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Neue Brille entpuppt sich als reinfall

Kgeti1x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich hoffe hier kann mir jemand einen Rat geben.

Habe mir vor kurzem eine neue Brille anfertigen lassen. Mit der neuen brille sehe ich leicht verschwommen, es wird mir schwindlig und mein schlechtes Auge wird merklich mehr belastet. Trage seit meinem 5 Lebensjahr eine Brille, hatte aber noch nie solche Probleme mit einer neuen brille.

Habe schon reklamiert. Es wurde neu gemessen, die Werte hätten sich nicht merklich verändert und daran würde es nicht liegen. Müsste mich wohl erst dran gewöhnen....

Es tritt aber keine Besserung ein. Liegt es an den Werten oder evtl. daran, dass ich zum erstenmal eine unten Randlose Brille gewählt habe ? Alles am Glasrand wirkt besonders verschwommen und außerdem stören mich auch leicht die breiten Bügel im Sichtfeld.

Hier die Daten meiner alten Gläser lt. Brillenpass (5 Jahre alt):

Rechts: F +3.75 -1.00 34°

Links: F +3.25 – 1.00 178°

Glas 5/AC EI FBL ET2 M55/00

Die neuen Daten:

Rechts: F +3.25 -0.75 35°

Links: F +3.00 -0.50 7°

Glas: Zeiss/ AR EI FBL SHC DR 65/00

Nachmessung:

Rechts F +3.25 -0.75 38°

Links F +3.0 -0.5 9°

Ach und meine Augen fügen die Bilder nicht zu einem Zusammen- sehe aber nicht doppelt.

Danke schon mal fürs lesen ...

Antworten
ALli6en039


Alles am Glasrand wirkt besonders verschwommen und außerdem stören mich auch leicht die breiten Bügel im Sichtfeld.

Dann such dir eine andere Fassung aus, bei Fielmann ja wohl kein Problem.

MGonikxa65


Ach und meine Augen fügen die Bilder nicht zu einem Zusammen- sehe aber nicht doppelt.

Das verstehe ich jetzt nicht?

Alles andere was du erwähnst, Unschärfe am Glasrand, Bügel, etc. sind reine Gewöhnung, das kenn ich von neuen Brillen auch. Aber dass du Bilder nicht zusammenbringst dürfte nicht sein. Ich würde dann mal zu einem anderen Optiker gehen, eine Zweitmeinung einholen.

KTetix16


Danke für die Antworten

Das ich die Bilder nicht zusammen bringe ist ein generelles Problem, das ich schon immer habe. Hat nichts mit der Brille zu tun. Fällt mir auch so nicht auf, mein Gehirn hat sich anscheinend schon drauf eingestellt. Habs nur geschrieben weil ich dachte, es hat vielleicht einen Einfluss auf die Glaswahl?!

Das das mit den Bügeln und der Randunschärfe gewöhnungssache ist, ist schonmal gut zu wissen, aber trotzdem bleibt das generelle Problem, dass alles etwas verschwommen wirkt (fühle mich nicht wohl beim tragen) und dass mein schlechteres Auge mehr belastet wird – was wiederum zu Kopfschmerzen und Augenschmerzen führt. Liegt es an den Gläserstärken, der Form des Glases, etc. ???

M6oZnkika6x5


Das Glas kann eventuell zu stark oder nicht richtig zentriert sein, falls das Verschwommene auch im Seh- und nicht nur in den Randbereichen ist. Ich würde auf jeden Fall zu einem anderen Optiker gehen und einen Sehtest machen lassen, sowie die Gläser überprüfen. Hat mein Mann auch mal gemacht bei einer Gleitsichtbrille, wenn zwei Optiker sagen, es ist alles ok ist es vermutlich echt Gewöhnung. Aber bei der Nachmessung bei dir gabs ja auch Abweichungen bei dir, das kann schon reichen, dass es Probleme gibt. Dein Optiker muss das Korrigieren, normalerweise hat man da eine Garantie.

Smeggxel


Meine Vermutungen:

1.) es wurde kein sog. binokularer Abgleich unter Trennerbedingungen durchgeführt?

2.) die von Fielmann (erkennt man an den Buchstaben-Hieroglyphen) bestimmten Werte stimmen nicht exakt?

3.) falsch zentrierte Brillengläser?

4.) Asphärenunverträglichkeit?

5.) sollte das Binokularsehen von einem Fachmann untersucht und geprüft werden (s. Mitgliederliste bei [[www.ivbv.org]] )

K:eti1{6


Hallo Seggel,

zu 1. ??? ??? Kannst du das irgendwie für einen laien erklären? Wenn ich es richtig verstehe, dann geht es um das Problem, dass meine Augen die Bilder nicht zu einem verbinden, richtig?

Hierzu kann ich zumindest sagen, dass es der Dame bei Fielmann aufgefallen ist (somit sollte sie es auch berrücksichtigt haben)

zu 3. Die Brille an sich wurde schon von Fielmann auf ihre Richtigkeit überprüft (ob hergestellt wurde, beauftragt war) – wird dabei auch die Zentrierung geprüft?

zu 4. Gibt es dieses Problem nur bei Randlosbrillen? Wie kann man es testen lassen?

zu 5. Warum? Können hier Veränderungen entstehen? War als Kind jahrelang in einer Sehschule und war auch vor einem Jahr beim Augenarzt, aber die messen ja nicht mehr die Sehstärke.

Danke

copapk-trxäger


Müsste mich wohl erst dran gewöhnen....

Es tritt aber keine Besserung ein. Liegt es an den Werten oder evtl. daran, dass ich zum erstenmal eine unten Randlose Brille gewählt habe

das kenn ich ...

normalerweise trage ich linsen, wenn ich aber mal zu hause bleibe, dann zieh ich brille an, hab auch eine unten Randlose,

kann mich einfach nicht an diese Brille gewöhnen, vllt liegt es ja bei so manch einem wirklich an diesem ... ":/

STeggeYl


Zu 1) Einen binokularen Abgleich führt man aus Gründen der Refraktionsgleichheit R/L durch. Das ist sozusagen ein Feinabgleich der sphärischen Werte (vorderer Wert) beim Zusammenspiel beider Augen, eben binokular.

Zu 3) Keine Ahnung, ob bei Fielmann auch die Zentrierung überprüft wurde. Ich war ja nicht dabei. Im Regelfall macht man das jedoch.

Wichtig ist bei asphär. Gläsern noch, dass neben dem Augenabstand auch die sog. Augendrehpunktforderung (richtige Höhenzentrierung) beachtet wird.

Zu 4) Das hat mit Randlos oder Vollrand nichts zu tun.

Zu 5) Also hast du früher geschielt. Demnach liegt bei dir ein sog. Strabismus vor. Wurdest du operiert? Wie gut ist dein Stereosehen ausgeprägt? Wie hoch ist der Visus/Sehleistung rechts und links?

Ich vermute, das Problem liegt eher an den Glaswerten R u. L, die einfach für ein richtiges Zusammenspiel beider Augen nicht zusammenpassen.

Desweiten vermute ich, die neuen Glaswerte sind zu schwach, daher auch die leichten Doppelbilder. Die zu schwachen Werte kannst du akkommodativ (sozusagen mit Muskelarbeit im Auge) kompensieren, dies führt jedoch gerade bei Strabismus zu einem mehr oder weniger "Wegrutschen" eines Auges.

Résumé: hier muss ein erfahrener Refraktionist her, der auch ohne zu tropfen eine Weitsichtigkeit in vollem Maße herauskitzeln kann. Und diese findest du u.a. unter meinem oben eingestellten Link.

K+eHti1x6


Danke für die ausführliche Erklärung und die Tipps.

Ich denke ich werde jetzt erstmal versuchen bei Fielmann meine Brille zurück zu geben – weiß nicht ob das ohne weiteres geht und mir dann so schnell wie möglich einen Termin bei einem Optiker aus der Liste machen.

zu 5) nein ich wurde nicht operiert und zu den anderen Fragen kann ich leider keine genauen Angaben machen. Die Sehschule ist schon fast 25 Jahre her und ich habe leider noch nie von einem Augenarzt eine genaue Diagnose genannt bekommen.Schade eigentlich.

Laut Fielmann sehe ich mit der neuen Brille auf dem schlechten Auge Links 100% und Rechts etwas mehr (Wert habe ich vergessen). Wenn ich mich recht erinnere hieß es bei meiner alten Brille, dass die Sehleistung Links trotz Brille nur 70% beträgt. Zu dem Stereosehen habe ich keine Daten – habe bis vor 5 Jahren nicht gewusst, dass ich damit Probleme habe.

Ein Frage habe ich noch bezüglich der Asphären Gläser. An welchem Wert vom Brillenpass sehe ich denn, das es sich um asphärische Gläser handelt? Waren meine alten Gläser auch asphärisch?

Noch eine ganz andere Frage.

Fehlsichtigkeit ist ja leider vererbbar. Ab wann sollte man mit seinem Kind zum Augenarzt und gibt es hier spezielle Ärzte?

Avliean3x9


weiß nicht ob das ohne weiteres geht

Das geht.

Ein Frage habe ich noch bezüglich der Asphären Gläser. An welchem Wert vom Brillenpass sehe ich denn, das es sich um asphärische Gläser handelt? Waren meine alten Gläser auch asphärisch?

An den Glaskürzeln im Brillenpass. Und ja, du hattest vorher auch asphärische Gläser, sie waren nur mineralisch und jetzt hast du Kunststoffgläser.

Ab wann sollte man mit seinem Kind zum Augenarzt und gibt es hier spezielle Ärzte?

Halte ich ab dem ersten Jahr für sehr sinnvoll, zumal sich das Binokularsehen bis zum 5. Lebensjahr entwickelt, wenn es das nicht tut, ist es unwiderruflich verloren.

S8eggxel


Alien, arbeitest du bei Fielmann?

Bedeutet das Kürzel AC asph. mineralisch? AR müsste lt. meiner mir vorliegenden Liste ein asph. 1,5er Kunststoffglas sein? Was bedeutet FBL?

VG

PJfiffCerlixng


Ich bin zwar Laie, aber ich habe hier 4 Brillen rumliegen, alle mit passenden Gläsern und es ist eine Randlose dabei. Mit der komme ich auch überhaupt nicht klar. Ich bekomme Kopfweh, habe das Gefühl zu schielen und kann sie höchstens einige Stunden tragen. Und ich sehe durch den Rand Spiegelungen der Umgebung, die mich total irritieren. Das ist nur bei der so und sie hat wie gesagt genau die gleichen Gläser wie die anderen drei. Es kann also sein, dass die Randlosigkeit ein Teil des Problems ist.

SQeggfel


Hallo Pfifferling,

dein Problem mit der randlosen Brille liegt nicht daran, dass es eine randlose ist.

Bei einer randlosen Brille muss u.a. auch in Bezug auf die Zentrierung sorgfältiger gearbeitet werden. Hier können viele Fehler gemacht werden, wie tiefere Kerben, grösserer/kleinerer Lochabstand zum Glasrand..usw als bei der Musterverglasung. Dadurch ergibt sich eine andere Glaszentrierung, die zu deinen Problemen führen können.

Poliert man die Glasränder, dann entstehen störende Randreflexe. Geh zu deinem Optiker und bitte ihn darum die Ränder wieder zu mattieren. Das geht relativ schnell und einfach.

VG

Anlienx39


Alien, arbeitest du bei Fielmann?

Nein

Bedeutet das Kürzel AC asph. mineralisch?

AC=1,6 asphärisch Glas

AR müsste lt. meiner mir vorliegenden Liste ein asph. 1,5er Kunststoffglas sein?

Ja

Was bedeutet FBL?

farblos

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