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Trotz erhöhtem Augeninnendruck keine Behandlung?

eAa7synoxte hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin seit meiner Untersuchung gestern beim Augenarzt doch sehr beunruhigt und werde nächste Woche nochmal mit dem Arzt sprechen, allerdings würde ich euch gerne um Rat fragen, wie ihr vorgehen würdet.

Ich war gestern das erste Mal bei einem neuen Augenarzt, da ich eine Augenhintergrunduntersuchung durchführen lassen wollte. Ich habe auf beiden Augen eine leichte Glaskörpertrübung, sehe als schwarze Punkte die durch mein Gesichtsfeld schweben und wollte das einfach mal checken lassen.

Bevor ich diese pupillenerweiternden Tropfen bekam, die für die Hintergrunduntersuchung notwendig sind, wurde auch mittels Tonometrie mein Augeninnendruck gemessen. Dieser war recht stark erhöht, nämlich links 24mmHg und rechts sogar 25mmHg.

Die Ärztin meinte daraufhin, dass das in meinem Alter, bin 22 Jahre, nicht unbedingt kritisch wäre und man das beobachten würde. Ich soll in 3 Monaten (!) zur Kontrolluntersuchung kommen, dort würde man dann auch eine HRT Untersuchung machen.

Augeninnendrucksenkende Tropfen wie z.B. Xalatan wurden mir nicht verschrieben.

Mein Vater leidet ebenfalls unter zu hohem Augeninnendruck und nimmt daher die Tropfen schon seit Jahren. Ein Glaukom hat er allerdings nicht.

Die Ärztin meinte daraufhin, das kann bei mir auch genetisch bedingt sein.

Ich fühle mich jetzt total beunruhigt, überall liest man, dass bei einem Wert ab 22mmHg mit Augentropfen gegengesteuert wird.

Ich hätte jetzt einen Kontrolltermin in 2 Wochen verstanden, aber nicht erst in 3 Monaten. Ich war davor schon lange nicht mehr beim Augenarzt, da ich keine Probleme hatte und weiß daher nicht, wie lange der Augendruck schon erhöht sein könnte.

Irgendwie habe ich den Eindruck gehabt, es wird erst etwas gemacht, wenn schon Schäden am Gesichtsfeld aufgetreten sind. Aber die sind dann nicht mehr reparabel.

Ich mache mir jetzt total den Kopf und würde am liebsten sofort noch zu einem anderen Arzt gehen.

Was würdet ihr tun?

Antworten
S*chneeehexxe


Mein Augendruck war auch schon mal leicht erhöht, aber bei der Kontrolle war dann alles wieder i.O.(zu mir hat man damals gesagt dass ein Wert bis 21 ok. wäre).

Aber halte auf jeden Fall die empfohlenen Kontrollen ein, denn wenn dein Augendruck dauerhaft so wäre, müsste das behandelt werden.

e0asyno$txe


Hallo Schneehexe!

Danke für deine Antwort! Natürlich werde ich den Termin einhalten, mir kommt er nur so lange vor, da das ja jetzt erst diagnostiziert wurde und eventuell schon länger besteht.

Man sagte mir auch, dass das auch tagesabhängig sein kann. Bis 21 ist normal. Aber warum kann das nicht in 2 Wochen nochmal gemessen werden?

Ich finde es einfach beunruhigend, jetzt 3 Monate zu warten.

Sqchnepexhexe


Ich finde es einfach beunruhigend, jetzt 3 Monate zu warten.

Wenn es dich so beunruhigt, dann solltest du da nochmal anrufen, vielleicht geht es doch frührer :-/ .

e9as ynxote


Werde wie gesagt am Montag nochmal anrufen. Ich wundere mich nur ein wenig über die Heransgehensweise der Ärzte dort. Da wird immer davon geredet, dass man doch bitte zur Vorsorge Untersuchung gehen soll und wenn dann etwas rauskommt, wird es nicht konsequent verfolgt. Natürlich kann man das nicht von einer Messung abhängig machen, aber ich werde auf einen baldigen Termin bestehen und wenn es dann immer noch so hohe Werte sind, werde ich konkret nachfragen, ob eine Behandlung mittels Augentropfen nicht angebracht wäre.

dlidg3e=an


Hallo,

ich glaube auch, dass du dir zunächst mal nicht allzu viele Sorgen machen musst und vermutlich tatsächlich ein erneuter Check in 3 Monaten ausreicht.

Was die Gefahr für das Auge/das Sehvermögen angeht, ist auch nach der Ansicht meines Augenarztes der Zustand des Sehnervs (den er bei seiner Untersuchung ja auch bei dir begutachten konnte) von viel größerer Bedeutung als die Höhe des gemessenen Augeninnendrucks – zumindest solange dieser nicht extrem hoch ist, und das ist er bei deinen Werten ja nicht.

Ich selber habe bei jeder Messung Werte über 20, aber da der Sehnerv gesund aussieht, muss ich keine Medikamente dagegen nehmen, und die Untersuchungsintervalle wurden mittlerweile von 3 über 6 auf 12 Monate ausgedehnt.

Umgekehrt muss ein Kollege von mir schon bei eigentlich völlig normalen Werten von 16-18 den Druck senkende Tropfen nehmen, eben weil seine Sehnerven bereits von diesem viel niedrigeren Druck geschädigt werden.

Dir alles Gute!

eAas3ynxote


Hallo didgean!

Du hast Recht, die Notwendigkeit einer Behandlung ist von Person zu Person verschieden. Allerdings wurde mein Sehnerv ja meines Wissens noch gar nicht begutachtet. Eine Momentaufnahme mittels HRT wird erst dann gemacht.

Da mein Vater ebenfalls mit Augentropfen behandelt wird, ist eben eine gewisse Vorbelastung gegeben. Bei ihm ist auch die Hornhaut dünner als normal. Sollte das bei mir auch so sein, sind die Werte ja umso kritischer.

Es wurde nur mein Sehfeld gemessen, was ohne Auffälligkeiten war.

Ich habe mittlerweile telefonisch Rücksprache mit der Praxis gehalten. Meine Ärztin kontaktiert mich morgen und wir besprechen das weitere Vorgehen.

Ich fühle mich einfach besser, wenn das jetzt nochmal zeitnah kontrolliert wird. Sollte dann alles okay sein, kann man es ja bei den 3 Monaten belassen.

d|idgebaxn


Hallo noch einmal,

ein HRT ist bei mir noch nie gemacht worden.

Mein Augenarzt beurteilt den Zustand meiner Sehnerven aufgrund dessen, was er bei der ganz normalen Augenspiegelung sieht – und die hat bei dir ja garantiert auch stattgefunden.

Und er sagte, solange der Sehnerv an seiner Austrittsstelle gesund aussieht und die Druckwerte nicht extrem sind, bestehe keine Gefahr für mein Sehvermögen und kein Behandlungsbedarf.

Aber es ist sicher gut, wenn du bei einem weiteren Besuch in der Praxis deine Fragen stellen kannst!

Alles Gute!

eMasyxnote


Danke dir!

Ich lese in deinem Post auch wieder das, was ich bei meinem Arzt auch feststelle, es heißt immer "solange alles gut aussieht..."

Warum muss immer erst ein Schaden zu sehen sein, bevor man behandelt wird? Ich finde, gerade bei den Augen ist nicht Schadensbegrenzung sondern vorzeitige Verhinderung das Ziel.

Meine Meinung zumindest... ":/

dEidSgean


Hallo,

habe gerade deinen letzten Beitrag gelese und möchte doch noch zwei Punkte dazu etwas genauer erläutern:

Zum einen sind laut meinem Augenarzt lange, bevor es durch zu hohen Druck zu irgendwelchen Einschränkungen des Sehvermögens kommt, erste Veränderungen am Sehnerv zu sehen. D.h., eine Behandlung, die zu diesem Zeitpunkt beginnt, kommt rechtzeitig, um einer Versschlechterung des Sehens vorzubeugen.

Und warum soll man dann früher behandeln und ständig irgendwelche Tropfen ins Auge tun? Ich möchte das nicht...

Und zum zweiten hat ja jedes Medikament auch seine unerwünschten Nebenwirkungen – und dieses immer bestehende Risiko möchte ich für mich nur dann eingehen, wenn es wirklich unabdingbar ist – und das ist es eben in meiner (und vielleicht auch deiner) Situation nicht.

Google doch mal "Nebenwirkungen Xalatan" (das ist ein gängiges Medikament zur Drucksenkung) und dann wirst du allerhand Unschönes finden...

Gruß und weiterhin alles Gute!

ebasynOote


Du hast natürlich Recht mit den Nebenwirkungen, aber für mich wäre eine Verschlechterung des Sehvermögens je nach Umfang ein Ausschlusskriterium in meinem Beruf. Ich bin auf gute Augen angewiesen bzw. diese werden vorausgesetzt.

Daher steht für mich die Verhinderung von Schäden an allererster Stelle. Mein Vater benutzt seit Jahren Xalatan und hat soweit ich weiß keine Nebenwirkungen.

Naja, ich habe ja jetzt einen vorgezogenen Termin in 2,5 Wochen bekommen, bei dem mittels HRT mein Sehnerv untersucht und meine Hornhautdicke gemessen wird. Je nach Befund bespricht mein AA dann das weitere Vorgehen.

Ich wollte ja grundsätzlich nur mal hören, ob für andere hier die 3 Monate in meiner Situation auch unangemessen erscheinen oder nicht.

So wie es aussieht, gibt es wohl geteilte Meinungen.

Vielen Dank an alle für eure Beiträge!

Jhoerxi


Zunächst einmal sind die sogn. Normwerte (zwischen 10 und 21 mmHg) nur Richtwerte. Ein einzelner Wert sagt noch gar nichts. Erst bei einer Reihe von Messungen zu verschiedenen Tageszeiten kann ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck diagnostiziert werden. Kein Augenarzt wird aufgrund einer einmaligen Messung z.B. Xalathan verschreiben. Der individuelle Augeninnendruck kann auch bei 22 liegen und damit trotzdem ok sein.

Ich bin wg. erhöhtem Augeninnendruck in Behandlung. Mein Wert liegt im Durchschnitt bei 20 auf dem einen und 22 auf dem anderen Auge. Der Durchschnittswert wurde über einen langen Zeitraum mit regelmäßigen Messungen zu verschiedenen Tageszeiten ermittelt.

Eine Behandlung mit Xalathan hat keine Änderung gebracht, weswegen die Tropfen wieder abgesetzt wurden. Daher nimmt mein Arzt nun an, dass diese Werte für mich normal sind.

Trotzdem werde ich regelmäßig untersucht. So wird der Augeninnendruck weiterhin regelmäßig gemessen. Außerdem mache ich alle halbe Jahre eine Gesichtsfelduntersuchung und einmal im Jahr ein HRT (Sehnervlaserscan) und ein RTA (Sehnervkopfvermessung) gemacht. Somit wird engmaschig überprüft, ob es Veränderungen am Sehnerv gibt.

Aufgrund der Fälle in der Familie kann durchaus eine Disposition vorliegen und somit sollten sicher regelmäßige Untersuchungen stattfinden, um bei Veränderungen rechtzeitig eingreifen zu können. Auf jeden Fall solltest Du Deinem Arzt vertrauen oder Dir einen anderen suchen.

epas0ynotxe


Also heute war mein Kontrolltermin!

Mein Augendruck ist immernoch erhöht, mit den Werten 23mmHg und 25mmHg.

Es wurde ein HRT gemacht, also ein Bild des Sehnervs. Dieses ist völlig unauffällig und alle Werte sind okay. Ich leide also an einer sog. okulären Hypertonie, einer Erhöhung des Augeninnendrucks ohne Anzeichen von Veränderungen des Sehnervs, wie sie beim Glaukom auftreten.

Meine Augenärztin hat mir geraten, jetzt einfach regelmäßig zur Kontrolle zu kommen. Eine Behandlung mit Augentropfen hält sie nach wie vor für nicht unbedingt notwendig. Man müsse abwägen zwischen den Nebenwirkungen der Tropfen bei lebenslanger Anwendung (bin ja erst 22 Jahre alt) und den Risiken des erhöhten Augendrucks.

Da alles normal aussieht, rät sie mir wie gesagt zur regelmäßigen Kontrolle. Sollten sich im HRT Veränderungen abzeichnen, könne man immer noch mit einer Behandlung beginnen.

Ich fand die Argumentation schlüssig, ich gehöre eben zu einer Art Risikogruppe, aber auch nicht jeder Mensch mit zu hohem Blutdruck bekommt einen Herzinfarkt.

Andererseits würde ich mich einfach besser fühlen, wenn der Druck gesenkt werden würde und ich den jetzigen Zustand meiner Augen so sicher erhalten könnte.

Was ist, wenn sich in späterer Zukunft doch Schäden entwickeln, die nicht mehr reparabel sind?

Ich habe einfach große Angst davor, irgendwann Sehschäden davon zu tragen, bisher bestehen aber keine Anzeichen dafür.

Die AA hat gesagt, sie verschreibt mir Tropfen wenn ich mich dafür entscheide und mich besser fühle, sie würde aber noch abwarten und beobachten.

Ich bin einfach unsicher, was der bessere Weg ist ":/

SSch)nKeehexxe


Sollten sich im HRT Veränderungen abzeichnen, könne man immer noch mit einer Behandlung beginnen.

Leider sind diese Veränderungen dann nicht mehr rückgängig zu machen :-/ .

Die AA hat gesagt, sie verschreibt mir Tropfen wenn ich mich dafür entscheide und mich besser fühle, sie würde aber noch abwarten und beobachten.

In welchen Abständen sollst du zur Kontrolle?

eXasyn-otxe


Wie weiter oben schon geschrieben wurde, meinte die Ärztin, dass durch das HRT Veränderungen sichtbar wären, lange bevor es zur Einschränkung des Sehfeldes oder sonstigen Ausfällen käme.

Wenn ich mit 22 Jahren beginne zu tropfen, muss ich das noch über 50 Jahre tun und da wären die Nebenwirkungen eben nicht außer Acht zu lassen.

Die normalen Kontrollen sind 1 x HRT pro Jahr, alle 3 Monate zum Druck messen und zur Gesichtsfeldkontrolle.

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