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Augen-grauer Star-Ersatz der natürlichen Linsen

cMox&i7nellxe hat die Diskussion gestartet


Hallo, bin 72 und beschäftige mich zwangsläufig mit dem Thema.

Von + 2,5 dpt als Lesebrille bin ich mittlerweile bei 50 cm Leseabstand ohne Brille und bei

-1,75 dpt. als Fernbrille.

Ich finde den Zustand, ohne Brille Zeitung lesen und am PC arbeiten zu können herrlich.

Viele meiner Altergenossen, die mit dicken Gleitsichtbrillen (und riesigen Augen dahinter) rumlaufen, beneiden mich dafür.

Meine AA hat mir geraten, den grauen Star operieren zu lassen.

Ich habe bei verschiedenen Instituten angefragt, ob mein derzeitiger Zustand (nah ohne Brille und fern mit Brille) nach der OP erhalten werden kann. Die Antwort war häufig "ja aber nur mit Bifokallinsen".

Das will ich nicht, wegen schlechter Erfahrungen mit Bifokalbrillen. Beim Treppenabsteigen wurde mir immer schwindlig und das ist mit Bifokallinsen nicht anders.

Der 2. Grund sind die Mehrkosten, die meine Versicherung nicht übernimmt

In den einschlägigen Veröffentlichungen über GS-Operationen lese ich immer wieder:

Bei Monofokallinsen muß sich der Patient vor der OP entscheiden, ob er in die Ferne, im Zwischenbereich oder im Nahbereich (30-50cm) ohne Brille scharf sehen will. Dementsprechend werden die Linsen für den Patienten berechnet.

Hier meine Frage:

Welche Institute sind bereit diese OP dem Wunsch des Patienten entsprechend durchzuführen?

mucmax39 ???

Antworten
Jaorxi


Jeder Arzt, der den Grauen Star operiert, wird sich an den Wünschen des Patienten orientieren. Und er baut ein, was der Patient bereit ist zu zahlen. Multifokallinsen sind halt nicht Standard und müssen daher extra bezahlt werden.

Der Arzt wird immer versuchen, das für den Patienten beste Ergebnis herauszuholen und meist schaffen die das auch.

Ich bin mit Anfang 40 auf beiden Augen operiert worden. Das Ergebnis ist für mich supertoll. Nach der OP sind meine Werte witzigerweise Deinen sehr ähnlich. Und ich habe eine Gleitsichtbrille, mit der ich sehr gut zurecht komme. Sie wiegt gerade mal 10g (randlos) und meine augen sehen endlich mal ganz normal aus.

"Riesige Glubschaugen" entstehen durch Pluswerte in der Ferne, also Weitsichtigkeit. Deine Werte zeigen eine Kurzsichtigkeit, da werden die Augen bei zunehmender Stärke (mit entsprechend dickeren Gläsern) eher kleiner.

Ich kann die OP nur empfehlen und vor einer Gleitsichtbrillemussman keine Angst haben. Wenn die denn überhapt gebraucht wird. Villeicht kann man bei der OP Deine Werte so korrigieren, dass Du hinterher nr nochfür eine Distanz, also Nähe oder Ferne eine Brille brauchst undansonsten ohne auskommst.

Lass dich von Deinem Augenarzt beraten.

m,at-zgfatz


Hallo coxinelle,

als OP-Endergebnis, die sogenannte Zielrefraktion, -1,75 Dioptrie zu erreichen ist für die meisten erfahrenen Operateure mit einer prozentualen Sicherheit von ca. 90% technisch-mathematisch kein Problem, vorausgesetzt, während der OP geschehen keine unvorhergesehene Überraschung.

Die Schwierigkeit das Endergebnis von -1,75 Dioptrien genau zu ermöglichen liegt darin, dass der/die OperateurIn den letztendlichen Platz/Lage, die die neuen Kunstlinse nach der OP einnimmt, nur schätzen bzw. nicht genau berechnen und messen kann. Man spricht vom sog. estimated lens place. Anegenommener Platz der Linse. Aus diesem Platz der Linse errechnet sich die Stärke der Linse. Sitzt die neue Linse nicht an ihren angedachten Platz kommt es zu Ergebnisveränderungen. Also nicht enttäuscht sein, wenn das Ergebnis nicht -1,75 Dioptrien sondern 1,5 oder 2,00 Dioptrien heißt. Der Operateur hat trotzdem sauber und nach besten Wissen gehandelt.

Um die Linse so genauwie möglich zu berrechnen, benötigt der Operateur natürlich Angaben. Diese Werte bekommt er durch den sog. IOL-Master. Eine lasergestützte Biometrie-Vermessung der Augenlänge und der Hornhautradien. In Deutschland ist das eine IGeL-Leistung und wird meist einmalig für beide Augen zusammen mit ca. 55.- Euro verrechnet. Diese Laser-Messmethode ist genauer als eine Ultraschall-Biometrie (Kassenleistung) und damit, was das Endergebnis betrifft, unbedingt zu empfehlen.

Die Erlebnisse mit einem Bifokalbrillenglas sind nicht zu vergleichen mit dem was eine Multifokale-IOL bieten kann, da das Wirkprinzip komplett ein anderes ist. Aber es wird von dir eh nicht gewunschen.

Überlegen kann man sich noch, ob man eine Gelbfilter-IOL operiert um energiereiches blaues Licht herauszufiltern (steht in Verdacht die Entstehung einer Makuladegeneration zu forcieren) aber dazu fehlen mir noch eindrucksvolle Studien um eine Empfehlung auszusprechen.

...und jetzt zur Frage: eigentlich jede Augenklinik muss den Wunsch des Patienten erfüllen.

Manche Kliniken haben auch eine Refraktiv-Chirurgische Sprechstunde, die genau solche Fragen beantwortet.

all the way Kingston Jamaika

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