstehen.... Aber du sagtest ja... Das du beim Augenarzt warst und der alles Kontrolliert hat... Also brauchst du dir keine Sorgen machen! Gehe, regelmäßig zum Augenarzt und dann ist alles gut...

Tipp: Es ist nur ein Verdacht, wenn sich diese Punkte sich ganz ganz ganz schnell vermehrern dann würde ich mal den Augenarzt ansprechen... Weil... Normal vermehrern sich diese Punkte und Schlieren über Jahre und nicht in einer Woche, wenn es so nicht ist ist alles okay! Denke ich mal !!! :)= :)=

Gute Besserung :-)

sHtri`kermxan


Ich hoffe du hast beim Augenarzt eine ausführliche Untersuchung durchführen lassen. Also die mit Schlagengift eintropfen und das dir der Arzt anschließend mit der Spaltlampe bei erweiterten Pupillen auf die Netzhaut schaut. Wenn du das regelmäßig durchführen lässt, dann kann gar nichts schief gehen. Bist du stark kurzsichtig, dann wirst du whl leichte Risse in der Netzhaut hast und du dadurch plötzlich die mouches volantes siehst. Mein Augenarzt hat mir nach plötzlich auftretenden mouches volantes und Netzhautlöchern zuerst auf Verdacht auf Grünen Star getippt aber hat sich Gott sei Dank als falsch heraus gestellt.

LG

S1chmi_ddy


Na ja,

ich bin weder kurz- noch weitsichtig. Laut Sehtests, war die Sehstärke auf beiden Augen bisher optimal. Außer dieses störenden Effekten (die man weitesgehend aber ignorieren kann, wenn man das trainiert) habe ich auch sonst keine Probleme.

Dieser eklige Effekt ist auch lediglich über die Jahre stärker geworden (ein wenig), aber ich merke es halt nur an hellen Sommertagen oder wenn Schnee liegt. Das Tragen einer UV-gefilterten Sonnenbrille hat sich da allerdings bewährt, da ich offenbar nur sehr helle Lichtverhältnisse nicht abkann.

Der Arzt macht jährlich eine Untersuchung, die Augeninnendruck vermessen beinhaltet, sowie eine Gesichtsfeldkontrolle. Soweit ich weiß, war es das dann aber auch.

habe mir zur Sicherheit mal für nächste Woche einen Termin geben lassen, wenn auch das für mich beruflich nicht ohne Risiko ist. Ein schlechter Befund, bedeutet vermutlich das Ende der karriere beim Bund.

lg

Schmiddy

J<oxri


Die Glaskörpertrübung ist eine harmlose, völlig normale, wenn auchr leider sehr lästige, Erscheinung die uns alle früher oder später, mehr oder weniger trifft. Hier ist das sehr schön erklärt: [[http://www.augeninfo.de/patinfo/glaskoer.htm]]

Ein einmalig (leicht) erhöhter Augeninnendruck ist erstmal noch nicht so schlimm. Allerdings sollte nun der Augeninnendruck regelmäßig gemessen werden. Bestätigt sich nach mehreren Messungen sind weitere Untersuchungen angezeigt (z.B. Untersuchung des Sehnervkopfes, Gesichtsfeldmessungen).

Ein langfristig zu hoher Augeninnendruck führt zu einer irreparablen Schädigung des Sehnerves und damit irgendwann zur Erblindung. Man sollte also das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen. Aber die Schädigung geschieht nicht (zack) von eben auf gleich, sondern erfolgt langfristig. Währenddessen merkt man selbst nichts. Man spürt den erhöhten Augeninnendruck i.d.R. nicht, erst wenn es zu spät ist. Wenn nämlich der Sehnerv bereits geschädigt ist und es zu Gesichtsfeldausfällen kommt.

Die Zunahme der "fliegenden Mücken" hat aber m.W. nichts mit dem Augeninnendruck zu tun. Dass man die Dinger bei hellen Lichtverhältnissen (z.B. im Winter) mehr sieht, ist leider so. Wie Du schon selbst festgestellt hast, hilft hier eine gute Sonnenbrille.

Natürlich kannst Du nun einen außerplanmäßigen Termin beim Augenarzt machen, zu Deiner eigenen Beruhigung. Bereite Dich gut darauf vor und schreibe alle Deine Fragen und Befürchtungen auf und lasse Dir alles vom Augenarzt erklären. Wenn Du allerdings wirklich gewissenhaft, regelmäßig Termine hast, brauchst Du wohl erstmal nicht hin.

Shchmiixddy


Wodurch kommt es eigentlich zur Erhöhung des Augeninnendrucks? Kann man selbst irgendwas dagegen unternehmen, wie angepasst Ernährung, Sport oder sonst was? Oder ist das ganze mehr oder weniger genetisch veranlagt?

Und wie ist das ggf. zu behandeln?

Wie gesagt habe ich das Problem, dass ich beim Bund bin, mich für 13 Jahre Verpflichtet und im Rahmen meiner Offizierausbildung mich gerade im Studium befinde. Innerhalb der ersten vier Jahre bedeutet sowas das Ende der Karriere.

Und noch eine Frage: Wenn es erst nach einer irreparablen Schädigung zu Ausfällen des Gesichtsfelds kommt, wieso wird dann jährlich nur diese Untersuchung verordnet? Wenn die das was finden, ist es doch so oder so zu spät, oder?

lg

Schmiddy

JSori


Der erhöhte Augeninnendruck hat immer was mit dem Kammerwasser zu tun, das sich im Auge befindet. Es kann nicht richtig abfließen und staut sich sozusagen auf. Leider kann man hier nichts durch z.B. eine bestimmte Lebensweise oder Ernährung beeinflussen.

Behandelt wird der sogn. "Grüne Star" i.d.R. mit Tropfen und ist damit in den meisten Fällen gut in den Griff zu kriegen. Wenn die nicht helfen, gibt es Operationen, die die Abflusswege des Kammerwassers erweitern oder offen halten.

Wichtig ist, wenn schon der Verdacht besteht, regelmäßig den Augeninnendruck messen zu lassen. Bei meinem Augenarzt kann ich jederzeit auftauchen und mal eben den Druck messen lassen. Ich soll das alle 3-4 Wochen tun. Der Vorgang an sich dauert nur Sekunden und selten habe ich Wartezeit.

Ist das Ergebnis der Gesichtsfelduntersuchung OK, reicht eine jährliche Wiederholung in Verbindung mit dem regelmäßigen Druckmessen. So kann man die Veränderungen, die sich eben nicht von einem Tag auf den anderen zeigen, gut beobachten. Ist das Ergebnis der Gesichtsfeldmessung negativ bzw. zeigt sich eine Druckerhöhrung so kann man immer noch mit den Tropfen gegensteuern.

Gefährlich wird es eben dann, wenn man sich gar nicht untersuchen lässt, obwohl man weiß, dass der Augeninnendruck zu hoch ist. Im Laufe der Jahre wird dann eben der Sehnerv durch den konstant zu hohen Druck irreparabel geschädigt.

SHc4hmidxdy


Soo,

ich war heute beim zivilen Augenarzt und habe mich mal wieder auf den Kopf stellen lassen – jetzt ist gerade wieder möglich, dass ich lesen und schreiben kann^^

Also der Arzt war ziemlich überrascht über den Vermerk meiner alten Augenärztin, da meinen Augeninnendruck (er hat es mehrfach gemessen) sogar relativ niedrig war und da die alte Augenärztin weder Werte angegeben hatte, noch irgendwelche Behandlungen vorgenommen hatte.

Er hat dann trotzdem jetzt alles untersucht. Gesichtsfeld, Netzhaut, Sehstärke usw. und da war alles in Ordnung.

Leider stellte sich heraus, dass meine Augen allerdings in der Zwischenzeit sich verschlechtert haben, sodass ich ein wenig auf die Weitsichtigkeit zugehe, aber noch ist keine Brille nötig.

Und was auch sehr nett war, war, dass er die Empfehlung an meinen Truppenarzt gegeben hat, mir für Sommer und helle Lichtverhältnisse eine Sonnenbrille zur Uniform zu genehmigen, damit diese "fliegenden Mücken" mich nicht mehr nerven können.

An dieser Stelle mal eine gaaaaaanz dickes Dankeschön an Euch alle hier, die mir so ausführlich geantwortet haben!

Eine Frage vielleicht noch: Kann es denn überhaupt sein, dass die alte Augenärztin mehrfach was von erhöhten Druckwerten gemessen hat und jetzt weder Truppen- noch Augenarzt dergleichen finden konnten?

Also kann sich ein solcher Effekt zurückgebildet haben oder nur temporär aufgetreten sein oder hat die alte Augenärztin da ggf. auch Mist produziert, um Geld für irgendwelche Untersuchungen zu bekommen oder einen dazu zu bringen, öft zum Augenarzt zu gehen?

liebe Grüße

Schmiddy

J9ori


Wie bei vielen Untersuchungen ist auch die Augeninnendruckmessung nur eine Momentaufnahme. Ebenso wie z.B. beim Blutdruck kann ein ansonsten gesunder Mensch eben auch mal für einen Moment einen hohen Blutdruck haben (z.B. durch Anstrengung, Aufregung), der sich aber einen Augenblick später bereits wieder normalisiert hat.

Man spricht daher bei einem einmalig erhöhten Augeninnendruck auch noch lange nicht von einem Glaukom/Grüner Star. Es wenn mehrere Messungen erhöhte Werte aufweisen, sollte man das Thema genau beobachten, regelmäßige Kontrollen und eben auch andere Untersuchungen durchführen.

Du bist jetzt genauestens untersucht worden, ohne Befund. Also kannst Du nun entweder erstmal beruhigt sein und z.B. im nächsten Jahr normal zur Kontrolluntersuchung gehen. Oder Du kannst "paranoid" sein und noch einen weiteren Arzt aufsuchen.

Das mit der Sonnenbrille finde ich übrigens richtig klasse.

Alles Gute.

T*ro{chlxy


Also: Zwischen einem Glaukom und "fliegenden Mücken" besteht kein Zusammenhang. Auch führt ein erhöhter Augendruck nicht zu Rissen in der Netzhaut. Hier wird wohl eher Myopie und Glaukom verwechselst.

Streng genommen definiert sich ein Glaukom auch nicht über einen erhöhten Augendruck! So gibt es Leute mit deutlich erhöhten Augendruckwerten ohne Schaden am Sehnerv (Okuläre Hypertension) und Leute mit normalen Augendruck und Schäden am Sehnerven (Niederdruckglaukom)!

So wie Du Deine Lage beschreibst, würde ich Dir Folgendes empfehlen:

Wenn in der Vergangenheit der Augendruck wirklich mehrmals erhöht gewesen ist, lag das vielleicht daran, dass Du in dem Moment die Augen zusammengekniffen hast oder die Augenärztin beim Messen Druck auf das Auge ausgeübt hat oder bei Dir doch Druckschwankungen vorliegend.

Aus diesem Grund würde ich die Angelegenheit in Ruhe mit deinem Augenarzt besprechen und mit ihm überlegen ob noch eine Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) zur Ermittlung eines Korrekturfaktors und vielleicht doch ein Druckprofil über einen gewissen Zeitraum mit mehren Tagen. Es hört sich so an, als seist Du noch jünger, hier gibt es verschiedene Erkrankungen am Auge, die zu schwankenden Augendruckwerten führen können.

Vielleicht sprichst Du auch noch mal mit deiner alten Augenärztin, sie kann dir bestimmt nähere Informationen zu den alten Werten geben. Eine Gesichtsfeldkontrolle einmal pro Jahr, reicht leider nicht aus. Um wirklich einen frühen Schaden des Sehnervens zu bemerken, sind ¼ jährliche Kontrollen sinnvoller.

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