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Die ersten Gleitsichtgläser

Frrosch1h969 hat die Diskussion gestartet


Nun bin ich wohl "fällig" ;-) Nachdem ich in letzter Zeit Schwierigkeiten beim Lesen hatte, wurden mir vom Optiker nach dem Aussuchen einer neuen Fassung zum Testen zusätzliche Gläser vorgehalten (die exakten Werte werden dann demnächst bestimmt). Und siehe da, ich konnte plötzlich besser lesen!

Es sollen also Gleitsichtgläser werden. Meine Kurzsichtigkeit liegt/lag bei -11,25 und -9,75 Dioptrien. Ich habe zur Zeit hochbrechende Kunststoffgläser (Index unbekannt, mind. 10 Jahre alt). Von den dünnsten Gleitsichtgläsern, die möglich sind, kostet eines dann schlappe 580€. Da mußte ich schon schlucken.

Soweit ich weiß, gibt es verschiedene Arten von Gleitsichtgläsern (die Zonen sind unterschiedlich verteilt). Natürlich rät mir jeder Optiker zu den "besten" (= teuersten). Ich investiere das Geld gerne in mein Wohlbefinden, solange es wirklich sinnvoll ist. Wie sind eure Erfahrungen und Ratschläge dazu?

Antworten
Arntiglon&e


Oh, bei deinen Werten für die Ferne hast du natürlich eine starke Verkleinerung durch die Gläser, die das Lesen in der Nähe anstrengender macht. :-(

Ich persönlich habe beschlossen, NIE eine Lese-/Gleitsichtbrille zu benötigen. ;-)

Wenn es dich interessiert, was du dagegen machen kannst:

-> [[http://sehimpulse.de/alterssichtigkeit.html]]

Es wäre zumindest einen Versuch wert, da eine Gleitsichtbrille nicht gerade wenig kostet und sich die Stärken für die Nähe auch mit der Zeit verändern, so dass wieder eine neue Gleitsichtbrille fällig wird.

Awn5tiKgone


Wenn 1969 dein Geburtsjahr ist, bist du übrigens genauso alt/jung wie ich. ;-D

L|ufts|chif[f-xFan


Ich habe, bei Werten im hohen einstelligen Bereich, drei Gleitsichtbrillen, die ich abwechselnd nutze:

- eine mit Billigstgläsern vom Internet-Optiker, mit einem ganz niedrigen Index und daher über 1 cm dick, aber sehr angenehm zu tragen, wenig Unschärfen am Rand und ein sehr ordentlicher Lesebereich.

- eine mit relativ billigen Gläsern vom traditionellen Optiker (ca. 180 Euro pro Glas, Index 1,6); sie ist auch nicht schlecht, aber etwas anstrengender zu tragen, mehr Unschärfen im Randbereich.

- eine in "deinem" Preisbereich, mit sehr guten personalisierten Gläsern eines renommierten Herstellers, habe ich allerdings nach intensiven Preisvergleichen bei einem traditionellen Optiker über 100 Euro billiger bekommen, mit dem höchsten bei Kunststoff möglichen Index von 1,74 - das Sehen ist mit diesen Gläsern am unkompliziertesten, allerdings auch leichte Unschärfen im Randbereich und die Lesezone ist auch nicht so breit wie ich es bei so individuellen Gläsern erwartet hätte, aber trotzdem, wegen des wirklich angenehmen und entspannten Sehens eine Anschaffung, die ich nicht bereut habe.

Das sind natürlich nur meine Erfahrungen, kann bei dir und deinen Werten ganz anders sein. Ich denke aber, bei so hohen Werten macht sich eine hohe Qualität der Gläser schon bezahlt.

Klappt es bei dir eigentlich auch mit dem Lesen, wenn du deine nornale Brille Richtung Nasenspitze schiebst? Ich fand das recht praktisch zu der Zeit, als ich mich noch nicht zu Gleitsicht durchringen konnte.

sNubi5to43


Hallo Frosch1969,

eine Sache ist bei Gleitsichtgläsern wichtig und die sollte man unbedingt wissen. Dein Gesichtsfeld ganz außen links und rechts wird durch die Gleitsichtgläser verzerrt. Wenn Du Auto fährst solltest Du das berücksichtigen. Keine Panik, wenn man es weiß ist es nicht schlimm. Mich stört es beim Rangieren, z.B. beim Einparken. Da muß ich die Brille abnehmen. Allerdings habe ich auch nicht so starke Kurzsichtigkeit wie Du. Frag mal Deinen Optiker nach dem Effekt. Falls Du beim Autofahren ohne Gleitsichtgläser auskommst (Tacho ablesen!), dann würde ich das an Deiner Stelle vorziehen.

Swc=hlit za uge6x7


Für mich ist das Beste gerade gut genug. Meine Gläser sind durch Prismazufügung noch teurer. Da muß man einfach nur jeden Monat etwas in das Brillensparschwein tun, damit alle 2 – 3 Jahre eine neue Brille angeschafft werden kann. (um und bei + Brille ca. 1400 €).

Ich käme nie auf die Idee, den schmalen "Sichtkorridor" zu wählen. Gut gucken zu können steht bei mir ganz oben in der Lebensqualität. Nicht ein Stück darunter.

Und ich habe echt nicht viel Geld, es geht wirklich nur mit diesem Sparschwein, was immer gut gefüttert wird.

F=rosc'h196x9


Hallo Antigone,

1969 ist mein Geburtsjahr. Das mit dem Link ist ja nett gemeint, aber ich versuche ja schon eine Zeitlang, noch so über die Runden zu kommen. Aber ich muß jetzt einsehen, dass es nicht mehr geht. Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass es auch einfacher ist, sich an Gleitsicht zu gewöhnen, wenn man mit niedrigeren Werten für den Lesebereich anfängt.

Ich mußte lachen, als ich in dem verlinkten Artikel gelesen habe "Die größte Schrift so groß, dass man sie ohne Brille mühelos lesen kann." Hast du eine Vorstellung, wie groß die Buchstaben für mich sein müssen? ;-D

FNroscWh1969


Hallo Luftschiif-Fan,

Ich denke aber, bei so hohen Werten macht sich eine hohe Qualität der Gläser schon bezahlt.

Ich will keinesfalls an der falschen Ecke sparen. nicht ordentlich zu sehen beeinträchtigt die Lebensqualität in vielen Bereichen.

Klappt es bei dir eigentlich auch mit dem Lesen, wenn du deine nornale Brille Richtung Nasenspitze schiebst?

Ja, es wird dadurch etwas besser.

MToniLka6x5


Eine Gleitsichtbrille ist so etwas wie eine Alltagsrundumbrille, mit der man auch ganz gut lesen kann und scharf in die Ferne sieht. Der Mittelbereich, also Abstand ca. 1 m, ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil das, je nach Größe der Brille, in den Fernbereich fällt und man dann den Kopf entsprechend ausrichten muss. Gewöhnt man sich aber auch dran.

Wenn du allerdings viel lesen musst, bzw. willst, rate ich dir zu einer separaten Arbeitsbrille, für Computer und Lesen mit eine großen Gestell, so dass für die einzelnen Zonen viel Platz ist. Das ist noch mal um einiges entspannter, ein wirklich merkbarer Unterschied zur Gleitsichtbrille. Es gibt bei einigen Optikern auch Angebote, wenn man 2 Brillen kauft, die sich echt lohnen, je nachdem, vielleicht würde dir ja im Moment auch noch als Alltagsbrille ein Einstärkenglas reichen. Als Kurzsichtiger sieht man ja in der Nähe ohne Brille lange sehr gut, man kann sie also in bestimmten Situationen einfach auch mal absetzen.

LGuftschifPf-Fan


vielleicht würde dir ja im Moment auch noch als Alltagsbrille ein Einstärkenglas reichen. Als Kurzsichtiger sieht man ja in der Nähe ohne Brille lange sehr gut, man kann sie also in bestimmten Situationen einfach auch mal absetzen

Wenn man so kurzsichtig ist, dass man ohne Brille nur ungefähr 10 cm weit scharf sehen kann, dann bietet sich das Brille-Absetzen an, um eine Nadel einzufädeln oder mit der Pinzette einen Splitter aus dem Finger zu entfernen, aber nicht um ein Buch oder eine Zeitung zu lesen.

Wobei zum längeren Lesen tatsächlich eine reine Lesebrille Vorteile gegenüber einer Gleitsichtbrille hat, weil man hier das gesamte Glas nutzen kann und nicht nur einen bestimmten Bereich. Ich nehme zum Lesen im Bett beispielsweise eine Brille mit über zwanzig Jahre alten Gläsern, die ungefähr zwei Dioptrien unter meinen heutigen Werten liegen, das klappt prima.

P1fiff*erlixng


Mein Vater hat in etwa deine Dioptrienwerte und weil er mit Gleitsicht überhaupt nicht zurechtkam (er war genervt von dem eingeschränken Blickfeld, hatte Kopfweh und Nackenschmerzen), hat er jetzt eine Alltagsbrille in seiner Stärke und eine PC/Lesebrille die auch 1 oder 2 Dioptrien unter seiner normalen Stärke liegt. Er kommt damit sehr gut zurecht und lässt im Alltag manchmal auch die schwache Brille auf, außer zum Autofahren zum Beispiel.

L^uft|s8chiffx-Fan


...die auch 1 oder 2 Dioptrien unter seiner normalen Stärke liegt. Er kommt damit sehr gut zurecht und lässt im Alltag manchmal auch die schwache Brille auf, außer zum Autofahren zum Beispiel.

Hab ich auch schon mal gemacht, ist gar nicht schlecht!

Wenn man auf einen normal breiten Bereich für die Ferne Wert legt, ist auch Bifokal eine Alternative. Der Lesebereich ist bei Bifo mindestens so gut wie bei Gleitsicht, allerdings geht das nur, wenn man keinen Zwischenbereich benötigt.

P:aulSinex11


Am billigsten wäre erst mal ein Versuch mit einer preiswerten reinen Lesebrille.

Warum dieser Vorschlag? Ich bin auch kurzsichtig, allerdings längst nicht so wie du. Bis vor ein paar Jahren konnte ich mit der Fernbrille (-4 dpt.) gut lesen, dann wurde es zunehmend schwieriger. Habe mir also eine Gleitsichtbrille zugelegt. Am Gerät beim Augenarzt und Optiker ist der Nahbereich optimal eingestellt, tatsächlich benutze ich ihn fast nur, um z.B. im Laden Etiketten lesen zu können. Für Bücher zuhause nehme ich die Brille lieber ganz ab, ohne kann ich immer noch ganz gut lesen, auch wenn es messtechnisch nicht optimal ist. Das "Runtergucken" mit Brille finde ich anstrengender. Auch der Betriebsarzt im Büro empfiehlt immer eine Zweitbrille für den Nahbereich, wenn man sehr viel liest.

F5ro>schx1969


Wenn du allerdings viel lesen musst, bzw. willst

Ich arbeite am PC und lese u.a. dort sehr viel.

Es gibt bei einigen Optikern auch Angebote, wenn man 2 Brillen kauft, die sich echt lohnen

Ich werde am Samstag mal fragen, wenn meine Werte bestimmt werden.

vielleicht würde dir ja im Moment auch noch als Alltagsbrille ein Einstärkenglas reichen.

Das denke ich nicht, denn wenn mir das lesen nicht auch im Alltag schon schwerfallen würde, hätte ich den Weg zum Optiker nicht gemacht.

Als Kurzsichtiger sieht man ja in der Nähe ohne Brille lange sehr gut, man kann sie also in bestimmten Situationen einfach auch mal absetzen.

;-D Ne, ohne Brille sehe ich sehr wenig, ich kann mich gerade mal in bekannter Umgebung halbwegs unfallfrei bewegen.

FOro{sch?19x69


Wobei zum längeren Lesen tatsächlich eine reine Lesebrille Vorteile gegenüber einer Gleitsichtbrille hat, weil man hier das gesamte Glas nutzen kann und nicht nur einen bestimmten Bereich.

Ja, das klingt plausibel.

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